| Kaninchen | | Registriert seit: 20.07.2014
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Geschrieben am
11.11.2015, 11:48
| | | | Ein Morgen bei Hasenkaninchens. (Und die wohnen noch nicht mal bei mir in der Wohnung! Wie das dann nur wird ...)
Morgenbesuch bei Kaninchens: Lechzende Kaninchen mit vorwurfsvollen Knopfaugen luschern am Schleusentor hoch. Wir haben Hunger! Gib uns was! Warum gibst du uns nix? Hä? Wieso? Ihr müßtet doch noch Futter haben! Was habt ihr mit dem ganzen Futter von gestern gemacht? Was ist mit dem Berg Heu? Hunger! Hunger! Hunger!
Ich guck so durchs Gehege und was sehen meine entsetzten Augen? Gewisse Wildschweine haben das ganze Heu versaubeutelt. Normal machen sie das nicht. Und dieses Heu kann kaninchen natürlich auf keinen Fall noch essen!
Mein Problem: Das war das letzte Heu gewesen. Heute wollte ich holen. Genau wie das Gemüse am abend das letzte war. Ich stand da und hatte kein Kaninchenfutter da! Dafür drei am Schleusentor männchen machende Kaninchen, die mit großen Augen sich recken und strecken und erwartungsvoll gucken und partout nicht einsehen, daß man den knurrenden Magen ja auch mit nicht mehr perfektem Heu füllen könnte.
Was macht die brave Kaninchenhalterin morgens kurz nach 6 also? Klar! Natürlich sofort in Draußenklamotten fallen und losbrausen, Kaninchenfutter organisieren.
Da ich beim Stall, wo ich sonst hole, noch nicht auftauchen konnte, bin ich zur Tankstelle. Dort gibt es vom regionalen Bauern Heu. Tja. Normalerweise. Fassungslos gucke ich in die leere Heuschütte. Nachfrage beim Tankstellenwart ergab, daß sie kein weiteres Lager mit Heu haben, sondern der Bauer immer nur diese Schütte füllt.
Guter Rat oder viel mehr nun wurde der Heuhalm teuer. Mit scharrenden Reifen vor dem Supermarkt gestanden, der als erstes morgens öffnet, den Einkauf vorgezogen und dort auch Gemüse und Heu gekauft. 500g für 2,19€!!! Da fällt man doch vom nicht vorhandenen Glauben ab! Die Packung ist so klein, daß die leer ist, wenn meine Kaninchen einmal einschnaufen.
Mittlerweile hing mir der Magen in den Kniekehlen. Aber natürlich ging es erst zu den Kaninchen. Hunger! Möhre her! Ich rieche genau, du hast welche! Schneller! Möhrenkraut und einige Möhren gleich als Notnahrung reingegeben. Während die Kaninchen das inhaliert haben, habe ich mir ein Brötchen genehmigt und dann bin ich gleich wieder zu den kleinen Rabauken und habe das Gehege saubergemacht. Das heißt, ich wollte das Gehege säubern.
Ich wurde regelrecht überfallen! Es gab schon viele Tage kein Leckerlie mehr. Und die schwer "hungergeprüften" Kaninchen meinten nun wohl, künftig vorbauen zu müssen. Also habe ich mich erbarmt und ein paar Leckerlie in meiner Hand vor Nuknase gehalten, Haps! dann vor Schokoflockes Nase gehalten: Die hat gleich beide Vorderpfötchen auf meine Hand gestellt, die damit festgehalten und dann losgefuttert Die Hand ziehst du nicht so schnell wieder weg, um sie Johann dann hinzuhalten! Das war so vehement, daß Johann sich zur Hand bemühen mußte. Der hat aber erst mal länger starkstupsend an meinen anderen Körpergliedern gesucht . Wie die alle gedrängelt haben
Eigentlich hätten sie ja Ärger verdient gehabt wegen des Heus. Das ganze schöngewesene Heu habe ich dann grummelnd eingesackt. Dann haben sie die Minitüte bekommen unter der Anweisung, von diesem Teuerheu ja jeden Halm zu genießen. Auf versauen steht Pfanne! |