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Kaninchen
 
Registriert seit: 17.12.2012
Beiträge: 7.294
Angora-Angy befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.05.2019, 23:16

Allen 14 geht es weiterhin prächtig, nur der Winzling macht mir ein bisschen Sorgen. Er (oder sie ) ist wirklich deutlich kleiner als die anderen und kann sich entsprechend nicht durchsetzen, wenn einer der Milchtanker in den Hafen einläuft. Auf diesem Bild ist Winzling oben links auf den schwarzen Cousins liegend. Auch das Geschwisterchen rechts daneben ist kleiner als die anderen, hat aber immer ein rundes Bäuchlein.



Ich bin deshalb dazu übergegangen, ihm mittels Anlegen an eine der Mütter ein bis zwei Mal am Tag eine Extraration zu verschaffen. Hab nur bisher noch nicht daran gedacht, Fotos davon zu machen. Vorher-Nachher-Bilder sind ja immer sehr aufschlussreich. Jedenfalls lebt auch der Winzling noch und macht auch keinen wirklich besorgniserregenden Eindruck. Freilich kann trotzdem immer noch was passieren, da steckt man nie drin.
Eins der normal großen Geschwister sah heute auf einmal so aus

Da gab es wohl eine ziemlich heiße Schlacht am kalten Buffett... Babykrallen sind erstaunlich spitz und scharf!
Übrigens hatte ich mich verguckt, bei Thereses Fünferbande sind nicht alle wildfarbig. Drei sind offenbar schwarz, sie haben dunkle Bäuche und Ohrinnenseiten, bei Wild ist es dort rosa. Sehr schön! Muss ich direkt nochmal die Erbformeln der Eltern angucken und eventuell ergänzen.

Penny tut bisher nicht dergleichen. Ihre Nachkommen mit Bounty sollten alle die Japanerzeichnung haben, weil Bounty an dem Lokus bb hat, Japaner ist bj und dominant über b. Sollte gelb fallen, wäre Penny nicht reinrassig... Aber es sieht ja eh nicht danach aus. Ich "müsste" auch schleunigst Jamoraverpaarungen machen, damit ich im Herbst was zum Ausstellen habe... Allerdings weiß ich gar nicht, ob ich das überhaupt noch weiter machen sollte. Ich hab das ja nicht wegen irgendwelcher billiger Plastepokale angefangen, sondern um herauszufinden, ob Gruppenhaltung und Ausstellungen zusammen gehen. Wird ja meist vehement geleugnet, das ginge nur in Einzelbuchtenhaltung, weil die Tiere sich sonst gegenseitig verletzen, dadurch weiße Büschel bekämen und nicht mehr ausstellbar wären. Aktuell stresst es mich einfach nur, dauernd zu Vereinssitzungen rennen zu müssen. Hab auch schon ein paar geschwänzt...


Imkerverein hab ich ja schließlich auch noch. Bin ja seit April wieder bebient, hab mir da drei Völker von zwei verschiedenen Imkern gekauft. Und ich hab mir einen erhöhten Beutenbock gebaut, damit ich mich einerseits nicht mehr so übel bücken muss, andererseits das Flugloch nicht von der Vegetation blockiert wird und drittens die Huhns drunter lang laufen, im Schatten sitzen und bösen Viechkram wegpicken können, der aus den Beuten fällt.


Wir haben zwar den Beutenkäfer noch nicht hier, aber das ist nur eine Frage der Zeit. Beutenkäferlarven lassen sich nach ihrem Festmahl in der Bienenbrut durchs Gitter auf den Boden fallen, um sich dort einzugraben und zu verpuppen. Hühner picken gerne Beutenkäferlarven auf und helfen so bei der Bekämpfung. Zudem hab ich ja auch noch die Betonplatten drunter.

Die Völker sind stark, ich habe schon im April drei Ableger gezogen. Und heute früh gab es plötzlich dieses Bild hier:


Schwarmalarm!!! Dabei war doch kaum Flugwetter die letzten Tage, so dass ich mir schon Sorgen gemacht habe, ob sie noch genug Nahrung im Stock haben. Konnten ja nicht raus zum sammeln. Ich hab in der Eile vor der Arbeit mein Bestes getan, die Bienen einzufegen und in eine vorbereitete Beute (mit vollen Honigwaben) zu schütten, in der Hoffnung, die Königin mit erwischt zu haben. Was ich nicht einkehren konnte, musste ich dann sich selbst überlassen, normalerweise folgen die dann dem Leitgeruch der anderen in die neue Behausung. Hat auch geklappt, als ich heimkam, waren keine Bienen mehr am Zaun. Ich hab dann trotz fortgeschrittener Stunde und gelegentlichen Schauern die beiden Völker aufgemacht, um zu sehen aus welchem der Schwarm abgegangen ist. Beide waren aber randvoll mit Bienen, da fehlte nichts - und beide Königinnen waren noch da! Nicht zu verfehlen mit ihren roten Markierungen. Sehr eigenartig. Schwarmvorbereitungen haben aber beide Völker getroffen, sie bauen Weiselzellen (also große Königinnenzellen) und eine davon war auch schon bestiftet (also ein Ei drin). Ich hab sie wieder kräftig geschröpft und aus den entnommenen Waben inkl. Bienen einen weiteren Ableger gebaut. Hoffentlich dämpft das die Schwarmlust genügend ein, damit sie mir nicht abhauen. Morgen muss ich unbedingt in das Volk bei Mama auf dem Balkon gucken, um da nichts zu verpassen!
Aufgrund des Wetters waren sie natürlich mittelgradig ungehalten - wer mag das schon, wenn ihm jemand bei Regen das Dach vom Haus rupft... Folglich hab ich jetzt wieder mal eine dicke Hand. War ja mal wieder fällig Ich hab sowieso drüber nachgedacht, meinen zermatschten Daumen, der immer mal wieder wehtut, mit der Bienentherapie zu beglücken. Hab aber vergessen, den Damen zu erläutern, wo sie reinstechen sollen. Die haben alles getroffen, bloß nicht den Auadaumen...



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Kaninchen
 
Registriert seit: 17.12.2012
Beiträge: 7.294
Angora-Angy befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.05.2019, 23:37

Den Hühnchen gehts auch prima, hab heute mal durchgezählt, als meine Kollegin in der MIttagspause fragte, wie viele ich eigentlich habe. Zum Glück kenne ich ja jedes Tier mit Namen (soweit es einen hat, ansonsten weiß ich aber auch wen ich zuhause sitzen habe)






Mit Küken sind es jetzt 55. Hoppala, hätte ich gar nicht gedacht... Naja, sind ja viele Hähne beim Nachwuchs dabei... Und ich hab seit ein paar Tagen eine Rupfmaschine, die ich aber noch nicht ausprobieren konnte, weil noch keiner soweit ist. Na, ich kann warten. Die Wachteln dauern ja nicht mehr sooo lange.

Und hier noch das mit Abstand lustigste Ei, das ich bisher bekommen habe:

Goldig, oder? Ich hab es ausgeblasen und werde es aufheben.





Ach, hab ich schon erzählt, dass Aspi wieder Papa wird? Wir hatten eine junge Dame zu Besuch, die fast genauso aussieht wie er, bloß zierlicher. Diesmal war er der Erfahrene und sie die ängstliche Anfängerin. Die Besitzerin war mindestens doppelt so nervös wie Molly, hatte Angst dass Molly ihn nicht ranlässt oder es sonstwie nicht klappt. Immerhin sind die beiden aus Bad Tölz angereist, das ist schon eine ganze Ecke zu fahren und nicht ganz billig. Aber Aspi, der alte Charmebolzen, dem auch heftiges Anranzen der kleinen Diva nicht die Laune verderben konnte, hat nicht locker gelassen - und keine zwanzig Minuten nach Ankunft der scheuen Braut waren die beiden sich auch schon einig. Und später noch ein zweites Mal, obwohl bei jungfräulichen Hündinnen wohl üblich ist, dass sie kein zweites Mal zulassen. Ein drittes jedenfalls wollte sie dann nicht mehr und so sind die beiden Damen am selben Tag noch wieder heimgefahren, statt wie geplant über Nacht zu bleiben. Nuja, auch in Ordnung. Molly hätte allerdings bestimmt noch tagelang auf meinem "Bauernhof" rumstöbern können. Die fand das wahnsinnig spannend, bei ihr zuhause gibts keine Hühner oder Kaninchen. Noch. Mollys Halterin hat die an dem Tag frisch geschlüpften putzigen Zwerghuhnküken gesehen und Milcheinschuss bekommen, jetzt plant sie schon Volieren

Dem Ultraschall nach hat Molly wohl 5 Welpen mit heimgenommen. Bin gespannt, vor allem auch auf die Farben. Da ist wohl von der Genetik her einiges möglich, von einfarbig über weiße Abzeichen bis hin zu Schecken. Da beide auch einen Spritzer Wolfsspitz in der Ahnenreihe haben, könnten theoretisch wohl auch gewolkte Welpen rauskommen. Hat man mir gesagt, ich kenne mich da nicht so mit aus bei Hunden. Genetik kann man für jede Tierart einzeln jahrzehntelang studieren...





Na denn, guts Nächtle mitanand, ich bin durch...




Benutzerbild von crazy curry
Kaninchen
 
Registriert seit: 13.05.2013
Beiträge: 9.352
crazy curry befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.05.2019, 08:12

Na, da ist ja einiges los bei dir und den Viecherln. Das Ei ist ja kurios, von einem großen Huhn?



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Liebe Grüße Heike



Kaninchen
 
Registriert seit: 17.12.2012
Beiträge: 7.294
Angora-Angy befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.05.2019, 08:21

Zitat:
Zitat von crazy curry Beitrag anzeigen
Na, da ist ja einiges los bei dir und den Viecherln. Das Ei ist ja kurios, von einem großen Huhn?
Naja groß ist ja relativ, ich hab ja außer Tine Vorwerkhuhn nur Zwerge. Ich gehe davon aus dass es von Jadzia ist, ihres Zeichens Zwergwelsumer. Die legt meistens ziemlich längliche, "schlanke" Eier mit Sommersprossen und hat's hier offensichtlich mal auf die Spritze getrieben.



crazy curry likes this.

Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 22.01.2019
Beiträge: 105
Gargamed befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 12.05.2019, 02:22

Hallo Angy, wo hast Du Dir denn dieses umfassende Wissen über Bienen angeeignet, kriegt man das alles im Imkerverein mit? Oder hast Du selber recherchiert, Deine Bienenhaltung ist für mich für´s erste sehr ungewöhnlich. Mein Großvater hatte Bienen, ich war da als Kind oft dabei, die hatte er aber in einem regulären "Bienenhäuschen" und das sah alles irgendwie anders aus. Ich trage mich mit dem Gedanken an Bienen, habe aber neulich von einer Freundin (die selber welche hat)auch schon einige ernstzunehmende Warnungen und Instruktionen bekommen. Jetzt habe ich mir für dieses Jahr einen "Schnellschuß" verkniffen. Also, das habe ich schon gespeichert, ohne Mitglied im Imkerverein sollte ich da wohl nicht anfangen. Deine Kombi - bei den Bienenschädlingen die Hühner mit ins Boot zu nehmen finde ich auch äußerst interessant. Gut!




Kaninchen
 
Registriert seit: 17.12.2012
Beiträge: 7.294
Angora-Angy befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 12.05.2019, 10:06

Ich hab am Anfängerlehrgang des Imkerverbandes teilgenommen und vorher über zehn Jahre lang gelesen was mir in die Finger kam, weil ich nicht die Möglichkeit hatte, tatsächlich anzufangen, mich die Idee aber fasziniert hat. Trotzdem stehe ich immer noch oft vorm Bienenstock und gucke rein wie die Kuh ins Uhrwerk, weil es immer wieder Situationen gibt, die mir neu sind. Zumal Theorie und Praxis auch immer zwei Paar Schuhe sind...




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 22.01.2019
Beiträge: 105
Gargamed befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 12.05.2019, 10:13

zehn Jahre.......da muß ich ja wohl stramm loslegen.
Herzlichen Glückwunsch zu Deinen vielen geratenen Kinderchen - hab´ ich vergessen!




Kaninchen
 
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Beiträge: 7.294
Angora-Angy befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.05.2019, 07:47

Liselotte bezieht jetzt immer schon Position in der Kiste, wenn ich komme. Praktisch, so muss ich sie nicht einfangen, um Winzling anzulegen. Der sah zwischendurch mal wieder bedenklich aus, gestern Abend und heute früh aber rund und satt. Wenn er es mal bis zum Fressen fester Nahrung geschafft hat, holt er seinen Rückstand auf. Bis dahin kontrolliere ich engmaschig.
Bei den anderen zeigt sich gerade die Zeichnung wunderschön. Ich liebe Thüringer ^^



Miniaturansicht angehängter Grafiken
Hier kommen die Langohrschafe-img_20190513_184251_463_1.jpg   Hier kommen die Langohrschafe-img_20190513_184216_879_1.jpg  

Hier kommen die Langohrschafe-img_20190513_184239_475_1.jpg   Hier kommen die Langohrschafe-img_20190513_184159_998_1.jpg  

Hier kommen die Langohrschafe-img_20190513_184154_397_1.jpg  

Benutzerbild von Rolle_Rolle
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Rolle_Rolle befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.05.2019, 08:46

Daumendrücker für den Winzling.



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Kaninchen
 
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Angora-Angy befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.05.2019, 07:04

Der Winzling ist weg Dienstag früh sah er richtig gut aus, rund und proper. Dienstag Abend - spurlos verschwunden! Ich habe alles abgesucht, sogar die anderen aus dem Nest geholt und UNTER das Nest geschaut, auch drumherum und außerhalb der Kiste. Nichts! Ich bin ratlos.
Die übrigen gedeihen weiter und ich muss nochmals korrigieren. Es sind 4 schwarze und 1 wildes. Ein schwarzes hängt hinterher und hat eine Verletzung auf dem Rücken, aber noch mache ich mir nicht allzu große Sorgen. Es wird nun nicht mehr lange dauern bis die Augen aufgehen und dann ist die erste Hürde schonmal genommen. Dann muss ich nur wieder eine Rampe an die Kiste bauen.




Benutzerbild von Olga
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Olga befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.05.2019, 07:11

Oh nein. Der arme Winzling. Das tut mir leid.
Aber wie geht das denn, dass der einfach so verschwindet?



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Angora-Angy befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.05.2019, 07:13

Das frage ich mich auch und finde keine Antwort. Wäre ein Räuber reingekommen, wäre doch nicht nur ein Jungtier weg! Er ist bestimmt irgendwo eingebuddelt, wo ich ihn nicht finden kann -.-




Benutzerbild von Olga
Kaninchen
 
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Olga befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.05.2019, 07:31

Wie traurig.



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crazy curry befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.05.2019, 07:32

Oh je



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Benutzerbild von Luke
Kaninchen
 
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Luke befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.05.2019, 08:23

Ich hoffe der Winzling taucht wieder auf und ist gut dabei . Daumendrücker!

Die Kleinen sind Zucker . Das glänzende Fell . Satin , oder ? Sind aber keine Angoras ?

Sind das Zwerge oder werden die größer ?

Entschuldige die vielen Fragen . Hab keine Ahnung von Zucht und Co...



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Viele Grüße von mir



Benutzerbild von Rolle_Rolle
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Rolle_Rolle befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.05.2019, 20:59

Ach Mensch, das tut mir so leid.



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Angora-Angy befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 26.05.2019, 00:17

Zitat:
Zitat von Luke Beitrag anzeigen
Ich hoffe der Winzling taucht wieder auf und ist gut dabei . Daumendrücker!

Die Kleinen sind Zucker .Das glänzende Fell . Satin , oder ? Sind aber keine Angoras ?

Sind das Zwerge oder werden die größer ?

Entschuldige die vielen Fragen . Hab keine Ahnung von Zucht und Co...
Andersrum, das sind Angora, aber nicht Satin. Babyfell glänzt immer anfangs, zumal mit Blitz fotografiert, erst wenn es dann länger wird, kann man sehen ob sie Satinglanz haben. Diese hier haben definitiv keinen, denn die Mütter sind ja "versehentlich" langhaarige Tiere aus normalen Thüringern. Da haben vor einigen Generationen die Züchter mit Angora "gespielt", in der Hoffnung das Fell zu verbessern. Der arme Kerl, der nichtsahnend seine Elterntiere gekauft und verpaart hat, hatte nun den Salat. Gut für mich Die Väter sind allerdings Satinangora, was bedeutet, dass die Jungtiere mischerbig Sasa sind, also ein Glanzgen tragen. Nichtglanz Sa ist dominant über Glanz sa. In der nächsten Generation wird es Glanz geben. Wenn ich sie wieder mit einem reinerbigen Satinangora verpaare, hab ich 25% Satinangora und 75% Satinträger.

Und es sind natürlich KEINE Zwerge, die werden so um die 4kg schwer werden.



Der Winzling ist auch beim heutigen Ausmisten nicht wieder aufgetaucht und es war auch nicht damit zu rechnen. In dem Alter gibt es keine Überlebenschance, wenn es aus dem Nest gerät. Zumal wenn es eh schon schwach ist. Das sind die weniger schönen Seiten des Züchtens, mit denen man sich abfinden muss. Ist eben nicht alles immer nur süß und schön...

Ein weiteres Jungtier ist gestorben, nachdem es anfing zu schwächeln. Auch extra Anlegen hat nicht mehr geholfen, es war zu schwach zum Saugen. Der Grund ist mir erst später klar geworden: Es muss eine fette Infektion gehabt haben. Ich hatte ja das Jungtier mit den Kratzern auf dem Poppes gezeigt. Das verstorbene hatte ebenfalls eine Schramme auf dem Rücken, die sehr unspektakulär und nicht weiter tragisch aussah. Ich hab sie nicht wirklich mit seinem Tod in Verbindung gebracht. Vor einer knappen Woche hab ich dann aber das erste zerkratzte Jungtier hochgenommen und dachte da hängt einfach ein Haar von Mutti am Pops - dran gezupft - plötzlich quillt da Eiter raus! Es stellte sich heraus, dass das arme Viecherl einen dicken Abszess im Bein hat! Da war dann auch klar, dass die scheinbar harmlose Schramme des anderen Jungtieres wahrscheinlich auch böse infiziert war und einen Abszess wohl in den Bauchraum gebildet hatte. Da wäre dann aber auch nichts mehr zu machen gewesen, wie will man bei so einem winzigen Jungtier operieren? Das gleiche Problem stellte sich nun bei dem kleinen Patienten, eine Narkose hätte er nicht überlebt, hatte ja noch nichtmal die Augen offen zu dem Zeitpunkt. Also musste er so da durch, Eiter ausdrücken so gut es ging und mit KS spülen, bis keine Eiterflöckchen mehr rauskommen. Das mache ich jetzt seit einer Woche, inzwischen sind die Augen offen, die Abszesshöhle ist schon deutlich kleiner geworden und es wird kaum noch neuer Eiter gebildet. Unterstützend bekommt er homöopathische Mittel. Fieber hat er augenscheinlich nicht, wuselt mit den Geschwistern durch die Wurfkiste und wird sicher bald auf Erkundungstour gehen. Ein kleines Video lädt gerade hoch, das ich heute direkt nach der Versorgung gemacht habe. Da erkundet er neugierig den Tisch, die Behandlung ist sicher unangenehm, aber offenbar nicht allzu traumatisch. Woher die Schrammen stammen, kann ich nur raten. Vermutlich wird eine der Häsinnen versehentlich draufgetreten sein. Das hatte ich noch nie. Immer mal was Neues, vielleicht hat das Universum gedacht, ich sollte mal Erfahrungen sammeln und üben...
Ansonsten wachsen und gedeihen sie, der erste ist auch schon aus der Kiste geplumpst. Ich hab dann heute endlich mal eine Rampe angebracht, wenn sie auch nicht schön aussieht, tut sie hoffentlich ihren Zweck.



Nest ist längst passé, die baldowern durch die Kiste und schlafen und kuscheln wo es gerade passt. Nun sind es noch 8 thüringerfarbige, 3 schwarze und ein wildfarbiges. Der Pflasterstein liegt da drinnen, weil ich den Ausgang erstmal mit einem Brett zugestellt hatte, das durch den Stein am Umfallen gehindert werden sollte. Jetzt dient er als Stufe, denn die Kante ist für die Kleinen noch etwas zu hoch, denke ich.



Ich bin heute sehr produktiv gewesen, bin richtig ein bisschen stolz auf mich. Trotz Ausschlafen und draußen frühstücken habe ich heute ALLES ausgemistet (das passiert sonst immer in Etappen an zwei Tagen), die Rampe angebracht, eine Schlupfhorde für meinen neuen Brüter gebaut, meinen Wein endlich mal am neuen Vordach hochgebunden, die Bienen durchgesehen, meine Bettwäsche gewaschen und zum Schluss noch das heutige Futter im eigenen Garten zusammengetragen. Statt "Rasen" zu mähen, was mehr als überfällig war, hab ich Sense, Grasschere und Hand benutzt, um zugewucherte Stellen freizumachen und zu kürzen. Dadurch brauchte ich heute nicht mit dem Handwagen los, sondern konnte zum Abend noch eine ganz entspannte Hunderunde ohne Belastung (mal abgesehen von Aspi Ziehschwein ) drehen. Hach, wenns doch nur immer so wäre. Ich musste nämlich heute nicht zum Mittag rüber zu meinen Eltern, weil die mitsamt ihrem Enkel übers Wochenende in Düsseldorf zum Shaolintempel gefahren sind. Die sind ja alle Mitglied im Shaolinverein, machen dort Tai Chi und der Kurze zusätzlich Kung Fu. Und da ist wohl jetzt irgendsoein buddhistisches Fest, keine Ahnung. Ich hab jedenfalls sturmfrei und nichtmal Seminare!

Uuuuuund, was das Beste ist: Ich bin meine blöde Praktikumsstelle los! Das Fass war übergelaufen, als die Eule letzten Freitag ihren Frust wieder mal ungefiltert rausgelassen hat und die GANZE!!! Mittagspause geschimpft hat, weil wohl zwei Aufträge nicht besetzt werden konnten. Und dabei hat sie suggeriert, dass ICH die Schuld hätte! Am Arsch! Das war mein größter Frust, dass ich keinen Einfluss auf mein Arbeitsergebnis hatte. Egal wie sehr ich mich angestrengt habe, ich war immer abhängig davon, ob der Angerufene ans Telefon ging und dann auch noch Bock hatte. 90% gingen nicht dran, 9% waren in Arbeit oder krank oder hatten sonstwie kein Interesse, und das 1%, das sich einen Termin geben ließ, erschien dann einfach nicht. Und dann soll ICH schuld sein? Nö!!! Über das folgende Wochenende war ich komplett fertig, wir hatten Akupunkur Praxisseminar und ich konnte mich nicht konzentrieren. In der Verfassung sollte man dann auch keine Nadeln setzen, also hab ich auch kaum üben können. Dieses Seminar kommt nie wieder! Also hab ich dann endlich den überfälligen Entschluss gefasst und buchstäblich Sonntag Nacht die Bewerbung per Mail rausgeschickt, Montag Mittag wurde ich angerufen und hatte Dienstag Nachmittag das Vorstellungsgespräch. Ergebnis: "Sie können Montag anfangen" Ich hab mir nie vorstellen können, wie sehr die Psyche auf den Körper schlagen kann. Aber in dem Moment, als der Satz fiel, hatte ich das Gefühl, dass sich was löst als würde ein Stöpsel gezogen. Bin nämlich vorher schon zwei Wochen (oder länger) mit tatsächlichem Herzrasen rumgelaufen. Ruhepuls 112 Schläge pro Minute, das ist nicht sonderlich angenehm! Nichtmal Tiere gucken konnte das runterbringen und ich war ständig dem Heulen nahe. Jetzt ist mein Puls wieder da wo er hingehört, die Kurzatmigkeit und fehlende Belastbarkeit sind weg und ich hab wieder beim Ausmisten gesungen ^^




Kaninchen
 
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Angora-Angy befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 26.05.2019, 00:38

Die Bienen sind auch produktiv. Die Ableger scheinen jetzt alle eine Königin zu haben, wobei es bei den älteren beiden (unten) deutlicher zu sehen ist als bei den jüngeren.


Die älteren haben schon Rundmaden drin, bei den jüngeren sind die ersten Stifte zu sehen. Bei einem habe ich genau EINEN Stift entdeckt!
Stifte heißen die Eier, und wenn sie schlüpfen und sich am Zellenboden ringeln, heißen die Larven Rundmaden. Kurz vorm Verpuppen stecken sie dann längelang in der Zelle und heißen Streckmaden, dann machen die Pflegebienen den Deckel drauf und die Puppenruhe beginnt, an deren Ende dann die fertige Jungbiene aus der Zelle krabbelt. Das Ganze dauert 21 Tage. Gelernt hab ich dann heute auch wieder was. In einer Zelle eines Wirtschaftsvolkes habe ich zwei Stifte gesehen, die auch nicht wie üblich genau in der MItte des Zellenbodens klebten, sondern an gegenüberliegenden Wänden der Zelle. Das ist sonst ein Zeichen für Afterweiseln, also Arbeiterinnen, die durch das Fehlen der Königin anfangen Eier zu legen, aber mit dem kurzen Hintern nicht bis auf den Zellenboden reichen können. Aber die Königin war da, fit und munter und eifrig am stiften. Nach Auskunft der Imkergruppe auf Facebook wäre das dann wohl ein Zeichen, dass die Königin extrem gut drauf ist und dann halt auch schonmal zwei Eier in eine Zelle packt. Die Arbeiterinnen würden dann eins davon entfernen und die schlüpfende Rundmade rutscht von ganz allein in die Mitte der Zelle. Wie gesagt, öfter mal was Neues, sonst wirds ja langweilig...
Schwarmstimmung scheint es nicht (mehr) zu geben, das ist gut so, denn heute war definitiv die letzte Durchsicht vor der Ernte. Weil nämlich die Honigräume schlichtweg zu schwer für mich werden. Das war heute schon hart an der Grenze...


Ich hoffe man kann den Honig glänzen sehen? Ist natürlich noch lange nicht voll und reif. Ganz oben werden aber schon die ersten Zellen verdeckelt. Man sagt, dass der Honig erntereif ist, wenn 90% der Wabenfläche verdeckelt ist. Allerdings fallen den Bienen komische Sachen ein, sie lagern Pollen in den Honigwaben ein! Ich hoffe das blockiert nachher nicht den Mechanismus...

Und so sieht das aus, wenn die Imkerin nachlässig war und nicht penibel darauf geachtet hat, dass ALLE verschieblichen Elemente in der richtigen Postition sind:

Da kann natürlich nichts drin abgelagert werden! Naja, isses jetzt halt so...
Von außen sieht das so aus:

Hier kann man gut erkennen, dass ich fabrikneue mit bereits benutzten flow frames gemischt hatte, um die Akzeptanz der neuen zu erhöhen. Hat geklappt, würde ich sagen... Rausgenommen hab ich die einzelnen frames, weil ich mir zu Anfang ja nur die blanken frames gekauft und eine eigene Zarge zurechtgebastelt hatte. Nun hab ich mir aber die Originalzargen nachbestellt, weil die gebastelten nicht nur unschön aussahen, sondern auch anfingen zu reißen. Billiges Material halt. Nun sitzen sie in der ordentlichen, lasergeschnittenen Zarge, die überall dicht ist und gut aussieht.


Und ein Guckfenster hatte die gebastelte Zarge auch nicht


Bald wird es Honig geben ^^




Kaninchen
 
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Angora-Angy befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 26.05.2019, 01:02

Beim Geflügel läuft das Geschäft auch ganz gut. Ich habe Lissy mit ihren zehn Küken in das noch leere Kaninchengehege übersiedelt, weil der Quarantänestall schnell zu eng geworden ist. So weit so gut. Aber ein paar Tage später lag dann plötzlich ein Küken im anderen Gehege bei den Kaninchen! Ich habe keinen Schimmer wie es da rüber gekommen sein konnte, schließlich ist überall noch Volierendraht drumrum. Natürlich war es schon tot als ich es fand, erfroren ohne Muttis warmes Gefieder. Sehr schade. Außer für Jana, die einen zusätzlichen Snack zum Abendbrot bekommen hat... hier wird nichts verschwendet! Die übrigen Küken gedeihen hervorragend, einige Mixe versprechen sehr interessante Farben. Bei den ältesten geht das Geschlechterraten los, ich habe Hahnenüberschuss, das steht schonmal fest. Gertrud führt längst nicht mehr, man schläft jetzt auf der Stange mit den Küken, die jetzt wohl schon Junghühner sind, unter der Stange, nachdem sie zunächst allein im Legenest geschlafen haben.



Gertrud legt inzwischen auch schon wieder. Mal sehen ob sie noch eine Runde brüten möchte, dann bekommt sie ihre eigenen Eier. So eine tolle Glucke sollte unbedingt ihre Gene weitergeben!


Die Wachteln machen mir einfach Freude, die nächsten Hähne sind bald schon wieder "fertig"

11 Stück sind es von 23 Küken geworden. Die Hennen beginnen so langsam mit dem Legen und bei den Hähnen muss ich aufpassen, den richtigen Zeitpunkt zu erwischen, bevor sie anfangen sich gegenseitig umzubringen. Der dunkle, hier mittig im Bild, sieht schon ziemlich mitgenommen aus, daher hab ich ihn rausgenommen und mit einer Henne, die ebenfalls gehackt worden ist, frei in die Voliere gesetzt. Ich hab mir sogar eine Rupfmaschine gekauft, damit die Arbeit leichter wird. Aber heute hatte ich ehrlich gesagt so gar keine Meinung dazu und NOCH ist es ja soweit friedlich. Ein bisschen können sie auch noch, einige wirken noch recht schmal. Das sind die Nachkommen der Kaufland-Speiseei-Wachteln, die spalten wahrscheinlich ziemlich auf. Die Muttertiere sind allesamt leicht und eher schlank, der Vater ein sehr gut gebauter stämmiger Herr. Die Nachkommen schlagen halt in die eine oder die andere richtig.

Ich hab mir einen neuen Brüter gekauft, weil die alten recht frustrierend waren. Temperaturschwankungen und falsch angezeigt Luftfeuchtigkeit sind nicht sehr gut fürs Schlupfergebnis. Dieser hier hat in punkto Anzeigen einen recht guten Ruf, läuft auch sehr stabil. Die eingebaute Schierfunktion kann man allerdings vergessen...

Das Licht geht an den kleinen Wachteleiern komplett vorbei, man erkennt gar nicht. Noch nichtmal unbefruchtete, die beim normalen Schieren wie Glühbirnen leuchten. Aber das ist ja auch mehr ein Gimmick und könnte bei Hühnereiern vielleicht sogar funktionieren...
Das große Manko dieses Modells ist die miserable Schlupfhorde. Das Gitter geht nicht bis ganz zur Gerätewand, da ist ein Spalt, durch den die Küken nach unten fallen und dort erfrieren oder im Wasser ertrinken, das wegen der Luftfeuchtigkeit da unten drin sein muss. Also hab ich mal fix was gebastelt:

Der Holzrahmen sollte doch gut verhindern, dass Küken nach unten rutschen können.
Heute war auch direkt Umlegtag, an den letzten 3 Tagen sollen die Eier nicht mehr gewendet werden. Und so läuft der Countdown...

16 Eier waren unbefruchtet, die sind direkt in den Hundenäpfen gelandet. 40 Eier somit noch im Rennen, ich hoffe doch sehr dass die Schlupfquote deutlich besser wird als bei den alten Brütern! Zumindest kann man bei diesem Modell besser zugucken, weil die Technik unten ist statt obendrauf.



Das wars dann fürs Erste wieder. Hab mich offenbar bei der Arbeit draußen ein bisschen erkältet, als es mittags zuzog und windig wurde. Ich trinke jetzt einen schönen Tee aus Brennnessel, Salbei, Minze, Eibisch und Melisse, in der Hoffnung, eine handfeste Erkältung ausbremsen zu können. Will ja schließlich nicht direkt am ersten Tag im neuen Betrieb gleich krank machen müssen...




Kaninchen
 
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Angora-Angy befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 26.05.2019, 01:06

https://www.youtube.com/watch?v=3xhH1bO3r3c



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