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Hier kommen die Langohrschafe auf Kaninchen Forum

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Benutzerbild von Angora-Angy
Kaninchen
 
Registriert seit: 17.12.2012
Beiträge: 5.978
Angora-Angy befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 17.12.2012, 14:40

Hier kommen die Langohrschafe


Hallo liebe Kaninchenfreunde.

Ich bin Angy, 30 Jahre jung und Mutter eines Sohnes. Ich habe vier Angorakaninchen, die in zwei getrennten Pärchen in Außenhaltung leben. Die beiden kastrierten Rammler vertragen sich leider nicht, jeder Versuch hat zu blutigen Wunden geführt, darum bleiben sie halt getrennt. Zur Zeit lebt ein Pärchen in meiner Küche zwecks Zusammenführung (nicht zum Essen ) weil ich die Häsin erst am Wochenende gekauft habe.

Ohne mich jetzt direkt in die Nesseln setzen zu wollen: Ich habe mich vor der Anschaffung der Wollnasen mehr als zwei Jahre lang belesen und informiert und dabei immer wieder Fehlinformationen, Vorurteile und Klischees in Liebhaberforen, auch hier, gefunden. Deshalb habe ich mich jetzt mal angemeldet, um vor allem Leuten, die eher unabsichtlich an so ein Wollknäuel gekommen sind, meine Erfahrungen zur Verfügung zu stellen. Denn ich "beernte" meine Kaninchen regelmäßig und habe gerade das Spinnen gelernt.

Angorakaninchen sind in Deutschland vom Aussterben bedroht, weil sich das Geschäft mit der Wolle nicht mehr lohnt und Liebhaber auch aufgrund von Falschinformationen vor der Haltung zurückschrecken. Die Wolle ist die feinste und wärmste Naturfaser, die wir kennen, daher wäre es wirklich schrecklich, wenn in Zukunft sämtliche Angoraprodukte aus [url=http://www.tierrechteportal.de/IstZustand/frames.php?url=Kaninchen.html]fernöstlichen Massenfarmen[/url] kämen. Dort leiden die Tiere wirklich, im Gegensatz zur Haltung hier in Deutschland, wo dann auch die fachgerechte Wollernte keine Quälerei ist.

In diesem Sinne

ganz liebe, wollige Grüße
Angy

edit: Die Linkeinbindung funktioniert hier scheinbar anders als in anderen Foren?




Geändert von Angora-Angy (17.12.2012 um 14:42 Uhr). Grund: Link funktioniert nicht
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Benutzerbild von Sid
Sid Sid ist offline
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 31.05.2012
Beiträge: 709
Sid befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.12.2012, 20:49

Hey
ich hab zwar kein angora Nin, aber ich finde sie süüß!(ich habe nen Teddyzwerg<3)
hast du vllt ein paar bikder von den Beiden?




Benutzerbild von Natie
Kaninchen
 
Registriert seit: 27.11.2012
Beiträge: 5.880
Natie befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.12.2012, 20:57

Ich will auch Fotos



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Schaut doch auch mal in unserem Thread vorbei:
http://www.kaninchenforum.de/unsere-kaninchen-user-vorstellung-fotos/26593-naties-thread-mein-gehege-meine-tiere-mein-zuhause.html

Oder bei Facebook:
https://www.facebook.com/kanuggels.muckels



Benutzerbild von Angora-Angy
Kaninchen
 
Registriert seit: 17.12.2012
Beiträge: 5.978
Angora-Angy befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.12.2012, 08:27

Hab ich, aber bisher keine Zeit gehabt zum hochladen. Guckt mal auf angoraangy.blogspot.com, da gibt's Fotos. Am Wochenende versuch ich mal, weitere zu Posten.



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PRO vernünftige, durchdachte Zucht = PRO gesunde Kaninchen. CONTRA sinnlose Vermehrung!

Tierbestand aktuell: 19 (2.3 Satinangora, 3.3 Jamora, 8 Kastraten/Zwerge/Mixe); 5 Bienenvölker; 1.4 Zwerghühner; 0.1 Vorwerkhühner; 1.4 Serama; 2.7 Wachteln; 1.1 Hunde; 2.0 Katzen; 0.1 Moschusschildkröte



Pinkie
Gast
 
Beiträge: n/a
Geschrieben am 19.12.2012, 08:47

Zitat:
Zitat von Angora-Angy Beitrag anzeigen

Angorakaninchen sind in Deutschland vom Aussterben bedroht...
Zum Glück denke ich mir da nur. Für mich sind Angoras eine Qualzucht.

Ich hab zwar auch ein Angora Mix aber eigentlich wollte ich nie eins haben. jetzt ist sie eben da und da sie krank ist bleibt sie auch.



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Benutzerbild von Angora-Angy
Kaninchen
 
Registriert seit: 17.12.2012
Beiträge: 5.978
Angora-Angy befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.12.2012, 09:41

Zitat:
Zitat von Pinkie Beitrag anzeigen
Zum Glück denke ich mir da nur. Für mich sind Angoras eine Qualzucht.

Ich hab zwar auch ein Angora Mix aber eigentlich wollte ich nie eins haben. jetzt ist sie eben da und da sie krank ist bleibt sie auch.
Warum findest du das eine Qualzucht?



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Pinkie
Gast
 
Beiträge: n/a
Geschrieben am 19.12.2012, 09:52

Weißt du wie die meistens Angoras die zu Wollzucht gehalten werden gehalten werden?
Auf Gittern, damit ihre Wolle nicht verschmutzt wird.
Dann das ständige scheren. Denkst du das macht den Tieren Spaß? Und nach der Schur den gefühlten Temperaturunteschied?
Und wenn sie krank sind, zB bei Durchfall, da kommt man ums baden, Wolle schneiden und fönen nicht drumrum.
Noch schlimmer bei chronischen Krankheiten. Mein Angora hat Arthrose und ist inkontinent.



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Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 18.061
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 19.12.2012, 10:13

So niedlich Langhaarkaninchen aussehen - artgerecht zu halten sind sie tatsächlich nicht zu 100 %.

Ich war selbst bis Juni Besitzerin einer Langhaarhäsin - eine Teddyhäsin. Ich habe 5 Jahre lang "live und in Farbe" miterlebt, wie sehr sie sich mit der Fellpflege abmühen musste. Oft musste ich eingreifen, obwohl sie sich eigentlich nur ungern überhaupt anfassen ließ. Dazu noch die Haarballenbildung - ihre Mitbewohnerin hätte das beinahe einmal das Leben gekostet.

Süß sind sie, die kleinen Fellknäuel. Ich habe Wuschel sehr geliebt, sie war mein "explodiertes Sofakissen", mein "Swifferkaninchen", meine "Plüschmimose". Aber um nichts auf der Welt würde ich noch einmal die Zucht eines langhaarigen Kaninchens unterstützen wollen. Ihre beiden kurzhaarigen Mitbewohner hatten sehr viel mehr vom Leben - von einem artgerechten Leben mit eigener Fellpflege (bis auf Krankheitsfälle) und wesentlich weniger menschengemachtem Stress.

Trotzdem: viel Spaß mit deinen Fellknäueln, und natürlich sind auch von ihnen Fotos hier sehr willkommen! Sie sind da, und sie haben wie jedes Kaninchen das Recht darauf geliebt zu werden und dass der Besitzer das auch nach außen zeigen darf. Und wie könnte man das schöner als mit Fotos von glücklichen Kaninchen?




Roadrunner
Gast
 
Beiträge: n/a
Geschrieben am 19.12.2012, 10:46

Hallo Angy!
Herzlich willkommen hier im Forum. Ich finde es klasse, dass du anderen Langhaarkaninchenbesitzern Tipps geben kannst.
Ich selber würde mir kein Langhaarkaninchen mehr anschaffen. Ich habe ein Zwergfuchskaninchen. Die werden ja nicht geschoren und verfilzen angeblich nicht. Leider verfilzt meiner in Außenhaltung aber doch schnell und da er sich nicht gerne einfangen lässt, ist die Fellpflege kein Spaß. Ich denke auch, dass Langhaarkaninchen eine Qualzucht sind, da sie sich eben nicht selber pflegen können und da es zu wenig Besitzer wie dich gibt, die sie mit viel Know-How versorgen können.



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Pinkie
Gast
 
Beiträge: n/a
Geschrieben am 19.12.2012, 11:59

Man kann Langhaarkaninchen nicht mit Angoras vergleichen.
Angoras dürfen nicht gebürstet werden, kommen nicht in den Fellwechsel und verlieren auch kein Fell bzw. Wolle.

Trotzdem auch noch willkommen im Forum von mir und viel Spaß hier!

ich wollte dich mit meinem Post nicht blöd angehen oder so. Ich hätte das "netter" formulieren können. Sorry!




Benutzerbild von Angora-Angy
Kaninchen
 
Registriert seit: 17.12.2012
Beiträge: 5.978
Angora-Angy befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.12.2012, 14:37

Zitat:
Zitat von Pinkie Beitrag anzeigen
Weißt du wie die meistens Angoras die zu Wollzucht gehalten werden gehalten werden?
Auf Gittern, damit ihre Wolle nicht verschmutzt wird.
Dann das ständige scheren. Denkst du das macht den Tieren Spaß? Und nach der Schur den gefühlten Temperaturunteschied?
Und wenn sie krank sind, zB bei Durchfall, da kommt man ums baden, Wolle schneiden und fönen nicht drumrum.
Noch schlimmer bei chronischen Krankheiten. Mein Angora hat Arthrose und ist inkontinent.
Zitat:
Zitat von Pinkie Beitrag anzeigen
Man kann Langhaarkaninchen nicht mit Angoras vergleichen.
Angoras dürfen nicht gebürstet werden, kommen nicht in den Fellwechsel und verlieren auch kein Fell bzw. Wolle.

Trotzdem auch noch willkommen im Forum von mir und viel Spaß hier!

ich wollte dich mit meinem Post nicht blöd angehen oder so. Ich hätte das "netter" formulieren können. Sorry!
Schon ok :-)
Ja, ich kenne die Berichte und Bilder von Wollfarmen. Es liegt aber nicht in der Rasse begründet, sie MÜSSEN nicht so behandelt werden. Gitterhaltung ist in anderen Länder leider der Normalfall, es ist den Leuten sicher größtenteils gar nicht bewusst, dass es anders geht. Die Angorawolle für Produkte, die man hier im Discounter kaufen kann, kommt größtenteils aus kommerziellen Massenfarmen in Fernost, v.a. China. Dort gibt es keine Tierschutzgesetze und bitter arme Tagelöhner zuhauf, die für ihre Tagesleistung bezahlt werden und in ihrer Sorge um ihr eigenes Überleben und das ihrer Familie den Gedanken an das Tier überhaupt nicht aufbringen können. Und genau das ist das Problem, durch die billig produzierte Wolle aus solchen Farmen ist der Wollpreis hier in Deutschland so gesunken, dass sich der zweifellos vorhandene Mehraufwand nicht mehr lohnt. Daher stirbt die Rasse in einem Land, wo eine wenigstens halbwegs artgerechte Haltung üblich (!) ist, aus.
Die von dir angesprochenen Gitter oder Roste haben den Sinn, Urin und Kot von den Tieren fernzuhalten. Das funktioniert auch mit Überstreu aus z.B. Stroh, die Tiere werden trocken gehalten, was ihnen ja entgegenkommt. Auch sind sie keineswegs immer vorhanden und bestehen bei den Züchtern und Haltern, die ich im Internet und real kennengelernt habe, aus recht breiten Kunststoff- oder Holzleisten mit angemessenen Lücken, so dass die Tiere bequem und verletzungsfrei darauf laufen können. Bei diesen Leuten haben die Tiere auch die Wahl zwischen Rost und Einstreubereich, bekommen Auslauf und leben in der Gruppe. Natürlich gibt es auch einen großen Teil "richtiger" Züchter, bei denen die Tiere in Einzelbuchten auf Rosten mit oder ohne Überstreu leben, das will ich nicht leugnen. Aber auch das finde ich immer noch besser als chinesische Massenfarmen. Hierzulande werden die Tiere zudem fachgerecht geschoren, so dass es für sie weder schmerzhaft noch gar tödlich ist. Ich habe bei meinen Tieren die Erfahrung gemacht, dass sie das Scheren nicht schlimm finden, weil sie wissen, dass sie hinterher die Wolle los sind und sich wieder richtig putzen können. Das muss auch regelmäßig mind. 4x mal im Jahr gemacht werden, sonst ist es wirklich Tierquälerei.
Die Aussage mit dem fehlenden Fellwechsel ist bedingt richtig. Die riesigen Deutschen WeißRA, also die Albinoangoras, waren aufgrund der gleichmäßig färbbaren Wolle für die industrielle Verarbeitung besonders interessant und sind somit auch besonders stark bezüchtet worden. Ihnen wurde der Fellwechsel ab- und eine enorme Wolldichte angezüchtet. 3kg Wolle pro Jahr sind bei ihnen Standard! Bei diesen Tieren tendiere ich auch zu Ablehnung, zumal Albinos generell Augenprobleme haben und das "Scannen" also ständige Kopfbewegungen aufgrund der Sehschwäche schon als normal für sie betrachtet wird. Solche Tiere möchte ich mir selbst auch nicht zulegen. Sie scheinen auch krankheitsanfälliger zu sein als die farbigen, wie ich sie habe. Die besitzen durchaus einen Fellwechsel, der folgt aber nicht mehr den Jahreszeiten, sondern findet mehr oder weniger kontinuierlich das ganze Jahr statt. Da die Wolle aber dicht und fein ist, fallen die losen Haare nicht so einfach aus, sondern verkleben mit den umgebenden Haaren und werden irgendwann zwangsläufig filzen. Darum werden auch farbige Tiere 4x im Jahr geschoren. Man kann ihnen aber die lose Wolle auch auszupfen ("Pflücken", nicht mit Rupfen zu verwechseln!) oder auskämmen. Ich persönlich gehe jetzt vom Scheren zum Auskämmen der Wolle über, nachdem es mir letztes Wochenende eingehend gezeigt wurde, somit ist das Tier nie nackt, weil das neue Haar schon unter dem alten nachwächst. Bei manchen Tieren gibt es zwei oder drei unterschiedlich alte Wollvliese, dadurch nimmt die Haardichte immer mehr zu. Damit hoffe ich auch, das üble Filzproblem meines schwarzen Rammlers Wolke zu beheben. Denn beim Scheren bleiben zwangsläufig kleine Haarfusseln am Fellgrund zurück, die mit den umgebenden und nachwachsenden Haaren verbacken. Beim Pflücken oder Auskämmen wird das lose Haar komplett entfernt, das Fell wird ausgelichtet und die Haut kann wieder besser atmen. Ich versuche mal die Tage Fotos zu machen. Robin habe ich fast komplett ausgekämmt, bei Wolke hab ich den Rücken befreit und arbeite jetzt jeden Tag ein bisschen an den dicken Filzbollen. Klar, das ziept sicher und er findest es nicht wirklich lustig, aber um das Problem an der Wurzel zu beheben, kommen wir da nicht drumrum. Später wird es leichter, wenn der alte Filz weg ist und das Fell sauber nachwachsen kann. Ihn habe ich übrigens zusammen mit Biene aus mMn schlechter Haltung, da waren sie bereits verfilzt und Biene hatte einen dicken Wolle-Kot-Klumpen am Hintern, unter dem bereits eine Entzündung anfing.
Ach ja, meine Haltungsform könnt ihr bitte selbst auf artgerecht oder nicht bewerten:

Biene (gelb) und Wolke (schwarz)

Robin vor meinem Stall

Emma (rote Satinangorahäsin, daher der Glanz), noch in meiner Küche bei der VG mit Robin

Robin gepflückt, leider wars schon etwas dämmerig, daher so unscharf.
Vergleiche vorher: Erstes Zusammentreffen mit Emma:

Emma hatte diese "kahle" Stelle auf dem Rücken, als ich sie abholte. Die Vorbesitzerin hat zwischendurch Spinnfasern gebraucht, ich finde aber, dass Emma jetzt noch nicht so weit ist. Das neue Fell ist noch extrem kurz und flaumig.
Und hier noch ein paar Impressionen:




Der Sommerauslauf im Garten wird nächstes Jahr noch ausgebaut.

Jummy, Steckrüben!

Zitat:
Zitat von Roadrunner Beitrag anzeigen
Hallo Angy!
Herzlich willkommen hier im Forum. Ich finde es klasse, dass du anderen Langhaarkaninchenbesitzern Tipps geben kannst.
Ich selber würde mir kein Langhaarkaninchen mehr anschaffen. Ich habe ein Zwergfuchskaninchen. Die werden ja nicht geschoren und verfilzen angeblich nicht. Leider verfilzt meiner in Außenhaltung aber doch schnell und da er sich nicht gerne einfangen lässt, ist die Fellpflege kein Spaß. Ich denke auch, dass Langhaarkaninchen eine Qualzucht sind, da sie sich eben nicht selber pflegen können und da es zu wenig Besitzer wie dich gibt, die sie mit viel Know-How versorgen können.
Danke fürs Willkommen.
Ich finde schon, dass meine Vier sich gut selber pflegen können. Voraussetzung ist natürlich, dass sie wirklich regelmäßig geschoren/ausgekämmt werden, ab einem bestimmten Punkt geht es tatsächlich nicht mehr. Der darf aber nie erreicht werden, dann haben auch Angoras ein schönes, artgerechtes Leben. Da man ja auch auf Wollqualität gezüchtet hat, neigen gute Angoras heutzutage auch nicht mehr zum filzen, wenn sie korrekt gepflegt werden. Bei "Hobbyrassen" wie Teddys oder Fuchskaninchen wurde nicht so stark drauf selektiert, sie haben auch eine ganz andere Fellstruktur als Angoras. Ein Satz guter Metallkämme in unterschiedlichen Feinheiten von ganz grob bis ganz fein leistet mir wertvolle Dienste und würde, denke ich, auch Teddys und Füchsen zugute kommen.

Zum Schluss noch eine Bemerkung: Angorawolle ist die feinste und wärmste Naturfaser, die man kennt, noch feiner als Lammwolle, und durch nichts zu ersetzen. Und meine persönliche Einstellung ist, dass ich alle tierischen Produkte ohne schlechtes Gewissen nutzen und genießen kann, wenn ich weiß, dass das Tier ein möglichst artgerechtes Leben hat/hatte. Daher ziehe ich die Angorahaltung konsequent durch, spinne die Wolle zu Garn und wenn ich dann genug habe, verarbeite ich sie zu nützlichen Dingen. Als erstes gibts für meinen kaputten Rücken einen Wärmer, damit ich im Frühjahr schmerzarm im Garten das Futter für meine Schätzchen anbauen kann :-D



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Roadrunner
Gast
 
Beiträge: n/a
Geschrieben am 19.12.2012, 14:51

Hi Angy!
Meinen Fuchszwerg muss ich auch ständig zupfen. Er ist wie ein explodiertes Sofakissen und produziert ständig Unterwolle. Irgendwann hab ich mal gehört, dass das Kämmen angeblich die Grannenhaare zerstören soll. Fuchszwerge haben davon ja viele und die sorgen ja mit dafür, dass sie nicht noch mehr verfilzen. Trotzdem überlege ich, ob ich mit guten Kämmen nicht aufs Auskämmen umsteigen kann. Was hast du denn für Kämme? Könntest du mal Bilder einstellen?




Benutzerbild von Angora-Angy
Kaninchen
 
Registriert seit: 17.12.2012
Beiträge: 5.978
Angora-Angy befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.12.2012, 15:04

Es gibt da wohl einen Unterschied zwischen Bürsten und Kämmen, so man solche Bürsten hier verwendet:
[url=http://www.ebay.de/itm/Hundeburste-Hunde-Pflegeburste-Fellburste-Softburste-/170374710653?pt=de_haus_garten_tierbedarf_hunde&ha sh=item27ab1fc57d]Hundebürste Hunde-Pflegebürste Fellbürste Softbürste | eBay[/url]
Diese Drahthäkchen könnten wohl durchaus Haaroberflächen aufrauen. Bürsten mit Kunststoffborsten bringen zu viel statische Aufladung ins Fell.
Ich habe solche Kämme:
[url=http://www.ebay.de/itm/Fellkamm-doppelt-mittel-grob-Hundekamm-Katzenkamm-Tierkamm-mit-Holzgriff-/281030732214?pt=de_haus_garten_tierbedarf_hunde&ha sh=item416ebca9b6]Fellkamm doppelt mittel + grob Hundekamm Katzenkamm Tierkamm mit Holzgriff | eBay[/url]

[url=http://www.ebay.de/itm/Flohkamm-Lausekamm-14-5-cm-Flohbefall-Trixie-2410-/390511674571?pt=de_haus_garten_tierbedarf_katzen&h ash=item5aec4f44cb]Flohkamm Läusekamm, 14,5 cm Flohbefall Trixie 2410 | eBay[/url]

Mit dem Groben löse ich dicke Filzbollen, mit dem Mittleren kann ich sie dann rausziehen und mit dem Feinen kämme ich die Wolle ganz aus. Sie bleibt schön drin hängen, aber im Gegensatz zum Pflücken mit den Fingern kann man die neuen, festen Haare nicht so leicht mit erwischen. Und wenn man so ein ganzes Karnickel bearbeitet, geht das ohne Kamm schon über die Handmuskulatur...



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Geändert von Angora-Angy (19.12.2012 um 15:20 Uhr).

Roadrunner
Gast
 
Beiträge: n/a
Geschrieben am 19.12.2012, 15:13

Ah, ok, danke. Ich habe z.T. mit nem Plastikkamm gekämmt und frage mich gerade, ob ich dabei durch die statische Aufladung das Filzproblem noch verschlimmert habe?




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Angora-Angy befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.12.2012, 15:18

Möglich. Ich kenne das von mir selbst, meine Haare kann ich auch nicht mehr durchkämmen, wenn sie aufgeladen sind. Ich kaufe mir daher nur noch Bürsten, die nicht aufladen, falls ich mal eine "elektrische" erwische, tu ich die lieber weg. Ok, für mich selber benutze ich noch Pflegeprodukte, die das Aufladen vermindern, das würde ich aber für die Nins nicht machen. Du kannst höchstens mal probiere, ein hochwertiges (!) Pflanzenöl zuzufüttern, um die Fellqualität zu verbessern. Aber bitte in Maßen!



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Benutzerbild von Lupine
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Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 19.12.2012, 15:41

Da dürften wohl ein paar Sonnenblumenkerne oder andere Ölsaaten besser sein, als Öl mitzufüttern. Allerdings kann so etwas natürlich nur dann eine Verbesserung erbringen, wenn die entsprechenden Fettsäuren bisher nicht ausreichend zur Verfügung standen.

@ Pinkie:

Angy hat dir ja gerade bestätigt, dass auch Angorakaninchen haaren - das zupfen wäre sonst ja nicht möglich als "Ernte-Variante".

Man kann also vor allem bezüglich der Haarballengefahr, aber auch bezüglich der Verhinderung artgerechten "Intimpflegeverhaltens" sehr gut Angoras mit anderen Langhaarrassen vergleichen.

@ Angy:

Ich hoffe du nimmst mir meine Meinung nicht krumm, ich stehe aber dazu. Eben aus meiner Erfahrung heraus, ein langhaariges und zwei kurzhaarige Kaninchen mehrere Jahre lang eng begleiten zu dürfen und in ihrem Verhalten genau kennenlernen zu dürfen. Und ich bleibe deshalb dabei, dass das Fell die arttypische Körperpflege bei allen Langhaarkaninchen in einem Ausmaß einschränkt, das für mich nicht mehr tolerierbar ist. Die langhaarigen Kaninchen die existieren, haben für mich das gleiche Recht zu leben und geliebt und umsorgt zu werden. Aber von der "Neuproduktion" sollte man genauso Abstand nehmen wie von der "Neuproduktion" von Widderkaninchen mit langen Behängen zum Beispiel, ebenso auch von der Zucht von Extremzwergen bzw. Kaninchen mit extrem rundem Kopf. All das tut den Kaninchen nicht gut, und ich meine dass der Mensch sich da zurücknehmen sollte, auch wenn es noch so süß oder sonstwie als wertvoll empfunden wird.




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Angora-Angy befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.12.2012, 16:49

Kein Widerspruch gegen die Ölsaaten, da stimme ich voll zu. Immer vorausgesetzt, dass die Nins das fressen. Meine mögen keine SBK und keine Haferflocken. Momentan bekommen sie noch Angorapellets als Zufutter zur Grundlage Wiese, weil ich mir das Selbermischen noch erarbeite und in dem Zusammenhang erst viel lesen und lernen will, bevor ich experimentiere.

Mit der Intimpflege haben meine Tiere keine Probleme, habe noch nie irgendwas verklebtes gefunden. Man muss aber darauf achten, den Kaninchen immer genug Grün-/Saftfutter zu geben, um aufgenommene Haare gut durch den Darm zu befördern. Auch und vor allem nach der Schur, wenn sie sich erstmal ausgiebig putzen. Sonst drohen Haarbälle mit Verstopfung und Darmverschluss. Heu oder TroFu hilft da nicht!

Auch in Sachen Widder und Zwerge gebe ich dir da Recht. Wobei ich hier noch einen Unterschied sehe, denn im Gegensatz zur Angorawolle dienen die Widderohren und die Verzwergung keinem praktischen Nutzen. Deine Meinung akzeptiere und toleriere ich natürlich, jeder darf seine Meinung haben und äußern. Ich darf daher sicher auch bei meiner bleiben, weiterhin meine Nickel verspinnen und mich auf meinen Rückenwärmer und die damit verbundene Schmerzlinderung freuen.



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Benutzerbild von Kreusa
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Beiträge: 5.724
Kreusa befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.12.2012, 16:59

Hallo, ich sage auch mal herzlich willkommen

Ich finde diese ganze selbst eigene Wolle spinnen eine wirklich interessante Sache. Wie "ergiebig" ist das denn? Ich meine... wie viel Wolle produzieren die so und wie lange musst du da warten bis du genug für einen Pulli zusammen hast? Dauert das bei so wenigen Tieren nicht ewig?

Ich bin lange in einem Reitstall mit Isländern geritten und auch da wurde die "Winterwolle" der Pferde gesammelt und dann von einer Frau abgeholt, die sie gesponnen und daraus Pullover gestrickt hat. Und ich habe mich immer gewundert wie wenig Faden eigentlich aus so viel Fell wird.

Hoppla, was vergessen: Deine Angoras haben ja alle verschiedene Farben. "Färbst" du die Wolle dann nach dem Spinnen noch oder lässt du sie so?



__________________
It takes very special qualities to devote one's life to problems with no attainable solutions and to poking around in dead people's garbage: Words like 'masochistic', 'nosy,' and 'completely batty' spring to mind.

Paul Bahn. 1989. Bluff Your Way in Archaeology.

Introverted iNtuitive Thinking Judging



Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 18.061
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 19.12.2012, 17:12

Natürlich darfst du deine Nickel verspinnen witziger Ausdruck!

Vielleicht zeigst du dann vom fertigen Rückenwärmer auch mal ein Foto? Die Schmerzlinderung wünsche ich dir von Herzen - ich bin ebenfalls eine Rücken-Geplagte und weiß deshalb warum du dich auf die Linderung freust

Meine Nins wurden übrigens - bis auf ein paar Trockenkräuter und Heu - trockenfutterfrei ernährt... trotzdem hatte Jule einen Haarballen. Das Grünfutter hilft zwar, ist aber keine Gewähr dass es nicht doch zu Problemen kommt. Übrigens hilft auch Heu beim Abtransport, nicht nur das Grünfutter. Alle möglichst wenig verarbeiteten langfaserigen und rauhen Futtermittel sind gut geeignet, um Haare "mitzuziehen" und das große Stuhlvolumen durch die unverdaulichen Rohfaseranteile tut sein übriges. Frisch ist aber grundsätzlich gesünder, deshalb hast du natürlich mit deinem Hinweis auf die Fütterung völlig Recht - nicht nur während der Schur, sondern generell sollte viel Grünfutter gegeben werden.




Roadrunner
Gast
 
Beiträge: n/a
Geschrieben am 19.12.2012, 17:23

Hätte ich mal Nepis Wolle gesammelt, da hätte man auch bald was draus machen können .

Meine Kaninchen bekommen ab und an eine kleine Mischung aus Haferflocken, Sonnenblumenkernen und Großsittichfutter, manchmal auch ein bisschen vom Wildvogelfutter. Sie mögen das alle gerne.



 
 
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