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Ich spüre wie der Wagen immer enger wird. Er schrumpft förmlich zusammen, wie ein Akkordeon und bietet kaum noch Platz auf der Rückbank. Ich werde in den Kofferraum gedrängt. Kann einfach nicht atmen. Was treibt der Kerl in diesem Auto bloß? Fühle mich so benebelt. „STOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOP! Halt an, ich will aussteigen. Ich warte hier einfach auf euch und die Polizei, den Rettungswagen oder was auch immer…“, brülle ich mit letzter Kraft. |
"Mach dir ein Fenster auf, ich lass dich hier bestimmt nicht im Nirgendwo auf der Landstraße stehen. Hinterher werde ich noch wegen zwielichtiger Geschäftstätigkeit verhaftet, weil ich Frauen an der Landstraße aussetze." Die ersten Häuser sind nun fast zum Greifen nahe. "Halt noch ein bisschen aus, wir sind gleich da. Und dann musst du meinetwegen nicht wieder mit zurückfahren. Wenn es dir hier drin zu kuschelig ist." |
"beruhig dich Sindarina. Jinro hat recht. Hier im nirgendwo kannst du nicht bleiben. Wer weiß wer sich hier alles im Wald rumtreibt. Jinro hast du nicht etwas beruhigendes im handschuhfach?" |
"Ich verstehe immer noch nicht, was ihr mit den Worten Polizei, Tatort und Krimi meint und warum ich das große ekelige Stück Fleisch nicht endlich beseitigen darf." Dass dieser Hund hier herumwuselt ist mir auch suspekt. Die frühere Wirtin hätte das alles nicht toleriert. Nun gut. Da Arren wohl zu sehr im Gebet vertieft ist und mir sonst alle hier irgendetwas verbieten wollen, verlasse ich die Schenke in Richtung meiner Hütte. Mit meiner linken Hand prüfe ich in der Jackentasche, ob denn genug darin gelandet ist und kann mir ein klitzekleines Grinsen nicht verkneifen. |
Hoffentlich sind die anderen bald mit der Polizei zurück. Es fängt langsam an zu dämmern. Ich würde gern vor der nächsten Nacht mit der Polizei gesprochen haben damit wir hier endlich abhauen können. Unruhig trete ich von dem einen Bein auf das andere. Was meinte blusheep nur mit seiner Andeutung, dass die Dinge hier früher anders geregelt wurden? Spricht er wirklich von Selbstjustiz? Das kann ich mir einfach nicht vorstellen... Wobei? Es ist schon ein sehr seltsames Dorf... |
Ohne die Straße aus dem Blick zu verlieren hantiere ich im Handschuhfach. "Ich glaube Fluse war gründlich genug, dass ich zumindest für meine Upper, Downer und Es nicht einfahren muss. Tut mir leid Sindarina, aber wir sind ja gleich da. Denk doch am besten schon mal an deine Aussage, vielleicht beruhigt das. " |
"Amen!" Bekräftigend nicke ich noch einmal. "Hoffentlich findet diese arme Seele ihren Platz im Himmel." Etwas steif richte ich mich wieder auf. Warum starrt mich diese komische Frau so an? Wie wurde sie genannt? Diabi? Ich habe Angst. Leise, mit zittriger Stimme fange ich an: "Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf grüner Aue..." |
In meiner Hütte angekommen sortiere ich meine Beute in der Truhe ein. Ein paar seltsame Marken sind dabei. Und was ist das? Ich halte ein kleines längliches Etwas mit einer Öffnung mit seltsamen Stiften an einem Ende in der Hand. Wenn ich diesen kleinen Schalter betätige, wird es länger. Das ist ja lustig. Wozu soll das gut sein? Die sind doch verrückt. Ich bin ein wenig geschafft von den Eindrücken des Tages und lasse mir noch mal so einiges Revue passieren. Dieser Typ, der aus dem Fahrzeug gefallen und anschließend mit einigen der sogenannten "Abenteurer" abgehauen ist, war schon ziemlich sonderbar. Aber...mir geht diese Frau mit dem Hund nicht aus dem Kopf. Wir sind uns noch nicht oft begegnet - zum Glück - ich glaube, sie heißt LouisAbby. |
Hier wandeln aber doch einige komische Gestalten rum. Mir ist irgendwie nicht gut. Ich habe so ein flodderiges Gefühl in der Magengegend. „Ich glaube ich muss...“ kann ich gerade noch sagen, bevor ich mich geräuschvoll hinter die nächste Wiesenraufe übergeben muss. |
Ich schließe mich nochmal einigen meiner Mitreisenden an. "Was sollen wir jetzt nur tun? Wir können doch nicht noch eine Nacht hier im Ungewissen verbringen? Langsam frage ich mich, ob es die anderen noch rechtzeitig mit Hilfe zurückkehren. Ehrlich gesagt sind mir die Einheimischen unheimlich. Der eine spricht von Selbstjustiz, die andere leitet eine Kapelle in einem so gut wie verlassenen Dorf. Was wenn wir mit Absicht hierher gelockt wurden? Was haltet ihr von Bluesheep, Arren, Cupcake und den anderen? Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand von uns so so etwas fähig wäre." Langsam nicke ich zum verglühen Lagerfeuer hinüber. |
Keuchend tauche ich hinter der Wiesenraufe hervor. Wo ist eigentlich das Hasenkaninchen hin? Diabi? Hast du einen kleinen Magenbitter für mich? |
„Aussage, meine Aussage…“, fasel ich vor mich hin. Selkie hat das Fenster geöffnet und der frische Fahrtwind tut mir gut. Statt meinen Trennungsschmerz mit Eis und Schnulzen oder einem Friseurbesuch zu zelebrieren, schließe ich mich überstürzt einer bunt gemischten Reisegruppe an. Nach einer gefühlten Ewigkeit sind wir an irgendeinem angeblich berühmten Monsterdorf angekommen und haben mit der Reiseleitung eine wilde Vollmondparty gefeiert. Morgens bin ich im Matsch aufgewacht…Ob das hilfreich ist. Jedenfalls war das ein mörderischer Trip und mein Bedarf an Spontanität ist gedeckt. In Gedanken gehe ich unsere Reisegruppe durch und auch die Bewohner kommen mir in den Sinn. Wie Arren schreiend und voller Wut aus der Kapelle gestürmt kam, das hat mich schließlich hier in dieses Auto getrieben. |
Ich finde im fußraum eine Flasche Wasser und reiche diese sindarina. Ein schluck tut ihr bestimmt gut. Ich denke an das seltsame Dorf. Diese seltsame irre die aus der Kirche stürmte (arren) hat mir Angst gemacht. Zum Glück sind wir bald in der Stadt. |
Namii beäugt mich so kritisch, das macht mir etwas Angst. Glaubt sie wirklich, ich wäre dazu in der Lage, eine solche Tat zu vollbringen? Ihr Misstrauen steckt an und ich überlege, was ich über die anderen Dorfbewohner weiß. Wenn blusheep in der Nähe ist verschwinden gerne Dinge, doch ob eine Menschenseele auch dazu zählt? Applejack lebt komplett zurück gezogen und ich weiß von ihrer Essensjagt, dass sie mit Jagdwaffen umzugehen weiß, doch ich sehe keinerlei Spuren einer solchen. Und Arren? Sie schottet sich immer mehr ab mit ihrer Kirchennummer, soll das jetzt eine neue Art der Opfergabe sein? Reiseleiter am Spieß? |
Zitat:
Noch besser wäre es aber wohl, wenn endlich die anderen mit der Polizei auftauchen würden.. ich zumindest wäre sehr beruhigt, wenn ich diesen unseligen Ort endlich verlassen könnte!“ |
Ich weiß nicht, wem ich vertrauen soll. Meine Mitreisenden kenne ich kaum, ein Teil von ihnen ist ohne auf uns zu warten geflohen und nun gibt es in diesem angeblich verlassenen Dorf sogar Bewohner! Vor allem Arren scheint mir suspekt. Eine Kapelle für eine Handvoll Einwohner? "Komisch, dass es hier Bewohner gibt, wo es doch hieß, hier lebt seit Jahren keiner mehr. Irgendwas an der Sache hier ist faul." |
Vorsichtig parke ich das Auto. "So, da wären wir. Ich glaube die Namen unserer Mitreisenden bekomme ich noch zusammen. Sindarina, Selkie, Fluse, Namii, öhm wie hieß nochmal der Hase ohne Hose heute Morgen? Loloona oder so ähnlich, richtig?" ich löse meinen Gurt. "Hat jemand mitbekommen wie die Eingeborenen hießen? Vor allem dieser schräge Kerl mit dem auffällig verbeulten Pullover und den scheinbar endlos tiefen Hosentaschen. Und die Furie aus der Kirche? Blusheep, oder so ähnlich? Und wie hieß unser Reiseleiter nochmal?" Nervosität überkommt mich, einen Mord zu melden ist bestimmt kein alltägliches Ereignis. "Anyway, lasst uns mal los." |
Ich zucke mit den Schultern und entferne mich von meinen Mitreisenden und den Einheimischen. Vielleicht sollte ich mir einfach eine verlassene Hütte suchen und dort ausharren bis Hilfe kommt. Ich gucke gen Himmel, es wird schon dunkel. Ich schnappe mir meinen Rucksack, werfe noch schnell meine Medikamente ein und stapfe davon. Sollen sie sich doch alle gegenseitig verdächtigen den Reiseleiter aufgespießt zu haben. Ich glaube jedenfalls, dass es einer der Einheimischen war. Die möchten hier sicher keine Touristen. Ich finde eine verlassene Hütte nicht weit entfernt von der Feuerstelle, sie hat eine nette Veranda und sogar einen Stuhl. Ich setze mich und krame in meinem Rucksack herum. |
"ich kann mir keine Namen merken. Dieser spinner hieß blusheep. Aber sonst. Keine Ahnung" Nervös folge ich Jinro |
Ich schau in Richtung des Dorfplatzes... die Einwohner des Dorfes sind im Vergleich zu uns Reisenden recht gelassen. Wie kann man bei so einem Anblick so ruhig bleiben Mir läuft es kalt dem Rücken runter und wende meinen Blick in die Ferne. ob wir die rasenden Insassen des Autos je wiedersehen? Ob der Mörder wohl schon geflohen ist???jinro konnte das Dorf ja nicht schnell genug verlassen |
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