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Ich spüre wie der Wagen immer enger wird. Er schrumpft förmlich zusammen, wie ein Akkordeon und bietet kaum noch Platz auf der Rückbank. Ich werde in den Kofferraum gedrängt. Kann einfach nicht atmen. Was treibt der Kerl in diesem Auto bloß? Fühle mich so benebelt. „STOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOP! Halt an, ich will aussteigen. Ich warte hier einfach auf euch und die Polizei, den Rettungswagen oder was auch immer…“, brülle ich mit letzter Kraft. |
"Mach dir ein Fenster auf, ich lass dich hier bestimmt nicht im Nirgendwo auf der Landstraße stehen. Hinterher werde ich noch wegen zwielichtiger Geschäftstätigkeit verhaftet, weil ich Frauen an der Landstraße aussetze." Die ersten Häuser sind nun fast zum Greifen nahe. "Halt noch ein bisschen aus, wir sind gleich da. Und dann musst du meinetwegen nicht wieder mit zurückfahren. Wenn es dir hier drin zu kuschelig ist." |
"beruhig dich Sindarina. Jinro hat recht. Hier im nirgendwo kannst du nicht bleiben. Wer weiß wer sich hier alles im Wald rumtreibt. Jinro hast du nicht etwas beruhigendes im handschuhfach?" |
"Ich verstehe immer noch nicht, was ihr mit den Worten Polizei, Tatort und Krimi meint und warum ich das große ekelige Stück Fleisch nicht endlich beseitigen darf." Dass dieser Hund hier herumwuselt ist mir auch suspekt. Die frühere Wirtin hätte das alles nicht toleriert. Nun gut. Da Arren wohl zu sehr im Gebet vertieft ist und mir sonst alle hier irgendetwas verbieten wollen, verlasse ich die Schenke in Richtung meiner Hütte. Mit meiner linken Hand prüfe ich in der Jackentasche, ob denn genug darin gelandet ist und kann mir ein klitzekleines Grinsen nicht verkneifen. |
Hoffentlich sind die anderen bald mit der Polizei zurück. Es fängt langsam an zu dämmern. Ich würde gern vor der nächsten Nacht mit der Polizei gesprochen haben damit wir hier endlich abhauen können. Unruhig trete ich von dem einen Bein auf das andere. Was meinte blusheep nur mit seiner Andeutung, dass die Dinge hier früher anders geregelt wurden? Spricht er wirklich von Selbstjustiz? Das kann ich mir einfach nicht vorstellen... Wobei? Es ist schon ein sehr seltsames Dorf... |
Ohne die Straße aus dem Blick zu verlieren hantiere ich im Handschuhfach. "Ich glaube Fluse war gründlich genug, dass ich zumindest für meine Upper, Downer und Es nicht einfahren muss. Tut mir leid Sindarina, aber wir sind ja gleich da. Denk doch am besten schon mal an deine Aussage, vielleicht beruhigt das. " |
"Amen!" Bekräftigend nicke ich noch einmal. "Hoffentlich findet diese arme Seele ihren Platz im Himmel." Etwas steif richte ich mich wieder auf. Warum starrt mich diese komische Frau so an? Wie wurde sie genannt? Diabi? Ich habe Angst. Leise, mit zittriger Stimme fange ich an: "Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf grüner Aue..." |
In meiner Hütte angekommen sortiere ich meine Beute in der Truhe ein. Ein paar seltsame Marken sind dabei. Und was ist das? Ich halte ein kleines längliches Etwas mit einer Öffnung mit seltsamen Stiften an einem Ende in der Hand. Wenn ich diesen kleinen Schalter betätige, wird es länger. Das ist ja lustig. Wozu soll das gut sein? Die sind doch verrückt. Ich bin ein wenig geschafft von den Eindrücken des Tages und lasse mir noch mal so einiges Revue passieren. Dieser Typ, der aus dem Fahrzeug gefallen und anschließend mit einigen der sogenannten "Abenteurer" abgehauen ist, war schon ziemlich sonderbar. Aber...mir geht diese Frau mit dem Hund nicht aus dem Kopf. Wir sind uns noch nicht oft begegnet - zum Glück - ich glaube, sie heißt LouisAbby. |
Hier wandeln aber doch einige komische Gestalten rum. Mir ist irgendwie nicht gut. Ich habe so ein flodderiges Gefühl in der Magengegend. „Ich glaube ich muss...“ kann ich gerade noch sagen, bevor ich mich geräuschvoll hinter die nächste Wiesenraufe übergeben muss. |
Ich schließe mich nochmal einigen meiner Mitreisenden an. "Was sollen wir jetzt nur tun? Wir können doch nicht noch eine Nacht hier im Ungewissen verbringen? Langsam frage ich mich, ob es die anderen noch rechtzeitig mit Hilfe zurückkehren. Ehrlich gesagt sind mir die Einheimischen unheimlich. Der eine spricht von Selbstjustiz, die andere leitet eine Kapelle in einem so gut wie verlassenen Dorf. Was wenn wir mit Absicht hierher gelockt wurden? Was haltet ihr von Bluesheep, Arren, Cupcake und den anderen? Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand von uns so so etwas fähig wäre." Langsam nicke ich zum verglühen Lagerfeuer hinüber. |
Keuchend tauche ich hinter der Wiesenraufe hervor. Wo ist eigentlich das Hasenkaninchen hin? Diabi? Hast du einen kleinen Magenbitter für mich? |
„Aussage, meine Aussage…“, fasel ich vor mich hin. Selkie hat das Fenster geöffnet und der frische Fahrtwind tut mir gut. Statt meinen Trennungsschmerz mit Eis und Schnulzen oder einem Friseurbesuch zu zelebrieren, schließe ich mich überstürzt einer bunt gemischten Reisegruppe an. Nach einer gefühlten Ewigkeit sind wir an irgendeinem angeblich berühmten Monsterdorf angekommen und haben mit der Reiseleitung eine wilde Vollmondparty gefeiert. Morgens bin ich im Matsch aufgewacht…Ob das hilfreich ist. Jedenfalls war das ein mörderischer Trip und mein Bedarf an Spontanität ist gedeckt. In Gedanken gehe ich unsere Reisegruppe durch und auch die Bewohner kommen mir in den Sinn. Wie Arren schreiend und voller Wut aus der Kapelle gestürmt kam, das hat mich schließlich hier in dieses Auto getrieben. |
Ich finde im fußraum eine Flasche Wasser und reiche diese sindarina. Ein schluck tut ihr bestimmt gut. Ich denke an das seltsame Dorf. Diese seltsame irre die aus der Kirche stürmte (arren) hat mir Angst gemacht. Zum Glück sind wir bald in der Stadt. |
Namii beäugt mich so kritisch, das macht mir etwas Angst. Glaubt sie wirklich, ich wäre dazu in der Lage, eine solche Tat zu vollbringen? Ihr Misstrauen steckt an und ich überlege, was ich über die anderen Dorfbewohner weiß. Wenn blusheep in der Nähe ist verschwinden gerne Dinge, doch ob eine Menschenseele auch dazu zählt? Applejack lebt komplett zurück gezogen und ich weiß von ihrer Essensjagt, dass sie mit Jagdwaffen umzugehen weiß, doch ich sehe keinerlei Spuren einer solchen. Und Arren? Sie schottet sich immer mehr ab mit ihrer Kirchennummer, soll das jetzt eine neue Art der Opfergabe sein? Reiseleiter am Spieß? |
Zitat:
Noch besser wäre es aber wohl, wenn endlich die anderen mit der Polizei auftauchen würden.. ich zumindest wäre sehr beruhigt, wenn ich diesen unseligen Ort endlich verlassen könnte!“ |
Ich weiß nicht, wem ich vertrauen soll. Meine Mitreisenden kenne ich kaum, ein Teil von ihnen ist ohne auf uns zu warten geflohen und nun gibt es in diesem angeblich verlassenen Dorf sogar Bewohner! Vor allem Arren scheint mir suspekt. Eine Kapelle für eine Handvoll Einwohner? "Komisch, dass es hier Bewohner gibt, wo es doch hieß, hier lebt seit Jahren keiner mehr. Irgendwas an der Sache hier ist faul." |
Vorsichtig parke ich das Auto. "So, da wären wir. Ich glaube die Namen unserer Mitreisenden bekomme ich noch zusammen. Sindarina, Selkie, Fluse, Namii, öhm wie hieß nochmal der Hase ohne Hose heute Morgen? Loloona oder so ähnlich, richtig?" ich löse meinen Gurt. "Hat jemand mitbekommen wie die Eingeborenen hießen? Vor allem dieser schräge Kerl mit dem auffällig verbeulten Pullover und den scheinbar endlos tiefen Hosentaschen. Und die Furie aus der Kirche? Blusheep, oder so ähnlich? Und wie hieß unser Reiseleiter nochmal?" Nervosität überkommt mich, einen Mord zu melden ist bestimmt kein alltägliches Ereignis. "Anyway, lasst uns mal los." |
Ich zucke mit den Schultern und entferne mich von meinen Mitreisenden und den Einheimischen. Vielleicht sollte ich mir einfach eine verlassene Hütte suchen und dort ausharren bis Hilfe kommt. Ich gucke gen Himmel, es wird schon dunkel. Ich schnappe mir meinen Rucksack, werfe noch schnell meine Medikamente ein und stapfe davon. Sollen sie sich doch alle gegenseitig verdächtigen den Reiseleiter aufgespießt zu haben. Ich glaube jedenfalls, dass es einer der Einheimischen war. Die möchten hier sicher keine Touristen. Ich finde eine verlassene Hütte nicht weit entfernt von der Feuerstelle, sie hat eine nette Veranda und sogar einen Stuhl. Ich setze mich und krame in meinem Rucksack herum. |
"ich kann mir keine Namen merken. Dieser spinner hieß blusheep. Aber sonst. Keine Ahnung" Nervös folge ich Jinro |
Ich schau in Richtung des Dorfplatzes... die Einwohner des Dorfes sind im Vergleich zu uns Reisenden recht gelassen. Wie kann man bei so einem Anblick so ruhig bleiben Mir läuft es kalt dem Rücken runter und wende meinen Blick in die Ferne. ob wir die rasenden Insassen des Autos je wiedersehen? Ob der Mörder wohl schon geflohen ist???jinro konnte das Dorf ja nicht schnell genug verlassen |
"Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun." Seufzend betrachte ich dieses kleine Dorf. Wie friedlich wir hier zusammen gelebt haben, jeder auf seine Art und Weise. Dann kommen einfach Fremde hierher, machen alles kaputt, bringen Alkohol und Drogen, begehen einen Mord und wer soll schuld sein? Natürlich die Einheimischen, nur weil sie etwas anders sind? Herr, womit haben wir das verdient? |
"Na dann los." Ich nutze den kurzen Weg in vom Auto zur Wache, um noch ein verräterisches Tütchen unauffällig in ein Abflussgitter fallen zu lassen und betrete dann die Wache. Die Meldung verläuft ruhiger als erwartet, doch dann folgen die getrennten Verhöre und schließlich endloses Warten auf dem Flur. Ich suche mir ein nahes Fenster, stelle es auf Kipp und zünde mir heimliche eine Zigarette an. "Ich hätte nie erwartet, dass ein gesetzestreuer Bürger zu sein so in Arbeit ausartet. Haben die euch auch so viel gefragt? Und dürft ihr auch wieder gehen, so lange ihr erreichbar seid?" |
Ich gehe vom Kaninchenstall zurück in die Werkstatt und lasse die Tür offen, damit die Tiere sich auch hier verlustieren können und vor allem, damit ich vorn nicht alleine bin. Ich sehe aus dem Fenster. Einige Hütten weiter scheint sich eine von den Fremden häuslich einzurichten! Sie nimmt die Veranda in Besitz! Vorsichtig schleiche ich zu blusheeps Hütte. He blusheep, du hast mit denen gesprochen. Was wollen die hier? Warum bringen die hier einen um? Warum sind nicht alle wieder gefahren? Wenn der rasende VWBus wieder kommt, kannst du dann die Batterien aus dem Krachmusikmachding entwenden? Du bist doch da Profi. Das tut mir in den Ohren weh. Hast du bei den Fremden etwas "gefunden", was das alles hier erklärt? So wie ich ihn kenne, bekomme ich die Antworten erst morgen. Also schleiche ich weiter zu Arren. Hallo Gottesanbeterin! Du warst bei den Fremden. Warum sind die hergekommen? Warum bringen sie einander um? Warum sind sie nicht alle wieder gegangen? Glauben die auch an deinen Gott? Warum sind sie dann so komisch zu dir? Es gibt doch auch in der normalen Welt Gläubige. Das Konzept sollten sie kennen. Mir kommt Diabi verdächtig vor. Und dir? |
Ich betrachte noch etwas weiter meine Schätze und frage mich, was ich mit einigen der Dinge anstellen soll. Naja, etwas davon wird sich schon irgendwo verscherbeln lassen. Dann fällt mir dieses Foto des Mannes in den Blick, welches ich aus der Hosentasche dieser einen Frau gezückt hatte. Ich greife es und denke: Vielleicht war das zu persönlich. Das ist es einfach nicht Wert. Außerdem verstößt das gegen den Kodex ... falls dieser noch Gültigkeit hat. Ich beschließe, es ihr bei Gelegenheit unauffällig zurückzugeben ... falls sie wieder zurück kommt. Sie war ja zu dem Verrückten in das Fahrzeug gesprungen. |
"ja ich darf wieder gehen. Das mit dem erreichbar sein ist nur so ne Sache." ich deute auf das Handy ohne Signal. "kommen die nun mit? Haben die dazu was zu dir gesagt?" |
Es wird dunkel! Ich schlüpfe zurück in meine Werkstatt und verriegle meine Tür und lege mich zu meinen Kaninchen. |
"Ich glaube, ihr einziger Gott ist der Genuss. Hast du nicht gesehen mit was für Mitteln sie Umgang haben? Hoffentlich verschwinden sie schnell. Und nehmen den Tod gleich wieder mit." Mich fröstelt es. "Möchtest du eine Tasse Tee?" Als ich mich umwende, ist Hasenksninchen schon verschwunden. "Na gut, dann teile ich sie mir eben mit dir, Herr." Ich wende mich ab und gehe in die kleine Kapelle. |
"Oh Selkie, die sind schon vor einer ganzen Weile los. Hast du das Blaulicht nicht gehört? Wenn wir nochmal zurückfahren sollten, erwartet uns da bestimmt CSI Düsterwald und die graben dort den halben Dorfplatz um auf der Suche nach Spuren." Ich ziehe noch einmal an meiner Kippe und schnipse sie dann durch den Fensterspalt. "Ich weiß nur nicht, ob ich da wirklich nochmal zurück will. Ich will da keinen aus unserer Gruppe hängen lassen, aber was ist, wenn die sich nun alle aus dem Staub gemacht haben und wir dann wieder alleine mit den Waldschraten sind?" |
Ich bemerke wie Arren ein Gebet spricht. Auch sie scheint unsere skeptischen Blicke bemerkt zu haben. Habe ich ihr vielleicht Unrecht getan? Auch die anderen Einheimischen benehmen sich sehr seltsam. Vielleicht sollten wir auch die sehr zurückgezogenen Einwohner wie Hasenkaninchen oder applejack im Auge behalten? Unsicher blicke ich mich um. Dieses Dorf ist unheimlich. Wo soll ich nur die Nacht verbringen? Entgegen unseres Vorhabens alles unangetastet zu lassen, beschließe ich das Gepäck des Reiseleiters zu durchsuchen. Ich möchte die Nacht auf keinen Fall hier im Dorf oder wenn doch, zumindest in einem der Busse verbringen. "Ich werde jetzt das Gepäck des Reiseleiters durchsuchen. Die Autoschlüssel müssen doch irgendwo sein." |
Gute Idee, Hasenkaninchen. Ìch bringe die Hühner ins Bett und gehe ebenfalls schlafen. Vielleicht ist es klug, die Tür zu verriegeln, bevor ich mich morgen auch auf einem Spieß über dem Feuer drehe. |
Ich finde einen Pulli in meinem Rucksack und lege mich auf die Veranda mit dem Pulli unter dem Kopf. So ein merkwürdiges Dorf. Aber auch die Mitreisenden sind wirklich komisch. Von denen würde ich es wohl Jinro zutrauen, der ist so kamikazemäßig gefahren. |
Ich blicke auf und kann nur noch im Kopf die Worte nacharbeiten, welche Hasenkaninchen durch den Türspalt an mich gerichtet hat. Woher soll ich das denn alles wissen? Anworten kann ich ihr aber nicht mehr, da sie schon wieder verschwunden ist. Was soll an dieser Diabi denn verdächtig sein? Hasenkaninchen ist schon manchmal etwas komisch. Aber, trotzdem haben wir es hier bisher lange "zusammen" ausgehalten. |
Mit verheulten Augen trete ich zu Jinro und Selkie. "Ich will unter die Dusche und in mein Bett. Aber der leicht übergewichtige und nach Knoblauch riechende Polizist meinte, dass wir zurück ins Dorf fahren sollen, da draußen steht ein Dienstwagen, der uns eskortiert.“ |
"Dann folgen wir dem ganz gesittet. Aber vorher will ich nochmal tanken - Wo steckt eigentlich Fluse? Haben sie die gleich einbehalten?" |
*DingDong* Der Pausengong ertönt und es ist Nacht. |
Etwas durch den Wind, aber auch ein Stück weit erleichtert, steigen Jinro, Fluse, Diabi, Sindarina und Selkie wieder in ihr Auto. In gemäßigtem Tempo geht es zurück Richtung in den Wald. Jinros Blick zuckt immer wieder zum Rückspiegel, um sicherzugehen, dass der Streifenwagen ihnen folgt. Der Wald wird dichter und wieder beginnt Sindarina unruhig auf ihrem Sitz hin und her zu rutschen. „Entspann dich! Wir sind gleich da.“ „Aber ich.. ich kann den Streifenwagen nicht mehr sehen.“ Jinro wirft einen Blick zurück. Die Straße verläuft hier in engen Kurven. „Keine Sorge, die holen gleich wieder auf. Guck, da ist schon das Ortsschild!“ Mit quietschenden Bremsen kommen die fünf auf dem Dorfplatz zum Stehen. Sie springen aus dem Wagen. „Wo sind denn die Polizisten?“ Ihre zurückgebliebenen Gefährten und die Bewohner des Dorfes schauen sie ungläubig an. „Welche Polizisten?? Wir dachten, ihr bringt sie mit?“ „Haben wir auch, aber…“ Jinro verstummt, während er sich zum Ortseingang umschaut. Einen Moment liegt eine tiefe Stille über dem Dorf. Kein Rumpeln von Rädern, kein Dröhnen eines altersschwachen Motors. Nichts. Sindarina stößt ein schwaches Wimmern aus. Schlamm spritzt auf, als ihre Knie nachgeben. „Sie sind nicht angekommen…?“, fragt Selkie mit hohler Stimme. Ihre Worte hängen in der Luft. Keiner regt sich. Es ist als würde der ganze Wald den Atem anhalten. Im Eingang zur Kapelle gibt es eine schnelle Bewegung, gefolgt von einem lauten Schlag, als die Eichentür ins Schloss fällt. Im nächsten Moment hören Sie Arrens Stimme: „Oh, Herr! Erhöre mich! Die Ungläubigen sind über unser Dorf gekommen! Sie haben Sünde und Schande mit sich gebracht!“ Ihre Stimme wird zu einem hysterischen Kreischen. „Erbarme dich ihrer Seelen, Herr, und erlöse sie, auf dass unser Dorf erlöst werde!“ Mit der letzten Silbe erschüttert ein Donner das ganze Dorf und ein blendend heller Blitz fährt vom Himmel nieder und schlägt in das Dach der kleinen Kapelle ein. Zwei Herzschläge lang ist es wieder ruhig, dann öffnet der Himmel sein Schleusen und alle Menschen unter freiem Himmel sind in wenigen Sekunden durchnässt. Mit dem kalten Guss löst sich jedoch auch endlich ihre Erstarrung. Ob Tourist oder Einheimischer, alle rennen zur Kapelle hinüber und unter Drängeln und Schubsen verschaffen sie sich Einlass. Der Anblick verschlägt ihnen erneut die Sprache. Durch das Loch im Dach fällt der Regen herein. Das große Holzkreuz wurde von dem Blitz gespalten, ist über den Altar in den Kirchenraum gestürzt und hat Arren unter sich begraben. Betretende Blicke werden ausgetauscht. Sie war vielleicht unheimlich, vielleicht etwas fanatisch, aber sie war nur ein Mensch, das hatte sie nicht verdient. Die Dämmerung senkt sich immer tiefer über das kleine Dorf Düsterheim. Wer noch nicht weiß, wo er die Nacht verbringt, sucht sich schnell einen sicheren Unterschlupf und dann bricht endgültig die Nacht herein. Bitte die PNs der Wölfe und der Hellseherin. |
Tag 2 bis Mittwoch 19:00 Uhr* *außer es gibt Einwände, dann bitte im Regelthema melden. Durch die letzten Fetzen eines dunklen Traums dringt ein schmatzendes Geräusch an ihre Ohren. Sie blinzelt. Sie hebt vorsichtig den Kopf und verursacht nun selbst ein schmatzendes Geräusch, als ihr Gesicht sich aus dem Schlamm löst. Angeekelt versucht sie sich Wasser und Dreck aus den Augen zu wischen. Mühsam stemmt sie sich auf die Knie. Am ganzen Leib vor Angst und Kälte zitternd schaut sie sich erneut um. Es ist dunkel. Was war passiert? Ein paar verschwommene Bilder tauchen wieder auf. Polizeistation, Befragung, wieder in den Wald.. ihr Atem stockt. Mit einem Schlag ist alles wieder da. Die Polizisten hatten Düsterheim nie erreicht! „Wo.. wo seid ihr denn alle?“ – Keine Antwort. Und dann ist da wieder dieses Geräusch. Panisch blickt sich Sindarina um. Da ein Licht! … und noch eins … und noch eins … Drei glimmende Augenpaare nähern sich ihr. „Hallo…?“ – Keine Antwort. Sie versucht aufzustehen, aber ihre Beine verweigern einfach ihren Dienst. Sie schließt die Augen. Wie als Kind, wenn sie alleine in ihrem Zimmer saß und sicher war, das Monster unter dem Bett zu hören. Ein raues Lachen und eine fremde Stimme erklingen: „Läuft ja wie am Schnürchen. Die schwachen werden aus der Herde verstoßen und sind leichte Beute.“ Sindarina spürt noch, wie eine klauenbewehrte Pranke sie am Oberarm packt und auf die Beine zieht, dann ist überall nur noch struppiges Fell und Schmerz. Ein letzter höhnischer Gedanke schießt durch ihr Gehirn: Sie hatten recht, diese Reise löst mein Beziehungsproblem. Endgültig. Damit wird es dunkel um sie her und die Welt verschwindet. „Am Schnürchen ist ja schön und gut“, greift eine der Kreaturen den Faden einige Zeit später wieder auf. Mittlerweile liegen sie träge vom mitternächtlichen Mahl herum. „Es hat aber nicht viel gefehlt und das gute Futter wäre durchgebrannt.“ „Hm…“ Ein großer beharrter Kopf schwingt herum und bleibt an Bussen und Autos hängen. Er grunzt und rappelt sich auf. Motorhauben werden aufgestemmt. Metallisches Knirschen und Knacken. Kabel reißen. „Erledigt.“ Schwer lässt er sich wieder neben die anderen fallen. Ohne ein weiteres Wort wirft er eine Handvoll Zündspulen in den Schlamm in ihre Mitte. Ein paar Stunden später verschwinden drei Schatten in der aufziehenden Dämmerung zwischen den Hütten. Der Tag bricht an. Die Abstimmung: Jinro: LouisAbby Diabi: Jinro Dar89: Selkie Streicher: Loloona LouisAbby: Selkie Loloona: Streicher Applejack: Jinro Fluse: Dar CCC blusheep Cupcake Selkie: Streicher Teekannloser: Streicher Namii: Streicher Hasenkaninchen: Streicher |
Ich erwache durch das Geräusch von kratzenden Krallen auf Holz. Benommen setze ich mich auf und brauche einen Moment um mich zu orientieren. Wo bin ich hier? Warum liege ich auf dem Boden? Doch nach und nach kehren die Erinnerungen an die gestrigen Ereignisse zurück. Unser üblicher Spaziergang, die Reisegruppe, der Mann auf dem Spieß, die fehlende Polizei, die eingestürzte Kirche mit der erschlagenen Arren darin. Mich überkommt eine Gänsehaut. In welchem Alptraum bin ich hier bloß gelandet? Ich erinnere mich, dass ich mich, als die Sonne unterging, mit ein paar anderen in eine der leer stehenden Hütten zurück gezogen habe. Ein erneutes Kratzen reißt mich aus meinen Gedanken, gefolgt von einem Winseln. Ich schaue auf und sehe Taro an der Tür stehen. "Oh nein, du Armer! Musstest du so lange warten?", frage ich mitfühlend, stehe auf und öffne die Tür. Sofort schlüpft der Hund aus der Hütte und erleichtert sich im Gras vor dem Gebäude. Dann beginnt er gut gelaunt über die Wiese zu flitzen und hier und da zu schnüffeln. Ich gehe auch ein paar Schritte auf die matschige Wiese und atme die kühle Morgenluft ein. Die gestrigen Ereignisse waren alle wirklich mehr als seltsam, aber besonders gruselig finde ich, dass die Polizei hier nicht angekommen ist. Dabei schwören Jinro und seine Begleiter, dass die Beamten die ganze Fahrt über direkt hinter ihnen waren. Wie ist das nur möglich? Ich spüre wie der Schlamm langsam meine Schuhe durchweicht und will gerade wieder zurück in die Hütte gehen, als ich bemerke, dass Taro sehr interessiert an einem Schlammhaufen schnüffelt. Ich rufe ihn leise, doch er hebt bloß den Kopf um dann weiter den Haufen zu umkreisen. Ich gehe zu ihm und will gerade losschimpfen, als mein Blick an dem vermeintlichen Schlammhaufen hängen bleibt. Sind das etwa Augen, die da leer zurück starren? Plötzlich erkenne ich vertraute Umrisse und mache hastig ein paar Schritte zurück, rutsche aus und lande auf dem Po im Schlamm. Ein Mensch!? Das kann doch nicht war sein... Nicht schon wieder! Ich schreie so laut, dass man mich vermutlich noch im Nachbartal hören kann. |
Was für ein seltsamer Tag gestern. Ich fühle mich gefangen in einem Horrorfilm. Aber jetzt kann es ja eigentlich nicht mehr schlimmer werden oder? Nach unserem Ausflug in die Stadt und dem Tod von arren habe ich zusammen bei den anderen unserer Gruppe mein Lager aufgeschlagen und mich zurückgezogen. Der Tag war traumatisch. Aber trotz der Ereignisse bin ich schnell in einen tiefen, traumlosen Schlaf gefallen. Wahrscheinlich war das der Anstrengung des letzten Tages geschuldet. Und ich habe auch den ganzen Tag nichts gegessen. Ich erwache im morgengrauen. Heute sollten wir unsere Sachen zusammenpacken und verschwinden denke ich und verlasse das Zelt in der Hoffnung auf ein Frühstück. |
Ich schrecke hoch. Wer schreit denn da? Nach meiner erfolglosen Schlüsselsuche, habe ich mich gestern zusammen mit den anderen zurückgezogen. Jetzt strampel ich mich hektisch aus meinem Schlafsack frei. Ich entferne mich von unserem Lagerplatz und schaue mich um. Ich sehe LouisAbby im Schlamm sitzen. Sie sieht blass aus. Ich beeile mich zu ihr zu kommen. "Guten Morgen, was ist passiert?" Im selben Moment blicke ich nach unten und erstarre. Was zum...? Ich sinke neben LouisAbby auf die Knie. |
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