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"Was für eine Frage, ruf die Polizei an! Und wenn du, wie ich, kein Netz hast, dann lass uns ins Auto steigen und sie in der nächsten Stadt alarmieren, ist ja nicht weit." |
Dieser seltsame Typ hat tatsächlich den Weg vom Fahrzeug zur Schenke geschafft. Und dann stellt er mir so eine blöde unangebrachte Frage. Bevor ich ihm antworten kann, verzieht er sich einfach wieder mit komischen Bewegungen. Da mich aber so einige fragende Blicke löchern, sage ich in die Runde: "Seit bestimmt 100 Jahren ist hier so etwas nicht mehr passiert. Ich bin genau so schockiert, wie ihr!" |
Benommen schau ich auf mein Handy. Kein Signal. War ja klar. "hat irgendjemand hier Empfang?" |
"Was sind denn das für Geräte, die ihr alle in der Hand haltet?" |
"Ihr meint also wirklich, das da ist ein....ein echter Mensch?! Ein echter Mord? Und wir stehen jetzt ohne Reiseleiter da? Wir sollten uns die Autos schnappen und schnellstens hier verschwinden. Wir müssen der Polizei Bescheid geben und mein Geld will ich auch auf jeden Fall wiederhaben! Hier bleibe ich jedenfalls keine Nacht länger." |
Lass dein Handy zu Hause, du rufst ihn sonst nur an. Genieße deine neue Freiheit…so was nennt sich beste Freundin. Der werde ich was erzählen! „Wo hab ich nur meinen Rucksack?“ murmele ich vor mich hin und laufe suchend durch die Gegend. Da liegt er ja, neben einem der VW-Busse…Wie zum Teufel kommt der dahin? Ich schaue hinein: Meine Schokolade ist weg und wo ist das Foto? |
„Wir können nicht einfach wegfahren! Wenn hier ein Mord geschehen ist, sind wir alle verdächtig! Die Polizei wird uns befragen wollen!“ Und bevor die Polizei kommt, muss ich noch ein paar Kräuter und Gräser verschwinden lassen...hoffentlich haben sie keinen Spürhund dabei... |
"Vielleicht gibt es hier ja Festn..." Die Frage des Eingeborenen wirft mich für einen Moment aus der Bahn, so dass ich meinen angebrochenen Satz einfach hinunterschlucke. Ich muss mich mental neu justieren. "Vorsicht, ich mache jetzt gleich Feuer und das ist keine Magie." Mit meinem Zippo zünde ich mir erneut eine Kippe an und wende mich dann der wohl einzig vernünftigen Stimme zu. "Du hast vollkommen Recht. Lass uns hier abhauen und Hilfe holen. Von alleine taucht bestimmt keine Polizei auf. Wie war dein Name nochmal? Ich bin Jinro." |
Auch wenn er mich nicht mehr beachtet, sage ich zu Jinro: "Ich kenne eure Spielzeuge. Ihr seit nicht die Ersten hier. Aber, so etwas habe ich bisher noch nicht selbst erlebt!" Ich lasse meinen Blick durch den Raum schweifen und setze mich dann auf die Bank vor das Gebäude. Ich muss nachdenken. |
Ich blicke zu Jinro. "Meinst du mich? Ich bin Namii." Ich hebe kurz die Hand zum Gruß. Ich schaue in Richtung Diabi. "Deutest du an, dass jemand von uns so etwas getan haben soll?" Schockiert schaue ich mich um. Das kann ich mir nicht vorstellen. Ich habe allerdings auch gedacht, dass dieses Dorf verlassen ist und um scheinen hier doch einige Leute zu leben. Was ist mit diesem Einheimischen? "Hey du, wie ist denn dein Name? Lebst du hier alleine oder gibt es noch weitere Einheimische? Ich bin davon ausgegangen, dass wir in ein verlassenes Dorf reisen." |
Mist, Jinro und dieser seltsame „Ureinwohner“ scheinen tatsächlich gleich die Polizei alarmieren zu wollen... ein Reiseleiter als Spießbraten wird wohl schon genug Interesse bei der Polizei hervorrufen, dann müssen sie nicht auch noch meine Drogen finden... wo kann man das jetzt auf die Schnelle verschwinden lassen? Es ist ja schade drum, aber lieber fahre ich demnächst wieder nach Holland, als den nächsten „Urlaub“ hinter schwedischen Gardinen zu verbringen... kurzerhand werfe ich ein paar Beutelchen ins Feuer... |
Eine Frau hat sich zu mir auf die Bank gesetzt und sich vorgestellt. Namii, interessanter Name. "Mein Name ist blusheep. Ich bin im Düsterwald aufgewachsen und lebe jetzt seit einigen Jahren in diesem Ort. Es gibt kaum noch Bewohner. Wir treffen uns auch sehr selten - lustigerweise eher, wenn wir uns auf dem Markt in der großen Stadt über den Weg laufen." Im Hintergrund höre ich Diabi zetern. "Etwas verschwinden lassen, kann ich sehr gut. Ich könnte Dir dabei helfen." |
"Ja genau, dich meinte ich. Namii also, sehr angenehm." Ich versuche ihr zuzulächeln, doch mein Gesichtszüge entgleiten mir, als ich sehe, wie ein weiteres Mitglied unserer fröhlichen Reisetruppe ans Feuer tritt und damit beginnt ihre Taschen zu leeren. "Das müssen diese Kurzschlussreaktionen sein, zu denen man in Extremsituationen angeblich neigt...Tut das wirklich Not?" Ungläubig blicke ich ins Feuer, während ich an den Inhalt meines Kofferraums sowie Handschuhfachs, den Tütchen hinter der Sonnenblende und der kleinen Dose in meiner Hosentasche denke. Shit, warum übertreibt man auch immer, wenn man ein kleine Sammlung anlegt? "Also ähm" wie machen wir das nun mit den Hütern des Gesetzes?" |
Buchstäblich erleichtert trete ich zu Jinro, Namii und dem „Ureinwohner“. Eigentlich sieht der ja ganz sympathisch aus. „Hi, ich bin Diabi! Wohnst du hier? Habt ihr die Polizei schon gerufen?“ |
Nachdem ich mich notdürftig an einer Regentonne frisch gemacht habe, will ich mich zu einer kleinen Gruppe Mitreisender begeben. Dort wird anscheinend über das weitere Vorgehen gesprochen. Auf dem Weg zu der Gruppe sehe ich, wie jemand etwas ins Feuer wirft und gehe näher ran. Was es da wohl zu verstecken gibt? „Ich glaube, wir saßen gestern zusammen mit Hasenkaninchen und Applejack in dem VW-Busse des Reiseleiters, oder?“ fragend blicke ich diabi an, „Ich bin Sindarina.“ Langsam dämmert es mir, sie hatte mir doch gestern Abend was zum Locker werden angeboten. |
„Weiß ich doch, wir haben uns doch gestern Abend schon unterhalten... War vielleicht doch ein bisschen viel Wodka Lemon, dass du dich nicht mehr daran erinnerst? Ich heiße immer noch Diabi...“ |
"Hallo Diabi. Ja, ich wohne hier. Wenn ihr jemanden rufen wollt...könnt ihr gern in den Wald da hinten hinein rufen. Aber, erst in der Nähe der großen Stadt wird euch jemand hören. Musst Du sonst noch etwas verschwinden lassen?" |
Nachdem ich die Truppe eine Weile lang beobachtet habe, habe ich beschlossen, einmal zu ihnen zu schauen. Alleine in einem Dorf zu sein, in dem unheimliche Dinge geschehen, das kann nicht gut sein. Zunächst setze ich mich zu Namii und blusheep, auch er scheint noch niemanden zu kennen. |
„Hi, schön, dich kennen zu lernen! Hast du auch einen Namen? Und keine Sorge, sonst habe ich nichts getan oder im Besitz, was man mir vorwerfen könnte... und wer von uns alarmiert jetzt die Bullen?“ |
Ich erwache mit einem dicken Schädel. Was zum Teufel? denke ich, während ich versuche die Situation einzuordnen. Irgendwie war es wohl gestern zu viel Alkohol und....moment mal... ich gucke zu den verschiedenen Grüppchen und zähle durch...wir waren gestern noch einer mehr...oder eher weniger...nein..wo ist denn? ich erblicke den Spieß und muss mich fast übergeben. Ich stapfe verwirrt zu einer Gruppe, vielleicht hätte ich meine Tabletten nehmen sollen. Was hat mein Therapeut gesagt? Ich soll mal Urlaub machen, danach würde es mir sicher besser gehen. Wäre ich doch nur zuhause geblieben und hätte gearbeitet. Ich schüttle meinen Kopf und komme bei einer Gruppe an. "Ähm...habt ihr diesen Kerl da hinten gesehen? Ich meine den Aufgespießten..." frage ich verwirrt in die Runde und hoffe, dass es alles nur Einbildung ist. |
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