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Krankschreibung bei krankem Haustier Mal eine Thematik, die mich immer wieder beschäftigt und aufregt. Was soll man machen, wenn Tierchen krank ist und man selber aber zur Arbeit/Uni/Schule gehen muss, obwohl das Tier versorgt werden müsste? Was macht ihr da? Ich bin Student mit zwei Kaninchen zuhause. Aller 3-4 Monate schreiben wir Prüfungen. Da es jetzt schon ab und an vorkam dass mindestens ein Kaninchen vor einer wichtigen Klausur irgendwas hatte, hab ich natürlich bedenken, dass es auch mal an einem Prüfungstag passieren kann. Bei Kaninchen sind Krankheiten ja immer ne heikle Sache. Mein Luis tendiert zum Beispiel zu Verstopfungen wenn Fellwechsel ist. Mittlerweile weiß ich zwar was ich da machen muss, aber da muss ich ja u.a. aller zwei Stunden Öl und Bauchmassagen geben. Wenn ich das nicht mache, kann das tödlich enden. Natürlich würde ich versuchen mich krank schreiben zu lassen und mich um das Tier kümmern. Das steht außer Frage. Aber was mich daran ärgert ist, dass ein krankes Haustier ODER sogar ein verstorbenes Haustier nicht als triftiger Grund zum Fernbleiben zählt :mad: Bei uns steht in der Prüfungsordnung, bei Todesfall oder Pflegefall in der Verwandschaft darf man sich abmelden. Auch wenn das eigene Kind krank ist, darf man sich selber krank schreiben lassen. Aber nicht bei Haustieren. Auf nem anderen Formular stand sogar extra "Katze krank" ist kein Grund.... Wobei bei vielen Menschen, das Haustier emotional gesehen eigentlich zur Verwandschaft zählt. Mal angenommen (was nicht passieren wird), Beispiel Luis und Verstopfung, ich würd statt TA/Behandlung zur Uni gehen und 4h Prüfung schreiben und er stirbt in der Zeit. Wär das doch schon unterlassene Hilfeleistung und Tierquälerei. Warum also, darf ein krankes Tier dann nicht als Entschuldigung angesehen werden und man wird als Tierbesitzer genötigt entweder sein Tier zu ignorieren oder seinen eigenen Arzt anzulügen / hoffen dass er Tierfreund ist und einem nen Krankenschein gibt? (wenn man Pech hat, muss man dann sogar noch zum Amtsarzt der einem 100% nicht als Arbeitsunfähig einstuft). Wie findet ihr das und wie geht ihr mit solchen Situationen um? Da gehen ja die Meinungen echt auseinander. Hatte das schon gegoogelt und in anderen Foren gelesen. Die meisten Leute können es nicht nachvollziehen... Da gab es Mütter, die ihr Kind trotzdem in die Schule schicken würden wenn den ihr Haustier am Morgen verstorben ist. Oder Andere meinten, man müsse halt sein Hobby so legen, dass es nicht mit Job/Schule kollidiert. :cuss: |
Psychische Gründe sind auch ein Grund zur Krankschreibung, somit könnte der Amtsarzt im Zweifelsfall nicht viel machen, wenn du psychisch völlig fertig bist aufgrund der Erkrankung bzw des Todes deines Tieres ;) Aber einen HA zu finden, der dich krank schreibt, damit du das Tier pflegen kannst, ist Glückssache. Well, zur Not hast du halt hämmernde Kopfschmerzen, das kann er ja nunmal nicht messen oder so... |
Menschen, die keinerlei Verständnis haben, wenn man sich um ein krankes Tier sorgt, trifft man leider immer wieder, und gerade bei Kaninchen bekommt man dann noch gerne zu hören "Kauf Dir doch ein Neues!". Schlussendlich hätte ich in so einer Situation aber wohl auch keine Lust, mit Hausärzten und/oder Prüfungsämtern zu diskutieren, deshalb würde ich mich an den Rat meines Opas halten "man muss auch mal eine ehrliche Lüge erzählen dürfen" und hätte dann wohl offiziell Migräne, Magen-Darm-Grippe, was auch immer... |
Bei meinem Haustierarzt gibt es die Möglichkeit nach Absprache das Tier morgens vor der Arbeit abzugeben, es wird dann über den Tag behandelt und versorgt, und es dann nach Feierabend wieder abzuholen. Man kann dann zwischendurch anrufen und wird auch informiert, wenn etwas größeres vorfällt (z.B. eine OP nötig wird). Das halte ich für eine gute Notfallösung, wenn man sich nicht kurzfristig krankschreiben lassen oder Urlaub nehmen kann und keine Freunde oder Verwandten einspringen können und ich habe das auch schon genutzt. Natürlich ist es schwer sich zu überwinden ein krankes Tier "aus der Hand" zu geben, aber ich vertraue meinem Tierarzt da völlig, notfalls in meinem Sinne zu entscheiden. Ich habe aber auch zum Glück einen verständnisvollen Arbeitgeber. Nach der nächtlichen Odyssee in der Tierklinik und Bonnies Tod habe ich morgens angerufen, erzählt was passiert ist und einen Tag Urlaub genommen (und den offiziellen Urlaubsantrag dann nachgereicht), weil ich echt fertig war. Sollte so etwas nicht gehen... man muss dem Arzt doch nicht sagen, dass man sich wegen eines Tieres krankschreiben lassen will. Dann sind es eben starke Kopfschmerzen und Schwindel oder Magenprobleme und die ganze Nacht nicht geschlafen. |
Ja aktuell wird wohl immer nur die Notlüge beim Hausarzt helfen können, wenn man keine verständnisvollen Vorgesetzten hat. Ich habe gerade halt den Fall, dass ich mich u.a. auch wegen dem Tod meiner Kaninchendame für heute Krank schreiben musste. (der Tod ist zwar schon paar Wochen her aber dazu kamen dann ja noch ein Haufen anderer Probleme, die mich am richtig Vorbereiten gehindert haben) Deswegen hab ich die ganzen Prüfungs- und Studienordnungen und Amtsarzt-Erfahrungen durchgekaut. Letztendlich hab ich nun meine Hausstauballergie ausgenutzt und ne Erkältung vorgetäuscht. Weil es durchaus passieren kann, dass der Amtsarzt eingeschaltet wird oder meine Krankheitsdaten offen gelegt werden müssen. Da zählen psychische Sachen oft nicht. Ich hatte nämlich auch mega Probleme für meine Prüfungsangst + Depressionen (psychologisch attestiert) einen Nachteilsausgleich zu bekommen bzw. überhaupt erstmal die Erlaubnis, die Klausur wiederholen zu dürfen. Weil die Prüfungsamtfrau diesen Grund erst nicht akzeptieren wollte. Und beim Amtsarzt fallen psychische Sachen auch gern mal durch. Das Tier beim TA zu lassen kostet das nicht mehr Geld am Ende? Ich finde im akuten Krankheitsfall sollte ne Bescheinigung vom TA eingesetzt werden dürfen. Schon allein vom Gesetz her. Tierquälerei ist in Deutschland verboten und unterlassene Hilfeleistung eigentlich auch, wenn auch nur auf Menschen bezogen. Deswegen find ich das schon recht paradox, dass Tierkrankheiten so untergebuttert werden. |
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Ich müsste noch einmal nachschauen, aber unerträglich teuer war es in meinem Fall nicht (ich glaube um die 60€ für die Unterbringung über den Tag, Untersuchung, Behandlung und Medikamente... war aber auch nichts sehr Aufwändiges und Gizmo war den ganzen Tag stabil). Ich denke, das kommt auch sehr darauf an, was gemacht werden muss. Die normalen Behandlungskosten zahlt man ja so oder so (Untersuchung, Behandlung, Medikamente etc.). Dann kommt es natürlich darauf an, ob das Kaninchen sonst eben den ganzen Tag in seiner Box sitzt, selbstständig frisst und nur regelmäßig beobachtet werden muss, oder, ob zum Beispiel regelmäßig jemand päppeln muss oder der Zustand so kritisch ist, dass permanent jemand da sein muss, was ja deutlich mehr Aufwand bedeutet. |
Ich bin in der 13 Klasse also somit schon mehr oder weniger fertig. Ich musste mir schon das ein oder andere mal krank schreiben lassen. Sei es weil Sissi mit operiert wurde, sie morgens einen EC Ausbruch hatte oder Wuschel aufgrund von Auffassung nicht gefressen. Einmal musste ich in der Schule gehen und habe es einen Schüler erzählt. Der meinte er erzählt das den Lehrer. Mir war das aber egal da mein Tier vor ging, mein Lehrer sprach mich in der nächsten Stunde darauf an. Zu meiner Verwunderung war er verständnisvoll und meinte ich soll nächste mal Bescheid sagen wir würden schon eine Lösung dafür finden. Ich weiß ja nicht ob du vielleicht eine Tierklinik in der Nähe hast. Aber eventuell könntest du da mal nachfragen ob sie so 'Tagesbetreuung' für den Notfall leisten würden. Ich weiss von Sissi und Wuschel ihrem OPs das dort ein Tag Unterbringung nur 4,50€ kostet. |
Ich bin gerade etwas verwundert. Das was hier propagiert wird, ist nichts weiter als (straf- und arbeitsrechtlicher) Betrug am Arbeitgeber bzw. der Krankenkasse. Ein Tier ist reine Privatsache und wenn man sich darum kümmern muss, muss man eben einen Tag Urlaub nehmen, Überstunden abbummeln oder sich zeitgerecht um jemanden kümmern der das Tier versorgen kann. |
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Aber der Arzt bekommt von der Krankenkasse Geld für eine erlogene „Krankheit“sgeschichte. Und somit wird auch die KK betrogen. Und die Kollegen sind bestimmt auch absolut erfreut wenn sie dann die Arbeit mitmachen sollen. :rolleyes: |
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Für mich persönlich würde sich die Frage wahrscheinlich nicht so dringlich stellen, da ich in der glücklichen Lage bin, (meistens) spontan freinehmen zu können, wenn es der Notfall erfordert. Dies geht aber nicht in allen Berufen. Und ein Notfall zeichnet sich nun mal dadurch aus, dass er plötzlich und unerwartet eintritt und man eben keine Vorsorge treffen kann. Grundsätzlich stimme ich dir, Terry, zwar zu. Aber ungewöhnliche Situationen erfordern manchmal auch ungewöhnliche Maßnahmen. |
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Als das erste Mal (vor 15 Jahren) ein Kaninchen eine schwere Aufgasung hatte und mein Chef wenig erbaut war dass ich ungeplant einen Tag Urlaub brauche, habe ich mich darum gekümmert. Und wenn ich diese Hilfe dann mal in Anspruch nehmen muss, wissen meine „Ersatzpfleger“, dass sie sich auch jederzeit ein Taxi zum TA nehmen können und ich Ihnen das Geld sofort erstatte. |
Ich bin der gleichen Meinung wie bunny-frisch. Mal davon abgesehen das ich auch niemanden hätte der auf Abruf bereit ist. Zudem kann nicht jeder mit Kaninchen bzw nicht jeder im Umfeld interessiert sich für das Thema in dem Sinne das nicht jeder Medikamente geben kann oder so viel Ahnung hat um richtige Entscheidungen beim Tierarzt zu treffen. 'Die komische Ansicht' kann ich aber auch nicht ganz verstehen. Was ist besser, das Tier alleine und krank zurück lassen oder sich krank schreiben lassen und sich darum kümmern? |
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Mir kann keiner erzählen, dass es nirgends einen Freund oder Nachbarn gibt, der das Tier zumindest zum TA oder in die TK fahren kann. Und wer das nicht kann, sollte sich, sorry für die deutlichen Worte, nur Tiere halten die eben nicht innerhalb kürzester Zeit zum TA müssen. Alles eine Sache der Organisation. |
Im Normalfall sind Leute aber arbeiten und das meist auch zur gleichen Zeit. Ich habe genug Leute die ich anrufen kann wo einer auf jeden Fall mit mir fährt, sogar nachts. Ich betrüge weder meinen Arbeitgeber (da ich nicht arbeite) noch die Krankenkasse. Da ich Skoliose und einen Zwerchfell Bruch habe habe ich öfters mal Probleme mit meiner Gesundheit. |
Wenn Du zum Arzt gehst und ihm vorlügst, dass Du heftige Kopfschmerzen o.ä. hast, obwohl völlig gesund bist und Du „nur“ ein krankes Tier hast, betrügst Du die Krankenkasse, das ist nun mal Fakt. Und Du bindest Kapazitäten des Arztes auf Kosten von Patienten die wirklich krank sind und Deinetwegen grundlos länger im Wartezimmer sitzen müssen. |
Terry, man sollte die Kirche im Dorf lassen. Der Arzt bekommt von der Krankenkasse eine Fallpauschale zwischen 30,00 € und 40,00 € pro Patient und Quartal, und die Kosten für ein Attest zahlt der Patient normalerweise selbst. Wenn man schon aus anderem Krankheitsgrund beim Arzt war oder noch hin muss, fallen somit für die Krankenkasse keine zusätzlichen Kosten an. Im übrigen möchte ich nicht wissen, wie viele Montag morgens beim Arzt sitzen und wegen "Migräne" oder "Übelkeit" eine Krankschreibung abholen, nur weil sie abends zuvor zuviel gebechert haben... Abgesehen davon reden wir hier von Notfällen und nicht von einer ausgerissenen Kralle oder ein paar Milben, und da vertraue ich mein Tier keinem anderen an, einerlei, wie kompetent und zuverlässig diese Betreuungsperson ist. Im Idealfall bekommt man ja auch Urlaub von einem verständigen Arbeitgeber, wenn es aber gar nicht anders ginge, hätte ich keine Skrupel, meinem Tier zuliebe eine Ausrede zu gebrauchen, und ob man mich dann als Betrüger bezeichnen kann, wäre mir in der Situation völlig egal... |
Da habe ich ja an mehrern Stellen "Glück". Ich leide unter mehreren chronischen Krankheiten, die unter Umständen auch kurzfristige Krankmeldungen bedeuten, die ich mir einfach bei meinem Arzt abholen kann ohne Untersuchung. Aber mich belastet ein schwerkrankes Tier auch so psychisch massiv, dass ich dann auch nicht mehr arbeitsfähig bin. Weiterhin kann ich in Ausnahmefällen mein Tier mit auf Arbeit nehmen. Und ich bekomme fast immer Zeit in Form von Überstundenabbau, wenn ich in einer tierischen Notlage bin. Ich weiß, dass ich mit den letzten beiden Punkten sehr viel Glück habe. Mit den anderen Punkten wohl dann eher nicht.:rolleyes: |
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Im Übrigen hatte ich ja geschrieben, dass ich dir durchaus zustimme, ich heiße ein solches Vorgehen auch nicht gut, aber ich könnte verstehen, wenn es jemand als letzten Ausweg sieht und ausnahmsweise diesen Weg geht, seinem Tier zuliebe. |
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Einer ist mein direkter Nachbar und Rentner, zwei sind Nachbarn mit Teilzeitjob und zwei sind im Schichtdienst... und zwei weitere Nachbarn würden ggf. auch noch einspringen können. Und manchen hier (ausdrücklich nicht Dir!) wünsche ich mal mit heftigen Beschwerden oder Schmerzen unnötig mehrere Stunden beim Arzt warten zu müssen, weil vor ihnen noch 6-8 „Krankmacher“ dran sind. :rolleyes: egal ob welche mit „Kater“ oder welche mit einem kranken Kaninchen. |
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Wenn man beim Arzt lange warten muss, liegt das an schlechtem Praxismanagement, und nicht an etwaigen Krankmachern (wozu dann noch die ganzen älteren Herrschaften zählen, die weniger wegen ihrer Krankheiten, sondern eher aus Einsamkeit zum Arzt gehen). Bei den Ärzten, zu denen ich gehe, musste ich nämlich noch nie länger als eine halbe Stunde warten. Und bei Beschwerden wie "Übelkeit - schreiben Sie mich bitte krank" dürfte der Arzttermin auch höchstens 5 Minuten dauern, so dass dadurch niemand stundenlang warten muss... Für mich war es übrigens auch noch nie ein Problem, jemanden mit erkennbaren Schmerzen beim Arzt vorzulassen, auch hat normalerweise jeder Verständnis, wenn es Wartezeiten gibt, weil der Arzt wegen einem Notfall weggerufen wird. |
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und wenn ich das nächste Mal stundenlang beim Arzt warten muss, weiß ich ja, wer schuld daran ist :willy_nilly:, dann schicke ich Dir ein Päckchen mit Stechmücken o.ä. Lästigkeiten... :p |
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Und damit befürworte ich weder systematischen Betrug, noch vorgeschobene Krankheiten, um Urlaubstage zu sparen. Aber ich sehe es wie Bunny-frisch. Manchmal muss man einfach gucken, wo man bleibt. |
Und nur mal am Rande.. wer morgens mit Kater beim Arzt sitz, betrügt die Krankenkasse nicht.. der hat sehr wahrscheinlich eine Krankheit, nur nicht die, die er vorgibt.. |
In wie fern ist es denn unfair, wenn ich mich wegen krankem Haustier krank schreiben lassen müsste (da es ja leider keine TA-Krankenscheine gibt) wenn man sich auch wegen kranken Kind oder Pflegefall in der Verwandschaft krankschreiben lassen darf? Ich finde es, wie gesagt, eher unfair dass dieses Recht nicht auch bei tierischem Notfall (oder Trauerfall) gilt. Immerhin könnte man sich ja für nen Mensch auch jemand Anderen suchen, der mit dem Kind oder Verwandten zum Arzt geht und denjenigen pflegt. Hab eben mit ner Freundin drüber geredet. Sie würde das im Notfall wegen ihren Katzen auch so machen und sicher andere Tierbesitzer auch. Hätte ich ne Person, der ich die Tiere wirklich 100% anvertrauen kann, dann würd ich mich natürlich nicht krank schreiben lassen. (im Übrigen hatte ich mich teils wegen psychischen Problemen, Stress und teils wegen dem Tod meines Kaninchens krank schreiben lassen. Brauchte aber nur nen anderen Krankschreibungsgrund falls das Prüfungsamt nachfragt, die haben bei uns was gegen psychische Krankheiten... Kam vll nicht ganz so rüber im ersten Post. Aber darum geht es ja hier auch nicht) Und leider hat nicht jeder das Glück so viele gute Freunde und Bekannte zu haben. Oder gar vertrauenswürdige Nachbarn (die immer lärmenden, Kettenraucher von unten drunter etwa?? Soll ich meine Tiere an fremde Leute geben??). Und dann noch welche die sich gerne um die Haustiere Anderer kümmern. Wenn es hoch kommt, hab ich gerade mal drei gute Freunde und davon hat keiner Zeit um mal eben zum TA zu fahren und sich stundenlang um Kaninchen zu kümmern. Abgesehen davon, dass keiner von denen Ahnung von den Tieren hat und im Notfall das Tier auch nicht beruhigen könnte, da das Tier die Leute nicht kennt. Und zum Thema "Na dann schaff dir solche Tiere nicht an"... Nach der Logik dürfte ja Niemand mit Job/Schule ein Haustier haben, da jedes Haustier mal nen Unfall oder ne plötzliche Krankheit haben kann... Ich hatte meine Kaninchen schon vor dem Studium und werd sie auch nicht abgeben nur weil ich studiere. Im Normalfall ist ja keine Anwesenheitspflicht und ich hätte Zeit für TA, nur eben nicht wenn Prüfungsleistungen dran sind. Die sind ja auch nicht ununterbrochen krank... Und nur wegen 5 Prüfungen im Semester gleich die Tiere abzugeben find ich übertrieben. etwas Offtopic: Im aktuellem Bachelor/Master System ist es manchmal leider einfach nicht anders machbar durch den Zeitdruck, doppelten Lerninhalt, Berge von Projekten und Aufgaben. Da kommt man manchmal einfach nicht hinterher wenn zwischendurch was passiert. Das kann man manchmal leider nur mit "Krank machen" ausgleichen, da es keine andere Entschuldigung gibt (außer Todesschein bei Todesfall in der Verwandschaft). Bist du den ganzen Monat vor Klausur krank oder sonstwas hat dich am Lernen gehindert, musst du trotzdem mitschreiben wenn du zum Klausurtermin wieder offiziell gesund bist. Du kannst dich in den meisten Fällen nicht kurz vorher abmelden. Es gibt dennoch so viele Studenten, die sich wegen Nichtigkeiten ala "keine Lust zum Lernen" o.ä. schon nen Krankenschein holen. Das finde ich auch unfair. Aber in Situationen, wo man selber nichts für kann und sowohl die eigene Zukunft und auch ggf. das Leben des Tieres auf dem Spiel steht, ist das ja wohl was Anderes als jemand der nur wegen "keine Lust" oder Party blau macht. Ich möchte bitte nicht in den selben Topf geworfen werden, wie solche Partystudenten. Im übrigen gibt es auch ab und an den ein oder anderen Prof, der einen sogar dazu rät ne Krankschreibung zu holen, wenn man merkt, dass es nicht geht (weil die wissen, wie besch** das System ist). Ich muss manchmal auch nicht mal zur Ärztin rein und bekomm die Krankschreibung von der Rezeption, wegen chronischen oder psychischen Sachen (die ich tatsächlich habe). Also musste wegen mir nicht mal die 10 Minuten länger warten. |
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Es ist ja wohl ein himmelweiter Unterschied, ob ein Kind oder ein pflegebedürftiger Angehöriger Hilfe braucht! Mit Deiner Einstellung kann ich nur sagen „viel Spaß im Arbeitsleben“. |
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Ich find es ehrlich gesagt ziemlich traurig, dass das Leben von Haustieren anscheinend weniger wert ist als ein Arbeitstag. |
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Meine Tiere sind auch alles Familienmitglieder, aber ich käme nie auf die Idee sie einem Menschen gleichzustellen. Und die Idee einer TA-Krankschreibung... da kann ich echt nur entgeistert den Kopf schütteln. |
Ich find das überhaupt nicht abwegig und in anderen Ländern zum Beispiel in Schweden wird Betreuung Zeit für Haustiere oft vom Arbeitgeber unterstützt |
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Das Glück hatte ich auch bereits mehrfach. Aktuell arbeite ich in einer kleinen, regionalen Kette eines umdenkenden (artgerecht) Tierfutter und - Zubehörmarktes. Bei uns bekommen wir sogar eine Woche Sonderurlaub, wenn z.B. ein Tierschutzhund oder ein Hundewelpe einzieht :thumbsup: |
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Das finde ich klasse. |
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Aber wenn man das "Pech" hat, dass man nicht auf großes Verständnis stößt, dann eine Krankheit "erfinden" und -wie geschrieben- KK, Arbeitgeber und Kollegen zu betrügen, ist und bleibt für mich ein NoGo. |
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Glückwunsch... Recht und Ordnung ist ja schön und gut. Aber es gibt Situationen und eben auch Gesetze, die etwas "gedehnt" werden müssen um schlimmes zu verhindern. Mal angenommen, du siehst ein Hund o.ä. in nem kleinen See ertrinken. Würdest du da auch nicht eingreifen, nur weil da ein "Baden verboten" Schild vor steht? Und diese Notlösung Krankschreibung, sind manche ja nur gezwungen, weil es eben keinen TA-Krankenschein gibt. Ich will ja nicht dass so ein Schein für jeden TA Besuch genommen werden kann, sondern nurwenn es wirklich um Leben oder Tot gegangen ist! |
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Notwehr und Nothilfe (und das sind feststehende Rechtsbegriffe) gehört dazu, Betrug nicht. Zitat:
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Ich selbst habe ein Tier mit vielen Baustellen . Jeden Tag könnte er sich gravierend verschlechtern. In meinem Umkreis ist zur Zeit nur meine Tochter(außer mir) fähig ihn mit seiner Medikamente zu versorgen . Ganz ehrlich würde es ihm plötzlich sehr schlecht gehen, würde ich zunächst bei meinem TA nachfragen , ob ich ihn da ein paar Stunden in Obhut geben kann. Wäre das nicht möglich, würde ich nicht arbeiten gehen . Ich finde es geht gar nicht , ein krankes Tier sich völlig alleine sich selbst zu überlassen . Das wäre aber auch nur im absolutem Notfall , wo es um Leben und Tod geht . |
Mir geht es doch nur darum, wenn hier propagiert wird, dass es in solchen Fälle völlig legal ist sowohl den Arzt als auch den Arbeitgeber (und die Allgemeinheit) vorsätzlich zu belügen und betrügen. Dass man sich also "nur weil man ein Tier hält" für wichtiger hält und sich über alle anderen (inkl. Gesetze) stellt und dieses mit einer selbstverständlichen Art, dass es mich wirklich erschrickt. Und nein, das ist es nicht und dass ist man nicht. Wenn ich so etwas als Arbeitgeber mitbekommen würde, könnte sich mein Mitarbeiter sehr warm anziehen und jemand ohne Job könnte sich über einen freien Job freuen. |
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