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Riesenbärenklau ist sehr beliebt und wird auch gern bei E.C. gefuttert. Die Presslinge, die du meinst, sind die Nörseberger Brixx. |
Nun, ich habe vor einigen Jahren mal einen Korrekturtext zur Pflege von Langhaarkaninchen verfasst und eingeschickt, er wurde dankend angenommen, aber nie eingepflegt. Es steht immer doch die - in meinen Augen - falsche Anleitung drin. Beim schnellen Durchschauen haben ich folgenden Abschnitt gefunden: Zitat:
Bärenklau ist ein hervorragendes und sehr wertvolles Futtermittel. Farne sind nicht per se giftig. Einige wirken sogar insektizid und können somit den Stallhygiene unterstützen. Gundermann und Hahnenfuss sind vielleicht nicht die wertvollsten Futterpflanzen, jedoch sind mir bei meinen Tieren noch keine negativen Folgen aufgefallen. Holunder wird nicht sonderlich geliebt, aber giftig ist er nicht... Schöllkraut ist eine Heilpflanze und soll deshalb nur in kleinen Mengen gereicht werden, ist aber nicht wirklich giftig. |
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Echt ? Na Brixx gibt bei mir auch , aber zusätzlich zum beschäftigen . |
Bärenklau = Ich habe das spezifiziert (in den Futterlisten steht der Wiesenbärenklau natürlich auch drin - schon lange) und entsprechend richtiger den Riesenbärenklau bei den Giftpflanzen genannt (der gemeint war). Presslinge = Ich habe dazu einiges auf der HP stehen: http://www.diebrain.de/k-trofu.html#inh Wo steht auf der HP, dass Riesen Trofu zwingend brauchen? Ich kann es nicht finden, ich habe auf der HP beim Trockenfutter ja nur stehen, dass sie unter bestimmten Umständen Trockenfutter brauchen. Steht irgendwo anders was (ja, ich gestehe, ich verliere selbst manchmal den Überblick, die ganze HP hat aber ja auch mittlerweile 1000 Seiten ;) |
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Genaugenommen ist der Riesenbärenklau sogar "harmloser" als der Wiesenbärenklau. Tabelle: Furocumaringehalte in verschiedenen Pflanzenteilen; Vergleich von Wiesen- und Riesenbärenklau:http://www.kaninchen-wuerden-wiese-k...tm_files/0.gif http://www.kaninchen-wuerden-wiese-k..._files/322.png Man muss halt nur beim Pflücken aufpassen, wenn man empfindlich ist, und Handschuhe anziehen, den Kaninchen macht er aber nichts aus. Meine fressen Riesenbärenklau sehr gerne, leider finde ich den sehr selten. |
"Lediglich sehr große Rassen (Deutsche Riesen) benötigen leider ein Mastfutter, da sie ihr Gewicht nicht ohne Zusatzfuttermittel erreichen." Relativ weit unten dort: http://www.diebrain.de/k-trofu.html#inh Ich hätt noch mehr auf meiner Liste, aber da schreib ich wohl einfach mal direkt dazu, wo es steht ;) Allgemein finde ich kaninchenwiese einfach übersichtlicher gestaltet. |
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Bohnen sind giftig und auch das Kraut der Bohnenpflanze enthält ebenfalls Phaseolin, zwar nicht so viel wie die Bohnen, aber als dauerhaftes Futtermittel würde ich sie wirklich nicht einsetzen (und bitte beachten, es steht dabei, dass die Pflanzen alle schwach bis stark giftig sind.) Das Bohnenkraut - das nicht giftig ist, ist nicht das Kraut der Bohnen, sondern eine krautige Pflanze aus der Familie der Lippenblütler (wie es auch in der Futterliste steht - (Satureja hortensis)). Ansonsten erlaube ich mir, die Pflanzen als schwach giftig anzugeben, die es aufgrund ihrer Inhaltsstoffe nun einmal sind.Ich erhebe die Aussagen aufgrund klar definierter Regeln und wenn eine Pflanze bestimme Inhaltsstoffe in Mengen enthält, die sich ungünstig auf die Tiere auswirken können, steht sie nicht mehr bei den Futterpflanzen. Wenn man einem Kaninchen über einen längeren Zeitraum dauerhaft Pflanzen gibt, die verschiedene Giftstoffe enthalten, kann das auf Dauer Nerven und Darm schädigen. Ich kann bei meinen Empfehlungen keine Rücksicht darauf nehmen, was wer privat seinen Tieren gibt ohne das sie gleich tot umfallen, das wirst du vermutlich verstehen? Hast du mich an den Beitrag zur Fellpflege denn mal erinnert? Wenn viele Notfallfragen kommen, gehen manche Dinge einfach unter, das ist nicht schön, kann aber passieren. |
Im Prinzip enthält jede Pflanze bestimmte Inhaltstoffe, die in Mengen kritisch sein können. Die Menge macht das Gift. |
Nix Sonne , das geht beim Riesenbärenklau ohne und nicht mal unsere Rinder dürfen den fressen oder damit in Berührung kommen , nur wenn er noch ganz klein ist . Die folgende Sonnenempfindichkeit betrifft alle Säugetiere . Die Pflanze wird bis knapp 4 Meter hoch mit ca 1 m großen Blättern . Wer sie braucht , bei uns sind die Dinger eine Plage , aber ernten dürft ihr die selber . Getrocknet kann man sie wohl in Maßen füttern . |
Die Frucht des Riesenbärenklau ist das Problem und die würde ich Kaninchen auf keinen Fall anbieten. Und selbstverständlich wirken die Furocumarine auch auf der Haut der Kaninchen. Sie können durch das Fressen der Blüten des Riesenbärenklaus richtig fiese Maulentzündungen davon tragen (denn genau da sind die Schleimhäute am empfindlichsten und die Furocumarine reagieren auch auf der Kaninchenhaut - siehe auch https://de.wikipedia.org/wiki/Furocumarine ). Vielen Dank für den Hinweis bezüglich der Riesenkaninchen beim Trockenfutter, das wird sofort geändert. PS: Ich finde es gar nicht schlimm, dass ihr die durchaus tolle Seite Kaninchenwiese besser findet, das könnt ihr gern so handhaben, aber es ist doch nicht nötig, deshalb ständig jeden darauf hinzuweisen, wie angeblich veraltet meine Seite ist? Da würde es doch ausreichen, die Kaninchenwiese zu verlinken und eure Begeisterung für die Seite kunt zu tun - oder? |
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Bevor das hier wieder zu einer unnötigen Diskussion mit Mucki1 ausartet bin ich hier raus. Riesenbärenklau ist eine unproblematische Futterpflanze. Bei mir würde es sofort im Gehege landen, komplett, wenn ich welchen finden würde. Ich schick dir aber gern noch ne PN mit anderen Dingen, die mir aufgefallen ist, wenn du magst, Kryptische. |
Dochdoch, ich meine durchaus die krautige Bohnenpflanze ohne Früchte. Die kann man der normalen Futtermischung bedenkenlos beigeben. Was ich oben noch vergessen hatte, war das Jakobskreuzkraut/Greiskraut. Kaninchen LIEBEN das Zeug und können es ohne Vergiftungserscheinungen fressen. Tatsächlich ist das Kaninchen der natürliche Feind des Greiskrauts und die in letzter Zeit massenhafte Ausbreitung des Krauts wird mit dem Rückgang der Wildkaninchenpopulationen in Verbindung gebracht. Es wurde mal eine Studie durchgeführt (müsste ich jetzt raussuchen), inwieweit Kaninchen immun gegen das Gift sind. Es wurden Gruppen von Kaninchen teilweise bis vollständig von JKK ernährt. Die Gruppe, die ausschließlich JKK bekommen hat und keine Alternativen, hat nach einem Zeitraum von mehreren Monaten bei der Sektion mikroskopische (!) Veränderungen an der Leber. Keins der Tiere zeigte klinische Symptome. Bei Injektion des Toxins starben die Tiere sofort. Die SchluFo war, dass die Kaninchen entweder ein Enzym im Verdauungstrakt haben, das das Toxin deaktiviert oder der Darm dafür nicht durchlässig ist. |
Ich nehme auch gern PNs oder Mails entgegen (Mails an [email protected]) Ich möchte aber darauf hinweisen, dass ich nicht alles, was ihr privat so handhabt, auf der HP aufnehme, egal wie toll ihr das finden mögt. Wie gesagt, es gibt Grenzwerte und Richtlinien und klare Aussagen darüber, ab wann gewisse Inhaltsstoffe bei dauerhafter Verfütterung zu Problemen führen können. Es ist sicher richtig, dass Kaninchen die sehr abwechslungsreich ernährt werden, weniger Probleme mit giftigen Pflanzen haben, aber die meisten Kaninchen werden nicht abwechslungsreich ernährt und da kommt es bei Pflanzen, die mehr Giftstoffe enthalten, eben dann auch häufiger zu Vergiftungen durch einseitige Fütterung. Ich kann bei meiner HP schließlich nicht vom perfekten Tierhalter ausgehen, die Seite ist für Anfänger, nicht für Experten! Denn dann stünden da ganz andere Sachen. |
Also ich verfüttere auch schon seit Jahren sowohl den Riesen- als auch den Wiesenbärenklau und habe noch nie irgendwelche Probleme festgestellt (ob jetzt beim Sammeln oder beim Verfüttern). Hat auch einen Vorteil für die Menschen in meiner Umgebung: Dadurch dass ich die "Klaue" im Umkreis meist schon im kleinen Zustand als Kaninchenfutter ausrupfe, wachsen die gefährlicheren Vertreter gar nicht so hoch, dass sie jemandem schaden könnten...:p Edit: JKK wächst hier auch und wir müssen sehr aufpassen, dass die Schafe nicht drankommen. Bei den Kaninchen landet es beim Sammeln hin und wieder in der Futtermischung und wird ebenfalls problemlos gefressen. |
Angora-Angy - ach stimmt, das Jakobskreuzkraut kann raus (beim Heuartikel habe ich das Thema schon behandelt, aber hier habe ich es einfach vergessen). Wie gesagt, das Kraut der Bohnenpflanze kannst du privat gern verfüttern wenn du das für richtig hältst, aber es gibt eben Grenzwerte an die ich mich bei meinen Empfehlungen halten möchte. |
Hier die Studien dazu: "Das Kaninchen ist allgemein resistent gegen die Giftstoffe der Kreuzkräuter, auch des Jakobskreuzkrauts. Die Giftstoffe gehören zu den Pyrrolizidin-Alkaloiden. Für den Menschen sind diese Stoffe giftig. In der Arbeit "Genotoxic Pyrrolizidine Alkaloids — Mechanisms Leading to DNA Adduct Formation and Tumorigenicity" von Peter P. Fu et.al. heisst es hierzu: "Allgemein ähneln Rinder, Pferde, Ratten und Mäuse eher dem Menschen und sind ausgesprochen anfällig für eine Vergiftung durch Pyrrolizidine Alkaloide, während Schafe, Kaninchen und Meerschweinchen resistent gegenüber den pyrrolizidine alkaloid Giftstoffen sind." ("In general, cattle, horses, rats, and mice more resemble humans and are highly susceptible to pyrrolizidine alkaloid intoxication, whereas sheep, rabbits, and guinea pigs are resistant to pyrrolizidine alkaloid toxicity [3,67,68].") In der Arbeit wird der genaue molekulare Zusammenhang dargestellt. Wie die Kaninchen diese Resistenz erzeugen ist Gegenstand der Forschung. In der Arbeit Absorption and Excretion of Pyrrolizidine (Senecio) Alkaloids and their Effects on Mineral Metabolism in Rabbits von R. A. Swick et.al. wird festgehalten: "Zudem scheint es, dass die Resistenz der Kaninchen zur Vergiftung durch Kreuzkräuter im Futter nicht durch eine niedrige Gastrointestinalabsorption, sondern durch eine effiziente Eliminierung über den Urin verursacht wird." ("In addition, it appears that the resistance of rabbits to dietary SJ intoxication is not caused by low GIT (gastrointenstinal) absorption of PA, but rather by efficient urinary elimination.") Dass Kaninchen resistent sind, wurde bereits bewiesen (Resistance of the rabbit to dietary pyrrolizidine (Senecio) alkaloid. Pierson ML et.al.) " |
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