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Schicksalsschlag auf Kaninchen Forum

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  • 1 Post By Angora-Angy
  • 4 Post By Clagiostro
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Benutzerbild von Mollimaus
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 21.02.2014
Beiträge: 219
Mollimaus befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 17.03.2014, 14:37

Schicksalsschlag


Hallo...
ich bin nun schon etwas länger hier und denke, dass ich euch sowas sagen kann. Mir geht es momentan echt mies. Meine Mama ist vor 2 Jahren gestorben und ich komme einfach nicht damit klar. Das ist so hart. Ich war damals erst 14 Jahre alt. Aber der Krebs hat uns unsere Mama genommen. Ich besuche einen Psychiater, bin aber nun zum Entschluss gekommen, in eine Klinik zu gehen. Es fehlt etwas. Wir haben auch nur 5 Tage zum Abschied gehabt. Sie war so stark. Am Tag, als sie starb war die Hochzeit meiner Schwester. Ich gehe auch seit 2 Monaten nicht mehr zur Schule. Es geht einfach gar nichts mehr. Ich fühl mich so leer. Ich habe niemanden zum reden, weil die meisten "freunde" einfach falsch sind. Ich kann einfach nicht mehr. Das hat mir so ein Loch ins Herz gerissen.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Wir kamt ihr damit klar?



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Kaninchen
 
Registriert seit: 17.12.2012
Beiträge: 7.295
Angora-Angy befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 17.03.2014, 15:01

Das tut mir sehr leid für euch alle! Sowas ist hart zu verdauen. Ich denke, dein Weg, dich in Behandlung zu begeben, ist der richtige und ich wünsche dir sehr viel Kraft dafür!

Darfst du deine Kaninchen mitnehmen? Immerhin wären sie dir ja eine emotionale Stütze!



wollmonster likes this.

Benutzerbild von gerti
Kaninchen
 
Registriert seit: 18.11.2012
Beiträge: 15.579
gerti befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 17.03.2014, 15:09

Das ist wirklich sehr traurig . Viele Jugendliche in Deinem Alter haben psychische Probleme mit verschiedenen Ursachen. Meine Tochter war auch sehr betroffen damit und hatte 3 Klinikaufenthalte. Dass Du Dich entscheidest stationär zu gehen finde ich sehr gut. Somit kommst Du komplett aus dem Alltag raus und bekommst ein Programm aufgedrückt das Dir sehr helfen kann. Was toll ist, ist, dass Du dann auch wieder beschult wirst und damit auch merkst, dass das in diesem Umfeld auch wieder klappt.
Die ersten 2 Wochen wirst Du mit Sicherheit grauenvoll finden, das ist auch die Zeit wo die meisten aufgeben wollen...aber dann heißt es durchhalten!



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Blacky2009
Gast
 
Beiträge: n/a
Geschrieben am 17.03.2014, 19:26

Ich schicke dir mal eine ganz feste Umarmung!!!




Kaninchen
 
Registriert seit: 13.02.2012
Beiträge: 3.102
Clagiostro befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 17.03.2014, 20:06

Hallo Mollimaus,

ich kann nachvollziehen, wie du dich grad fühlst.

Bei mir war es allerdings andersrum. Ich habe vor 6 1/2 Jahren meinen jüngsten Sohn mit nicht ganz 24 Jahren verloren.
Die gesamte Verwandtschaft und Bekanntschaft wußte nicht wie sie sich verhalten sollte. Also haben die Meisten so getan, als ob es meinen Sohn nie gegeben hätte.

Bis heute spricht außer mir und meinen Söhnen und meinem Mann Keiner von meinem dritten Sohn.

Die Menschen fühlen schon mit dir, sind aber gleichzeitig so hilflos und wissen nicht wie sie dir entgegentreten/helfen sollen. Dass sie dein Leid damit nur verstärken, verstehen sie nicht.
Ich habe leider von keiner Seite Hilfe erfahren damals und bis heute nicht. Ich habe den Tod meines Sohnes auch noch nicht verarbeitet, nur die Trauer ganz tief in meiner Seele vergraben.
Was passiert, wenn ich die Trauer mal zulasse/ich einfach nicht mehr stark genug bin, weiß ich nicht.
Darum finde ich es richtig, dass du dir Hilfe suchst bzw. Hilfe annimmst. Rede über deine Gefühle, zeige sie, lass sie raus. Nur dann hast du die Chance damit leben zu können ohne daran zu zerbrechen.

Ich wünsche dir, dass du die Kraft hast. Fühl dich ganz fest umarmt, du wirst nicht allein sein. Ich denke Alle hier werden fest an dich denken und dir Kraft schicken.




Benutzerbild von Minerva
Kaninchen
 
Registriert seit: 19.10.2013
Beiträge: 42.082
Minerva befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 17.03.2014, 20:20

Liebe Mollimaus!
Es tut mir sehr leid, was du in den letzten 2 Jahren alles durchmachen musstest. Aber ich finde es gut, dass du dir nun Hilfe suchst und diese bereit bist anzunehmen. Ich wünsche dir ganz viel Kraft für deinen weiteren Weg und liebe Menschen, die dir helfen, wieder nach vorn zu sehen.

Auch ich weiß, was es heißt einen geliebten Menschen zu verlieren. Mein Papa ist vor mehr als 14 Jahren an Krebs gestorben und meine Mama habe ich im vergangenen Jahr nach einer kurzen und schweren Krankheit verloren.

In der sogenannten Gesellschaft wird einem kaum die Zeit für Trauer gegeben. Man hat zu funktionieren - spätestens eine Woche nach der Beerdigung. Weitere drei Wochen später wird man von den Leuten, die einem zuvor noch ihr Beileid ausgesprochen haben, gefragt, ob man auch einen schönen Urlaub hatte....
All das hat mich immer wieder zum Zweifeln gebracht. Heute versuche ich alleine auf die Menschen zu zählen, die mir selbst auch etwas bedeuten.

Ich wünsche dir sehr, dass dir solche Menschen auch begegnen und du wieder einen Halt im Leben findest!

Liebe Grüße und eine Umarmung schickt dir
Minerva



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Vergangenheit ist Geschichte,
Zukunft ist ein Geheimnis,
aber jeder Augenblick ist ein Geschenk.



Benutzerbild von Teekannenloser
Kaninchen
 
Registriert seit: 19.09.2013
Beiträge: 6.396
Teekannenloser befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 17.03.2014, 20:27

Das tut mir leid. Ich habe zum Glück noch keinen geliebten Menschen verloren und kann daher wahrscheinlich nicht wissen wie du dich fühlst. Doch ich kann ahnen wie es dir geht. Denn diese dunklen Tiefen Löchern aus denen man nicht mehr raus kommt kenne ich. Ich wünsche dir ganz viel Kraft und Ehrgeiz für die Klinik. Du bist auf dem richtigen Weg.



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Benutzerbild von Tinachen
Kaninchen
 
Registriert seit: 26.09.2010
Beiträge: 11.070
Tinachen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 17.03.2014, 20:40

Ach man wie furchtbar und unsagbar traurig. Das es tiefste Spuren in der Seele hinterlässt wenn man seine Mutter in so jungen Jahren verliert ist klar. Ich wünsche mir für Dich das Dir der Klinikaufenthalt hilft mit dem tiefen Schmerz besser umzugehen. Es reißt immer ein ganz tiefes Loch ins Herz wenn ein geliebter Mensch gehen muss. Ich bin zwar viel, viel älter als Du, mußte aber auch schon geliebte Menschen gehen lassen. Meine Eltern, liebe Freunde und leider auch meine Schwester.
Was mir bei der Trauer immer geholfen hat ist das "gedankliche" Zwiegespräch. Bei Sorgen ruhig auch mal überlegen was Deine Mama Dir geraten hätte und was sie sich für Dich gewünscht hätte. Eines weiß ich ganz sicher, Deine Mama ist immer bei Dir und wacht über Dich und sie wollte das Du glücklich bist. Liebe Grüße Tina



marinahexe likes this.

Benutzerbild von Mollimaus
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 21.02.2014
Beiträge: 219
Mollimaus befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.03.2014, 00:06

Wow. So viele Antworten hätte ich nicht erwartet. Aber ich bin super froh, dass hier endlich mal Leute sind, die das alles nachvollziehen können. Ihr seid wirklich einer der wenigen Menschen, die nicht darauf rumhacken, dass ich zum Beispiel zurzeit die Schule nicht besuche. Der Tod ist etwas schlimmes. Ich hätte gerne vieles anders gemacht, ich mache mir zurzeit auch viele Vorwürfe. Ich war eben mitten in der Pubertät. Und ich bereue so vieles.
In die Klinik darf ich keine Tiere mitnehmen, was ich persönlich für unsinnig halte, da Tiere durchaus therapeutische Wunder bewirken können. Ich bin froh, meine Kaninchen zu haben. Leider ist die Wartezeit für die Klinik sehr lange (etwa 3 Monate). Ich hoffe, dass ich bis zum nächsten Schuljahr da raus bin. Und das werde ich nicht abbrechen, egal wie hart es ist.

Ich bin euch unendlich dankbar, dass ihr mir so viel kraft gebt. Es gab Lehrer an meiner Schule, die mir 2 Wochen nach dem Tod mit attestpflicjt gedroht haben, da ich nicht täglich in der Schule war.

Ich hätte nicht erwartet, dass mir die netten Worte von euch so helfen würden. Ich halte euch aber auf dem laufenden und freue mich über jede Antwort.



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Benutzerbild von Applejack
Moderatorin
 
Registriert seit: 08.11.2010
Beiträge: 10.250
Applejack befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.03.2014, 03:12

Du musst nichts bereuen, jedes hat und braucht seine Zeit und die Schule kann man nachholen.
Auch von mir eine Ladung Kraft für dich!



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Mani wastete yo
Glück auf deinem Weg






Benutzerbild von gerti
Kaninchen
 
Registriert seit: 18.11.2012
Beiträge: 15.579
gerti befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.03.2014, 06:24

Ach Mollimaus, lass Dich wegen der Schule nicht fertig machen! Meine Tochter konnte mit 10 Jahren das erste mal nicht mehr zur Schule. Sie kollabierte schon im Sitzen vom Stuhl. Es gab in der Zeit unendlich viele Leute, die uns in der Zeit lächerlich gemacht haben, von der netten Verwandtschaft über Mitschüler, Ärzten usw. die anderen beiden Phasen kamen mit ca 14 und 16 wegen Depressionen in Folge von eines sehr üblen Ereignesses mit anschließendem Mobbing in der Schule, der besten Freunde, sogar des Klassenlehrers! Gib Dich nicht auf und versuche nicht ein Ziel aus den Augen zu verlieren! Bleib ehrlich zu Dir und steh zu Deinen Problemen an denen Dein Umfeld einen großen Beitrag leistet. In ein paar Jahren ist es jedem pupsegal, dass Du zeitweise die Schule nicht besuchen konntest!
Meine Tochter hat sogar ihre mittlere Reife Prüfung in der Klinik zum Wiederholungstermin mit einen wirklich guten Ergebnis gemacht, obwohl es keiner geglaubt hat! Sie hatte damals ab Januar im Abschlussprüfungsjahr die dritte Zeit gehabt, wo sie die Schule nicht mehr besuchen konnte....Gesunde Menschen können das natürlich überhaupt nicht nachvollziehen, bei vielen fehlt einfach die nötige soziale Intelligenz dazu und Jugendliche in Deinem Alter können meist überhaupt nichts nachvollziehen und sind mit ihren eigenen Pupertäts und Egoproblemen überfordert



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Benutzerbild von Mollimaus
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 21.02.2014
Beiträge: 219
Mollimaus befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.03.2014, 10:00

Zitat:
Zitat von gerti Beitrag anzeigen
Ach Mollimaus, lass Dich wegen der Schule nicht fertig machen! Meine Tochter konnte mit 10 Jahren das erste mal nicht mehr zur Schule. Sie kollabierte schon im Sitzen vom Stuhl. Es gab in der Zeit unendlich viele Leute, die uns in der Zeit lächerlich gemacht haben, von der netten Verwandtschaft über Mitschüler, Ärzten usw. die anderen beiden Phasen kamen mit ca 14 und 16 wegen Depressionen in Folge von eines sehr üblen Ereignesses mit anschließendem Mobbing in der Schule, der besten Freunde, sogar des Klassenlehrers! Gib Dich nicht auf und versuche nicht ein Ziel aus den Augen zu verlieren! Bleib ehrlich zu Dir und steh zu Deinen Problemen an denen Dein Umfeld einen großen Beitrag leistet. In ein paar Jahren ist es jedem pupsegal, dass Du zeitweise die Schule nicht besuchen konntest!
Meine Tochter hat sogar ihre mittlere Reife Prüfung in der Klinik zum Wiederholungstermin mit einen wirklich guten Ergebnis gemacht, obwohl es keiner geglaubt hat! Sie hatte damals ab Januar im Abschlussprüfungsjahr die dritte Zeit gehabt, wo sie die Schule nicht mehr besuchen konnte....Gesunde Menschen können das natürlich überhaupt nicht nachvollziehen, bei vielen fehlt einfach die nötige soziale Intelligenz dazu und Jugendliche in Deinem Alter können meist überhaupt nichts nachvollziehen und sind mit ihren eigenen Pupertäts und Egoproblemen überfordert
Ach du hast ja so recht, mit dem was du schreibst! Alle Menschen , die man für lieb und nett gehalten hat, entpuppen sich als totale vollidioten. Egal wie man etwas macht, macht man es falsch. Und es glaubt auch niemand daran, dass ich irgendwann ein Vetstudium anfange. Letztens noch habe ich von einer etwas jüngeren "Freundin" zu hören bekommen (sie ist 9. Klasse und ich 11.): "also wenn ich meine Schule vor dir fertig habe, dann lache ich dich so aus." Ist natürlich auch wirklich lustig es gibt leider zu viele, die die Situation kein Stück verstehen können. Jeder setzt noch einen drauf. Und irgendwann explodiert man dann. Dann kommt alles raus: Trauer, Wut, Angst. Ich habe auch mit starken Verlustängsten zu tun, seit meine Mama weg ist. Ich bekomme Panik, wenn ich Daran denke, dass jemand aus meiner Familie sterben könnte.

Danke für die aufbauenden Worte. Das tut mir sehr gut.



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Benutzerbild von Teekannenloser
Kaninchen
 
Registriert seit: 19.09.2013
Beiträge: 6.396
Teekannenloser befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.03.2014, 17:11

Hast du mal versucht die Lehrer mit ins Boot zu holen? Ein Gespräch mit Schulleiter, deinem Vater, den Klassenlehrern und dir? Evtl. ihnen deine Situation begreiflich zu machen? Vielleicht kann man ja so etwas wie Lernmaterial erst mal mitgeben und du machst es wenn es dir soweit geht, dass du dich konzentrieren kannst? Lehrer begreifen nicht, dass wenn die Psyche/Seele verletzt ist auch der Körper nicht mehr mitspielt und es unmöglich wird vernünftig zu lernen. Ich musste das leider drei Jahre durchmachen bevor ich kompetente Lehrer fand und schließlich aus der angeblich "dummen, faulen, ständig kranken oder tut nur so Schülerin" eine ganz passable Studentin geworden ist. Gib nicht auf. Es gibt leider immer Menschen die nicht nachdenken.



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Benutzerbild von knuffelchen
Kaninchen
 
Registriert seit: 26.10.2012
Beiträge: 3.566
knuffelchen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.03.2014, 18:02

Ich habe es gerade erst gelesen und kann das heute immer noch so gut nachfühlen.
Ich bin zwar schon 58 Jahre alt aber ich habe meinen geliebten Papa mit 11,5 Jahren durch einen Autounfall verloren.
Da gerät dein Leben total aus den Fugen und ich vergleiche es immer mit dem Verlust eines Armes/Beines/Auge etc.
Du bist einfach nicht mehr wie vorher. Du kannst lernen, damit umzugehen aber du bist nicht mehr der unbeschwerte Mensch von vorher.
Kannst/konntest du richtig trauern? Oder solltest du "stark" sein? Bei mir damals war es so, dass meine Mutter keine "heulenden Kinder brauchen konnte" und ich musste alles allein mit mir ausmachen. Dazu kam noch, dass ich 3 Monate nur schwarz angezogen sein musste - heute hasse ich diese Farbe und ich habe auch keine schwarzen Klamotten im Schrank.
Ich wurde damals auch ganz schlecht in der Schule, weil ich mich nicht mehr konzentrieren konnte Dann kam 6 Monate später auch noch ein Umzug und Schulwechsel dazu und das Schlimmste war, dass sich meine Schildkröte Susi im Herbst im Garten eingegraben hatte und wir sie nicht mehr fanden.
Da hatte ich dann nicht nur meinen Papa, sondern auch noch meine besten Freunde und meine geliebte Susi verloren, es war eine schreckliche Zeit. Heute im Rückblick kann ich es mir nicht erklären, wie ich das überlebt habe.
Du hast auf jeden Fall das Recht, so zu trauern und alles zu verarbeiten, wie es für dich richtig ist.
Ob du ein Schuljahr verloren hast oder nicht interessiert später wirklich keinen mehr.
Ich habe einen Sohn, der hat durch ADHS während der Grundschulzeit keine normale Schule besuchen können. Dann bekam er Ritalin, schaffte es auf die Realschule und alles wäre super gewesen, wenn er seine Tabletten weitergenommen hätte. So fiel er 2x durch die 9. Klasse und stand ohne Schulabschluss da.
Über etliche Umwege hat er dann erst den Hauptschulabschluss, dann die Abendrealschule und anschließend das Berufskolleg gemeistert und heute studiert er Betriebswirtschaft.
Das hätte damals keiner für möglich gehalten und heute interessiert sein schulischer Werdegang niemand mehr.
Also mach dir wegen der Schule keinen Kopf, das wird schon wieder. Wichtig ist jetzt, dass du psychisch aufgebaut wirst und dann lösen sich die anderen Probleme auch auf.
Ich drück dich und wünsche dir alles Liebe.




Benutzerbild von W.Rabbit
Kaninchen
 
Registriert seit: 08.04.2013
Beiträge: 1.612
W.Rabbit befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.03.2014, 18:36

Hallo!
Ich habe niemanden verloren, daher kann ich das wohl auch schlecht nachvollziehen. Ich muss aber sagen, dadurch, dass ich jahrelang der "Idiot" in meiner Familie war (und so behandelt wurde), tun sich jetzt, wo ich ausgezogen bin, diverse Probleme auf. Ich konnte nicht mehr zur Uni gehen bzw. bin nicht mehr gegangen und es ist alles totales Chaos, weil in mir 4 "Stimmen" (Verstand, Vernunft, Wille und Gefühl) jede kleinste Entscheidung zerreißen, die ich treffe und ich weder vor noch zurückkomme. Ich bin aber nicht "zu krank" um in eine Klinik zu gehen (Tagesklinik). An deiner Stelle würde ich das nutzen! Und dir für die Zeit danach vielleicht sogar einen Therapeuten suchen, der dich weiter begleitet.
Den hab ich mir jetzt gesucht. Ich weiß nicht, wo du wohnst, aber meiner konnte mich schon in 2 Wochen dazwischenschieben wenigstens zum Erstgespräch. Je nach Ballung und Gebiet sind die Wartezeiten aber bis zu einem halben Jahr oder länger - da kannst du deinen Hausarzt fragen, ob so eine Art Voranmeldung geht.

So ein Tod ist bestimmt nicht einfach. Ich habe in meinem Leben nur eine Person, um die ich so trauern würde.
Das mit dem Nichtverstehen und dem Verhalten von Freunden, da kann ich nicht viel zu sagen, aber die Ärzte (die Psychiaterin für die Medis und die im Krankenhaus) haben mir einfach durchweg das Gefühl gegeben, dass ich da nicht hingehöre - das liegt wahrscheinlich daran, dass ich nach Außen nie so wirke, als habe ich irgendein Problem, und diese auch nicht breittrete.

Auf jeden Fall musst du bei deinen Freunden was klarstellen, denn es kann nicht sein, dass sie dich schlecht behandeln. Trotzdem muss man immer sehen, dass diese all deine Gefühle gar nicht haben und daher Sprüche, die Fallen, vielleicht gar nicht so gemeint waren, weil ihnen das nicht klar war. Da ist wichtig, doch mal ein Gespräch zu führen.

Zu den Lehrern mit der Attestpflicht: Ich denke da geht es irgendwie um umentschuldigte Stunden. Zumindest bei Schulpflichtigen weiß ich, dass Eltern Strafe zahlen müssen, wenn sie unentschuldigte Fehlstunden häufen. Allerdings weiß ich gerade nicht, die Schulpflicht müsste eigentlich nach der 10. Klasse enden, aber wenn man automatisch Abi macht, damit kenne ich mich nicht aus!
Ich kann dich da aber verstehen. Wir haben an der Uni das Programm, wo man sich in den ersten 6 Wochen von den Prüfungen an- und abmelden kann, danach ist das Beil gefallen. Ich hab mich natürlich für alles angemeldet - und erst später bin ich nicht mehr hingegangen, weil es nicht mehr ging. Jetzt sitz ich hier und BAFöG-Amt und Uni wollen natürlich allerlei Sachen von mir, vor allem wenn ich nicht zu den Prüfungen gehe, zählt die als Durchgefallen und 3 mal durchfallen bedeutet ich werd rausgeworfen. Meine Eltern wollen dass ich noch weitermache, da die Bescheinigung gilt: Wenn ich abbreche krieg ich keine Förderung, kein Kindergeld mehr für den Rest meiner Jahre bis 25 und Krankenversichert bin ich auch nicht mehr mit bei meinen Eltern, obwohl ich das gerade jetzt ja brauche mit den ganzen Therapiekosten etc.
Ein totales Paragrafen und Vorschriften-Chaos, wovon ich weder Ahnung habe noch Kraft dazu, trotzdem wollen das alle.
Ich würd am liebsten auf ne Insel fliehen und meine Ruhe haben. Dass kapiert aber keiner.
Lass dich nicht unterkriegen, es folgen (hoffentlich) bessere Zeiten, denn wenn man mal ehrlich ist, schlimmer kann es kaum werden

Hast du nicht wenigstens eine Person, die zu dir hält?



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Benutzerbild von Lola & Apollo
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 19.01.2012
Beiträge: 327
Lola & Apollo befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.03.2014, 21:04

Als meine Mutter starb war ich 16. Es war ein Schock für mich. Sie starb ganz plötzlich an einer Gehirnblutung. Ich hatte sehr sehr lange Zeit die gleichen Verlustängste wie Du. Wenn das Telefon oder die Haustür klingelte, bin ich immer zusammengezuckt aus Angst vor einer schlechter Nachricht. Ich habe mich damals besonders auf die Schule konzentriert, wollte meine Mutter damit stolz machen. Heute weiß ich, dass ich meine Trauer dadurch einfach verdrängt habe, vielleicht auch, weil ich fürchtete, den Schmerz nicht auszuhalten.

Deshalb glaube ich, dass Dein Weg der richtige ist! Lass Deine Trauer zu und verarbeite sie. Ich wünschte, ich hätte mich damals auch getraut zu einem Psychologen zu gehen. Ich wünsche Dir ganz viel Kraft!




Benutzerbild von Mollimaus
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 21.02.2014
Beiträge: 219
Mollimaus befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.03.2014, 23:01

Zitat:
Zitat von Teekannenloser Beitrag anzeigen
Hast du mal versucht die Lehrer mit ins Boot zu holen? .
Ja habe ich. Leider haben die Lehrer an meiner Schule kein Verständnis für die Situation. Sie sagen immer: "das ist jetzt über zwei Jahre her, das muss jetzt mal aufhören". Schrecklich so etwas zu hören.

Zitat:
Zitat von knuffelchen Beitrag anzeigen
Ich habe es gerade erst gelesen und kann das heute immer noch so gut nachfühlen.
Ich bin zwar schon 58 Jahre alt aber ich habe meinen geliebten Papa mit 11,5 Jahren durch einen Autounfall verloren.
Da gerät dein Leben total aus den Fugen und ich vergleiche es immer mit dem Verlust eines Armes/Beines/Auge etc.
Du bist einfach nicht mehr wie vorher. Du kannst lernen, damit umzugehen aber du bist nicht mehr der unbeschwerte Mensch von vorher.
Kannst/konntest du richtig trauern? Oder solltest du "stark" sein? Bei mir damals war es so, dass meine Mutter keine "heulenden Kinder brauchen konnte" und ich musste alles allein mit mir ausmachen. Dazu kam noch, dass ich 3 Monate nur schwarz angezogen sein musste - heute hasse ich diese Farbe und ich habe auch keine schwarzen Klamotten im Schrank.
Ich wurde damals auch ganz schlecht in der Schule, weil ich mich nicht mehr konzentrieren konnte Dann kam 6 Monate später auch noch ein Umzug und Schulwechsel dazu und das Schlimmste war, dass sich meine Schildkröte Susi im Herbst im Garten eingegraben hatte und wir sie nicht mehr fanden.
Da hatte ich dann nicht nur meinen Papa, sondern auch noch meine besten Freunde und meine geliebte Susi verloren, es war eine schreckliche Zeit. Heute im Rückblick kann ich es mir nicht erklären, wie ich das überlebt habe.
Du hast auf jeden Fall das Recht, so zu trauern und alles zu verarbeiten, wie es für dich richtig ist.
Ob du ein Schuljahr verloren hast oder nicht interessiert später wirklich keinen mehr.
Ich habe einen Sohn, der hat durch ADHS während der Grundschulzeit keine normale Schule besuchen können. Dann bekam er Ritalin, schaffte es auf die Realschule und alles wäre super gewesen, wenn er seine Tabletten weitergenommen hätte. So fiel er 2x durch die 9. Klasse und stand ohne Schulabschluss da.
Über etliche Umwege hat er dann erst den Hauptschulabschluss, dann die Abendrealschule und anschließend das Berufskolleg gemeistert und heute studiert er Betriebswirtschaft.
Das hätte damals keiner für möglich gehalten und heute interessiert sein schulischer Werdegang niemand mehr.
Also mach dir wegen der Schule keinen Kopf, das wird schon wieder. Wichtig ist jetzt, dass du psychisch aufgebaut wirst und dann lösen sich die anderen Probleme auch auf.
Ich drück dich und wünsche dir alles Liebe.
Ach weh, das Leben kann so ungerecht sein. Ich habe eine tolle Familie: 3 Geschwister (alle über 20) und mein Vater hält auch zu mir und unterstützt mich wo er nur kann. Ich darf meine Trauer frei zulassen, jedoch habe ich alles die letzten Jahre verdrängt.

Zitat:
Zitat von W.Rabbit Beitrag anzeigen
Hallo!
Ich habe niemanden verloren, daher kann ich das wohl auch schlecht nachvollziehen. Ich muss aber sagen, dadurch, dass ich jahrelang der "Idiot" in meiner Familie war (und so behandelt wurde), tun sich jetzt, wo ich ausgezogen bin, diverse Probleme auf. Ich konnte nicht mehr zur Uni gehen bzw. bin nicht mehr gegangen und es ist alles totales Chaos, weil in mir 4 "Stimmen" (Verstand, Vernunft, Wille und Gefühl) jede kleinste Entscheidung zerreißen, die ich treffe und ich weder vor noch zurückkomme. Ich bin aber nicht "zu krank" um in eine Klinik zu gehen (Tagesklinik). An deiner Stelle würde ich das nutzen! Und dir für die Zeit danach vielleicht sogar einen Therapeuten suchen, der dich weiter begleitet.
Den hab ich mir jetzt gesucht. Ich weiß nicht, wo du wohnst, aber meiner konnte mich schon in 2 Wochen dazwischenschieben wenigstens zum Erstgespräch. Je nach Ballung und Gebiet sind die Wartezeiten aber bis zu einem halben Jahr oder länger - da kannst du deinen Hausarzt fragen, ob so eine Art Voranmeldung geht.

So ein Tod ist bestimmt nicht einfach. Ich habe in meinem Leben nur eine Person, um die ich so trauern würde.
Das mit dem Nichtverstehen und dem Verhalten von Freunden, da kann ich nicht viel zu sagen, aber die Ärzte (die Psychiaterin für die Medis und die im Krankenhaus) haben mir einfach durchweg das Gefühl gegeben, dass ich da nicht hingehöre - das liegt wahrscheinlich daran, dass ich nach Außen nie so wirke, als habe ich irgendein Problem, und diese auch nicht breittrete.

Auf jeden Fall musst du bei deinen Freunden was klarstellen, denn es kann nicht sein, dass sie dich schlecht behandeln. Trotzdem muss man immer sehen, dass diese all deine Gefühle gar nicht haben und daher Sprüche, die Fallen, vielleicht gar nicht so gemeint waren, weil ihnen das nicht klar war. Da ist wichtig, doch mal ein Gespräch zu führen.

Zu den Lehrern mit der Attestpflicht: Ich denke da geht es irgendwie um umentschuldigte Stunden. Zumindest bei Schulpflichtigen weiß ich, dass Eltern Strafe zahlen müssen, wenn sie unentschuldigte Fehlstunden häufen. Allerdings weiß ich gerade nicht, die Schulpflicht müsste eigentlich nach der 10. Klasse enden, aber wenn man automatisch Abi macht, damit kenne ich mich nicht aus!
Ich kann dich da aber verstehen. Wir haben an der Uni das Programm, wo man sich in den ersten 6 Wochen von den Prüfungen an- und abmelden kann, danach ist das Beil gefallen. Ich hab mich natürlich für alles angemeldet - und erst später bin ich nicht mehr hingegangen, weil es nicht mehr ging. Jetzt sitz ich hier und BAFöG-Amt und Uni wollen natürlich allerlei Sachen von mir, vor allem wenn ich nicht zu den Prüfungen gehe, zählt die als Durchgefallen und 3 mal durchfallen bedeutet ich werd rausgeworfen. Meine Eltern wollen dass ich noch weitermache, da die Bescheinigung gilt: Wenn ich abbreche krieg ich keine Förderung, kein Kindergeld mehr für den Rest meiner Jahre bis 25 und Krankenversichert bin ich auch nicht mehr mit bei meinen Eltern, obwohl ich das gerade jetzt ja brauche mit den ganzen Therapiekosten etc.
Ein totales Paragrafen und Vorschriften-Chaos, wovon ich weder Ahnung habe noch Kraft dazu, trotzdem wollen das alle.
Ich würd am liebsten auf ne Insel fliehen und meine Ruhe haben. Dass kapiert aber keiner.
Lass dich nicht unterkriegen, es folgen (hoffentlich) bessere Zeiten, denn wenn man mal ehrlich ist, schlimmer kann es kaum werden

Hast du nicht wenigstens eine Person, die zu dir hält?
Ich habe immer alles entschuldigt, habe in der Schule angerufen etc. . Meine Familie hält zu mir. Dazu habe ich einen Freund seit 3 Jahren, der das alles gut versteht und mich unterstützt. Es ist schlimm, wenn andere meinen beurteilen zu können, wie es einem geht.

Zitat:
Zitat von Lola & Apollo Beitrag anzeigen
Als meine Mutter starb war ich 16. Es war ein Schock für mich. Sie starb ganz plötzlich an einer Gehirnblutung. Ich hatte sehr sehr lange Zeit die gleichen Verlustängste wie Du. Wenn das Telefon oder die Haustür klingelte, bin ich immer zusammengezuckt aus Angst vor einer schlechter Nachricht. Ich habe mich damals besonders auf die Schule konzentriert, wollte meine Mutter damit stolz machen. Heute weiß ich, dass ich meine Trauer dadurch einfach verdrängt habe, vielleicht auch, weil ich fürchtete, den Schmerz nicht auszuhalten.

Deshalb glaube ich, dass Dein Weg der richtige ist! Lass Deine Trauer zu und verarbeite sie. Ich wünschte, ich hätte mich damals auch getraut zu einem Psychologen zu gehen. Ich wünsche Dir ganz viel Kraft!
Das habe ich auch. Ich habe immer Angst davor, dass meiner Familie etwas passiert sein könnte, auch wenn ich draußen Sirenen höre.


Ich danke euch für die aufbauenden Worte und dass ihr euch die Zeit genommen habt, diese lieben Nachrichten zu verfassen.



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Liebe Grüße von Susi, Chipsy, Tom, Tobi, Elvis, Lili, Merlin, Karlchen, Leila und Arwen

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Benutzerbild von xVannix
Kaninchen
 
Registriert seit: 31.01.2013
Beiträge: 1.465
xVannix befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.03.2014, 00:03

Hallo mollimaus.
Hatte diesen Thread grad am Handy gesehen, nochmal schnell das Laptop angemacht - lässt sich besser schreiben.
Erstmal finde ich es super, dass du das hier geschrieben hast, falsch machen kann man hier damit zum Glück nichts - hier ist jeder für jeden da. Gleichermaßen wünsche ich dir alles erdenklich gute, dass du diesen schwierigen Weg bestehst. Dass das Leben nicht einfach ist, kennen viele garnicht - sie leben in ihrer kleinen perfekten Welt. Für sie ist es schwierig oder gar unmöglich nachzuvollziehen, wie es ist einen Schicksalsschlag zu erleiden.
Und ganz egal, wie lange etwas her ist, es wird immer seine Spuren davon tragen. Im Laufe ändert sich nur, wie man damit umgeht. In der Klinik werden sie dir Wege aufzeigen können, wie sich das zum eher positiven dreht. Der anstrengende Teil liegt jedoch bei dir, aber ich bin sicher, dass du das schaffst.! Schließlich zeigst du ja den Willen, daran arbeiten zu wollen. Sobald die Einsicht da ist, ist schon ein großer Schritt getan.

Hast du in der Schule mit einem Lehrer deines Vertrauens gesprochen oder dem Klassenlehrer/Tutor, Stufenvertreter, etc.? Ersteres wäre der Beste Ansatz, wenn du dich bei einem Lehrer wohl fühlst und Vertrauen gefasst hast, sprich ihn darauf an. Falls alle eure Lehrer an eure Schule so drauf sind wie der genannte Fall, ist das natürlich ganz schön blöd..

Noch als kleinen Hoffnungsträger: Man fühlt sich meist immer etwas besser, wenn man verstanden wird (so wie hier). Dass sich dein Freundeskreis usw. dafür nicht eignet ist ziemlich kontraproduktiv, aber das weißt da ja selbst.. Man muss sich da selbst echt trainieren, dass man solche Aussagen nicht zu sehr wertet, einfach überhören geht natürlich auch nicht - aber es möglichst nicht an einen heran lassen.
Ansonsten: Trauer, Wut - Alle Gefühle einfach zulassen, sich zu verschließen macht es nur schlimmer.

Ich find es immer wahnsinnig interessant, wie sehr sich manche Muster doch ähneln und man sich beim Lesen selbst identifiziert und Gemeinsamkeiten in all den Texten findet. Auf der selben Seite ist es traurig, wie viel Leid es auf der Welt doch gibt.
Wenn du magst kannst du mich gerne per PN anschreiben, ich bin momentan zwar etwas im Abi-Stress, aber schaue dann sobald es geht nach.
Auch ich habe vor ca. 3 1/2 Jahren einen "Schicksalsschlag" erlitten, als mein letzter Halt - mein Kaninchen Leo - verstorben ist. Mein Vater hat regelmäßig gegen mich und meine Geschwister die Hand erhoben, ich habe Depressionen bekommen und das alles versucht mit autoaggressivem Verhalten runterzuspielen. Die beiden letzten Punkte sind auch jetzt noch aktuell, obwohl ich seit fast 1 Jahr bei einer Beratungsstelle bin und sich die Psychologin dort alle Mühe gibt.
Wenn du mich fragst kann auf Dauer wirklich nur helfen, wenn man sich vom Alltag ausschließt, sich eine Auszeit von all dem Stress nimmt - um endlich mit sich selbst in Einklang zu kommen. Die stationäre Aufnahme bildet da die beste Möglichkeit, so wie du es schon für dich entschieden hast.

Und auch hier hab ich immer viel Halt und Verständnis erfahren, Gerti hat mit mir zum Beispiel kilometerlange Mails geschrieben, das hat mir jeden Tag immer etwas weiter geholfen - und da les ich auch sehr gerne noch jetzt rein, wenns mir mal wieder schlechter geht.


Auch wenn der Augenblick nicht so ist, wie man ihn gerne hätte - er ist so. Wenn man es schafft das zu akzeptieren hat man viel geschafft. Das Leben besteht aus vielen kleinen Augenblicken, größtenteils können wir an dem Verlauf der Dinge nichts ändern - schon garnicht im Nachhinein. Wir leben für die unbestimmte Zukunft. Wer weiß, was sie für dich noch alles bereit hält.

Lg, Vanessa.



__________________
Niemand kennt den Tod.
Es weiß auch keiner, ob er nicht das größte Geschenk für den Menschen ist.
(Sokrates)


Leo † 06.09.2010

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