Oder neu anmelden!

 
Zurück   Kaninchenforum - Das Kaninchen Forum Online > Off-Topic > Small-Talk
Willkommen bei Kaninchenforum - Das Kaninchen Forum Online.

Du schaust Dir das Kaninchen-Forum gerade als Gast an, und kannst noch nicht alle Funktionen nutzen.
 

 
Hier kannst Du Dir jetzt kostenlos einen Benutzernamen auswählen.
(Als angemeldeter Kaninchenforum-Benutzer siehst Du diese Box nicht!)


Diskussion: Hund/Tier aus dem Ausland? auf Kaninchen Forum

Like Tree48Likes

Antwort
 
Themen-Optionen Thema durchsuchen Ansicht

Benutzerbild von Wuscheline
Kaninchen
 
Registriert seit: 19.08.2012
Beiträge: 4.994
Wuscheline ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Geschrieben am 11.03.2014, 17:12

Diskussion: Hund/Tier aus dem Ausland?


Es gehört jetzt nicht zu Internet-Notfällen, aber meine Nachbarin hat zwei Hunde aus Rumänien/Bulgarien (weiß nicht mehr genau) aus der Tötungsstation aufgenommen. Natürlich wurden diese dann vom Tierschutz geholt. Die beiden sehen sich ziemlich ähnlich, könnten Geschwister sein. Der eine Hund sieht hinten etwas anders aus (wie ne krumme Wirbelsäule vielleicht?) und hat eindeutig mehr Angst als der andere. Sie bellt auch öfters mal gerade wenn sie Angst vor Geräuschen hat. Finden unsere Kaninchen und die Katze nicht so toll aber da müssen die durch.
Das eigentliche Problem, unsere Nachbarin schreit die beiden ständig an. Gerade wenn der eine im Hausflur mal bellt, fängt die an zu schreien 'Halt jetzt bloß deine Schnauze, wenn du nicht ruhig bist geb ich dich ins Tierheim,......' So geht das fast den ganzen Tag und ich denke für Hunde aus der Tötungsstation ist das nicht gerade gut.
Ich hab an der Schule ja ne AG und ich bin mit zwei Freunden aus der Klasse zum Tierschutz gekommen (Natürlich ehrenamtlich). Soll ich denen mal sagen wie die mit den Hunden umgeht. Mama und ich glauben ja auch das sie das eher wegen Geld macht. Immer wenn die mit jemanden vom Tierschutz telefoniert hört man das Wort Geld. Sie ist eigentlich auch total asi und trinkt öfters mal.

Was meint ihr ?



__________________
Liebe Grüße von Kathleen, Babsi, Picasso, Luna & Nala



Benutzerbild von Selkie
Moderatorin
 
Registriert seit: 20.12.2009
Beiträge: 19.449
Selkie befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 12.03.2014, 14:50

ich hab mal die diskusion auf die dieser Thread beruht hier rein verschoben.

Ist zwar jetzt etwas durcheinander da das Forum Chronologisch sotiert aber ihr findet euch schon zurecht.

Ich finde es übrigens ein Unding u.a. meine Beiträge als Rassistisch zu bezeichnen. Nur weil ich der Meinung bin, dass man erstmal einheimische Tierheime leeren sollte...



__________________



Man kann nicht glücklich sein ohne manchmal auch unglücklich zu sein.

(Quelle: Oliver, Lauren: Delirium)




Roady
Gast
 
Beiträge: n/a
Geschrieben am 12.03.2014, 15:05

Ich bin auch gegen den Import von Tieren.
Erstens löst es das Problem im Ursprungsland nicht. Dort sollten Kastrationsprogramme durchgeführt werden und dort muss sich die Einstellung zu den Tieren ändern.
Zweitens werden mit den Tieren leider auch Parasiten und schlimme Krankheiten miteingeführt, die lebensgefährlich sind.



Milka3 and Lupine like this.

Benutzerbild von Wuscheline
Kaninchen
 
Registriert seit: 19.08.2012
Beiträge: 4.994
Wuscheline ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Geschrieben am 12.03.2014, 15:45

Weiß eigentlich einer woran es liegt das die Menschen dort Tiere so 'verachten' und wie Dreck behandeln ?



__________________
Liebe Grüße von Kathleen, Babsi, Picasso, Luna & Nala



Benutzerbild von Jinro
Kaninchen
 
Registriert seit: 24.02.2011
Beiträge: 18.446
Jinro wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 12.03.2014, 15:52

Tut so pauschal doch niemand. Man kann nicht verallgemeinern und sagen in Land XY seien alle Menschen tierfeindlich eingestellt. Nur haben die Menschen dort eben teils ganz andere Probleme, als sich drum zu kümmern dem Hundchen ein Steak vom Schlachter zu organisieren.

Tierschutz ist vor allem ein wirtschaftliche Luxusleistung.

Nimm Rumänien, nominell erwirtschaftet dort ein Einwohner pro Jahr ~6.400€ (nominelles BIP/Kopf). Viel Spoaß dabei von 533€/Monat eine Familie zu ernähren, Miete zu zahlen und sich um Tierschutz zu kümmern.



Lupine, Selkie and Kreusa like this.
__________________
Neues Spiel, neues Glück:
https://www.kaninchenforum.de/spiele/47383-anmeldung-werw%F6lfe-runde-4-a.html

Momo und Hannibal: Die zweite Generation:
[url]https://www.kaninchenforum.de/unsere-kaninchen-user-vorstellung-fotos/44592-momo-hannibal-%96-auf-gro%DFen-pfoten-ins-sp%E4te-gl%FCck.html[/url]


Barney und Flocke: In Gedenken an das Traumpaar:
[url]http://www.kaninchenforum.de/unsere-kaninchen-user-vorstellung-fotos/12413-barney-flocke-lovestory.html[/url]



Benutzerbild von Wuscheline
Kaninchen
 
Registriert seit: 19.08.2012
Beiträge: 4.994
Wuscheline ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Geschrieben am 12.03.2014, 15:55

Zitat:
Zitat von Jinro Beitrag anzeigen
Tut so pauschal doch niemand. Man kann nicht verallgemeinern und sagen in Land XY seien alle Menschen tierfeindlich eingestellt. Nur haben die Menschen dort eben teils ganz andere Probleme, als sich drum zu kümmern dem Hundchen ein Steak vom Schlachter zu organisieren.

Tierschutz ist vor allem ein wirtschaftliche Luxusleistung.

Nimm Rumänien, nominell erwirtschaftet dort ein Einwohner pro Jahr ~6.400€ (nominelles BIP/Kopf). Viel Spoaß dabei von 533€/Monat eine Familie zu ernähren, Miete zu zahlen und sich um Tierschutz zu kümmern.
Ja oke das ist natürlich ein Problem. Man weiß aber auch nicht was so die alltäglichen Kosten sind. Heißt nicht wenn es bei uns mit 533€ ziemlich schwer/unmöglich wird zu überleben, dass es dort trotzdem möglich ist. Aber genau genommen find ich das die Menschen dort kein richtiges Herz für Tiere haben. Kann natürlich alles mit ihren anderen Problemen liegen. Aber deswegen müssen sie den Tieren doch keinen grausamen Tod bescheren, mal davon abgesehen das sie da vorher auch kein schönes Leben haben.



__________________
Liebe Grüße von Kathleen, Babsi, Picasso, Luna & Nala



Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 21.09.2012
Beiträge: 694
Fluffys befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 12.03.2014, 17:20

Diese Tierschutzfrau macht das sicher nicht des Geldes wegen,denn man bekommt in der Regel kein Geld für Tierschutzhunde,im Gegenteil,selbst bei Pflegehunden muss man einiges selbst bezahlen bis sie vermittelt sind. Dass sie die Hunde anschreit ist natürlich nicht schön,aber wird man wohl nicht ändern können.

Das Hauptproblem löst man sicher nicht indem man einfach nur Hunde rüber karrt,aber solange es dauert bis in diesen Ländern mal ein Umdenken statt findet muss man eben helfen so gut es geht. Die Zustände in den Auffanglagern dort kann man nicht im geringsten mit denen in deutschen Tierheimen vergleichen, da haben unsere Tierheimtiere Luxusleben dagegen. Und es wundert mich teils auch gar nicht wenn die Leute lieber aus dem Ausland adoptieren wenn man aus deutschen Tierheimen kaum ein Tier bekommt (ähnlich wie bei den Kindern) Die meisten großen Hunde verrotten in den Zwingern bis sie alt sind weil sie nicht in Wohnungen vermittelt werden!

Rumänien ist ja ein gutes Beispiel für sämtliche Grausamkeiten,man muss sich dort nur mal ansehen wie sie auch miteinander umgehen,wie es dort in den Kinderheimen abgeht,dann erklärt sich von selbst dass es auch den Tieren dort nicht besser geht, allerdings gibt es auch da Einheimische die Helfen wo sie können,die selbst kaum was zu essen haben aber alles mit den Streunern teilen. Habe mal eine ganz traurige Geschichte gelesen von einer alten Rumänin die ehrenamtlich in einem Tierlager geholfen hat und bei einem Feuer selbst verbrannt ist weil sie die Welpen noch retten wollte.

Allerdings braucht man für Grausamkeiten ja echt nicht in andere Ländern schauen, bei uns im reichen "zivilisiertem" Deutschland herrschen nach wie vor übelstes Missstände in der Nutztierhaltung,aber das nehmen die meisten "Tierfreunde" gerne hin wenns um ihr eigenes Essen geht,aber dann mit den Fingern auf die bösen Ausländer und deren Tierquälerei zeigen..

Ich denke es ist völlig egal ob man einem Tier hier in Deutschland hilft oder einem aus dem Ausland,hauptsache man tut es.



Tinachen likes this.

Benutzerbild von Kreusa
Kaninchen
 
Registriert seit: 29.08.2010
Beiträge: 5.830
Kreusa befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 12.03.2014, 19:54

Zitat:
Zitat von Fluffys Beitrag anzeigen

Ich denke es ist völlig egal ob man einem Tier hier in Deutschland hilft oder einem aus dem Ausland,hauptsache man tut es.
Da sind wir doch völlig einer Meinung.

Ich finde es nur immer wieder schade (NICHT AUF BEITRÄGE HIER BEZOGEN ÜBERTRIEBEN GESAGT), wenn ich dann mitbekomme, wie sich Tierfreund und Tierschützer mit dem Leid der Tiere profilieren wollen, a la

"Ich habe einen einjährigen, gesunden Hund hier aus dem Tierheim adoptiert und bin total glücklich mit ihm."

"Was? Mein Bello stammt aus einer grausamen spanischen Tötungsstation, hat nur drei Beine und ist taub. Ich bin der viel bessere Tierschützer! Wie kannst du es nur wagen, so einen Wohlstandsglückspilz aus dem deutschen Tierheim zu adoptieren, wenn in Spanien Hunde leiden."

Versteht jemand, was ich meine?



Lupine and Selkie like this.
__________________
It takes very special qualities to devote one's life to problems with no attainable solutions and to poking around in dead people's garbage: Words like 'masochistic', 'nosy,' and 'completely batty' spring to mind.

Paul Bahn. 1989. Bluff Your Way in Archaeology.

Introverted iNtuitive Thinking Judging



Benutzerbild von Wuscheline
Kaninchen
 
Registriert seit: 19.08.2012
Beiträge: 4.994
Wuscheline ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Geschrieben am 12.03.2014, 21:50

Zitat:
Zitat von Fluffys Beitrag anzeigen
Diese Tierschutzfrau macht das sicher nicht des Geldes wegen,denn man bekommt in der Regel kein Geld für Tierschutzhunde,im Gegenteil,selbst bei Pflegehunden muss man einiges selbst bezahlen bis sie vermittelt sind. Dass sie die Hunde anschreit ist natürlich nicht schön,aber wird man wohl nicht ändern können.
Da ist das Problem. Sie ist keine Tierschutzfrau, sie hat zum ersten Mal Hunde aus dem Ausland. Zudem ist sie Hartz IV Empfängerin (Soll nichts heißen ). Aber sie ist total asi und eigentliche Alkoholikerin, sie nimmt auf uns keine Rücksicht oder sonst was. Unsere Wohnungen sind ziemlich hellhörig und somit versteh ich jedes Telefonat was sie aber auch nicht gerade leise tut . Dort sagt sie immer das sie kein Geld mehr hätte und welches wegen den Hunden brauchen würde.



__________________
Liebe Grüße von Kathleen, Babsi, Picasso, Luna & Nala



Benutzerbild von Selkie
Moderatorin
 
Registriert seit: 20.12.2009
Beiträge: 19.449
Selkie befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 13.03.2014, 07:20

Auch wennsie es hier im Heim besser haben ist es doch nicht der Sinn der Sache, ein Tier zu retten um es dann aus Geldmangel ins Heim abzuschieben. Sowas klingt für mich nicht richtig durchdacht.

Aber vielleicht hat sie den Hund ja auch aus Einsamkei oder Mitleid angeschafft und nun wächst er ihr übern Kopf?



Kreusa likes this.
__________________



Man kann nicht glücklich sein ohne manchmal auch unglücklich zu sein.

(Quelle: Oliver, Lauren: Delirium)




Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 23.08.2010
Beiträge: 569
F+inchen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 13.03.2014, 11:46

Mal abgesehen davon, dass hier Mixe rübergeholt werden wo ganz offensichtlich ist, dass sie eben NICHT für jedermann geeignet sind.
Herdenschutzhund-, Podenco- und Hütehundmixe - um mal die "problematischsten" anzusprechen.
Wenn sich jmd. bewusst für so einen Hund entscheidet ist das was anderes, als wenn eine Orga solche Hunde einfach nur als "Mix" angibt.




Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 13.03.2014, 12:10

Natürlich hat jedes Tier ein Recht darauf, einen guten Platz zu bekommen.

Aber alle die, die sagen: besser ein deutsches Tierheim als dort unten, vergessen etwas. Nämlich dass sie mit dieser Forderung Tierschutz auf Kosten anderer betreiben! Wer von euch wäre bereit, die Kosten für einen dieser Hunde aus diesen Auffanglagern dort zu übernehmen, wenn er nach Deutschland geholt wird? Nicht nur den Flug, sondern die komplette Unterbringung und Versorgung, ein Leben lang. Wer das tut, der darf guten Gewissens sagen: ein Hund aus dem Ausland muss nach Deutschland kommen.

Alle anderen sollten sich fragen, wie sie das finanzieren wollen. Ja, diese Stationen SIND grausam! Die Zustände dort sind extrem, die Tiere leiden unsäglich! Aber was passiert, wenn sie alle nach Deutschland geholt werden? Wohin mit ihnen? Das kostet Unsummen von Geld.

Machen wir mal eine vereinfachte Beispielrechnung auf:

- Futterkosten ca. 600 Euro im Jahr (ich gehe mal von einem mittelgroßen Hund aus)
- Impfung/Entwurmung ca. 150 Euro im Jahr
- Unterbringung (Platz im Tierheim muss zur Verfügung gestellt werden, Heizung etc.) grob geschätzt 200 Euro im Jahr

Nun wird so ein Hund mit vielleicht 2 Jahren her geholt und stirbt mit 10 Jahren. Allein aus diesen Beträgen kommt dann schon eine Summe von 7.600 Euro zusammen. Für einen einzigen Hund. Holt 100 Hunde her, und ihr seid bei 760.000 Euro, holt 1.000 Hunde her, und ihr seid bei 7,6 Millionen. Macht euch das bitte klar.

Dieses Geld ist viel besser dort angelegt, wo es des Übels Wurzel zu packen gilt! Es hilft diesem Tier nicht, was dort jetzt ist. Aber es verhindert das Leid von 100 anderen, die später dort säßen.

Wenn eine Privatperson den Wunsch nach einem bestimmten Hund hat und in Deutschland nicht fündig wird, dann spricht nichts dagegen wenn sie diesen Hund aus dem Ausland holt.

Aber es macht keinen Sinn, massenhaft Hunde her zu holen ohne dort den Nachschub konsequent zu beenden!




Benutzerbild von Jinro
Kaninchen
 
Registriert seit: 24.02.2011
Beiträge: 18.446
Jinro wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 13.03.2014, 11:56

"Fix the problem not the blame" wie die Japaner sagen.



Kreusa likes this.
__________________
Neues Spiel, neues Glück:
https://www.kaninchenforum.de/spiele/47383-anmeldung-werw%F6lfe-runde-4-a.html

Momo und Hannibal: Die zweite Generation:
[url]https://www.kaninchenforum.de/unsere-kaninchen-user-vorstellung-fotos/44592-momo-hannibal-%96-auf-gro%DFen-pfoten-ins-sp%E4te-gl%FCck.html[/url]


Barney und Flocke: In Gedenken an das Traumpaar:
[url]http://www.kaninchenforum.de/unsere-kaninchen-user-vorstellung-fotos/12413-barney-flocke-lovestory.html[/url]



Benutzerbild von TanjaZ
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 27.06.2013
Beiträge: 602
TanjaZ ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Geschrieben am 13.03.2014, 13:28

Wieso schreibt ihr immer was von massenhaft Hunde hierherholen? Es werden ja nicht 1000 Hunde nach Deutschland geholt und diese in sämtliche Tierheime gepfercht. Hauptsache sie sind mal hier in Sicherheit!
Das geht schon gesitteter und überlegter vor sich.

Die hiesigen Tierheime hier bei mir in der Umgebung haben Partnertierheime u.a. in Spanien und auch Rumänien. Von dort nehmen sie, je nach momentanem Platz, Tiere auf. Es werden dort ausschließlich GESUNDE Tiere aufgenommen!! Alle Hunde sind gechipt/geimpft und auf Krankheiten getestet und untersucht!
Es werden zumeist solche Hunde ausgesucht, die hier erfahrungsgemäß schnell vermittelt werden. Und meist haben sie Recht, diese Hunde sind nicht sehr lange im TH. Und ganz selten kommt mal wieder einer zurück.
Vielleicht sollte man sich mit einem Leiter eines solchen Tierheimes mal über die Kosten eines solchen HUndes unterhalten. Dessen Zahlen wären sicher maßgeblicher als die jetzt von Lupine. (nicht böse gemeint)

All eure "Vorschläge" wie das Problem an Ort und Stelle zu lösen ist, wird doch bereits getan. Der Tierschutz schläft doch nicht!! Es laufen u.a. unzählige Kastraprojekte. Viele deutsche TÄ verbringen dort mit Kastras ihren "Jahresurlaub". Es wird Aufklärungsarbeiten betrieben etc.pp

Zum Schluss noch eine Frage, wurde hier auch ein paar mal erwähnt: Welche Krankheiten holen wir uns denn durch ausländische Hunde hier rüber? DIe Gefahr besteht doch so gut wie gar nicht. Wie schon geschrieben, alle HUnde werden und müssen per Gesetzt sogar, geimpft sein, vorher dürfen diese gar nicht über die Grenze.
Solche Aussagen höre ich oft von Leuten die sich mit dieser ganzen Sache wenig bis gar nicht auseinandergesetzt haben uind meist einfach nur das von sich geben, was sie irgendwo mal gehört haben..




Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 13.03.2014, 14:08

TanjaZ, wie viele Hunde sind im letzten Jahr allein in deiner Umgebung nach Deutschland gekommen? Und dann rechne das mal deutschlandweit hoch.

Nur zur Veranschaulichung: es gibt in Deutschland knapp über 2.000 Städte. Würde in jeder Stadt nur ein einziger Hund pro Jahr aus dem Ausland aufgenommen, wären wir schon beim doppelten von dem was ich angesetzt habe.

Was von diesen Hunden an Krankheiten eingeschleppt wird? Leishmaniose zum Beispiel, immer wieder. Die Kontrollen sind längst nicht immer so engmaschig wie du das glauben möchtest. Es gibt da bessere Vereine und es gibt schlechtere.

Was mich jetzt sehr betroffen macht ist dieser Absatz deines Textes:

Zitat:
Es werden zumeist solche Hunde ausgesucht, die hier erfahrungsgemäß schnell vermittelt werden. Und meist haben sie Recht, diese Hunde sind nicht sehr lange im TH. Und ganz selten kommt mal wieder einer zurück.
Was heißt das, wenn man es mal näher beleuchtet? Es werden nicht die Hunde geholt, denen es am dreckigsten geht, die die Hilfe am nötigsten hätten, sondern die, für die hier Nachfrage besteht.




Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 23.08.2010
Beiträge: 569
F+inchen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 13.03.2014, 14:59

Also ich kenne mich da mit den Krankheiten zu wenig aus, um da eine Aussage treffen zu können. Meines Erachtens werden durch die Hunde aus dem Ausland keine oder nicht zwingend Krankheiten übertragen. Die Sandmücke, welche für Leishmaniose verantwortlich ist, kommt sowieso immer öfter in Dt. vor...so mein Wissensstand.

Wieiviele Hunde aus dem Ausland letztendlich hier in einem Tierheim landen wüsste ich auch nicht. Viele Orgas arbeiten ja eng mit Pflegestellen - manche sogar nur mit Pflegestellen. Das die Tiere aber immer gesund sind stimmt nicht! Mag sein das sich eine Pflegestelle intensiver drum kümmert aber wieviele Hunde und Katzen kommen immer noch mit Giardien, Würmern, Durchfällen, hochgradigen Ohrenentzündungen usw.?
Wenn man denn ein Tier aus dem Ausland aufnimmt, dann muss und sollte man sich aller Konsequenzen bewusst sein: von unentdeckten Krankheiten, nicht verheilten Brüchen, Tumoren im Endstadium bis hin zu überängstlichen, traumatisierten Hunden usw. kann alles dabei sein.

Hunde aus dem Ausland weisen nicht unbedingt weniger "Macken" auf als ein Hund hier aus dem Tierheim. Wenn ich mal überlege wieviele Menschen mit ihren Podis jahrelang arbeiten, weil dieser und jener schlimme Verlassensängste, Ängste vor bestimmten Menschen hat usw., dann könnte man diesen Aufwand auch in einen dt. Tierheimhund stecken.




Benutzerbild von TanjaZ
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 27.06.2013
Beiträge: 602
TanjaZ ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Geschrieben am 13.03.2014, 15:52

Puh es ist schwer hier auf alles einzugehen und mittlerweile auch sehr anstrengend.
Ich will nochmals betonen, ich schrieb von den hiesigen Tierheimen! Über diese Tierheime bzw. Orga, die ich persönlich kennen gelernt habe. Natürlich gibt es leider schwarze Schafe, die gibt es überall! Aber eine seriöse Orga (eig. doch auch die unseriöse?) hat doch nichts davon wenn sie ein Auto voll Hunde hat, diese nach Deutschand kartern will und an der Grenze dann Ende ist, weil die Hunde nicht durchgeimpft sind. Damit müssten die doch auf jeden Fall rechnen.. Dadurch entstehen doppelte und dreifache Kosten.

Und das was dich Lupine betroffen macht, so ist das Leben. Angebot und Nachfrage! Hört sich hart an, aber was nützt es, wenn Tierheime sich Hunde ins Haus holen, die sie nicht loswerden? Ich rede hier von Tierheimen, nicht von Gnadenhöfe! Und selbst diese Hunde hätten im Ausland nahezu keine Chance adoptiert zu werden! Das darf man nicht vergessen!
Auf der anderen Seite gibt es jedoch auch Pflegestellen und/oder Orgas die sich genau diesen Hunden annehmen, die sonst keiner will. Nicht bzw.kaum vermittelbar sind. Eben Kranke und Behinderte. Auch solch eine Orga kenne ich persönlich!
Die Tierheime können sich das doch gar nicht leisten sich solche Tiere ins "Haus" zu holen. Ich finde daran nichts Schlimmes.




Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 13.03.2014, 16:13

Zitat:
Zitat von TanjaZ Beitrag anzeigen
Aber eine seriöse Orga (eig. doch auch die unseriöse?) hat doch nichts davon wenn sie ein Auto voll Hunde hat, diese nach Deutschand kartern will und an der Grenze dann Ende ist, weil die Hunde nicht durchgeimpft sind. Damit müssten die doch auf jeden Fall rechnen.. Dadurch entstehen doppelte und dreifache Kosten.
Deine Naivität ist rührend Was meinst du was ein Scheinchen an der richtigen Stelle ausmacht? Ich möchte wetten, dass - wenn man den Impfstatus aller eingeführten Hunde überprüfen würde - sich durchaus ein gewisser Prozentsatz fände, der keine Antikörper aufweist, jedoch über einen Impfausweis verfügt. Seriöse Orgas haben daran kein Interesse. Unseriöse aber schon. Die Vermittlungsgebühren (Schutzgebühr genannt...) sind durchaus hoch.

Zitat:
Und das was dich Lupine betroffen macht, so ist das Leben. Angebot und Nachfrage! ....Ich finde daran nichts Schlimmes.
Ich schon - denn das Angebot ließe sich steuern. Und diese Auswahl widerspricht aufs krasseste dem, was die Befürworter der Auslandshunde als Hauptargument anführen, nämlich dass den armen Kreaturen geholfen werden muss, und zwar denen zuerst die am schlimmsten dran sind. Und das seien nicht die in Deutschland. Jedoch wird im Ausland dann anders gehandelt, und nicht denen geholfen die am schlimmsten dran sind, sondern denen die einen Marktwert haben.

Und die Hunde, die ohne dieses gezielt attraktiv ausgesuchte Zusatzangebot hier in Deutschland eine Chance auf eine Familie hätten, die bleiben für die Gnadenhöfe übrig. Da reicht dann schon die falsche Farbe manchmal...

Ich bleibe dabei - das ist der falsche Weg, dort wo die Tiere herkommen nicht mit aller (finanziellen) Macht die zur Verfügung steht gegen die Probleme anzugehen, sondern sich besonders attraktive Tiere herauszusuchen und sie herzubringen mit der Konsequenz dass sie die Vermittlungschancen für die hiesigen Tierheiminsassen verschlechtern. Leider sind Auslandshunde mittlerweile so in Mode, dass man schon fast darüber nachdenken sollte den hiesigen Tierheimhunden eine Auslandsgeschichte per Ghostwriter an den Leib zu dichten. Ich bin überzeugt davon dass das ihre Vermittlungschancen erhöhen würde.



Kreusa and Gopu1990 like this.

Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 21.09.2012
Beiträge: 694
Fluffys befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 13.03.2014, 17:43

Die Tierheime sind teils schon einfach selber Schuld wenn sie auf den Tieren sitzen bleiben,die kleinen Hunde sind meist schnell vermittelt und die Großen bleiben Jahre weils der Schäferhund im Zwinger natürlich besser hat als in einer kleinen Wohnung wo er endlich sein Zuhause hätte.
Damalige Nachbarn,sogar mit Haus und kleinem Garten bekamen im Tierheim auch keinen großen Hund weil der Garten zu klein war, die haben sich dann einfach wo anders ihren großen Hund geholt.
Ich denke dass die deutschen Tierheime eher mit den ganzen Händlerwelpen belastet sind als mit vorher vermittelten Auslands-Tierschutzhunden (normalerweise müssen die Hunde auch zurück zu den Orgas laut Verträgen und dürfen nicht im deutschen Tierheim landen). Ich lese immer wieder von großen Transportern die gestoppt wurden und auf einen schlag 70 Welpen im Tierheim aufgenommen werden müssen,meist ungeimpft mit gefälschten Pässen und schweren Krankheiten.




Benutzerbild von Wuscheline
Kaninchen
 
Registriert seit: 19.08.2012
Beiträge: 4.994
Wuscheline ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Geschrieben am 13.03.2014, 18:01

Ich hab mir dann erstmal alle Beiträge durch gelesen

Zitat:
Zitat von Fluffys Beitrag anzeigen
Selbst wenn diese Hunde aus Rumänien hier im Tierheim landen sollten oder bei nächsten Besitzern weil die Frau kein Geld mehr hat,haben sie es immer noch besser als in Rumänien. Man braucht nur mal die Auffanglager dort googlen,das ist der blanke Horror.
Dann lieber die Hunde hier in D bei armen Leuten die den Hunden dennoch täglich billiges Futter füttern können und das nötigste an Tierarzt bezahlen können und vorallem Zeit haben.
Ich weiß nicht ob ich mich schlecht ausgedrückt habe oder es falsch verstanden wurde. Die Frau hat sie als Übergang aufgenommen, sie sollen weiter vermittelt werden. Sie hat sich die keinesfalls aus Einsamkeit geholt. Sie und der Alkohol waren über zwei Jahre beste Freunde Wir hatten zwischendrin auch mega Stress mit ihr, wurden von der beschuldigt geklaut zu haben,... Seit sie die Hunde hat ist sie nett zu uns und man merkt das sie die Hunde nicht mehr haben will. Jeden den sie sieht versucht sie die Hunde anzudrehen (auch uns). Deswegen die ganze Geschichte ist ziemlich kompliziert/komisch...



__________________
Liebe Grüße von Kathleen, Babsi, Picasso, Luna & Nala


Antwort



Ähnliche Themen
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Diskussion Strukturfutter Benny Kaninchen Ernährung & Futter 1063 16.10.2014 15:23
Praxisfrage zur Diskussion Strukturfutter Lola & Apollo Kaninchen Ernährung & Futter 33 23.07.2013 20:36
Aufklärungsarbeit im Ausland Faji&Amai Small-Talk 14 09.12.2011 11:58
ein älteres Tier mit einem jungen Tier vergesellschaften ? TheMagicCookie Kaninchenhaltung & Allgemeines 7 12.04.2010 14:24
Ad libtum- Diskussion Ithilion Kaninchenhaltung & Allgemeines 39 05.10.2009 17:20

Copyright ©2010, Kaninchenforum.de

Search Engine Friendly URLs by vBSEO 3.6.0 PL2 ©2011, Crawlability, Inc.