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F+inchen 18.06.2013 23:04

Es gibt gewisse Hunderassen denen ein will-to-please nachgesagt wird (Golden, Labrador, Border, Australien Shepherd usw.) Fakt ist, dass diese Hunderassen dafür gezüchtet wurden sehr eng mit ihrem Halter zusammen zu arbeiten. Das setzt in gewisser Weise vorraus, dass diese Hunde irgendwie leicht zu erziehen sein mussten. Es gibt durchaus Rassen, welche liebend gerne mit ihrem Menschen arbeiten und ich bin schon der Meinung, dass es den will-to-please gibt. Wenn sich aber der Mensch in den Augen als Führungsperson untauglich zeigt, dann macht er natürlich was er will - so wie jeder Hund.

Es gibt Rassen, welche den Sinn bestimmer Übungen hinterfragen (macht ein Hund mit will-to-please meines Erachtens nicht!) Dazu gehört die Sparte der Hunde vom Urtyp und Hirtenhunde. Denen kannst du 5x hintereinander "Sitz" sagen, irgendwann ist ihnen diese Übung zu doof, was mir persönlich auch einleuchtet.

Ob ein Hund nun will-to-please hat oder nicht ist letztendlich wurscht, denn es kommt im Endeffekt auf den Menschen an. Wenn dieser einfach nicht konsequent und klar ist und zudem keine Sicherheit gibt, dann macht ein Hund was er will!

Kaninchenfan 19.06.2013 17:22

Grundsätzlich stimme ich da zu. Es gibt Hunde die lernen schneller und hinterfragen weniger. Ich habe schon beispiel schon mit Dackeln und Schäferhunden trainiert - das ist natürlich ein Unterschied :D Ich appelliere nur das ganze etwas kritischer zu sehen. Meiner Meinung nach wird immer sehr oft gesagt: "Ich hole mir Rasse XY die erziehen sich quasi von selbst." Und dann macht man sich das zu einfach. Denn so ganz einfach zu erziehen sind sie dann doch nicht. Wenn man zB die Boder Collies mal genauer ansieht, dann sind die meisten sehr auf ihre Besitzer fixiert und wollen gerne arbeiten. Das wird aber auch oft zur Unart, wenn der Hund nicht lernt auch mal abzuschalten und beispielsweise beim Spaziergang seine Leute "hütet". Schon wirklich oft hab ich Leute gehört/gelesen/gesehen, deren Border - einfach mal ins Gebüsch rennt und jagen geht - Jogger/Radfahrern hinterherrennt und hütet und dies notfalls durch beißen durchsetzen will - oder sogar seine eigenen Leute vor sich hertreibt. Das Problem ist einfach, wie du schon gesagt hast:
Zitat:

Fakt ist, dass diese Hunderassen dafür gezüchtet wurden sehr eng mit ihrem Halter zusammen zu arbeiten.
Sie sind zum Arbeiten gezüchtet, nicht um irgendwo nichtstuend auf dem Sofa zu liegen. Insbesondere bei den Borders liegt das noch sehr im Verhalten verwurzelt.
Und letzten Endes kommt es immer auf die Hund-Halter Kombination an. Mir wurde schon oft gesagt meine Hündin und ich haben einen super Draht. Obwohl sie ein Terrier ist und sie ist gerne folgsam und zwar gerade deshalb, weil ich nicht jedes Kommando zig mal am Tag fordere. Kommandos gebe ich nur wenn es mir wichtig ist und das merkt der Hund eben auch.

F+inchen 22.06.2013 14:14

Viele vergessen, dass die Hütehunde a la Boder Collie Sequenzen aus der Jagd zeigen. Das Anschleichen und Fixieren ist ein Jagdverhalten. In meinen Augen ist es deswegen nicht verwunderlich, dass sowas dann leicht kippt und es viele jagende Boder, Shepherds usw. gibt.

Meines Erachtens hat ein so triebstarkes Arbeitstier wie Boder Collie, Beagle und Co. nichts in Haushalten zu suchen. Leider werden diese Rassen zu oft als familientauglich beschrieben. Im gewissen Grad stimmt das schon aber es hört dann auf, wenn dem Hund langweilig wird, weil er arbeiten möchte.
Wir haben hier selber einen Podenco- und Beagle (verm. Soka)-Mix. Der Beagle-Soka ist eine schmusige Mischung zu Hause aber wenn dem langweilig wird - hossa!

Letztendlich kommt es immer auf den Halter an. Es gibt totale Lutschies, welche gar nichts mit einem Hund anfangen können und es gibt die absoluten Cracks. Leider beschäftigen sich zu wenige mit dem Hundeverhalten, Körpersprache und Lautäußerungen.Ich rede dabei nicht von den sog. Calming Signals, sondern vom Gesamten.

Daisy & Joy 20.07.2013 15:48

Ich melde mich hier auch einmal zu Wort, habe nicht alles Durchgelesen.

Rate dir aber einen Hund zusammen mit deinem den Du jetzt hast im Tierheim aussuchen zu gehen. Die können dich sicherlich sehr gut beraten.

Selber habe ich 2 Hunde, eine 2jährige Chihuahuahündin und einen 1jahre alten Pekingesen mal Chihuahua Rüden.

Ich wuchs mit einem Arbeitshund einem Deutschen Schäfer auf. Ich kann daher sehr genau sagen das meine Chihündin ihm in nichts nachsteht. sie ist ein Hund genau wie er damals auch. Sie hat ansprüche und ist alles andere als ein Handtaschenhundchen. Ich für meinen Teil empfehle den Chi absolut nicht als Anfängerhund, da die meisten dies einfach unterschätzen.
Wir gehen in die Hundenschule und machen Agi, Trickdogging und auch Dog Dancing. Shanti ist echt super in diesen Dingen. Auch Apportieren meistert sie perfekt.

Mit Arthas meinem Mix bin ich im Moment am Tranieren für die Begleithundeprüfung 1 was dann kommt werden wir sehen.

Das mal so zu den kleinen, ich habe mit meinen Hunden mehr zu tun als mit meinem Schäferchen damals. Doch ich liebe es und wenn alles gut geht wird es wohl auch mal einen weisser schäfer geben zu meinem 2er gespann


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