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Allein schon aus dem Zeitablauf heraus, Sabrinili. Gemäß genetischer Berechnungen könnten sich Hund und Wolf bereits vor mindestens 135.000 Jahren getrennt haben. Früheste physische Nachweise des Haustieres Hund dürften ungefähr 23.000 Jahre alt sein. Natürlich sind das Schätzungen, aber ob es da auf 1.000 Jahre ankommt? Ich denke nicht. Meerschweinchen sind seit ca. 7.000 Jahren domestiziert, auch bei ihnen zeigen sich recht deutliche Veränderungen. So deutlich, dass erst vor einiger Zeit wieder ein wissenschaftlicher Streit darum entbrannt ist, welche Art Wildmeerschweinchen nun eigentlich die Vorfahren der Hausmeerschweinchen sind - eher die, die weit oben in den Anden lebten, oder die, die eher im tiefer gelegenen und damit deutlich wärmeren Bereich ansässig waren. So - Hund vermutlich seit über 100.000 Jahren domestiziert, Schafe seit ca. 13.000 Jahren, Schweine seit ca. 11.000 Jahren, danach Rinder und Ziegen mit ca. 10.000 Jahren, Katzen mit ca. 9.000 Jahren. Das Pferd kam vermutlich vor ca. 5.000 Jahren dazu. Das sind sehr lange Zeiträume. Zeiträume, in denen die Tiere bewusst ihrer Bestimmung angepasst wurden oder sich entsprechend dem Angebot an Futter etc. angepasst haben. Es fällt dabei auf, dass selbst, wenn man von den physischen Nachweisen des Haustieres Hund ausgeht, dieser gegenüber den nächstgelegen domestizierten Haustieren das Doppelte an Zeitablauf hat! Kommen wir dann nun zu den Kaninchen, dann kann man sehen wie "jung" das Hauskaninchen ist. Kaninchen wurden vor ca. 1.500 bis 2.000 Jahren domestiziert. Dabei wird oft von einem Zeitraum von ca. 1.500 Jahren für die eigentliche Domestikation ausgegangen, weil vorherige Berichte auf die römische Kaninchenhaltung in sogenannten Leporarien hinweisen. Diese waren umzäunte Gartenanlagen, die mit Bäumen und Büschen bepflanzt und mit Kaninchen besiedelt wurden - als Nahrungsreserve. Eine gezielte Zucht erfolgte aber erst vor ca. 1.500 Jahren in Frankreich, soweit bekannt. Nun vergleiche: 1.500 bis 2.000 Jahre hatte das Kaninchen Zeit, angepasst zu werden. Mindestens 23.000 Jahre, eher aber über 100.000 Jahre, hatte der Hund Zeit, sich anzupassen - mindestens das zehnfache, möglicherweise bis zum fünfzigfachen. Dazu gehören für den Hund auch Dinge wie gekochte oder gebratene Nahrung, ebenso wie ein Nahrungsspektrum das dem Wolf verschlossen blieb: zubereitete Mahlzeiten mit Getreideanteil. Über so lange Zeiträume hinweg kann sich ein Verdauungssystem durch Auslese an veränderte Nahrung anpassen - siehe der Mensch, vor allem der Mitteleuropäer. Trinkst du Milch? Die dürftest du eigentlich nämlich nicht vertragen, nicht mehr, wenn du aus dem Kleinkindalter heraus bist. Du siehst, durch die Domestikation der Tiere hat sich sogar das Verdauungssystem des Menschen in Teilen der Weltbevölkerung verändert, sich angepasst an zusätzliche, eigentlich nicht "artgerechte" Nahrung. Milch ist heute für die meisten Mitteleuropäer nicht gesundheitsschädlich. Das führt mich zu der Annahme, dass sich etwas ähnliches auch beim Hund abgespielt haben könnte, so dass viele Hunde in der Lage sind Nahrung zu verwerten, die eigentlich nicht ihrem "artgerechten" Nahrungsspektrum entspricht, wenn man vom Wolf ausgeht. |
Grundsätzlich interessante Zahlen, was fehlt ist die Beachtung der Reproduktionszyklen und der grundlegend andere Verwendungszweck. Mit einem Hund schafft man 1-2 Würfe im Jahr, nächste Generation folgt ab 8-12 Monaten. Dazu kostete ein Schutzhund Nahrung und ist damit "teuer" für einen Frühmenschen, man vermehrt also nicht auf Teufel komm raus. Man kommt also in 1.000 Jahren auf maximal 1.500 Generationen (bei 8 Monaten Abstand zu jeder Generation). Bei einem Kaninchen schafft man sicherlich 3-4 Würfe im Jahr (damit mehr Material zur weiteren Selektion) und kann ab 4-6 Monaten mit einer neuen Generation rechnen. Vor allem begründet dadurch dass an einen Fleischvorrat hält und keine eigene Nahrung opfern muss, kann man von eher schnelllen Zyklen ausgehen. Macht in 1.000 Jahren ab 2.000 (alle 6 Monate) Generationen, oder eine beschleunigte Evolution, die 1,4-mal so schnell abläuft wie beim Hund. Fun Fact: Die meisten heute bekannten Hunderassen sind erst ca. 150 Jahre alt: http://www.pnas.org/content/early/2012/05/15/1203005109 |
Da hat Jinro natürlich Recht, dass man der Vollständigkeit halber die Reproduktionszyklen mit beachten muss. Das Verhältnis verschiebt sich dadurch ein wenig, allerdings dürfte es trotzdem nicht annähernd ausreichen um den "Zeitvorsprung" des Hundes wettzumachen. Einen besonders wichtigen Punkt finde ich die Einbeziehung der Verfügbarkeit von Fleisch. Bei Kaninchen ist klar dass das Futter weitestgehend problemlos verfügbar war - Grünzeug gab es ja in den vergangenen Jahrtausenden genug. Es gab damit keinen Grund, die auf Pflanzen aller Art basierende Ernährung des Kaninchens abzuändern, da das Futter billig oder gar kostenlos verfügbar war. Nicht zuletzt auch deshalb, weil Kaninchen Pflanzen bzw. Pflanzenteile verwerten können, die für den Menschen uninteressant sind, sie sind damit größtenteils keine Nahrungskonkurrenten. Notzeiten waren natürlicherweise vorgegeben, und die Nahrung konnte nur durch in der Natur verfügbare Nahrungsreste und Heu, Stroh sowie eingelagertes Gemüse und gegebenenfalls geringe Mengen an Getreide ersetzt werden. Beim Hund sieht die Sache anders aus. Als Carnivore war er grundsätzlich nicht nur Haustier und Helfer, sondern auch Konkurrent um einen der wichtigsten menschlichen Nahrungsbestandteile. Wurde das Fleisch knapp, musste auch der Hund sich einschränken. Das führte dazu, dass vermutlich recht früh Hunde versucht haben dürften ihren Hunger an der restlichen verfügbaren menschlichen Nahrung zu stillen. Die, denen das gelang, waren naturgemäß überlebensfähiger als die, die das nicht vertrugen. Deshalb bin ich der Überzeugung dass die heutigen Hunde besser mit dem Wolf artfremden Ernährungsbestandteilen zurechtkommen dürften als die Hauskaninchen mit Bestandteilen die der Nahrung des Wildkaninchens nicht entsprechen. |
Die Verfügbarkeit von Nahrung hat auch beim Kaninchen Auswirkungen. Bevor einem Kaninchen das Futter ausgeht, wird es selbst gegessen. Entsprechend braucht es kein Magenvolumen zur Bevorratung, der Magen schrumpft also. Jetzt wäre die Frage, ob das wiederum Auswirkungen auf die Futterwahl hat. |
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Danke, ich werde mal schauen ob ich da irgendwie ran komme. |
Öhhhm was ist denn Barfen oder Barf ? :O |
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Barf ist eine Methode zur Rohfütterung fleischfressender Haustiere. Ursprünglich waren vor allem Hunde die Zielgruppe, mittlerweile hat sich das wohl zum Teil auch schon auf Katzen ausgeweitet. Die Orientierung erfolgt an der ursprünglichen Ernährungsweise wildlebender Verwandter. |
Ich würde mir an deiner Stelle sehr gut überlegen ob du erstens in deinem Alter schon einen eigenen Hund haben musst und 2.ob euer Familienhund sich wirklich noch über einen vermutlich jungen aufgedrehten 2.Hund freut. Evtl wäre es besser damit zu warten? Man kann das Leben ja nie wirklich vorausplanen aber du bist eben noch sehr jung und es wird sich noch viel ändern. In 5 Jahren arbeitest du vllt schon wo ganz anders,wohnst nicht mehr Zuhause und musst dich um deinen Hund alleine kümmern. Vermutlich wirst du immer Vollzeit arbeiten und brauchst somit einen Tagessitter für den Hund. Die meisten bezahlen für ihre Hundetagessitter einige Hundert Euro im Monat dafür dass sie von den Hunden selbst eigentlich gar nicht soviel haben,hast du dir darüber auch schonmal Gedanken gemacht? Mit einem großen Hund ist es unter Umständen auch nicht so einfach einen Sitter zu bekommen,in den Urlaub fahren kann auch schwieriger werden. Falls es ein Rassehund sein soll dann bitte nur vom Züchter der im Verein züchtet und kontrolliert wird (zb VDH) so ein Welpe kostet dann eben um die 1000Euro aber das sollte es einem auch Wert sein und nicht den Vermehrer ums Eck unterstützen nur weil die Welpen dort billiger sind. Natürlich gibt es inzwischen auch für fast alle Rassen Notvereine die auch Tiere vermitteln. Die Aussagen über Herdenschutzhunde und Chihuahuas kann ich übrigens nicht unterstreichen.Meine Herdi Hündin lebt in der Wohnung und schläft mit im Bett genau wie die beiden Kleinen. Und Chis sind eher mit Katzen zu vergleichen,ich kenne kaum Chis die gerne Tricks lernen und ihren Besitzern gefallen wollen,das sind eher Eigenschaften eines Labbis die diesen Will to Please haben. Chis lassen sich eher bedienen und verlangen ihre Leckerlis weil sie einfach süß sind :D |
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Will to please nicht um jeden Preis, beim Chihuahua, das stimmt. Eine gewisse Eigenständigkeit und auch Eigensinnigkeit kann man ihnen sicher nicht absprechen. Aber Auslastung des schlauen kleinen Köpfchens und eine entsprechend konsequente Erziehung muss sein, sonst sind sie schnell unterfordert oder werden zum Zwergtyrannen. Motiviert man sie geschickt, sind sie selten "begriffsstutzig", sie begreifen schnell was man von ihnen will - so zumindest wurde es mir damals von der Klassenkameradin beschrieben und so habe ich es auch erlebt. Unser eigener Hund war ja ein Mischling - Labrador/Schäferhund und vermutlich ChowChow. Will to please? No way :D. Aber für jeden Unfug zu haben! Auch er war eigensinnig und eigenständig, hat aber trotzdem äußerst schnell begriffen was man von ihm wollte. Ob er es dann auch gemacht hat, hing von der momentanen Laune ab ;) Wäre er konsequent erzogen gewesen und hätte ich es darauf angelegt, hätte er sicher eine ganze Latte an Tricks auf Lager gehabt. Aber ich war damals jung, der Hund tobte den ganzen Tag frei in unserem gesicherten Garten herum, und war außerdem derart verträglich dass der Mangel an Erziehung nie zum Problem wurde. Zum Glück - muss ich ganz ehrlich sagen. Eigentlich hätte er ein Wachhund werden sollen, aber er war so freundlich dass er jedermann schwanzwedelnd begrüßte, so lange der die üblichen Eingänge zum Garten benutzte. Nur hinten über den Zaun klettern, da wusste er genau dass das nicht richtig war. |
Ja schlau sind Chis alle mal und sicher oft unterschätzt,aber sie haben halt eher diese Katzenintelligenz,die wissen wie sie an ihr Ziel kommen ohne den ganzen Zirkuskram machen zu müssen :D Meine Kleine denkt auch sehr eigenständig und es ist immer wieder erstaunlich was sie sich einfallen lässt um zu bekommen was sie will :D |
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Ja auf alle Fälle aber ich kann nicht abstreiten dass es mir nicht auch gefällt dass sie so ein kleiner Bestimmer ist :D |
So lange niemand ein Problem damit hat, ist alles bestens. Aber ein bisschen aufpassen muss man schon, dass diese winzigen Intelligenzbündel nicht Oberwasser bekommen ;) Bei unserem Barry war das zum Glück damals kein Problem, obwohl er ja deutlich größer war als ein Chi. Sein toller umgänglicher Charakter hat unsere Erziehungsfehler größtenteils ausgeglichen. |
Also ich kenne irgendwie nur unerzogene Chis. Mein Nachbar hat zum Beispiel einen und lässt sich täglich von seinem Hund ausführen. Einmal hat er seine Haustür aufmacht und der Hund kam gleich angerannt und wollte mir in den Fuß beißen... Zum Glück war er angeleint und der Besitzer konnte ihn gerade noch zurückziehen. Zu den Goldens: Die die ich kenne sind alle sehr bewegungsfreudig. Ich finde nicht, dass so ein bewegungsfreudiger Hund in der beschriebenen Umgebung gut aufgehoben ist. Auch unterforderte Goldens kriegen Macken. Die meisten die mir begegnen hören aber für keinen Cent auf ihren Besitzer und gehen spazieren ohne großen Wert auf ihren Besitzer zu legen. Ich kenne zB einen der mal schön aufs Land abgedüst ist und einer Fährte nachgegangen ist und seinen Besitzer ganz schön blöd dastehen lassen hat. Der Besitzer konnte rufen wie er wollte, der Hund ist erstmal eine ganze Weile nicht wiedergekommen. Da soll mal einer sagen, die hätten keinen Jagdtrieb, da war noch nicht mal irgendein Tier zu sehen :rolleyes: Ich kenne aber auch ganz tolle Goldens die super erzogen sind und sehr freundlich. Das sind aber alles Hunde, die vernünftig ausgelastet werden. Es ist doch alles erziehungssache... Und an diesem Will-to-please frage ich mich immer was da dran ist. Die Goldens, die auf ihren Besitzer keinen Wert legen haben davon wohl noch nicht viel gehört, oder? Von ihren wütenden Besitzern lassen die sich jedenfalls nicht beirren und gehen lieber Hund/Mensch/Jogger hinterher um mal "hallo" zu sagen oder eben jagen. Also gefallen wollten die ihrem Besitzer nicht. Also kann das ja eigentlich nicht angeboren sein? |
Was nützt der will-to-please, wenn der Hundebesitzer dem Hund nicht vernünftig durch positive Verstärkung beibringt, was der Hund zu tun hat? Die meisten Hunde wollen gefallen. Aber wenn der Hund ständig raten muss, was Mensch wohl will, weil Mensch sich nicht eindeutig und konsequent benimmt, wie soll das gehen? Wenn die Hunde sich nicht benehmen, liegt das in der Regel am Menschen. |
Hm aber dann haben das doch eigentlich die meisten Hunde. Ich habe einen American Staffordshire Terrier. Will-to-please sagt man denen ja nun eher nicht nach, trotzdem hört sie super und macht auch alles gerne was ich von ihr will. Natürlich war das auch nicht von Anfang an so, aber sobald wir eine gute Bindung aufgebaut hatten folgt sie aufs Wort. Ich hab es ihr beigebracht und sobald sie es verstanden hat, hat sie die Kommandos auch gerne befolgt. Sie freut sich dann immer, dass sie das schon kann. Und eigentlich hören doch die meisten Hunde gerne, wenn die Bindung stimmt und sie eben auch die Erziehung haben und überhaupt wissen was gefordert ist, dementsprechend haben ja dann eigentlich so gut wie alle Hunde will-to-please. |
Ich denke es ist ein Unterschied zwischen will to please und Gehorsam. Ein Hund mit will to please möchte von sich aus gerne gefallen,Gehorsam kann fast jeder Hund werden. Mein Herdenschutzhund hat zb absolut keinen will to please, die tut nichts nur um mir zu gefallen. Auch meine Zwerghunde Chihuahua und Malteser haben das nicht auch wenn sie folgsam sind. |
Ich weiß, dass man den Hunden mit will-to-please das nachsagt. Aber wie kann man dann erklären, dass die fröhlich überall hindüsen obwohl ihr Besitzer sie zu sich ruft und sich teilweise auch deutlich aufregt. Dann kann es den Hund ja nicht besonders interessieren, ob er seinem Besitzer gefällt? Ich bin mir daher nicht ganz sicher, wie viel an diesem will-to-please dran ist. Klar, die Hunde denen man das nachsagt sind alle recht leicht erziehbar und lernen schnell sich zu benehmen. Meiner Beobachtungen nach lernen sie aber genau so schnell Mist, wenn ihnen langweilig ist. Die Golden Retriever die ich kenn sind jedenfalls alle ziemlich aktiv und spielen zB sehr gerne ausgiebig mit anderen Hunden. Ich bezweifle daher, dass sich ein so aktiver Hund gut als Zweithund zu einem älteren Cocker eignet. Über einen älteren Retriever könnte man da schon eher nachdenken, aber von einem jungen Hund würde ich da definitiv abraten. |
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