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LolaHopp 11.05.2021 20:32

Sehr schmales Außengehege ok?
 
Hallo ihr Lieben,


wir sind totale Hasenneulinge und überlegen gerade, zwei Hasen anzuschaffen. Ich hab mich schon sehr intensiv eingelesen und möchte den beiden natürlich das Beste bieten. Drum beschäftigt mich jetzt auch eine Frage: Also wir würden einen Kaninchenstall hinstellen und diesen direkt mit einem Außengehege verbinden. Da wir dieses platzbedingt aber nicht mitten im Garten aufbauen können, ist uns nun die Idee gekommen, die Streifen hinter dem Gartenhaus zu nutzen. Auf einer Seite befindet sich das Gartenhaus, auf der anderen eine sehr niedrige Betonmauer, auf der hohe Holzplanken stehen. Dort käme natürlich zusätzlich ein Gitter hin. Die Lage wäre insofern ideal, weil es dort im Sommer eher schattig ist und im Winter der Schnee dank Vordach nicht meterhoch liegt. Allerdings meine Bedenken: Die Breite dieser Fläche beträgt rund 80 cm, an der engsten Stelle nur 50 cm (das ist aber nur ganz vorne ein kurzes Teilstück). Auf die Fläche gerechnet kämen wir aber immerhin auf insgesamt 6 qm. Jetzt meine Frage: Ist das zu wenig? Hin und wieder könnten die Hasen unter Aufsicht auch auf der großen Wiese herumflitzen.


Bin gespannt auf eure Kommentare.


Danke, LolaHopp

dangerschaf 11.05.2021 21:31

Hallo!
Grundsätzlich ist schmal und lang das bessere Format, weil es schöne Rennstrecke ermöglicht. Bei 6qm macht das eine ordentliche Länge.
80cm ist allerdings schon ziemlich schmal, da müsste man sich zumindest Gedanken um die Einrichtung machen. Außerdem stelle ich mir für euch die Erreichbarkeit schwer vor.
Meine Gehege ist 1m breit, drunter würde ich nicht gehen wollen.

LolaHopp 11.05.2021 22:21

Hallo dangerschaf,

vielen Dank für deine Gedanken dazu. Das beruhigt mich jetzt ein bisschen, da das wirklich die Ideallösung für uns ist. Also man kann sich dort schon relativ gut bewegen und problemlos rein- und rausgehen. Bei der Einrichtung müssen wir sicher ein bisschen kreativ sein - aber in der Ecke ist der Platz dann doch relativ großzügig. Und das Kaninchenhaus steht ja vorne draußen und ist offen zugänglich.
Danke nochmal!

Lara004 12.05.2021 06:20

Ich hätte bedenken, wenn es Streit zwischen den Tieren gibt. Da können sie kaum aneinander vorbei, ohne dass sie sich nicht doch ewischen können.

Wenn das wirklich so gebaut wird, würde ich auf keinen Fall Jungtiere nehmen, da die Pubertät mir zu heikel wäre und auch keine VG in den Gehege durchführen mit Tieren, die sich nicht kennen.
Würde unbedingt im Tierschutz nach einem sehr harmonischen Pärchen suchen, dass sich wirklich erstklassig versteht.

Alles andere würde mir keine Ruhe lassen und ich würde mir vorwürfe machen, wenn wirklich was passiert.

LolaHopp 12.05.2021 07:38

Danke Lara. Wie hätten die Möglichkeit, Geschwister zu nehmen. Von einem Wurf vom Bauernhof. Hab schon gelesen, dass sich wohl Männchen und Weibchen am besten vertragen. Aber das erkennt man ja als Laie wohl nicht?

Honeymouse 12.05.2021 08:00

Erscheint mir für Anfänger keine gute Idee. Würde mich wundern, wenn auf dem Bauernhof auf Genetik geachtet wird, die Tiere ausreichend geimpft und die Männchen frühkastriert werden...außerdem garantieren auch Geschwister gar nichts, denn das ist Kaninchen ziemlich egal.
Tierschutz ist die deutlich bessere Alternative: gesunde, geimpfte, kastrierte Tiere. Die Pflegestellen können euch auch etwas zum Charakter erzählen.

Angora-Angy 12.05.2021 08:49

Zitat:

Zitat von LolaHopp (Beitrag 1248882)
Hab schon gelesen, dass sich wohl Männchen und Weibchen am besten vertragen. Aber das erkennt man ja als Laie wohl nicht?

Das ist eine Schutzbehauptung von Vermehrern, die keine Ahnung haben, oder von Zooläden, die dann "ganz großzügig" anbieten, etwaige versehentliche Jungtiere "kostenlos" entgegen zu nehmen... Man kann bei Kaninchen das Geschlecht mit 5 Wochen schon gut erkennen, spätestens mit 8 Wochen ist es eigentlich zweifelsfrei. Schau dir mal die Bilder hier an http://www.kaninchenwissen.de/knowledge/kb_show.php?id=2 und verlasse dich auf keinen Fall nur auf die Aussage der Verkäufer.

Aber ich bin auch der Meinung, dass Jungtiere aus eher dubioser Herkunft nicht die richtige Wahl für Anfänger sind. Besser ein fertiges Pärchen aus dem Tierschutz. Klein und putzig sind sie eh nur ein paar Wochen, und danach habt ihr im Idealfall sehr viele Jahre eben die ausgewachsenen Tiere. Warum immer alle Leute Jungtiere wollen, verstehe ich nicht so ganz... Die machen deutlich mehr graue Haare als solche, die ihre Pubertät schon geschafft haben. Aufregung und Neues habt ihr als Einsteiger auch mit erwachsenen Tiere noch genug. :smilewinkgrin:

Lara004 12.05.2021 15:33

Ich würde definitiv von Jungtieren abraten und erst recht von Tieren aus unseriöser Quelle.

Den Tieren ist das egal, ob die Geschwister sind. Wenn sie mit um und bei nem Jahr in die Pubertät kommen, können die sich fetzen wie irre.
Dazu die Kombination mit dem schmalen Gehege... das halte ich für absolut keine gute Idee.

Wie gesagt: bitte tut euch den Gefallen und sucht im Tierschutz nach einem Pärchen das sich bereits kennt und gut versteht.

LolaHopp 12.05.2021 16:09

Danke euch für eure Antworten. Ich hab mich nun ein bisschen umgesehen - und prompt eine Kaninchenhilfe in der Nähe entdeckt. Mit vielen Kaninchen, die ein neues zu Hause suchen. Dann werden wir bestimmt mal dort vorbeischauen und uns ein nicht mehr ganz so junges Pärchen aussuchen. Der Kuschelfaktor ist mir eher weniger wichtig, meine Kinder haben sehr großen Respekt vor allen Tieren und beobachten die immer lieber mit etwas Distanz, maximal füttern geht ganz gut, das machen sie gerne. Also ist das überhaupt kein Thema, wenn das keine Jungtiere sind. Ich wusste es eben (noch) nicht besser. Ich hatte schon mal Hasen, aber da war ich gerade 4. :wink5: Drum bin ich froh, dass ihr eure Erfahrungen und Kenntnisse hier mit mir teilt.

Aber um nochmal auf das Thema zurückzukommen: Wenn das jetzt etwas ältere Hasen sind, die sich gut vertragen, ist dann die Größe vom Außengehege ok?

Terry 12.05.2021 17:49

Die Größe an sich ist ok.

In den ganz schmalen Teil würde ich ggf. einen Tunnel/eine Röhre/ein Rohr (nicht zu glatt) legen, da gibt es dann „drei“ Möglichkeiten.... mittendurch, daneben oder drüber.

gerti 12.05.2021 17:58

Ich glaube, dass das Ausmisten in dem schmalen Schlauch sehr unkompfortabel ist und ich weiß nicht ob ich selbst so einen Schlauch zufriedenstellend fände als Gehege. Wäre für mich wirklich nur eine Lösung für nachts, wenn tagsüber die Kaninchen einen zusätzlichen Gartenfreilauf bekämen.

dangerschaf 12.05.2021 18:29

Zitat:

Zitat von gerti (Beitrag 1248929)
Ich glaube, dass das Ausmisten in dem schmalen Schlauch sehr unkompfortabel ist und ich weiß nicht ob ich selbst so einen Schlauch zufriedenstellend fände als Gehege. Wäre für mich wirklich nur eine Lösung für nachts, wenn tagsüber die Kaninchen einen zusätzlichen Gartenfreilauf bekämen.

Das kommt, glaube ich, sehr auf die Einrichtung an. Bei uns steht alles was gemistet werden muss, vorne direkt am Eingang, so dass wir das Gehege im Regelbetrieb gar nicht betreten müssen. Man muss aber natürlich einkalkulieren, dass man die Tiere mal einfangen muss oder sie vielleicht auch das Klo an die hinterste Ecke verlegen:rolleyes:

LolaHopp 13.05.2021 10:36

Also für uns selber finde ich das jetzt nicht so unkomfortabel. Die schmale Stelle ist eh nur am Eingang und dann find ich es jetzt nicht so beengend.ist ja doch eine gute Türbreite breit.
Falls oben drüber ein Netz oder Gitter soll, würden wir das einfach so hoch machen, dass man da problemlos drunter stehen kann.

Honeymouse 13.05.2021 10:39

Ein Netz ist nicht raubtiersicher. Es muss unbedingt nach ALLEN Seiten gesichert werden (Volierendraht, max 19x19mm Maschenweite, mind 1,2mm dick). Nach unten entweder auch ganzflächig mit Draht oder z.B mit Gehwegplatten.

LolaHopp 14.05.2021 10:09

Danke nochmal für eure Tipps und euer Wissen. Momentan liegt das Thema mal auf Eis wegen familieninterner Unstimmigkeiten. :rolleyes:
Aber - dafür reift nun eine andere Idee in uns. Und wenn es klappt, würden die Kaninchen viel mehr Platz bekommen. Noch eine letzte Frage, damit ich es dann richtig angehen kann, falls die Idee realisiert werden kann: Die zwei Kaninchen würden tagsüber einen Freilauf von rund 20 qm (plus Gehegefläche) bekommen. Nachts, oder wenn niemand da ist, hätte ich jetzt ein geschlossenes Gehege im Kopf mit einer Fläche von 6 qm. Wäre das artgerecht?

dangerschaf 14.05.2021 10:12

Das klingt gut :thumbsup:

LolaHopp 29.05.2021 20:49

Hallo!


Jetzt bin ich wieder hier. Leider (und wir sind echt traurig darüber) ist Plan B nun doch nicht realisierbar. Darum bin ich jetzt wieder bei meiner "Schlauchlösung". Und ich habe nochmal genau nachgemessen. Auf insgesamt 4 qm ist die Breite 85 cm, dann ums Eck gibt es noch zusätzliche 2,20 qm mit einer Breite von maximal 80 cm, die auf minimal 65 cm zusammenläuft. Die 4 qm werden mit einem Klappdach ausgestattet, sodass alles super begehbar bleibt und diese Fläche auch nachts genutzt werden kann.

Jetzt geht es aber noch ums Kaninchenhaus. Das soll idealerweise so groß wie möglich ausfallen, aber eine Breite von max. 80 cm nicht überschreiten. Sonst wird es für Reinigung/Fütterung etc. zu schwer zugänglich. Gibt es denn hier gute Beispiele für so ein Kaninchenhaus? Idealerweise ein mehrstöckiges mit eventuell noch zusätzlichem Auslauf darunter? Gerne welche, die es zu kaufen gibt und die wir entweder noch verstärken oder es als Vorlage nehmen und nachbauen.


Und dann gleich noch ein paar Fragen, wenn ich darf (ich kann leider die Suchfunktion nicht nutzen, das funktioniert nicht?!):
- Mir ist die Idee gekommen, die Fläche unter dem Trampolin als zusätzlichen Auslauf zu nutzen. Selbstverständlich nur, wenn niemand darauf springt. Eventuell mit einem fertigen Freigehege zum drunterschieben und wieder entfernen, wenn jemand aufs Trampolin geht (sonst kann ja auch sein, dass sich die Kids darauf verletzen durch das darunterliegende Gehege) - oder - das wäre mir noch eingefallen, ein sehr flexibler Zaun oder ein Netz, das einfach permanent um das Trampolin befestigt wird. Gibt es sowas? Ich hoffe, ihr versteht, was ich meine. Ist echt nur eine Idee für ein paar qm mehr Auslauf und wird auch gleich wieder verworfen, wenn das für euch blödsinnig erscheint. Die Kaninchen wären da übrigens nur unter Aufsicht drin, also Sicherung von unten muss nicht sein.


- Was ist denn die beste Idee, das Gehege von unten zu sichern? Wir haben Draht auf dem Plan. Wie tief muss man denn dafür mindestens graben?


- Ich bin noch etwas unsicher bezüglich Winter: Macht das den Kaninchen echt nichts aus? Wie können wir hier zusätzlich vorbeugen, dass ihnen nicht zu kalt wird? Besondere Isolierung, Einstreu, zusätzlich Decken drübergeben etc.? Es gibt schon Tage, da wird es morgens bis zu -20 Grad kalt und es kann sich schon mal ein paar Tage Dauerfrost einstellen. Schnee liegt von Dez. bis März durchgehend und in dieser Zeit gibt es am Stellplatz der Kaninchen auch keine Sonne (generell gibt es nur max. 2h Sonne, aber auf der anderen Hausseite - da ist leider kein Platz für Kaninchen).


Ich danke euch nochmals für eure Unterstützung und Tipps.

dangerschaf 29.05.2021 20:58

Erstmal nur kurz zum Stall: mehrstöckig ist nicht ideal ;) Rampen und Aufgänge sind immer Risikostellen, die vermeidbar sind, wenn man sich auf eine ebene Hütte beschränkt. Um den Platz besser zu nutzen, kann man diese auf Füße stellen.

gerti 29.05.2021 21:47

Ich möchte jetzt nicht die Spaßbremse sein, aber irgendwie hören sich die Kaninchen nicht sehr erwünscht (von allen Familienmitgliedern an) im Garten an.
Wenn der schmale Schlauch auch noch nahezu komplett sonnenfrei ist, würde bei mir der Platz komplett rausfallen. Kanichen liegen so gerne in der Sonne...auch unterm Trampolin kommt nicht wirklich Sonne durch. Bei uns geht da der Rasen drunter kaputt und die Kaninchen konnten sich freiwillig drunterlegen wenn sie es halbschattig wollten. Geschützt von oben mögen sie gerne, drum liegen sie bei uns auch gerne unter der Tischtennisplatte.
Ein Gartenfreilauf unterm Trampolin ist schon allein deshalb unpraktisch, weil ihr die Kaninchen dann ständig hin und hertragen müsst, dass wird dann nur ab und zu sein und die Kaninchen da drunter wieder einfangen macht auch keinen Spaß.
Als gesichertes Gehege nur diesen schmalen Schlauch zwischen Zaun und Gartenhaus eingepresst ohne zusätzlich direkt angrenzenden Gartenauslauf, hört sich für mich auch so an, dass die Kaninchen nur Randbewohner sind, die man dann auch nicht wirklich beobachtet kann ohne extra da hin zu gehen zu müssen.

LolaHopp 29.05.2021 22:03

Ja, der Eindruck stimmt schon. Es leben mehrere Generationen im Haus und die ältere Generation findet Kaninchenköttel und eine abgegraste Rasenfläche und eventuell noch Buddellöcher gar nicht cool. Die Lösung für sie wäre ein Käfig im Carport, so wie ich das verstehe ohne Auslauf. Und ich kann in Teilen sogar nachvollziehen, warum die denken, das reicht. Ich kenne viele Hasenbesitzer hier in der Gegend und ich denke kaum jemand bietet den kleinen Nagern auch den Auslauf, der ihnen zustehen sollte. Ich denk mir manchmal, ich bin die einzige, die sich hier VORAB informiert. Drum bin ich jetzt auch ein bisschen bedrückt, dass meine Idee so gar keinen Anklang hier findet.
Mitten in den Garten geht sich einfach platzmäßig nicht aus, für ein festes Gehege schon gar nicht. Das Hasenhaus wäre schon direkt im Blickfeld von der Terrasse und Balkon aus und ehrlich gesagt ist mir lieber, sie haben zumindest etwas Auslauf, als dass sich das alles in unserem vollen Blickfeld bewegen muss.
Sonne gibt es im Frühjahr und Sommer genug, nur eben im Winter wenig bis gar nicht. Dafür müsste man ein paar Berge abtragen.

dangerschaf 29.05.2021 22:18

Ob man zum Gehege gehen muss, um die Kaninchen zu beobachten,würde ich nun wirklich nicht bewerten. Das hängt schließlich von den örtlichen Gegebenheiten ab und sagt nichts über Verantwortungsbewusst und Interesse an der Tierhaltung aus.

Ich habe meine Kaninchen nun schon seit über sechs Jahren. Mal hinten um Garten, wo man erst ums ganze Haus rum musste und das Gehege vom Haus aus überhaupt nicht einsehbar war, dann vor meinem Fenster und nun ganz nah dran, direkt auf der Terrasse vor dem Wohnzimmer. Aber meine Haltung zu den Tieren hat sich damit nie verändert.


Unabhängig davon, glaube ich, dass die Gegebenheiten bei dir ncht wirklich ideal sind. Es klingt beengt ohne Chance auf Erweiterung. Die Erfahrung zeigt aber, dass Kaninchengehege wachsen wollen. Ganz automatisch, wenn man ihnen einige Zeit zugeschaut hat:o

gerti 29.05.2021 23:20

Zitat:

Zitat von LolaHopp (Beitrag 1250293)
Ja, der Eindruck stimmt schon. Es leben mehrere Generationen im Haus und die ältere Generation findet Kaninchenköttel und eine abgegraste Rasenfläche und eventuell noch Buddellöcher gar nicht cool. Die Lösung für sie wäre ein Käfig im Carport, so wie ich das verstehe ohne Auslauf. Und ich kann in Teilen sogar nachvollziehen, warum die denken, das reicht. Ich kenne viele Hasenbesitzer hier in der Gegend und ich denke kaum jemand bietet den kleinen Nagern auch den Auslauf, der ihnen zustehen sollte. Ich denk mir manchmal, ich bin die einzige, die sich hier VORAB informiert. Drum bin ich jetzt auch ein bisschen bedrückt, dass meine Idee so gar keinen Anklang hier findet.
Mitten in den Garten geht sich einfach platzmäßig nicht aus, für ein festes Gehege schon gar nicht. Das Hasenhaus wäre schon direkt im Blickfeld von der Terrasse und Balkon aus und ehrlich gesagt ist mir lieber, sie haben zumindest etwas Auslauf, als dass sich das alles in unserem vollen Blickfeld bewegen muss.
Sonne gibt es im Frühjahr und Sommer genug, nur eben im Winter wenig bis gar nicht. Dafür müsste man ein paar Berge abtragen.


Das hatte ich auch so vermutet! Ich stelle mir das sehr traurig vor, so ausgebremst zu werden. Das schmale Gehege, wenn sogar Sonne hinkommt außer in den Wintermonaten finde ich okay. Nur wäre es halt wirklich wesentlich besser, wenn der Auslauf direkt da dran gestellt werden könnte. Es gibt hier im Umkreis auch Kanichenhalter, die kleine Gartengehege stehen haben, aber die Kanichen sind kaum mal drin, dafür müsste man sie ja reintragen und wenn das Wetter zweifelhaft ist, bleiben sie letztendlich doch wieder blos im kleinen maximal zweistöckigen Kaninchenstall.
Die Kaninchenköttel verteilen sich großzügig auf der Rasenfläche, unsere haben aber auch Sammelklos auf der Wiese bei der dann ganz viele Köttel liegen, die man ab und an abkehrt. Kleiner Buddellöcher gibt es viele, aber das ist dann unser privater Golfplatz:rofl:. Unsere Wiesenfläche ist im Winter kurz abgefressen, meine Eltern dachten, dass würde niemals wieder grün werden. Aber jedes Jahr kommt es kräftig dunkelgrün wieder nach.

Ich kann dich schon verstehen wie du das meinst. Es ist für viele einfach der Albtraum, wenn Kanichen die ihrer Meinung nach in einen kleinen Stall gesperrt gehören, plötzlich den Garten zerstören dürfen sollen.

Ich würde mir aber wirklich überlegen ob wenigstens die Möglichkeit besteht, Stellgitter direkt ans Gehege zu stellen, weil das einfach das einfachste ist einfach morgens die Tür aufzumachen und bei Doofwetter, können die Kanichen dann selbst entscheiden ob sie lieber ins Gehege zurück laufen. Groß fragen würde ich dann gar nicht, sondern einfach irgendwann machen. Es ist einfach schön, sich einfach mitten ins Kanichenreich setzen zu können und darin Zeit zu verbringen.

Terry 29.05.2021 23:28

Meine persönliche Meinung.... schaffe Dir unter den Gegebenheiten lieber keine Kaninchen an...!

LolaHopp 29.05.2021 23:53

Ich denke auch, wenn sie dann mal da sind, dann wird das ganze etwas lockerer gesehen. So war es zumindest bisher bei anderen Gegebenheiten (z. B. hatte ich, als ich hierherkam noch einen Hund). Und wenn die ja in einem verstellbaren Freilaufgehege sind und nicht ganz frei herumlaufen, bleibt ja die "Hasenköttel-Misere" noch überschaubar.

@Terry
Warum jetzt genau?

Solkinok 30.05.2021 20:25

Zitat:

Zitat von Terry (Beitrag 1250307)
Meine persönliche Meinung.... schaffe Dir unter den Gegebenheiten lieber keine Kaninchen an...!


Finde ich jetzt irgendwie nicht. Wir haben hier jemanden, der auch mich den Eindruck macht, dass er das Zeug zur guten Kaninchenhalterin hat. Das ist die halbe Miete. Abzüge in der B-Note sind aus meiner Sicht (und wohl auch aus Sicht der Kaninchen) tolerierbar, wenn sonst alles stimmt. Ich wüsste jetzt nicht, wer in allen Bereichen ein Triple-A hätte. Jetzt nur meine Meinung.



S.

LolaHopp 30.05.2021 20:56

Danke Solkinok, da freue ich mich, wenn meine vielen Überlegungen doch nicht ganz so mies sind.

Ich möchte jetzt gerne nochmal zusammenfassen, wie unser Plan aussieht. Nochmal kurz vorab: Wir hätten dem Nachbarn sogar ein Grundstück abgekauft, damit wir dort genug Platz für Kaninchen (unter anderem) haben. Leider ist er momentan nicht für einen Verkauf bereit. Nur dass ihr seht, dass wir uns wirklich Gedanken machen, wobei ich da jetzt nicht groß anfangen möchte, mich für unser Vorhaben zu verteidigen.

- Kaninchenhaus: Wir hätten nun eines gesehen mit zwei Etagen, unten geschlossen und mit extra Styropor-Innenschicht für unsere doch sehr kalten Winter. Eine Ebene kommt auf ca. 0,7 qm.
- 24-Stunden-Außengehege: An das Haus schließen wir dann unser dauerhaftes Außengehege, wo sie jederzeit rausflitzen können, Tag und Nacht. Dabei handelt es sich um die Fläche hinter dem Gartenhaus, den sogenannten "Schlauch". Ich hänge euch noch ein Foto von der 4-m-Seite an, das ist die mit den 85 cm Breite. Vielleicht gibt es da ja noch Gestaltungstipps? Wir dachten vorher als Sicherung von unten an einen eingearbeiteten Draht, finden jetzt aber Betonplatten praktischer und sauberer. Ist das dann eh nicht zu unnatürlich für die Kleinen?
- Freilaufgehege unter dem Trampolin: Wenn es irgendwie möglich ist (gerne um Tipps), würden wir tatsächlich die Fläche unter dem Trampolin zusätzlich nutzen. Das wären nochmal satte 7 qm. Die Kaninchen könnten dann vormittags und wann immer das Trampolin nicht genutzt wird, dort auch rein. Mit ein bisschen Einfallsreichtum sollte es sich auch direkt mit dem Hasenhaus verbinden lassen. Es hat eine Höhe von ca. 90 cm und ich frage mich eben noch, ob es dafür einen sehr flexiblen Zaun für außenrum gibt. Nach oben und unten wäre es nicht gesichert, aber der Auslauf dort erfolgt nur stundenweise und unter Aufsicht, sprich, wenn wir daheim sind. Bei uns sind Fuchs und Marder aktuell, ab und zu auch Greifvögel, aber ich habe noch NIE mitbekommen, dass die tagsüber kommen. Wir haben hunderte Hühner und einige Hasen (keine extra gesicherten Gehege!) rundherum und ich habe echt noch nie was gehört.
- Kleines Freilaufgehege zum Verstellen: Zusätzlich würden wir gerne so einen kleinen Zaun mit ca. 1,5 qm Fläche besorgen, wo die Kaninchen ab und zu hineinkommen, entweder auf einer Fläche auf dem Rasen oder auf der Terrasse. Das ist dafür gedacht, dass die Kinder sich dann ein bisschen mit ihnen beschäftigen können, sprich Futter reichen, streicheln und daneben sitzen und zusehen.
- Freilauf: Wie Gerti schon sagt, wenn die Hasen dann mal da sind, gewöhnen sich auch bestimmt die Schwiegereltern daran. Und darum halte ich es nicht für ausgeschlossen, dass die Kaninchen dann, wenn sie mal an uns gewöhnt sind und unser Kleinster das Krabbelalter und Alles-in-den-Mund-stecken-Alter hinter sich gebracht hat, auch zeitweise durch den gesamten Garten flitzen dürfen.

So viel nun zu unseren Ideen. Und schön langsam freue ich mich schon richtig auf die Kaninchen. Fast schon mehr als die Kinder.

LolaHopp 30.05.2021 21:00

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Foto musste erst verkleinert werden.

Honeymouse 30.05.2021 21:01

Spar dir dieses doppelstöckige, isolierte Haus. Doppelstock ist immer eine Gefahr, es ist eine Einbahnstraße. Und auch das Umsetzen in ein kleines Gehege auf die Terasse: besser die Kinder gehen ZU den Kaninchen DEREN Revier und nicht andersrum - Kaninchen sind reviertreu und sollten nicht unnötig durch die Gegend getragen werden ;) Füttern und gucken können sie auch im richten Gehege oder im Freigehege, wo sie ja auch allein reinhoppeln können.

dangerschaf 30.05.2021 21:06

Zitat:

Zitat von LolaHopp (Beitrag 1250417)
Foto musste erst verkleinert werden.

Das sieht auf jeden Fall nach guter Rennstrecke aus :thumbsup:

dangerschaf 30.05.2021 21:09

Betonplatten sind eine gute Bodenwahl.

RieseUndZwerg 31.05.2021 22:52

"So viel nun zu unseren Ideen. Und schön langsam freue ich mich schon richtig auf die Kaninchen. Fast schon mehr als die Kinder."

Das ist auch gut so, denn die ganze Arbeit wird später eh an die haben bleiben, da ist es eine gute Voraussetzung, wenn man selbst auch richtig gefallen an den Tierchen hat. War bei uns genauso :-)

Terry 01.06.2021 08:25

Zitat:

Zitat von LolaHopp (Beitrag 1250308)
@Terry
Warum jetzt genau?

Aufgrund Deiner familiären Situation....

Kaninchen buddeln, böbbeln, grasen und fressen Blumen und Büsche ab... wenn Du einen Buddel"könig" dabei hast, ist da wo die Kaninchen hindürfen bald nichts grünes mehr zu sehen, aber tiefe Krater.

Ich kenne leider mehrere Fälle wo auch mit viel vorheriger Information (wie jetzt bei Dir) ein Traumzuhause geschaffen wurde.... aus 100 qm wurden schnell 20, dann 5 und danach kam dann die "Bucht" bzw. Übergabe der Tiere.

Wenn die ersten Böbbel auf dem hellen Teppich zertreten werden, kommt es schnell zu familiären Spannungen.

FrodoundJuli 01.06.2021 10:14

Theresa...aber das MUSS ja nicht so sein...ggf ein bisschen viel Pessimismus? Hier freut sich jemand auf die neue Weggefährten und bemüht sich, ein artgerechtes Zuhause für diese zu schaffen...

LolaHopp 01.06.2021 11:24

FrodoundJuli, danke, ich habe auch keine Lust, hier über unsere familiäre Situation zu diskutieren.
Generell habe ich bisher eher den Eindruck, hier im Forum ist man nur erwünscht, wenn man ein bilderbuchmäßiges Reich für die Kaninchen schaffen kann. Ich bin hier, weil ich unseren Kaninchen ein artgerechtes Heim schaffen möchte und habe dafür auch in meinen letzten Posts um einige Tipps gebeten (Vorlagen für Kaninchenställe, wie sichern um das Trampolin, wie schützen im Winter, etc.), Fläche wäre ja nun genug vorhanden, ich kann und will halt nicht den ganzen Garten verstellen. Da gibt es noch drei Kinder und es soll noch Platz bleiben für deren Vergnügen. Und ja, auch meine Schwiegereltern genießen die Tage im Garten und wollen auch Bereiche davon nutzen. Verständlich! Es soll trotz allem ein Garten bleiben.
Und trotzdem blutet mir das Herz, wenn ich sehe, aus welchen unfassbaren Zuständen die Tierschützer manche Tiere rausholen müssen. Und da verstehe ich nicht ganz, warum es nicht besser sein soll, diesen Tieren ein zwar nicht riesiges, aber liebevolles und artgerechtes Zuhause zu bieten.
Vielleicht habe ich einen vollkommen falschen Eindruck, aber momentan geht es mir ein bisschen so, sorry.

Honeymouse 01.06.2021 11:31

Wie gesagt, dass Trampolin würde ich mit Freilaufgittern direkt ans Gehege anbauen, damit die Kaninchen selbst entscheiden können, ob sie da rein wollen oder nicht. Alles, was tragen beinhaltet, ist Stress für Kaninchen.

LolaHopp 01.06.2021 11:34

Danke honeymouse, das könnte mit einem kleinen Zubau oder Rohr (oder ist ein Rohr nicht gut dafür?) bestimmt funktionieren.

Angora-Angy 01.06.2021 11:37

Zitat:

Zitat von FrodoundJuli (Beitrag 1250480)
Theresa...aber das MUSS ja nicht so sein...ggf ein bisschen viel Pessimismus? Hier freut sich jemand auf die neue Weggefährten und bemüht sich, ein artgerechtes Zuhause für diese zu schaffen...

Eher Realismus... Ich bin da mal ganz bei Terry. Man MUSS doch nicht zwingend Tiere halten, wenn das Umfeld nunmal nicht passt. Oder halt andere, mit denen der Rest der Familie einverstanden ist. Sie erst anschaffen und dann gezwungen sein sie wieder herzugeben ist viel schlimmer als noch zu warten, bis die Situation passt.

Honeymouse 01.06.2021 11:42

Ich find Rohre als Verbindung immer schwer. Es ist quasi auch eine Sackgasse. Wenn das ranghöhere Tier durchwill muss das rangniedere Tier Platz machen. Ist in einer Röhe etwas kompliziert.

Ich bin übrigens durchaus auch der Meinung, dass die Voraussetzungen nicht wirklich ideal sind.
Aber was bringt es, da immer weiter drauf rum zu hauen? Und sind wir mal ehrlich: die 6m² dauerhaftes Außengehege sollte doch da zu realisieren sein.

Angora-Angy 01.06.2021 11:47

Zitat:

Zitat von Honeymouse (Beitrag 1250490)
Ich find Rohre als Verbindung immer schwer. Es ist quasi auch eine Sackgasse. Wenn das ranghöhere Tier durchwill muss das rangniedere Tier Platz machen. Ist in einer Röhe etwas kompliziert.

Ich bin übrigens durchaus auch der Meinung, dass die Voraussetzungen nicht wirklich ideal sind.
Aber was bringt es, da immer weiter drauf rum zu hauen? Und sind wir mal ehrlich: die 6m² dauerhaftes Außengehege sollte doch da zu realisieren sein.

Das Gehege als solches ist "dem Kummer sein Kleinster", wie es so schön heißt. Wenn schon im Voraus so viel Gegenwind von den übrigen Parteien im Haus (die vermutlich mindestens Miteigentümer sind und somit was zu sagen haben) kommt, dann werden die Seitenhiebe, Spitzen und blöden Kommentare mit Sicherheit nicht weniger werden, wenn erstmal Tiere da sind. Das wirkt sich langfristig auf die Psyche aus, egal wie stark der innere Mittelfinger zu Anfang war... Es wird bei jedem Scheiß darauf hinauslaufen, dass alles erkämpft und erbettelt werden muss - das fühlt sich nicht schön an. Kann ich aus Erfahrung bestätigen...

Solkinok 01.06.2021 11:50

Liebe Leute,

auch wenn ich grundsätzlich zustimme, dass man nicht auf Teufel-komm-raus dieses oder jenes Haustier halten muss, finde ich doch nicht, dass irgendwer nach den paar Zeilen, die die TE darüber verloren hat, die familiäre Situation bewerten kann. Dass die Schwiegereltern es "nicht cool" finden, kann ja nun alles heißen von "Sie finden es eben nicht cool", bis "Sie werden der TE die Hölle heiß machen, sie enterben und nachts die Kaninchen meucheln". Ich würde sagen: Das Forum sollte sich um Fachfragen kümmern wie gehabt und das mit der Familie muss die TE selber klären.


S.


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