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gerti 09.10.2020 18:24

Ich hab mir auch Dunkelstrahler besorgt, aber eigentlich eher für die Meerschweinchen, die ja nicht ganz so unempfindlich sind. Der tolle Nebeneffekt ist, dass in dem Bereich der Napf nicht einfriert.
Rotlicht hab ich nur bei Krankheitsfällen über Nacht bei Kaninchenseuchen gehabt und reinholen zwecks Masse nicht möglich war, aber das fällt schon wirklich sehr in der Nachbarschaft auf.... Langfistig würde ich auf jeden Fall die Dunkelstrahler bevorzugen, eben wegen dem Licht.

Lupine 10.10.2020 20:20

Bitte sowohl bei Rotlicht als auch bei den Dunkelstrahlern beachten, was der Hersteller als Abstände zu brennbaren Flächen zum Brandschutz angibt.



Ich hatte damals auch überlegt, mir einen Dunkelstrahler zuzulegen. Ich bin daran gescheitert, dass mein Haus Außenmaße von 1,20 x 1,20 hatte und eine Seitenwandhöhe von ca. 1,10 bei einer Firsthöhe von knapp 1,60. Die für die damals erhältlichen Elstein-Dunkelstrahler eingeforderten 60 cm Abstand zu allen Seiten konnte ich daher nicht einhalten.

hoppel42 08.02.2021 13:12

Hi Leute,
für Mittwoch früh sind hier bis -17°C angekündigt.
Können Kaninchen das ab?
Wir sind doch etwas in Sorge.
Die Tiere sind ganzjährig draussen. Tiefste Temperatur bisher war -9°C.

Im Gehege steht ein gekaufter Stall(wird eigentlich als Hasenkäfig verkauft, dient bei uns aber nur als Häuschen für die Hoppler). Der ist offen, sie können also nach Belieben rein und raus.
2 Seitenwände sind mit 6cm Styrodur gedämmt (unerreichbar für die Nager). Vorne ist nur ein Gitter, eine Seite ist recht dünnes Holz.

Das Gehege steht windgeschützt.

Sollte man noch schnell eine Wärmequelle besorgen oder sollte das noch keine Probleme machen?

Vorne ein Handtuch über die Gitter und ganz viel Stroh rein in die Hütte ist sowieso klar.
Aber -17°C ist schon etwas heftig.

FrodoundJuli 08.02.2021 17:05

Eigentlich müsste das gehen, es sei denn, die Tiere sind schon deutlich älter...unser Frodo hat nun, mit mindestens 10, eine Infrarotlampe in der Heutonne, die gerne als Unterschlupf genommen wird bzw mit seiner Freundin gemeinsam dann genommen wurde. Als Juli starb, kam die Lampe, da nicht klar war, wann eine neue Begleitung einzieht. Nun ist Yuki da, aber der alte Herr sitzt dennoch gerne in der etwas angewärmten Tonne.

Polly8 08.02.2021 21:17

Du wirst gleich vermutlich viele Antworten bekommen, dass das überhaupt kein Problem wäre und Kälte Kaninchen überhaupt nichts ausmacht.


Ich persönlich sehe das anders.
Als Gründe muss man sich mal anschauen, wo Kaninchen natürlicherweise vorkommen und wie sie leben.


Lt Wikipedia war das natürliche Verbreitungsgebiet der Wildkaninchen die Iberische Halbinsel, Südfrankreich und Nordafrika, bevor sie durch den Menschen in andere europäische Länder ( auch Deutschland) eingeführt wurden.
Alles Länder mit deutlich wärmerem Klima.



Die meiste Zeit des Tages verbringen Kaninchen in ihren unter der Erde liegenden Höhlen in denen eine konstante frostfreie Temperatur herrscht.
Nur in den Dämmerungsstunden am Morgen und Abend verlassen sie ihre Höhlen zur Nachungssuche.


Vielfach liest man hier auch, dass man Temperaturwechsel und besonders Wärme im Winter vermeiden sollte, weil die Kaninchen sich dadurch erkälten würden.
Dabei sind Temperaturwechsel (auch große Unterschiede) durch das Leben im unterirdischen Bau völlig normal für Kaninchen.


Kaninchen setzen sich nicht freiwillig dauerhaft starken Minustemperaturen aus, wenn sie eine andere Wahl haben.
Trotzdem überleben sie es meistens aber es bedeutet immer enormen Stress für den Körper bei solchen Aussentemperaturen die Körpertemperatur von ca 39 Grad aufrecht erhalten zu müssen.
Bei ausreichender Fütterung schaffen gesunde Kaninchen das in der Regel.
Ob sie sich so "wohlfühlen" ist eine andere Frage.


Durch Züchtung und Vermehrung haben Kaninchen recht unterschiedliche Fellqualitäten, die aber für die meisten Hobby-Besitzer schlecht zu beurteilen sind.
Ich würde mich nicht darauf verlassen, dass jedes Kaninchen in Außenhaltung ausreichend Winterfell bildet um solche Temperaturen überleben zu können, besonders wenn sie wie jetzt gemeldet wochenlang anhalten.


Ich würde wenn irgendwie die Möglichkeit besteht immer Wärmequellen anbieten.
Wenn die Möglichkeit nicht bestehen, würde ich sie aktuell nachts in einen kühlen Raum nach drinnen holen.

Honeymouse 08.02.2021 21:39

Dann sag doch bitte unseren Kaninchen, dass sie bei -10 Grad, Schnee und Wind doch in die schneefreien, windgeschützen und mit Stroh gestopften Hütten gehen mögen. Tun sie nicht. Finden sie kacke. Die sitzen lieber im Schnee und lassen sich vollschneien.

Edit: gestern Abend, etwa 23 Uhr

http://www.abload.de/img/rdj5s.jpg

Polly8 08.02.2021 21:45

Das liegt vermutlich daran, dass es in den Hütten genauso kalt ist wie draußen.


Aber draußen ist der Überblick besser

Honeymouse 08.02.2021 21:47

So wie die sitzen sehen die da nix von der Umgebung. Und so werden sie die halbe Nacht verbracht haben, denn das war heut morgen so zierlich der einzige Schneefreie Platz.

Polly8 08.02.2021 21:56

Im ersten Winter meiner Kaninchenhaltung hab ich mit einem Thermometer Vergleichsmessungen gemacht zwischen den Schutzhütten und draussen, nachdem ich hier gelesen hatte, dass die Kaninchen die Schutzhütten durch die Körperwärme aufheizen und frostfrei halten würden.


Ich habe keinen Tmperaturunterschied feststellen können.
Schutzhütten schützen vor Nässe und Zugluft aber nicht vor Kälte.
Wenn es draussen -15 Grad sind, sind es in der Schutzhütte auch -15.
Evtl -14, wenn die Kaninchen drin sitzen.


Maße meiner damaligen Schutzhütte in der ich gemessen habe 50*50cm und 40cm hoch.


Insofern macht es bei Kälte für Kaninchen keinen Unterschied, ob sie drinnen oder draußen sitzen.
Schnee wirkt isolierend und wirkt weil er direkt dem Fell aufliegt evtl wärmender für das Kaninchen als der Aufenthalt in der Schutzhütte.

Streicher 08.02.2021 22:03

Meine Kaninchen haben dann damals auch was nicht verstanden. Sie besaßen einen natürlichen, selbst angelegten Bau mehrere Meter tief unter der Erde, im frostfreien Bereich.
Saßen dennoch bei -12 Grad tags und -25 Grad nachts draußen im Schnee und Eis.

Polly8 08.02.2021 22:13

Meine sitzen zu ihren aktiven Zeiten morgens und abends auch mal draussen bei Minusgraden oder im Schnee.


Aber zum Ruhen ziehen sie sich ins Gartenhaus zurück und da gerne unter die Wärmelampe.
Im Winter Energie zu sparen ist ein natürlich Instinkt.
Warme geschützte Orte aufsuchen (ggf einschneien lassen) gehören da ebenso dazu, wie möglichst viel zu ruhen, um keine Energiereserven zu verschwenden, die für die Körpertemperatur gebraucht werden.


Kaninchen finden -25 Grad bestimmt nicht so angenehm, wie hier gerne vermittelt wird.

Honeymouse 08.02.2021 22:15

Offensichtlich hatten Streichers Tiere auch bei -25 Grad kein Bock auf frostfreie Gänge. Unsere Kaninchen scheinen alle ganz schön dumm zu sein. Kann man nix machen.

Ella_Finn 08.02.2021 22:15

Meine Kaninchen haben auch bei Wind und Wetter draußen gesessen.

Manchmal habe ich ihnen so einen Snuggle Safe in das Häuschen gelegt (hatte auch so einen Stall als Haus im Gehege). Meine Häsin mochte es kuschelig im Stall. Die Jungs eher nicht so.

Ich finde übrigens Wikipedia als Quelle für Wissen anzugeben sehr fragwürdig:o.

Streicher 08.02.2021 22:17

Zitat:

Zitat von Polly8 (Beitrag 1239663)
Du wirst gleich vermutlich viele Antworten bekommen, dass das überhaupt kein Problem wäre und Kälte Kaninchen überhaupt nichts ausmacht.


Ich persönlich sehe das anders.
Als Gründe muss man sich mal anschauen, wo Kaninchen natürlicherweise vorkommen und wie sie leben.


Lt Wikipedia war das natürliche Verbreitungsgebiet der Wildkaninchen die Iberische Halbinsel, Südfrankreich und Nordafrika, bevor sie durch den Menschen in andere europäische Länder ( auch Deutschland) eingeführt wurden.
Alles Länder mit deutlich wärmerem Klima.



Die meiste Zeit des Tages verbringen Kaninchen in ihren unter der Erde liegenden Höhlen in denen eine konstante frostfreie Temperatur herrscht.
Nur in den Dämmerungsstunden am Morgen und Abend verlassen sie ihre Höhlen zur Nachungssuche.


Vielfach liest man hier auch, dass man Temperaturwechsel und besonders Wärme im Winter vermeiden sollte, weil die Kaninchen sich dadurch erkälten würden.
Dabei sind Temperaturwechsel (auch große Unterschiede) durch das Leben im unterirdischen Bau völlig normal für Kaninchen.


Kaninchen setzen sich nicht freiwillig dauerhaft starken Minustemperaturen aus, wenn sie eine andere Wahl haben.
Trotzdem überleben sie es meistens aber es bedeutet immer enormen Stress für den Körper bei solchen Aussentemperaturen die Körpertemperatur von ca 39 Grad aufrecht erhalten zu müssen.
Bei ausreichender Fütterung schaffen gesunde Kaninchen das in der Regel.
Ob sie sich so "wohlfühlen" ist eine andere Frage.


Durch Züchtung und Vermehrung haben Kaninchen recht unterschiedliche Fellqualitäten, die aber für die meisten Hobby-Besitzer schlecht zu beurteilen sind.
Ich würde mich nicht darauf verlassen, dass jedes Kaninchen in Außenhaltung ausreichend Winterfell bildet um solche Temperaturen überleben zu können, besonders wenn sie wie jetzt gemeldet wochenlang anhalten.


Ich würde wenn irgendwie die Möglichkeit besteht immer Wärmequellen anbieten.
Wenn die Möglichkeit nicht bestehen, würde ich sie aktuell nachts in einen kühlen Raum nach drinnen holen.


Weder persönliche Gründe noch Wikipedia sind Fakten, zumal in Wikipia jeder Artikel verfassen kann, der glaubt etwas zu wissen.

Der Waschbär überlebt unsere hiesigen Winter auch ohne Wärmeeinrichtung und kommt Ursprünglich aus Nordamerika.
Die eigentliche Heimat der Tierart heißt nicht, dass diese nicht anpassungsfähig ist.

Polly8 08.02.2021 22:24

Die Frage ist halt, welche Alternativen zu draußen die Kaninchen haben.


Bei der Schutzhütte von honeymouse zB macht es für die Kaninchen temperaturmäßig keinen Unterschied, ob sie drinnen oder draußen sitzen.


Insofern kann man daraus nicht schlussfolgern, dass sie draußen sitzen weil sie die Kälte angenehm finden.


Wikipedia ist nur ein Beispiel für viele Quellen, die angeben, dass Kaninchen ursprünglich rund ums Mittelmeer verbreitet waren und durch den Menschen in andere europäische Länder gebracht wurden.

Polly8 08.02.2021 22:30

Zitat:

Zitat von Streicher (Beitrag 1239707)
Der Waschbär überlebt unsere hiesigen Winter auch ohne Wärmeeinrichtung und kommt Ursprünglich aus Nordamerika.
.


... wo es teilweise deutlich kälter ist als hier

Polly8 08.02.2021 22:31

Ich hoffe knuffelchen hat nichts dagegen, dass ich diesen älteren Beitrag von ihr hier zitiere, aber der letzte Satz trifft es ziemlich gut.





Zitat:

Zitat von knuffelchen (Beitrag 999607)
Das ist genau das, was ich auch sagen wollte. Im Kaninchenbau herrschen z.B laut dieser informativen Seite
http://www.kaninchen-wuerden-wiese-kaufen.de/wildkaninchen_lebensweise.htm
ganzjährig Temperaturen zwischen 4 und 14° plus!!
Ich hatte in meinem Stall verschiedene Heizplatten und damit eine Temperatur im Winter zwischen 1 und 5° abhängig von der Außentemperatur.
Geschaltet mit Zeitschaltuhren, die ich je nach Außentemperatur angepasst habe.
Meine Kaninchen saßen nie längere Zeit angekuschelt in der Kälte draußen, die gingen immer wieder in den Stall (Katzenklappen) zurück.
Ich könnte auch zur Not mit einem dicken Schlafsack und entsprechender Kleidung im Winter draußen wohnen aber wohlfühlen nicht.


Diabi 08.02.2021 22:37

Wikipedia ist schon nicht schlecht, um sich zu informieren, aber wenn, dann sollte man es vollständig tun.

Ja, Kaninchen stammen ursprünglich von der iberischen Halbinsel, aber a) blieben sie da nicht, sondern verbreiteten sich in ganz Europa und b) gibt es auch auf der iberischen Halbinsel Geburgsregionen mit kalten, schneereichen Wintern, in denen auch Kaninchen (über-)lebten.

Aber schlussendlich steht und fällt alles letztlich mit den Kaninchen: junge, gesunde Nins haben auch mit tieferen Minustemperaturen keine Probleme und lachen einen aus, wenn man mit extra Stroh und co kommt, bei älteren oder kränklichen schadet eine Wärmelampe sicherlich nichts.

Selkie 09.02.2021 00:17

Zitat:

Zitat von Streicher (Beitrag 1239701)
Meine Kaninchen haben dann damals auch was nicht verstanden. Sie besaßen einen natürlichen, selbst angelegten Bau mehrere Meter tief unter der Erde, im frostfreien Bereich.
Saßen dennoch bei -12 Grad tags und -25 Grad nachts draußen im Schnee und Eis.

So kenne ich das auch. Letztes Jahr war das einzige mal dass ich meine Kaninchen im Winter reingeholt habe. Und da war es gar nicht so kalt. Aber Crusty war 11 hatte darm Probleme und untertemperatur. Da hab ich dann auch einen SnuggleSafe angeschafft um ihn über die kälteren Tage zu bringen.
Bei alten und kranken Tieren gilt halt Vorsicht. Ansonsten würde ich mir keine Sorgen machen solange die Kaninchen Chancen haben sich zurück zu ziehen.

Sommer. Hat mir immer mehr Sorge bereitet.

FrodoundJuli 12.02.2021 19:19

So, gestern Nacht hatten wir -15C, da fror es trotz Wärmelampe auch in der Heutonne. Heute nacht und morgen nacht sollen es -21 bzw -20C werden, Frodo ( 10+) kommt diese beiden Nächte in die Waschküche und geht tags wieder raus, ab Montag nachts wieder -11C, da darf er wieder draußen bleiben. Er sitzt auch tagsüber hauptsächlich in der Heutonne. Yuki scheint es warm genug im Häuschen mit Stroh, obwohl auch sie in die Tonne mit Wärmelampe könnte. Sie sitzt ebenfalls auch viel draußen, gerade auch nachts oder in der Dämmerung, wenn also die Wärme der Sonne fehlt. Hier greift definitiv der Altersunterschied, Frodo war früher auch in der Kälte draußen sitzend...


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