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Kaninchen
 
Registriert seit: 05.06.2012
Beiträge: 2.923
Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 27.01.2025, 18:29

Allergie ist sehr unwahrscheinlich, Schnupfen dagegen kommt häufig vor. Auch Spülproben liefern häufiger keinen Nachweis, das ist gar nicht so einfach mit den Pasteurellen am lebendigen Tier. Nach dem Tode könnte man ordentlich auf die Suche gehen. Und es gibt auch die ‚trockenen‘ Schnupfer. Nur weil äusserlich nichts sichtbar ist, heisst es noch lange nicht, dass kein Schnupfen vorhanden ist. Entweder sitzt alles tief und ist sehr zäh, so dass es nicht abfliesst.

Ist der Schnupfen schon lange chronisch, dann lohnt sich ein CT. Dort sieht man, inwieweit weit die Bakterien die NNH zerstört habe. Das ist eindeutig und aussagekräftig. Ich hatte auch schon einen Schnupfer, der hatte gar keine Anzeichen von Ausfluss. Nach Jahren fingen die Augen an zu tränen ( meist kein Eiter), zu diesem Zeitpunkt war die eine Seite der NNH schon praktisch komplett zerstört.

Viele Infos sind auf Kaninchenwiese auch über Schnupfen zu finden.



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Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 03.09.2022
Beiträge: 73
widdermoehrchen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 27.01.2025, 18:53

Zitat:
Zitat von Rakete Beitrag anzeigen
Allergie ist sehr unwahrscheinlich, Schnupfen dagegen kommt häufig vor. Auch Spülproben liefern häufiger keinen Nachweis, das ist gar nicht so einfach mit den Pasteurellen am lebendigen Tier. Nach dem Tode könnte man ordentlich auf die Suche gehen. Und es gibt auch die ‚trockenen‘ Schnupfer. Nur weil äusserlich nichts sichtbar ist, heisst es noch lange nicht, dass kein Schnupfen vorhanden ist. Entweder sitzt alles tief und ist sehr zäh, so dass es nicht abfliesst.

Ist der Schnupfen schon lange chronisch, dann lohnt sich ein CT. Dort sieht man, inwieweit weit die Bakterien die NNH zerstört habe. Das ist eindeutig und aussagekräftig. Ich hatte auch schon einen Schnupfer, der hatte gar keine Anzeichen von Ausfluss. Nach Jahren fingen die Augen an zu tränen ( meist kein Eiter), zu diesem Zeitpunkt war die eine Seite der NNH schon praktisch komplett zerstört.

Viele Infos sind auf Kaninchenwiese auch über Schnupfen zu finden.
Danke! Ja, ich tendiere auch wirklich zu Schnupfen, zumal es wirklich bilderbuchmäßig zum Krankheitsverlauf passt (auftreten unter Stress (VG), zuerst trocken, dann nass, dann eitrig) und alles andere auch soweit ausgeschlossen werden konnte (Fremdkörper, auffälliger Zahn wurde gezogen ohne Besserung, Allergie wüsste ich auch nicht was, Partnerin zeigt jetzt identische Symptome nach Kontakt mit ihm).
Bei ihm ists bestimmt schon chronisch, da wir so lange schon an der Diagnostik mit der TA sitzen. Allerdings erst seit der VG vor 3 Monaten, daher will ich da auch recht fix eine Lösung finden, zumal er ja nichtmal wirklich zum Essen kommt vor lauter Niesen. Zumindest so, dass er nur noch ab und zu schnieft wäre ja schonmal eine gute Verbesserung. Mehr kann ich auch glaub ich nicht mehr erwarten, bei dem aggressiven Verlauf.
Ich bete einfach, dass vllt. Antibiotikum Nr 2 hilft, aber ich bezweifle es ein wenig.
Ein CT ist glaube ich bei seiner TA nicht möglich, bei der angepeilten TA für eine Zweitmeinung aber glaube ich schon, ich frag mal ob das bei ihm oder seiner Partnerin sinnvoll ist. Wie viel kostet denn so ein Kopf-CT im Schnitt? Ich habe jetzt online verschiedene Angaben von 200 bis 1500€ gesehen, da bin ich etwas verwirrt.




Moderator
 
Registriert seit: 20.02.2019
Beiträge: 3.859
4Chaoten befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 27.01.2025, 18:58

Ich bringe mal einen anderen Gedankengang rein, ob er richtig ist, kann ich auch nicht sagen

Meine Tiere haben tagsüber, selbst gesund, kaum gefressen, da wurde vielleicht mal ins Klo gehüpft und ein bis 2 Stängel gefressen, um dann anschl. wieder ein Nickerchen zu machen. Das große Fressen und die Aktivitäten fanden hier immer Abends bis in die frühen Morgenstunden statt

Ich hatte einen Kastraten, der jedes mal gestresst bei TA-Besuchen war und stundenlang nicht gefressen hat. Ich musste ihn dann eher ärgern mit dem Futter und , wenn er dann erstmal abgebissen hat, fing er alleine an zu fressen (incl. Bewegungsmotivation)

Vielleicht ist er einfach gestresst von den TA-Besuchen, der Medigabe?
Ich hatte bisher einen Schnupfer, meine Freundin mehrere, da war es nie ein Problem, dass sie nicht fressen wollten oder inaktiv waren.

Kaninchenschnupfen wird auch durch Streß gefördert, eine VG, ein Umgebungswechsel etc . Meine Schnupferin fing nach jeder VG wieder an. Da hieß es lange genug AB und Rodicare Pulmo. Mit Futter wie z. B Thymian, Oregano, Salbei und Leinpellets unterstützt. Ich würde dir auch Kaninchenwiese empfehlen und sehen, wie du da noch unterstützen kannst




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 03.09.2022
Beiträge: 73
widdermoehrchen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 27.01.2025, 19:26

Zitat:
Zitat von 4Chaoten Beitrag anzeigen
Ich bringe mal einen anderen Gedankengang rein, ob er richtig ist, kann ich auch nicht sagen

Meine Tiere haben tagsüber, selbst gesund, kaum gefressen, da wurde vielleicht mal ins Klo gehüpft und ein bis 2 Stängel gefressen, um dann anschl. wieder ein Nickerchen zu machen. Das große Fressen und die Aktivitäten fanden hier immer Abends bis in die frühen Morgenstunden statt

Ich hatte einen Kastraten, der jedes mal gestresst bei TA-Besuchen war und stundenlang nicht gefressen hat. Ich musste ihn dann eher ärgern mit dem Futter und , wenn er dann erstmal abgebissen hat, fing er alleine an zu fressen (incl. Bewegungsmotivation)

Vielleicht ist er einfach gestresst von den TA-Besuchen, der Medigabe?
Ich hatte bisher einen Schnupfer, meine Freundin mehrere, da war es nie ein Problem, dass sie nicht fressen wollten oder inaktiv waren.

Kaninchenschnupfen wird auch durch Streß gefördert, eine VG, ein Umgebungswechsel etc . Meine Schnupferin fing nach jeder VG wieder an. Da hieß es lange genug AB und Rodicare Pulmo. Mit Futter wie z. B Thymian, Oregano, Salbei und Leinpellets unterstützt. Ich würde dir auch Kaninchenwiese empfehlen und sehen, wie du da noch unterstützen kannst
Da stimme ich dir zu, den Gedanken hatte ich tatsächlich auch schon. Ich denke, dass es definitiv eine Rolle spielt, zumal sich mein eigener Stress/Angst sich auch hundertpro auf ihn überträgt. Ich habs im Freundeskreis auch schon so oft mit Hunden gesehen- Herrchen/Frauchen nervös = Hund nervös.

Ich hab auch schon von selbst versucht, etwas Abstand zu nehmen, rauszugehen, ins Schlafzimmer zu gehen und ihn nicht zu beachten, über meine Hasen-Kamera mal schauen, ob er zum Futter gegangen ist. Ruhige Bewegungen und Körpersprache. Nicht groß am und um die Futterstelle rumfuchteln, wenn er da ist und schnüffelt. Hat leider auch nicht viel gebracht, alles blieb über den Tag liegen. Wenn die Köttel dann normal wären und das mit dem Gas nicht wäre, würd ichs glaub ich auch nicht weiter beachten. In letzter Zeit wurde der Kot dann aber auch winzig/kantig oder eben Aufgasung. Meist ist es auch so, dass er in Ruhesituationen dann auch eher diese Niesanfälle zu bekommen scheint und, auch wenn er hinhoppelt, dann nicht zum Fressen kommt und sich wieder hinlegen muss. Insbesondere auch über Dezember/ die Weihnachtstage. Auch in der letzten Woche nach der Heustück-Entfernung vor der Aufgasung, weil ich selbst gemerkt hab, dass ich da etwas panisch werde.

Das mit dem Unterstützen habe ich auch probiert, da hab ich auch beim TA und bei Kaninchenwiese schon so gut wie alles ausprobiert. Eig. gibt es jeden Tag Salbei/Thymian/Dill, Rodicare Pulmo oder immun (das Pulmo frisst er gern, deshalb eher das) und auch Inhalation von NaCl/Hexasolvon, was auch sehr schonend ist. Staubarmes Heu, dort empfohlenes Einstreu. Leider auch ohne Besserung, auch als zeitgleich mit AB/ Entzündungshämmern. Hase 2 hatte auch eigentlich gar keinen Stress abgesehen von der Silvesternacht und danach die AB Gabe, die ist jedoch schon vorbei, dennoch lindert sich ihre Symptomatik nicht mit den neuen Symptomen.




Geändert von widdermoehrchen (27.01.2025 um 19:33 Uhr).

Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 03.09.2022
Beiträge: 73
widdermoehrchen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 27.01.2025, 20:15

Das Ding ist auch, ums etwas zu kontextualisieren, diese Niesanfälle dauern gerne mal ein 1-2 Minuten am Stück, es ist schon sehr extrem. Von Hase 2 kenn ich Niesanfälle zwar auch, aber die dauern nur ein paar Sekunden. Und Hausmittel sowie Antibiotika schaffen höchstens minimale Erleichterung, was mich sehr stutzig macht. Deshalb verstehe ich auch den Ansatz der TA mit dem Zahnziehen, das hat ja leider auch nicht geholfen und ist jetzt abgeheilt- ohne Fistel in der Nase. Und ein Fremdkörper wurde eben auch bei sämtlichen Röntgenaufnahmen nicht gefunden. Organe auch komplett unauffällig.
Ich fühle mich langsam echt wie bei Dr House (zum Glück ist unsere TA aber um einiges netter).
Ich schreib aber mal ein Update mit dem neuen AB.




Kaninchen
 
Registriert seit: 05.06.2012
Beiträge: 2.923
Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 27.01.2025, 23:27

Zum Thema Schnupfen ( wenn ich es bereits nicht schon geschrieben habe hier):
Je länger der Schnupfen chronisch ist, desto weniger wirkt auch eine Behandlung ( siehe auch Schnupfenseminar von Dr. Diana Ruf). Schnupfen ist nun mal sehr aggressiv und hartnäckig, daher wird es ja auch chron. Schnupfen genannt. Weg geht der meist nicht mehr, es geht nur noch um Linderung der Symptomen. Über die Jahre werden die Symptome auch immer zunehmen, das ist ein normaler Verlauf. Gemäss Diana Ruf sollte man auch über lange Zeit mit möglichst vielen versch. Alternativen, Immunsystem Unterstützenden Sachen behandeln ( siehe Kaninchenwiese) und zwar alles möglichst gleichzeitig! Daneben eben genügend Lange mit AB behandeln, mind. 3-6 Wochen! Kürzere Behandlungen wirken kaum oder respektive der Schnupfen ist gleich wieder zurück.

Schwere AKUTE , lebensbedrohliche Ausbrüche ( mit Untertemperatur oder starker Atemnot) hatte ich nur ganz selten bei meinen Kaninchen, dafür aber immer in 18 Jahren Haltung mind. 1 ( diversen) Schnupfer unter meinen Tieren, meist mit leichteren Symptomen. Kaninchen mit CHRON. Schnupfen sind daher im allgemeinen agil, fressen normal und haben äusserlich keine Einschränkungen. Der Zerstörungsprozess findet innerlich aber trotzdem statt, eben bei Rhinitis in den NNH.. Zudem können gewisse, ganz aggressive Stämme von Pasteurellen auch die inneren Organe befallen, was aber seltener ist.

Zitat:
Und Hausmittel sowie Antibiotika schaffen höchstens minimale Erleichterung, was mich sehr stutzig macht.
Daher: das ist eigentlich typisch bei chron. Schnupfen!

PS: Kaninchen, die nicht betroffen sind, hört man eigentlich praktisch nie Niesen. Ich liess meine 12- Jährige Seniorin letztes Jahr aufgrund von Kieferabszess einschläfern, die hat zu Lebzeiten immer mit mind. 1 Schnupfer zusammen gelebt, aber nie Symptome entwickelt und hatte auch das ganze Leben nie genossen!




Geändert von Rakete (27.01.2025 um 23:32 Uhr).

Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 03.09.2022
Beiträge: 73
widdermoehrchen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 28.01.2025, 00:23

Zitat:
Zitat von Rakete Beitrag anzeigen
Zum Thema Schnupfen ( wenn ich es bereits nicht schon geschrieben habe hier):
Je länger der Schnupfen chronisch ist, desto weniger wirkt auch eine Behandlung ( siehe auch Schnupfenseminar von Dr. Diana Ruf). Schnupfen ist nun mal sehr aggressiv und hartnäckig, daher wird es ja auch chron. Schnupfen genannt. Weg geht der meist nicht mehr, es geht nur noch um Linderung der Symptomen. Über die Jahre werden die Symptome auch immer zunehmen, das ist ein normaler Verlauf. Gemäss Diana Ruf sollte man auch über lange Zeit mit möglichst vielen versch. Alternativen, Immunsystem Unterstützenden Sachen behandeln ( siehe Kaninchenwiese) und zwar alles möglichst gleichzeitig! Daneben eben genügend Lange mit AB behandeln, mind. 3-6 Wochen! Kürzere Behandlungen wirken kaum oder respektive der Schnupfen ist gleich wieder zurück.

Schwere AKUTE , lebensbedrohliche Ausbrüche ( mit Untertemperatur oder starker Atemnot) hatte ich nur ganz selten bei meinen Kaninchen, dafür aber immer in 18 Jahren Haltung mind. 1 ( diversen) Schnupfer unter meinen Tieren, meist mit leichteren Symptomen. Kaninchen mit CHRON. Schnupfen sind daher im allgemeinen agil, fressen normal und haben äusserlich keine Einschränkungen. Der Zerstörungsprozess findet innerlich aber trotzdem statt, eben bei Rhinitis in den NNH.. Zudem können gewisse, ganz aggressive Stämme von Pasteurellen auch die inneren Organe befallen, was aber seltener ist.


Daher: das ist eigentlich typisch bei chron. Schnupfen!

PS: Kaninchen, die nicht betroffen sind, hört man eigentlich praktisch nie Niesen. Ich liess meine 12- Jährige Seniorin letztes Jahr aufgrund von Kieferabszess einschläfern, die hat zu Lebzeiten immer mit mind. 1 Schnupfer zusammen gelebt, aber nie Symptome entwickelt und hatte auch das ganze Leben nie genossen!
Macht Sinn, aber ich hatte ihn eigentlich schon beim ersten Nieser direkt beim TA vorgestellt, mit AB abdecken lassen und nach 14 Tagen AB auch die erste Spülprobe machen lassen, damit es nicht chronisch wird. Tag 1 auch mit dem ganzen Immunzeug angefangen und alles gemacht, wie die TA es gesagt hat. Trotz AB und allem ists aber langsam schlimmer geworden, bis es jetzt zu der momentanen Lage gekommen ist, ich glaub wir sind sogar an die 3 Wochen Marke gekommen... Wars dann einfach das falsche AB?
Inwiefern lässt sich das dann noch lindern oder muss er jetzt für immer mit diesen starken Niesattacken leben?
Ich fühl mich jetzt richtig schlecht, weil ich Angst hab, dass ich daran Schuld bin und der Kleine jetzt für immer so bleibt.




Geändert von widdermoehrchen (28.01.2025 um 00:30 Uhr).

Kaninchen
 
Registriert seit: 05.06.2012
Beiträge: 2.923
Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 28.01.2025, 10:41

Welches AB hast Du bekommen?
Falsch hast Du sicher nichts gemacht. Meist sind es ja Pasteurellen, auch wenn es nicht nachweisbar ist, gerade wenn jetzt nicht viel Eiter heraus kommt. Ohne Eiter wird der Nachweis eh sehr schwierig. Und die Pasteurellen sind eben nun mal sehr hartnäckig, obwohl sie auf die gängigen AB wie Enrofloxacin ( Baytril) empfindlich sind. Begleitkeime können schon mal auch resistent werden.

Wenn nicht Eiter sichtbar ist, dann ist die Frage, ob man überhaupt mit AB behandeln will. Kommt eben auf die Symptome sonst an. Aber wenn behandeln, dann eben lieber länger. Mehrere Immunsystemwirkende Mittel auch noch viel länger einsetzen.

Meine letzte chron. Schnupferin Angorahäsin hatte ihre schlimmen Schüben v.a. wenn sie sonst gerade wieder schlimme Darmstasen hatte infolge der Darmverklebungen. Die hat mind. 40-50 x hintereinander genossen und wenn es ganz schlimm war, waren die Augen auch verklebt.

Mein Senior ist auch durch den psychischen Stress (Mobbing) und infolge Alter auch leicht erkrankt, der hat aber relativ gut auf AB und v.a. Inhalationen angesprochen ( auch mit AB versetzt). Behandlung war sicher mind. 4 Wochen. Er hat wohl zwar immer mal noch ein leicht verstopftes Näschen (also weg ist es nicht), aber zumindest kein Niesen mehr.

Bei Niesen kann ich tägliches Inhalieren empfehlen und orale oder lokale ( dem Inhalat beigesetztes) Schleimlöser. Bei der Angorahäsin habe ich wegen dem sonstigen anderen Stress nur vereinzelt inhaliert, aber es hat sich bei ihr auch gleich gebessert. Aber da wusste ich, dass sich die Symptome von selbst drastisch bessern, wenn die Phase der Darmstasen vorbei war.

Bei meiner verstorbenen, schweren Schnupferin habe ich jahrelang inhalieren lassen und auch täglich natürlicher Schleimlöser Ingwersaft gegeben. Es hat zumindest die Symptome so nicht verschlimmert. Was definitiv geholfen hat, wenn ich dem Inhalat ACC (Schleimlöser) versetzt habe. Ist allerdings rezeptpflichtig in Ampullen erhältlich, aber so schadet es dem Inhalator nicht (bei Membraninhalatoren).

Ob der Schnupfen chronisch bleibt und wie stark, ist nicht von Dir abhängig, sondern ist eben auch genetisch bestimmt. Letztendlich muss das Immunsystem selber damit klar kommen, Du kannst ihm lediglich Hilfe anbieten. Schnupfen ist nun mal sehr aggressiv bei jenen Kaninchen, die auch daran erkranken. Die Mehrheit tut es trotz Trägertum zum guten Glück nicht.

Ich würde im Minimum täglich inhalieren und Schleimlöser einsetzen. Wenn sonst ausser dem Niesen keine Symptome da sind, sollte das nach einiger Zeit schon helfen, damit das Niesen weniger wird.

https://kaninchenwiese.de/gesundheit/infektionskrankheiten/kaninchenschnupfen/




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 03.09.2022
Beiträge: 73
widdermoehrchen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 28.01.2025, 14:44

Zitat:
Zitat von Rakete Beitrag anzeigen
Welches AB hast Du bekommen?
Falsch hast Du sicher nichts gemacht. Meist sind es ja Pasteurellen, auch wenn es nicht nachweisbar ist, gerade wenn jetzt nicht viel Eiter heraus kommt. Ohne Eiter wird der Nachweis eh sehr schwierig. Und die Pasteurellen sind eben nun mal sehr hartnäckig, obwohl sie auf die gängigen AB wie Enrofloxacin ( Baytril) empfindlich sind. Begleitkeime können schon mal auch resistent werden.

Wenn nicht Eiter sichtbar ist, dann ist die Frage, ob man überhaupt mit AB behandeln will. Kommt eben auf die Symptome sonst an. Aber wenn behandeln, dann eben lieber länger. Mehrere Immunsystemwirkende Mittel auch noch viel länger einsetzen.

Meine letzte chron. Schnupferin Angorahäsin hatte ihre schlimmen Schüben v.a. wenn sie sonst gerade wieder schlimme Darmstasen hatte infolge der Darmverklebungen. Die hat mind. 40-50 x hintereinander genossen und wenn es ganz schlimm war, waren die Augen auch verklebt.

Mein Senior ist auch durch den psychischen Stress (Mobbing) und infolge Alter auch leicht erkrankt, der hat aber relativ gut auf AB und v.a. Inhalationen angesprochen ( auch mit AB versetzt). Behandlung war sicher mind. 4 Wochen. Er hat wohl zwar immer mal noch ein leicht verstopftes Näschen (also weg ist es nicht), aber zumindest kein Niesen mehr.

Bei Niesen kann ich tägliches Inhalieren empfehlen und orale oder lokale ( dem Inhalat beigesetztes) Schleimlöser. Bei der Angorahäsin habe ich wegen dem sonstigen anderen Stress nur vereinzelt inhaliert, aber es hat sich bei ihr auch gleich gebessert. Aber da wusste ich, dass sich die Symptome von selbst drastisch bessern, wenn die Phase der Darmstasen vorbei war.

Bei meiner verstorbenen, schweren Schnupferin habe ich jahrelang inhalieren lassen und auch täglich natürlicher Schleimlöser Ingwersaft gegeben. Es hat zumindest die Symptome so nicht verschlimmert. Was definitiv geholfen hat, wenn ich dem Inhalat ACC (Schleimlöser) versetzt habe. Ist allerdings rezeptpflichtig in Ampullen erhältlich, aber so schadet es dem Inhalator nicht (bei Membraninhalatoren).

Ob der Schnupfen chronisch bleibt und wie stark, ist nicht von Dir abhängig, sondern ist eben auch genetisch bestimmt. Letztendlich muss das Immunsystem selber damit klar kommen, Du kannst ihm lediglich Hilfe anbieten. Schnupfen ist nun mal sehr aggressiv bei jenen Kaninchen, die auch daran erkranken. Die Mehrheit tut es trotz Trägertum zum guten Glück nicht.

Ich würde im Minimum täglich inhalieren und Schleimlöser einsetzen. Wenn sonst ausser dem Niesen keine Symptome da sind, sollte das nach einiger Zeit schon helfen, damit das Niesen weniger wird.

https://kaninchenwiese.de/gesundheit/infektionskrankheiten/kaninchenschnupfen/
Wir haben die ersten Wochen, wirklich seit es ab und zu mit den trockenen Niesern angefangen hat, Enrofloxacin gegeben. Laut der Pflegestelle gab es bei ihm auch vorher nie Symptome, die kamen wohl wirklich erst bei mir in der VG. Da es leider unter Enro nicht besser oder gleichbleibend, sondern schlimmer geworden ist, wurde das dann nach knapp 2 Wochen erstmal abgesetzt für eine Nasenspülprobe (damit die nicht verfälscht wird). Eigentlich hätte sich dann doch mit der Antibiotikumgabe die Lage zumindest stabilisieren müssen oder?...
Dann war das mit dem Zahn, da gabs dann zur Abheilung nochmal 2 Wochen Enro, ebenfalls mit reiner Verschlimmerung. Das einzige, was zumindest 3-4 Tage Abhilfe schafft ist eine tiefe TNK-Spülung unter Narkose, danach konnte er immer ein paar Tage gut essen und durchschlafen. Die oberflächliche Spülung durch mich hat leider nichts gebracht. Aber ihn ständig unter Narkose zu spülen ists ja auch nicht.
Jetzt haben wir Azithromycin, das probieren wir ab heute Nachmittag aus. Zumindest meinte die TA, dass es idR gut bei Patienten wirkt, wo Enro nichts bewirkt hat. Mal schauen.


Zitat:
Ich würde im Minimum täglich inhalieren und Schleimlöser einsetzen. Wenn sonst ausser dem Niesen keine Symptome da sind, sollte das nach einiger Zeit schon helfen, damit das Niesen weniger wird.
Bisher hat er nur Schnupfen/Abgeschlagenheit/Inappetenz, Augen sind normal, Lunge frei.
Inhaliert haben wir auch täglich mit Hexasolvon (auch Schleimlöser) bzw. auch anfangs Mucosolvan verdünnt (das hat seine Schleimhäute aber sehr gereizt und wurde dann durch Hexa ersetzt) und oral (Pulmo).. Das Inhalieren über 6 Wochen, wurde für ihn dann aber zu stressig- da machen wir grad eine Pause. Und Pulmo gibts weiterhin. Immunstärkung dann durch Rodicare immun und auch Panacur haben wir mit der TA probiert, da EC-Status ungewiss- und EC trägt dann idR ja auch zum Schnupfen bei. Leider auch ohne Verbesserung oder Stabilisierung trotz Anwendung über Wochen (bzw Panacur dann wie vorgeschrieben)
Ich frag aber mal nach dem Schleimlöserinhalat, das du empfohlen hast. ACC habe ich noch als orale Lösung von der TA bekommen, da hat er aber direkt Durchfall von bekommen, weil da so viel Zucker drin ist. Aber vllt ists ja potenter als Hexa.

Den Kaninchenwieseartikel habe ich leider auch schon hoch und runtergebetet. Auch das mit den "Säulen". Leider bei seinem hartnäckigen Schnupfen ohne Erfolg.

Ich hoffe wirklich, dass ichs irgendwie auf ab und zu Schnufen runter bekomme. Ansonsten habe ich auch noch überlegt, da es bei ihm nur in der Nase zu sein scheint, ob eine Rhinotomie sinnvoll wäre. Allerdings habe ich a) außerhalb von Kaninchenwiese noch nie davon gehört oder welche Erfolgschancen das hätte und b) ist das ja auch unglaublich invasiv, deshalb wäre es wirklich nur der allerletzte Ausweg, wenn sonst nichts greift. Da wollt ich aber mal die Tierärztin ansprechen, ob das dann überhaupt Sinn machen würde.




Geändert von widdermoehrchen (28.01.2025 um 14:54 Uhr).

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marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 28.01.2025, 15:49

Zitromax als Alternative hätte ich Dir jetzt auch vorgeschlagen. Da hab ich schon öfter von Erfolgen gelesen.
In meiner Datei hab ich noch stehen:
0,2 ml/kg Sinupret, 2-3x täglich
10 Tabl. Angocin, 5 Tage




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widdermoehrchen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 28.01.2025, 18:18

Zitat:
Zitat von marinahexe Beitrag anzeigen
Zitromax als Alternative hätte ich Dir jetzt auch vorgeschlagen. Da hab ich schon öfter von Erfolgen gelesen.
In meiner Datei hab ich noch stehen:
0,2 ml/kg Sinupret, 2-3x täglich
10 Tabl. Angocin, 5 Tage
Das vom AB zu hören, beruhigt. Ich hoffe es hilft, ich habs eben gegeben und drücke mal die Daumen. Ich hab ein bisschen Bammel vor Nebenwirkungen, bei unserem Glück in letzter Zeit. Aber erstmal schauen, was wird. Lecker fand ers schonmal.

Die anderen Medis probier ich mal aus, sobald wieder Gehalt auf dem Konto ist, danke für die Tipps!




Zwergkaninchen
 
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widdermoehrchen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 28.01.2025, 19:55

Uff, gerade fing er wieder mit Aufgasungs-Yoga an. Wird mal wieder eine lange Nacht (haben zum Glück genug noch Emeprid, Sab und Novalgin für eine ganze Hasenherde). Oh mann ey.




Geändert von widdermoehrchen (28.01.2025 um 20:08 Uhr).

Kaninchen
 
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Geschrieben am 28.01.2025, 20:07

Enrofloxacin 2 Wochen ist zu wenig, das wird nichts nützen. Und Pasteurellen sind empfindlich, was anderes könnte schon resistent sein. Anderer Haupterreger ist Bordetella. Mycoplasma- Infektionen bräuchte Spezialuntersuchung, was dagegen wirkt weiss ich gerade nicht. Wird das AB zu früh abgesetzt, könnte es auch zur Resistenzbildung geführt haben, was vielleicht auch erklären könnte, dass es so kurz hinterher gar nicht mehr gewirkt hat.

Die Dauer der AB ist eben schon entscheidend. Das gilt auch für alle weitere Gaben von anderen AB.

Spülprobe sollte erst gemacht werden, wenn mind. 2 Wochen kein AB gegeben wurde.

Panacur ist zwar gut gegen EC, aber bei Schnupfen sollte es nicht gegeben werden. Es wirkt kontraproduktiv, d.h. das Immunsystem wird ziemlich herunter reguliert (weisse Blutkörperchen), also kein Wunder, dass unter Panacur der Schnupfen stärker wurde. Mein TA hat bei meiner Angorahäsin bei ihrem schlechten Zustand dringend davon abgeraten, ihr bloss auf Verdacht Panacur zu geben (ausser sie hätte jetzt eindeutig EC gehabt, was nicht der Fall war).

Als Schleimlöser habe ich jeweils oral BISOLVON Kids ( ohne Alkohol) gegeben, was vergleichbar mit dem Sinupret (jenes ohne Alk.) ist. Als Stabilisator hat es leider immer Künstl. Zuckerersatz drin, was abführend wirkt.

Rhinotomie habe ich ja bei meiner schweren Schnupferin (mit ständigem Eiterausfluss) machen lassen nach 2 Jahre AB. Aber vorgängig sollte ein CT zur Beurteilung gemacht werden. Es gibt kleinere Studien (vermutlich USA) die belegen, das es was bringt. Bei uns ist die OP weniger bekannt. Es erweitert die NNH, die dadurch besser belüftet werden. Also nimmt es den Bakterien die Chance, sich weiterhin zu vermehren. Bei meiner Häsin war die OP zu spät ( weil die Lamellenstruktur schon arg zerstört war und die Gänge teilweise mineralisiert ( verkalkt) waren, aber der Zustand stabilisierte sich danach.

Ich kann sonst nur von meiner eigenen Rhinotomie-Erfahrung vor 20 Jahren sprechen, die ich aufgrund von chron. Sinusutis machte. Da ging letztendlich auch durch das viele Tauchen und Entzündungen fast keine Luft mehr durch. Die OP hat das dann schlagartig gebessert. Es kommt aber sicher auch drauf an, wo genau operiert wurde. Bei mir hatte ich das Gefühl, dass nach einem Jahr teilweise die Gänge wieder zugewachsen sind ( aber Details der OP weiss ich nicht). Ich habe immer noch Probleme, allerdings nicht mehr so massiv wie damals. Aber ich tauche auch nicht mehr regelmässig, was sicher auch einen Einfluss für den schlechten Zustand hatte. Ich bin mir aber generell schon am überlegen, ob ich je nochmals eine OP machen würde, wenn es doch wieder irgendwann zuwächst. Aber aktuell ist der Leidensdruck noch nicht so hoch wie anno dazumal, wo ich deswegen nicht mehr tauchen konnte.




Geändert von Rakete (28.01.2025 um 20:12 Uhr).
 
 
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