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| Tut mir leid um Deine 2 Verluste, das ist schon heftig auf einen Schlag... Wie lange wurde denn Lucy mit AB jeweils behandelt? War es gemäss Antibiogramm? übrigens sollte man die Bakterien und Resistenzlage auch jeweils alle halbe Jahre wiederholen um richtig behandeln zu können... Meine verstorbene Seniorin bekam fast 2 Jahre Baytril und auch fast so lange entzündungshemmendes Metacam, bis man sie dann aufgrund des CT's dann operierte und die NNH ausräumte, damit wieder besser belüftet wurde. Symptome waren auch mit AB genügend vorhanden, allerdings hat es sich dann doch nach Absetzen des AB verschlimmert. Die letzten 1.5 Jahre habe ich nur noch palliatiav behandelt. Mit 11 Jahren liess ich sie aufgrund langen, massiven Verdauungsproblemen und Nichtfressens einschläfern. Sie hatte mind. 9 Jahre mit Schnupfen gelebt. Sie bekam über die Jahre fast regelmässig Inhalationen (zuletzt mit ACC versetzt) und z.T. auch lange orale Schleimlöser (bei denen habe ich aber immer Pausen gemacht, um die Verdauung nicht zu arg zu belasten). Lokale Schleimlöser über Inhalationen ist effektiver. Zudem immer täglich Ingwersaft, welches sie liebte. Was sicher nebst pflanzlichen Schleimlöser auch angeblich das Immunsystem stärken soll. Immunsystem kann man auch sonst mit diversen Mitteln versuchen zu stärken, aber bei den schon lang chron. Schnupfer hatte ich nie das Gefühl, dass es etwas nützte. Bei schlimmen Fällen aber lieber lebenslang AB geben, um zumindest eine gute Lebensqualität zu erhalten.
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| Das tut mir sehr leid für deinen Verlust ![]() Ich kann mir vorstellen, wie du dich gerade fühlst und meinen Respekt dafür, dass du dich auch um die zwei verbliebenen Tiere kümmerst Meine Schnupferin hat mich leider vor einigen Wochen (Krebs) verlassen, aber Schnupfen sollte nie unterschätzt werden Je eher richtig behandelt wird, je besser die Chancen. Meine Häsin wurde zwar mit dem richtigen AB behandelt, leider wurde es mit den Jahren aber auch nicht besser, wenn sie einen Schub hatte Ich halte AB (wie Rakete schon sagte, nach Antibiogramm) für wichtig und ein AB sollte länger als 14 Tage gegeben werden Unterstützen kannst du sie mit regelmäßiger Inhalation, täglich, je nachdem wo sich der Schnodder absetzt, die Nase/Augen reinigen (Baumwolltuch mit warmen Wasser) und mit div. Futter. Meine liebte Fenchel, du kannst es auch mit Ingwer versuchen. Ansonsten bitte nochmal bei Kaninchenwiese einlesen Wie leben deine Tiere? Innen oder Außenhaltung?
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| Vielen Dank euch beiden für eure Antworten. Lucy wurde im letzten Jahr Ende April erstmalig mit Antibiotika (oral) behandelt. Davor nur mit Augentropfen. Es wurde aber kein Antibiogramm gemacht. Sie wurde damals geröntgt, um zu schauen, ob es von den Zähnen kommt, was aber nicht der Fall war. Sie bekam damals 1x täglich ihr orales Antibiotikum sowie 2 oder 3x täglich die antibiotischen Augentropfen. Zusätzlich eine ACC-Lösung für die Augen, um dort den Schleim zu lösen. Das Ganze ging ca. 4 Wochen und da es noch nicht 100%ig weg war, wollte ich verlängern. Aber die TÄin lehnte es ab (war übrigens eine Heimtierärztlin), weil sie meinte, da sind keine Keime mehr drin. Ist nur noch Flüssigkeit. Danach war längere Zeit Ruhe, außer dass die Augen immer tränten und ihr Fell deswegen verkrustete – was sich aber in Grenzen hielt, da ich ihr täglich dort die Stellen säuberte und wenn nötig die Haut eincremte. Anfang des Jahres habe ich dann bei einem anderen TA den Schnodder untersuchen lassen und ein Antibiogramm in Auftrag gegeben. Daher weiß ich, dass Lucy Pasteurellen hat. Baytril war wohl ein mögliches Medikament und Lucy bekam es ca. 15 Tage. Dann war, bis auf das ständige Tränen der Augen, bis Mai Ruhe. Dann fing es an, dass erstmalig Schnodder aus der Nase dick rauslief. Also wieder hin, Baytril abfüllen lassen und wieder nur für 15 Tage was bekommen. Die Tierärzte dort meinten, danach muss Ruhe sein und man gibt Antibiotika nicht länger. Nach der Behandlung war bis ca. Mitte/Ende September Ruhe (außer Tränen aus Augen und dann auch der Nase) und dann kam der Rotz noch heftiger zurück. Ich mit Lucy also wieder zum TA und wieder nur für 15 Tage Antibiotika bekommen. Wir hatten jetzt nur gut 2 Wochen Ruhe vor dem zähen Schnodder und nun ist wieder dicker Schleim in den Augen. Ich werde morgen mit Lucy wieder zum Doc müssen und fragen, ob man nicht doch dauerhaft was geben kann. Es bringt ja immer bisschen was und ihr geht’s damit auch deutlich besser. Inhalation habe ich noch nicht probiert. Wie mache ich das am besten? Und mit was? Wie lange sollte sie täglich inhalieren? Ach ja, Lucy und Amon-Re leben in Außenhaltung. Sie haben nachts ein ca. 13-15m² großes (zum Teil überdachtes) Gehege. Im Gehege schlafen sie im Erdreich (haben sie selber gebuddelt), ich komme aber dort im Notfall immer ran. Aktuell sitzt Lucy tagsüber am liebsten in einem der hohlen Baumstämme. Früh, wenn es hell ist, öffne ich das Gehege und die Kaninchen könnten sich auf mind. 600m² reine Lauffläche austoben. Aber wie gesagt, Lucy macht es krankheitsbedingt kaum noch und Amon-Re geht auch nur max. 1 bis 2m vorm Gehege fressen. Meistens sitzt er aber auch nur noch im Gehege herum.
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| Die AB-Gabe war viel zu kurz; 2 Wochen bringt nichts. Mindestdauer ist 3-6 Wochen. Gerade Pasteurellen brauchen enorm lange, bis die genügend zurück gedrängt werden. Die sitzen sehr tief fest und sind noch durch viel Eiter geschützt; AB wirkt dann auch nur noch begrenzt. Und Pasteurellen wird man auch nie weg bekommen, sondern höchtens gut verdrängen. Eine längere AB-Gabe macht in so einem Falle sicher sehr viel Sinn, sofern es durch die kurze AB-Gabe nicht schon resistent geworden ist... Bei schweren, chron. Kaninchenschnupfen gibt man durchaus in selten Fällen AB auch Lebenslang. Das ist auch die Empfehlung der auf Kaninchen spezialisierten TA's (in meinem Fall u.a. Tierspital, Universität Zürich). Dort landen viele, schwerere Fälle von chron. Schnupfen. Meine vielen chron. Schnupfen waren sonst über die Jahre immer alle agil. Gibt es eine Beeinträchtigung, dann muss es Deinem Kaninchen schon sehr schlecht gehen, ausser es hat noch mehrere Baustellen als 'bloss' Schnupfen. Ich hatte auch schon einen Schnupfer, dessen einzige Symptome tränende Augen waren. Ich wäre da nie auf Schnupfen gekommen. Nach 1.5 Jahren und dauernder Augentropfen aller Arten war dann der Tränenkanal komplett dicht. Also zerstört und mineralisiert, inklusive die ganze linke Nasennebenhöhle (NNH). Das CT zeigte, dass da keine Luft mehr durch ging. Diagnose: chron. Sinusitis und nicht mehr heilbar Das sind Auswirkungen auf längere Zeit. Durch lange AB-Gabe könnte man sowas verhindern, ggf. dann eben die Nase operieren lassen (Rhinektomie), wenn nichts mehr anspricht. Das habe ich wie gesagt bei meiner anderen Schupferin machen lassen. Kennst Du denn Kaninchenwiese? Dort findest Du zu dem Thema viele Behandlungsmöglichkeiten. https://kaninchenwiese.de/gesundheit/infektionskrankheiten/kaninchenschnupfen/ Inhaliert wird am besten mit einem Kaltinhalator. Unterschiedlich lange, abhängig vom Modell und wie man das macht (mit Maske vor dem Gesicht oder in der Transportbox), zw. 10-30 min Das befeuchtet die Schleimhäute, was wiederum ihre Funktion unterstützt, damit sie Bakterien erfolgreich bekämpfen können. Auch ideal wären Nasenspülungen um den Eiter heraus zu spülen. Ich habe das trotz jahrelangen Versuchen kaum je richtig hin bekommen. Der TA schon... Aber auch das sollte man regelmässig machen. Wenn alles AB auf sehr lange Zeit nicht anspricht, dann eben gemäss CT operieren lassen. (Ich habe die Nase auch erst nach 2 Jahren Baytril operieren lassen). Die NNH erweitern und den Eiter daraus entfernen, damit wieder richtig belüftet werden kann. Vorausgesetzt, dass die NNH nicht schon zu stark zerstört wurden, dann kommt eine OP zu spät. Ein kaninchenkundiger TA braucht es aber für die Behandlung schon. Die kennen sich mit chron. Kaninchenschnupfen auch aus. Übrigens: je länger man mit einer Behandlung wartet, desto schwieriger wird es, dass irgendwas überhaupt darauf anspricht. Eine sofortige, genügend lange AB Behandlung hilft sogar, dass man es dauerhaft weg kriegt. Wenn es so lange schon chronisch ist, dann kommt es immer wieder und wird auf die Jahre hin auch immer schlimmer und nicht mehr behandelbar.
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| kurzes update: War am Freitag mit Lucy beim TA. Sie wird jetzt dauerhaft AB bekommen, damit ihre Lebensqualität verbessert wird. Ein leichtes Giemen ist auf den Bronchen zu hören, sagte mir der TA. Gewicht ist unverändert. Gewichtszunahme wäre mir natürlich noch viel lieber. Aber wenigstens nicht weiter abgenommen. Kann es sein, dass die Pasteurellen (es sind laut damaligen SYNLAB Labor Pasteurella multocida) auch noch zur einseitigen Blindheit bei Lucy geführt haben? Gestern war ich richtig glücklich, da Lucy wieder quer über unseren Hof gehoppelt ist, um an ihrem Lieblingsplatz zu fressen. Das hat sie seit über 1 Woche nicht mehr gemacht. Sie niest seit gestern auch deutlich weniger und auch heute war sie wieder aus ihrem Gehege gekommen. Ich bin erstmal beruhigt, dass es ihr doch besser zu gehen scheint. Auch Amon-Re ist seit gestern wieder aktiver. Ich hoffe, es bleibt so bzw. für Lucy natürlich, dass sich der Allgemeinzustand weiter verbessert. Meinen alten Pari Boy habe ich auch aus der „Versenkung“ geholt. Das Ding funktioniert noch und ich würde Lucy mit ACC inhalieren lassen? Beim nächsten TA-Besuch spreche ich das mal mit der Nasenspülung an.
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| Hallo MoquiMarble, hallo Rakete vielen Dank für die Infos. Zu den Autovakzinen habe ich meine TS nochmal gesprochen. Sie sagte es macht Sinn für chronisch kranke Tiere oder wenn das Antibiogramm Erreger mit Resistenz aufweist . Also für Dich MoquiMarble könnte das was sein. Sie sagte in unserem Fall würdean es erstmal klassisch behandeln mit AB. Die Impfungit den Autovakzinen kann Impfenebenwirkung haben und die Krankheit zunächst verschlimmern, sagte sie. Zu dem Zylexis sagte sie mir, dass sie es gerne bei uns einsetzen würde, wenn der Schnupfen nach dem AB nochmal zurück kommt. Warum die es nicht gleich machen möchte weiß ich nicht, aber sie meinte es hätte wohl keine Nebenwirkungen . Auch das Zylexis kann für dich vielleicht interessant sein. Welches Schleimlösemittel in Pulverform und welches Probiotikum in Pulverform hast Du denn? Das klingt ja praktisch und viel Stressfreier. Beim Testen leckte Linus immerhin das Fibreplex von einer Möhre. Das Rodicare Immun wurde von beiden auf einem Test Cuni gefressen. Da würde ich sie gern dran gewöhnen, aber eigentlich isst Luisa nicht, was sie nicht kennt. Mal gucken vielleicht kriege ich die dran gewöhnt. Die Hinweise von Rakete zu dem Pariboy, daß der Schimmelsporen o.ä. haben könnte fand ich ganz gut. Wenn man sich sowas aus der Apotheke leiht, sind die Sachen immer desinfiziert. Wie geht es Lucy jetzt? LG Anni
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| Hallo Anni! Danke der Nachfrage. Lucy geht es den Umständen entsprechend gut. Sie ist bisschen mobiler, hoppelt auch mal tagsüber über den Hof und futtert auf der Wiese. Leider nimmt sie aktuell wieder ab, was mir große Sorgen macht. Wie geht es deinen kleinen Schnupfnasen? Gibt es da Neuigkeiten? Ich hätte mal eine Frage zum Probiotikum… Wollte eigentlich das Rodicare Bac kaufen, aber das scheint es nicht mehr zu geben? Da es ein Pulver ist, wäre es perfekt gewesen. Gibt es andere pulvrige Probiotika, die gut sind? Zurzeit habe ich vom TA Fibreplex und das Zeug schmeckt Lucy absolut gar nicht. Sie lässt es sich auch nicht mit leckeren Trockenfrüchten verabreichen. Ein Pulver wäre da echt hilfreicher.
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| Ach ja @Anni, als Schleimlöser habe ich vom TA Hexasolvon. Ich nehme immer ein Stück trockene Ananas (vom Hasenhaus im Odenwald), falte sie bisschen und mache dort das Pulver rein und quetsche alles schön zusammen. Schmeckt Lucy prima.
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| Zitat:
zu dem Probiotikum .... Ich war auch sehr auf der Suche. Ich habe drei Produkte gefunden ( zwei davon Pulver) und hier dazu einen eigenen Thread erstellt. Titel war Probiotikum und Prebiotikum ....Guck Dir die drei Mal an. Das eine welches ich besonders interessant fand hieß : OMNI BIOTIC Cat&Dog . Erfreulicherweise hat Betsy69 mir geschrieben, daß sie es erfolgreich angewendet hat. Es ist Pulver mit u.a. mit Bakterien die zum Teil auch im Kaninchendarm vorkommen. Ich hab es mir über die Apotheke bestellt, geht aber auch mit Amazon. Aber ich wollte nicht das die Bakterien in der Kälte rum stehen, wenn der Postbote es wieder vor die Tür legt. Ich gebe es jetzt seit 2 Tagen und es geht den Kaninchen gut. Beide Nasen sind viel trockener. Ich habe jetzt auch Schleimlöser, ich glaube Bisolvon (Bromhexin). Ich gebe ihn abends mit AB und Rodicare Immun. Da danach das Frischfutter feucht kommt und der Schleimlöser viel Flüssigkeit haben soll. Ich bin mir nicht sicher ob ich ihn brauche, ich sehe keinen Schleim aus der Nase kommen, nicht Mal mehr Sekret.... Ich dachte wenn nach paar Tagen mit Schleimlöser nichts rotzt, dann kann ich ihn absetzen, weil es schon trocken ist. Oder ? Hast Du mal über Zylexis oder Autovakzine mach gedacht? LG Anni
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| Hier hat es bei Kaninchenwiese Empfehlungen.( Präbiotika ist dem Probiotika vorzuziehen/ und das ProPreBac gibt es nicht mehr, daher ist das Ganze nicht mehr so aktuell… ). Nicht alle Produkte dürfen bei Durchfall eingesetzt werden, daher gut durchlesen: https://kaninchenwiese.de/pflege/hausapotheke/probiotika-praebiotika/ Ich habe mir SymbioPet, RodicareDia ( was beides nicht freiwillig gefressen wird) und Rodicareakut bestellt, da die bei Kaninchenwiese ein top Rating haben). Und dann noch was, was nicht auf der Liste stand: DarmReinPro (von cdVet).
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| Lucy ist heute um 17.50 Uhr über die Regenbogenbrücke gehoppelt. Sie bekam kaum noch Luft, reckte ihren Kopf in den Nacken, röchelte vor sich hin. Die letzten 3 Tage ein Gewichtsverlust von 200g, obwohl sie fraß. Ihr ging es seit gestern Abend gar nicht gut und wir haben heute mit der kaninchenkundigen TÄin entschieden, ihr weiteres Leid zu ersparen. Euch ganz lieben Dank für die Zeit, die ihr euch genommen habt, um so viele Informationen und Erfahrungen mit mir zu tauschen. Ich muss nun schnellstens eine Lösung für unseren alleingebliebenen Amon-Re finden.
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