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| Diverse Erkrankungen wurden hier bereits aufgezählt. Für diese (oder deren Ausschluss) braucht es eine saubere Diagnostik. Die fehlt mir aber hier in Deinem Bericht über durchgeführte Untersuchungen Deiner Tierärztin. Zahnerkrankungen können nur ausgeschlossen werden, wenn in allen 4 Ebenen geröntgt wurde. Otitis braucht ebenfalls ein Röntgen (die Mehrheit der Widderkaninchen haben lebenslang chron. Otitis und dauerhaft Schmerzen, weswegen sie als Qualzuchten gelten). EC kann nur ausgeschlossen werden, wenn Titerbestimmungen durchgeführt wurden, alles andere ist ein Schuss ins Blaue und rein hypothetische Annahme…. Die Symptome sprechen stark für EC, wenn es natürlich auch andere Ursachen für neurologische Ausfälle haben könnte wie Arthrose, Otitis, Schnupfen… Einzelhaltung und ‚Knasthaltung‘ in einem Käfig führt nicht nur zu Muskelschwund und sozialer Verkümmerung. Durch den psychischen Dauerstress können bei einem Fluchttier wie Kaninchen oft stressbedingten Erkrankungen auslösen. Die Psyche beeinflusst stark auch die Physis, weil das Immunsystem so geschwächt wird. Das ist nicht nur bei uns Menschen so, sondern erst recht bei den nachweislich viel stressempfindlicheren Kaninchen. Übrigens leben Wildkaninchen in Kolonien, da hat jeder seinen passenden Partner. Hauskaninchen stammen davon ab und haben immer noch dieselben Verhaltensmuster und Ansprüche. Klappt das Zusammenleben nicht, dann kann es an diversen Fehler seitens der Besitzer liegen (Platz, falscher Ablauf der VG) , aber auch genau so, dass das Kaninchen nie in jungen Jahren sozialisiert wurde (was dann ebenso ein ‚menschlicher‘ Fehler ist). Liegt letzteres vor, dann braucht es von Seitens des Besitzers etwas mehr Geduld und Aufwand für die richtige Auswahl des Partnertieres. Es lässt sich aber immer ein passender Partner finden anstatt ein so hoch soziales Tier für sein ‚Vergehen‘ zu bestrafen. Auch ‚asoziale’ Tiere (welche das nie gelernt haben) können in gewissem Grade noch sozial werden. Mein letzter Neuzugang hat dafür 9 Monate gebraucht. Heute merkt man meinem unzertrennlichen Paar nicht an, dass er sie so lange komplett ignoriert hat. Natürlich sollte die Gesundheit an erster Stelle kommen. Erst nach entsprechender Diagnostik und Behandlung kann man daran denken, für ein derart handicapiertes Kaninchen einen entsprechenden Partner zu finden. PS: ich weiss zwar nicht, was es mit dem beschriebenen E.coli auf sich hat… und um was für einen Infekt es sich handeln sollte. Aber eines weiss ich bestimm: Bakterien lassen sich bestimmt nicht homöopathisch abtöten ( dafür habe ich schon zu lange in div. mikrobiologischen Labors gearbeitet ;-) ). Und falls es hier eine Verwechslung gab: E.coli sind Bakterien, aber E.cuniculi ( abgekürzt EC in der Umgangssprache) ist ein Parasit, der Encephalitozoonose verursacht Geändert von Rakete (25.07.2021 um 22:44 Uhr).
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| Stichworte |
| e.coli, homöopathie |
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