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| Meine Kaninchen bekommen die Medikamente pur. Ich verdünne da nie etwas. Zudem will ich auch so sicherstellen, dass alles drin im Kaninchen ist. Und nur 1 Kaninchen nimmt die Medikamente freiwillig, aber die frisst eh praktisch alles (und mit alles meine ich das auch so: in ihrem Speiseplan würde auch Fleisch, Fisch etc. dazu gehören ), alle anderen müssen die Medikamente eben per Zwang schlucken. Wie gut kennen sich Deine TA's denn überhaupt mit Kaninchen aus? Es hört sich nämlich nicht unbedingt danach an. Wenn Zähne schon einseitig abgenutzt sind, dann hätte da bereits Röntgen oder besser CT gemacht werden sollen. Das spricht dafür, sodass das Kaninchen einseitig frisst. Wenn es extremer wird, kriegt man das irgendwann beim Fressen auch mit. Auf der schmerzhaften Seite wird nämlich nicht mehr gefressen. Tränende Augen können u.a. auch auf Zahnproblematik hinweisen. Ich glaube auch nicht, dass es so gut ist, ein Kaninchen mit starken Verdauungsproblemen zusätzlich noch so lange mit AB zu behandeln. Das löst die Probleme nicht und zerstört die restliche vorhandene Darmflora erst recht. Außer es gibt einen konkreten Grund für AB...? Hast Du Kaninchenwiese schon durchgelesen? Jegliche neurologische Auffälligkeiten können einen Hinweis auf EC sein. Dazu gehört auch schon leichtes Kopfzucken oder Hinterbeine über den Boden leicht nachziehen. Komische Beinstellung in Liegeposition (Beine rutschen nach auswärts)... Es ist durchaus möglich, dass es länger zu keinen weiteren Symptomen kommt. Symptome können also total unterschiedlich sein. Ob es Zittern oder Kopf schief halten ist... Letzteres kann auch genau so gut aufgrund von chron. Ohrenproblemen (Infekte) über Jahre hinweg sein. Kaninchen verstecken auch Krankheiten sehr gut. Im Extremfall kann sowas auch so weit gehen, bis es taub ist. V.a. bei Widdern kommt dies häufig vor. Mir ist damals auch erst nach 1 Jahr aufgefallen, dass ich nie mehr gesehen hatte, dass mein Kaninchen Männchen macht. Und irgendwann fiel mir auf, dass er die Ohren nur noch im Liegen putzte. Vermutlich gab es schon lange Gleichgewichtsprobleme, nur waren die nie sichtbar. Bis ich dann 2x sah, dass er beim Aufstehen torkelte. Zitat:
Auf was würde die Kotprobe untersucht? Nur auf Parasiten oder auch bakteriell? V.a. auf Hefepilze wäre auch noch sinnvoll.
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| Nun haben wir endlich eine Idee bzw vermutlich auch die Lösung. Und ich hoffe dass wir durch den Erfahrungsbericht dem ein oder anderen helfen können... Nach Wechsel des Tierarztes / Einholen einer zweiten Meinung kam nun heraus, dass er Schmerzen im Nacken/Schulter-Bereich hat. Daher auch das Zittern in den Vorderläufen und daher auch die erste Aufgasung (da er das Fressen aufgrund der Schmerzen eingestellt hat). Die Verletzung weiss Gott woher er die hat. Die mittlerweile nun 2 vermuteten weiteren Auffassungen waren gar keine, sondern es verhielt sich vermutlich nur folgendermaßen: Ihm ging es besser, wir haben ihn (zu früh für die Rückenkiste) wieder rumflitzen lassen und dann ist die Verletzung wieder aufgebrochen. Er meinte ja direkt wieder Haken schlagen zu können... Da nur die erste Aufgasung tatsächlich mit Röntgen belegt wurde, die anderen Aufgasungen (die nun augenscheinlich gar keine waren) aber nicht, haben wir ihn die ganze Zeit falsch behandelt. Lange Rede, kurzer Sinn: Wir haben nun Schmerzmittel bekommen welche wir nach Bedarf geben sollen. Und unser Kerlchen kommt nun erstmal 3-4 Wochen Käfigruhe. Es war die ganze Zeit so, dass es ihm von Tag zu Tag besser ging, bis er wieder "rennen" durfte. Dann ging alles in kurzer Zeit von vorne los... Auf den Röntgenbildern ist keine Fraktur zu sehen. Die Ärztin vermutet nun etwas wie ne Zerrung, Verstauchung, Sehne, etc... Natürlich könnten wir nun ein CT machen um auf Nummer sicher zu gehen, aber da es ihm immer schon recht schnell besser ging gehen wir davon aus dass es heilt, auch wenn wir nicht wissen was er genau wo hat... Schmerzmittel werden wir ihm mit 2-3 Erbsenflocken geben um ihn nicht herausholen zu müssen. Erfahrungsgemäss war es dann nach 2-3 Tagen auch immer schon wieder so gut, dass er so gut wie ohne Schmerzmittel auskam.
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| das ist bei allem drüber grübeln das einzige was Sinn macht... Am Freitag (bei augenscheinlicher Aufgasung Nr 3) wurden ja noch mal Röntgenbilder gemacht. Dort war auch definitiv keine Aufgasung zu sehen. Trotzdem hat er sich identisch zu der nachgewiesenen Aufgasung verhalten, der Bauch war aber nicht hart und aufgebläht... In der Tierklinik wurde dann alles gecheckt und man stellte eine Schmerzempfindlichkeit am Rücken/Nacken fest. Erst die Gabe eines Schmerzmittels hatte ihn dann beruhigen können und er fing recht schnell wieder an zu fressen. Sehr gut sogar... Bei Aufgasung Nr 2 wurde lediglich der Bauch abgehört und man war sich da auch nicht sicher. Der Arzt war aber auch sehr experimentell unterwegs und verschrieb dann einfach noch mal ne Runde AB... Deswegen ja auch der Arztwechsel. Geändert von wattwurm017 (08.06.2020 um 13:44 Uhr).
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| ...nur mal als Rückmeldung: Die Diagnose hat sich bestätigt. Wir haben nach 2 Tagen die Schmerzmittel komplett abgesetzt und ansonsten nur geschaut dass der kleine Mann auch fleissig frisst. Er ist mittlerweile wieder so gut wie gesund. Nur wenn man drauf achtet (und wenn er mal im Käfig etwas getobt hat... er hat ja noch Käfigruhe) zittert es noch ein klein wenig im Vorderpfötchen. Mittlerweile auch nur das linke. Aber halt wirklich nur nach stärkerer Belastung. Ansonsten bewegt er sich absolut normal. Wir werden ihm noch mindestens 2 Wochen Ruhe gönnen um alles ausheilen zu lassen.
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