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Stress bei Tier und Halter auf Kaninchen Forum

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Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 23.07.2019
Beiträge: 70
Jusi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 09.08.2019, 13:58

Stress bei Tier und Halter


Hallo,


seit knapp zwei Monaten haben wir ein Widderpärchen (Alter unbekannt, geschätzt 1-2 Jahre) aus dem TH. Die Tiere haben tagsüber ca. 30m² Auslauf und nachts 15 m²; Ernährung: Frischfutter, Heu, Trockenkräuter, Sonnenblumenkerne, Erbsenflocken usw.). Ich bin jemand, der die Flöhe husten hört und Symptome wahrnimmt, die anderen nicht auffallen. Daher weiß ich nie, ob ich übertreibe oder nicht. Das war schon bei meinen Kindern so, und bei den Tieren ist es nicht anders - es sei denn, sie "beweisen" mir 24 Stunden am Tag, dass es ihnen gut geht.


Das Männchen ist relativ unkompliziert, ein wenig scheu, aber in allem relativ beständig. Um das Weibchen (unkastriert) mache ich mir nun seit zwei Wochen dauerhaft Sorgen, und das Problem ist, dass ich nicht weiß, ob meine Sorgen (mit dem entsprechenden Verhalten à la: "Nun iss doch was / lebst du noch?" usw.) womöglich der Auslöser für die Probleme sind oder ob das Tier wirklich krank ist (Wetter / Hormone / Stress...?).


Die Symptome sind unterschiedlich: Heute hatte sie ein bisschen Durchfall (muss ich noch weiter beobachten; könnte am Kopfsalat liegen); seit Tagen atmet sie gelegentlich hörbar; niesen tun beide alle paar Tage mal; ihr Herz schlägt schneller als das ihres Partners; sie isst insgesamt weniger als er; wirkt phasenweise überdreht und dann wieder sehr ruhig.


Ich war in den letzten Tagen bei zwei Tierärzten (einer davon ein Spezialist für Kaninchen), und beide haben fast dasselbe gesagt: Das Tier ist fit (haben sie daran gemerkt, wie sie sich dort bewegt und vor allem gewehrt hat), und ich solle mir keine Sorgen machen. Sie könnte ruhig ein paar Gramm abnehmen.



Dem Spezialisten fiel überhaupt nichts an ihr auf; ich war zuerst beruhigt, bis ich dann - natürlich mitten in der Nacht - eine "rote Pfütze" gesehen habe. Ich bin sofort panisch in die Tierklinik, wo man festgestellt hat, dass sie sich eine Kralle abgerissen hat. Organisch sei sie fit, nur das Näschen sei ein bisschen feucht (was mir überhaupt nicht auffällt), und ich solle das beobachten.


In der Klinik war sie ohne Partner (der hat immer extreme Angst vor Transporten). Dort waren leider zwei (ruhige) Hunde, vor denen sie Angst hatte, und zumindest gestern noch war der Partner (der auch Angst vor Hunden hat - wenn meine Tochter zu Besuch bei einem Hund war, muss sie sich immer erst duschen, weil die Kaninchen sonst Angst vor ihr haben) ihr gegenüber "reserviert", während sie sonst Tag und Nacht eng angekuschelt sind (wenn sie nicht gerade rumhoppeln).


Nun würde ich am liebsten heute schon wieder zum TA, aber mit jedem Besuch stresse ich die Tiere noch mehr. Die Symptome (abgesehen vom leichten Durchfall) haben sich ja nicht verändert in den letzten Tagen, und wenn die Ärzte vor 3 Tagen nichts Ernstes festgestellt haben, wird das heute nicht anders sein.



Dann frag ich mich aber wieder: Hat der Arzt auch richtig untersucht? Müsste er nicht röntgen (um die Zähne perfekt zu sehen)? Ein Vertretungsarzt hat mal beim anderen Tier den Mund aufgesperrt und dabei eine Spitze gesehen; der jetzige (der Spezialist) meint, das sei nicht nötig (im TH haben sie uns gesagt, wir sollten regelmäßig die Zähne kontrollieren lassen)? Müsste er einen Nasenabstrich machen?



Auf den Kaninchenseiten im Netz steht immer, was genau der Arzt machen muss - aber letztlich wird es der Spezialist ja am besten wissen (von dem es immer heißt, er sei der beste Kaninchenarzt in meiner Gegend). Ich kann ja nicht wirklich 3x die Woche 3 Ärzte ausprobieren, bis jemand jedes Organ von allen Seiten durchleuchtet hat (die Kosten sind mir mittlerweile egal, aber das Tier ist tatsächlich sehr gestresst). Ich war bei den Kindern auch schon so, dass ich fast immer eine Zweitmeinung wollte (manchmal auch zu Recht...).



Natürlich weiß hier niemand, ob und was mein Tier hat; aber ich weiß nicht, ob ich hier überreagiere. Die Ärzte meinten, man sehe das schon, wenn das Tier ernsthaft krank ist. Wie groß würdet ihr den Einfluss von Stress (Arztbesuche, besorgter Halter) halten? Intuitiv würde ich sagen, sie ist ein bisschen "durcheinander", aber nicht ernstlich krank. Würdet ihr da was zur Stärkung des Immunsystems geben (möglichst was, was die Tiere gerne essen)? Oder kann man da auch was falsch machen? Sollte ich die Tiere eher in Ruhe lassen? Ich kann ja nicht in sie reinkriechen. Ich hab sie (v. a. das Weibchen) total lieb, aber ich hab auch das Gefühl, sie damit zu erdrücken. Ich komme mir vor wie eine alte Witwe, die ihr Schoßhündchen verhätschelt!



 



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