![]() |
Zitat:
Klar KANN es eine Zeit lang gut gehen, Clemens lebte auch als er noch nicht bei mir war 4 Jahre friedlich mit seinem ebenfalls unkastriert Bruder zusammen, bis dieser meinte ihn so lange berammeln zu müssen, bis er seine Hinterbeine komplett hinter sich herzog. Das Ende vom Lied: Schäden an der Wirbelsäule und an mehreren Bandscheiben. Nach dem Motto „gibt ja genug Gegenbeispiele, wo unkastriert Rammler gut miteinander auskommen“ müsste man ja keinem Halter empfehlen, diese zu kastrieren, es könnte ja auch so funktionieren. |
Ab Seite 65: https://www.kanincheninfo.eu/Dokumente/Weiterfuehrende-Info/KI-Vortrag-Artgerechte-Haltung.pdf Siehe Rangordnung: http://www.hauskaninchen.com/Seiten/Wildkaninchen/Verhalten.html Erster Abschnitt: https://www.tvg-bb.de/blogger/kaninchen-nach-maeusen-ratten-und-fischen-die-viertgroesste-gruppe-der-versuchstiere-in-deutschland/ ich belasse es mal bei den dreien, obwohl man noch etliche mehr findet. Die meisten beziehen sich auf eine Originalstudie von Myers und Poole 1961. |
Zitat:
Stimmt eine Kollegin von mir hält 2 unkastrierte Rammler zusammen. In einem herrkömmlichen Kaufstall. Seit 8 Jahren. Denke aber nicht, dass solche Ausnahmen jetzt hier als Beispiel dienen sollten. |
Zitat:
Dann sind wir uns ja einig. Finde diese Haarspalterei in ellenlangen Threads, wo aber dies und jenes angeblich funktioniert , nur um vom eigentlichen Thema abzulenken auch äusserst mühsam. |
Zitat:
Hierfür gibt es strenge Voraussetzungen in Bezug auf Platz, Beschäftigung und vor allem Charakter. Dass es nicht empfehlenswert ist, ohne zwingenden Grund auf die Rammlerkastration zu verzichten, steht außer Frage. Allerdings ist die pauschale Aussage, es sei unmöglich unkastrierte Rammler zusammen zu halten, falsch. Es gibt eben durchaus diese Ausnahmefälle. "Es geht nicht" ist eine falsche Aussage. "Lass die Finger davon, das Risiko ist immens" ist dagegen eine richtige Aussage. |
Zitat:
Ging mir hier auch lediglich um Zuchtsituationen und NICHT um Kuschelkaninchenhalter! Und schon gar nicht, habe ich von der Haltung zweier unkastrierter Rammler gesprochen! Es war lediglich der Hinweis, dass es Zuchtrammler gibt, die in Gruppen mit kastrieren Rammlern gehalten werden, siehe z.B. AngoraAngy :rolleyes: |
Zitat:
Vielleicht willst du auch unbedingt falsch lesen was ich schreibe. |
Und bzgl meiner Frage an Lauri, ob sie auf Wunsch eines Besitzers auch einem gesunden Hund die Milz entfernen würde um einem späteren Milztumor vorzubeugen würde ich mich über weitere Meinungen hierzu freuen. |
Ich habe mir gerade spontan mal hauskaninchen.com herausgegriffen, habe leider momentan nicht die Zeit für alle angegebenen Seiten. Bei hauskaninchen.com fallen zwei Dinge ins Auge. Punkt 1 ist, dass zwar die geschlechtsinternen Rangordnungen herausgestellt werden, eine geschlechtspbergreifende Rangordnung aber nicht verneint wird, sondern im Gegenteil dieAussage zu finden ist: "Innerhalb der Gruppe herrscht eine strikte Rangordnung." Als Gruppe wurde zuvor definiert: " Kaninchen bilden unter natürlichen Bedingungen große Kolonien, wobei Hunderte in enger Nachbarschaft leben können. Innerhalb dieser großen Gruppen finden sich im Frühjahr Kleingruppen von bis 10 Tieren zusammen, welche eine soziale Einheit bilden und ein gemeinsames Territorium mit Erdhöhle verteidigt.". Dazu muss ich mir bei Gelegenheit die Ursprungsquellen näher ansehen. Punkt 2 ist die klare Aussage: "Gruppenfremde Kaninchen werden immer angegriffen, ungeachtet des Geschlechtes." Wenn das Geschlecht nicht maßgeblich für den Angriff ist, würde eine Kastration - selbst dann, wenn sie das Erkennen des Geschlechtes erschweren würde - irrelevant sein. Darüber hinaus heißt es: "Mit dem Beginn des Frühjahrs besetzen die Weibchen, insbesondere solche, die schon einmal Junge aufgezogen haben, die Baue. Sobald ein Bau gewählt wurde, beginnen andere Kaninchen damit, in den Bau zu schlüpfen oder sich in dessen Nähe aufzuhalten. Anfangs werden sie vom Weibchen vertrieben, mit der Zeit wird jedoch eine bestimmte Anzahl von Tieren geduldet. Dadurch bilden sich Gruppen... " Folgt man diesen Aussagen, ist eine völlig unspektakuläre Vergesellschaftung eher kein natürliches Verhalten (möglicherweise aber ein Hinweis darauf, dass insbesondere die Häsin eher nicht-dominant ist). "Jagen sich zwei Kaninchen, aufgrund eines Konfliktes oder aus sexuellem Interesse, greift der ranghöchste Rammler ein und beendet die Jagd (Lehmann 1991). " Übrigens genau das Verhalten, was ich dir zuvor von Leo beschrieben habe. Trotz Kastration. Alle verwendeten Zitate stammen von: http://www.hauskaninchen.com/Seiten/Wildkaninchen/Verhalten.html |
Zitat:
Im übrigen möchte ich anmerken, dass auch alle Informationen aus diesem Forum hier unter "im Internet Nachgelesenes" fallen und somit grundsätzlich angzweifelt werden können von Neuusern oder wem auch immer. Was hier manchmal auch nicht jedem Altuser klar zu sein scheint |
Zitat:
"Bei dem Prozeß der Gruppenbildung verhalten sich Weibchen gegenüber anderen Weibchen aggressiv und Männchen gegenüber anderen Männchen aggressiv (Leicht 1979)" "Die Rangordnung ist jeweils geschlechtsgebunden (Myers und Poole 1961)" ebenfalls Zitate von hauskaninchen.com |
Zitat:
Du liest sehr selektiv, was du lesen möchtest. Es wird mehrfach darauf eingangen, dass es eine geschlechtsgebundene Rangordnung zwischen den Männchen und den Weibchen gibt aber nirgendwo , dass es eine unter gegengeschlechtlichen Tieren gäbe. Wenn für dich das Gegenteil bedeutet, dass es nicht nochmal extra ausdrücklich verneint wird finde ich das eine sehr seltsame Art der Interpretation. "Die Erde ist eine Kugel " bedeutet also nicht, dass sie keine Scheibe ist solange da nicht ausdrücklich dahinter seht "und die Erde ist keine Scheibe". Demnach müssen wohl etliche , wenn nicht fast alle wissenschaftlichen Texte grundlegend überarbeitet werden. |
Spannende Diskussion, die für mich manches Neue auswirft. :) Diese Aussagen hier finde ich zentral: unter "Konfliktverhalten" ist zu lesen: >> Im Allgemeinen verhalten sich die Kaninchen innerhalb einer Gruppe untereinander friedlich. Kämpfe kommen weniger vor. In der neutralen Zeit sind die Hoden der Rammler zurückgebildet und auch dominante Rammler leben friedlich zusammen. Im Januar beginnen die Territoriumskämpfe (Boback 2004). Es gibt verschiedene Auslöser für Konflikte, die Kämpfe können daher unterschiedlich ablaufen. Es finden sich sowohl Beschädigungskämpfe, bei denen Tiere ernsthaft verletzt werden als auch Kämpfe, die nach Regeln ablaufen. Gruppenfremde Kaninchen werden immer angegriffen, ungeachtet des Geschlechtes. Die Kämpfe werden nicht nach Regeln ausgetragen, es handelt sich immer um Beschädigungskämpfe (Leicht 1979). Rangordnungskämpfe unter Kaninchen folgen hingegen mehr oder minder festen Regeln, bei denen es nicht zu ernsthaften Verletzungen kommt. Rangordnungskämpfe konnten bisher nur unter gleichgeschlechtlichen Kaninchen beobachtet werden. << (Hervorh. von mir) http://www.hauskaninchen.com/Seiten/Wildkaninchen/Verhalten.html War mir neu, dass intakte Rammler phasenweise durchaus gut zusammenleben können. interessant auch, dass es zwischen Rammlern schon ab Januar - also noch vor der Hitze der Häsinnen, die ja idR im Frühjahr angenommen wird - knistrig wird, weil, wenn ich das richtig verstehe, dann auch bei Rammlern vorübergehend Territorialansprüche wach werden. Zur Frage, weshalb sich Weibchen und (Früh-)Kastraten Erfahrungsberichten zufolge oft zoffen, kann ich auch nur Anekdotisches beitragen. Eine Frau, die lange Kaninchen in allen Geschlechterkonstellationen hielt, sagte mir mal, ein Frühkastrat sei für eine Häsin in der Hitze ein kommunikativer Totalausfall, weil er als Immer-schon-Neutrum einfach nicht peilt, was ihre Foppereien und ambivalenten Annäherungs-/Angriffsversuche sollen. Das wiederum mache die Häsin noch brassiger. Naja. Wie gesagt, ein Erfahrungsbericht unter anderen. :-) |
Zitat:
Das erscheint mir recht plausibel |
Zitat:
Ich verstehe deinen Punkt, allerdings erscheint mir auch das als wenig Zielführend. Mir ist leider kein Züchter bekannt, der intakte Rammler zusammen hält, ich kenne nur welche, die ihre Zuchtrammler entweder zusammen mit kastrierten Häsinen halten oder mit einem (Früh-)Kastrierten, recht unterwürfigen Rammler. Vermutlich einfach aus dem Grund, dass es eine sicherere Gruppenkonstellation ist, als alle Zuchtrammler zusammenzusetzen, da dies ja auch Gefahren und ggf. Geldverlust (entweder beim Tierarzt oder der Verlust eines der Tiere) bedeuten kann. Aber vielleicht gibt es diese Haltungsform auch, ausschließen möchte ich das nicht. Zitat:
Wie ich aus dem Zitat in deiner Antwort herauslesen kann, ging es Polly darum, dass man keinen intakten, also unkastrierten Rammler, mit einem anderen zusammenhalten kann/sollte. Von der vorherigen Diskussion über die Hengste ging ich nun davon aus, dass es sich hierbei auch um zwei unkastrierte Tiere handelt. Wie bereits oben geschrieben ist es mir bekannt, dass man einen Kastraten durchaus mit einem intakten Rammler halten kann und ich finde es begrüßenswert, dass immer mehr Züchter umdenken und auch die Zuchtrammler, die sonst vereinsamen, ihren Anschluss finden. Auch AngoraAngys Haltungsform ist mir durchaus bekannt :) |
Ich schreibe hier mal für Lauri, weil ich davon ausgehe, dass sie die Diskussion nicht aktiv verfolgt. Sie ist im ersten Semester, hat also noch elf weitere vor sich bevor sie praktizieren wird. Insofern hat sie noch sehr viel Zeit, um alle möglichen Quellen zu lesen und sich eine Meinung zu bilden. Wir lassen nicht prophylaktisch kastrieren, bei Auffälligkeiten (wie zum Beispiel bei unserer Kiki) schon. |
Zitat:
Zitat:
Zitat:
Zitat:
Zitat:
"In den Wintermonaten zeigen die Tiere wenig soziale Aktivitäten. Mit dem Beginn des Frühjahrs besetzen die Weibchen, insbesondere solche, die schon einmal Junge aufgezogen haben, die Baue. Sobald ein Bau gewählt wurde, beginnen andere Kaninchen damit, in den Bau zu schlüpfen oder sich in dessen Nähe aufzuhalten. Anfangs werden sie vom Weibchen vertrieben, mit der Zeit wird jedoch eine bestimmte Anzahl von Tieren geduldet. Dadurch bilden sich Gruppen,..." Insbesondere die dominanten Häsinnen bauen im Frühjahr eine neue Kleingruppe auf. Das kommt einer Vergesellschaftungssituation schon recht nahe, selbst wenn sie einige der möglichen Gruppenmitglieder bereits kennen sollten. Immerhin liegen die Sozialkontakte im Winter vorwiegend brach. Und die dominanten Häsinnen zeigen zunächst genau das Verhalten, was sie in der menschlichen Obhut auch zeigen: Aus dem gewählten Bau werden andere Kaninchen zunächst vertrieben. Erst mit der Zeit dulden sie eine gewisse Anzahl Kaninchen in "ihrem" Bau, wodurch die Kleingruppen sich herausbilden. Einen Hinweis, dass Rammler sofort akzeptiert werden, finde ich hier nicht, es ist ausdrücklich von "andere Kaninchen" die Rede, ohne eine geschlechtsspezifische Unterscheidung. Meine Schlussfolgerung aus dieser Schilderung ebenso wie aus der Schilderung dass sich der ranghöchste Rammler unabhängig vom Geschlecht der Kontrahenten in Streitigkeiten einmischt, ist ganz klar dass es auch ein Rangordnungsgefälle zwischen der ranghöchsten Häsin und den anderen Tieren der potenziellen Gruppe sowie zwischen dem ranghöchsten Rammler und den anderen Tieren der Gruppe gibt, das unabhängig vom Geschlecht ist. Allein die Tatsache dass auch gegengeschlechtliche Tiere abgewiesen oder zurechtgewiesen werden, ist eine Form von Machtausübung und damit der Beweis, dass es ein Machtgefälle und damit auch ein Rangordnungsgefälle gibt. |
Zitat:
Sonst kommt nämlich einer an und hat einen Bekannten wie Polly8 auch, und sagt zu Recht: "Das ist falsch, was ihr da sagt! Und ich kann es beweisen weil ich jemanden kenne bei dem es klappt!" Derjenige wird in diesem Fall wohl kaum Vertrauen in weitere Aussagen derselben Person zu ähnlichen Themen entwickeln, wenn er einen einmal bei solch einer "Falschaussage" erwischt hat. |
Oh nein, ich habe total vergessen, hier nochmal reinzuschauen, sorry :/ Ich war zu sehr mit meinem Studium beschäftigt... Zitat:
Zitat:
Ich habe diesbezüglich noch keine Praxiserfahrung, aber vom heutigen Stand würde ich eine Kastration nicht rein prophylaktisch durchführen, zumindest nicht, wenn es keine Hinweise auf ein maßgeblich erhöhtes Risiko für Gebärmutterveränderungen gibt. Wenn bereits die gesamte weibliche Familie betroffen war, lasse ich mir das schon einreden. Als Hobbyhalter weiß man das aber meistens nicht. Solage das Tier nicht unter seinen Hormonen leidet oder sonstige noch so winzige Symptome zeigt oder Hinweise auf eine Erkrankung, würde ich persönlich generell nicht prophylaktisch kastrieren. Jedes Organ hat seine Funktion im Körper und jeder Eingriff belastet. Wenn es nicht indiziert ist, würde ich persönlich da nicht eingreifen. Bei Hündinnen kommt es mit einer ungefähr 25%-igen Wahrscheinlichkeit zu einer Pyometra (Gebärmutterentzündung), die sehr schnell tödlich enden kann! Trotzdem werden Hündinnen nicht allzu oft kastriert und wenn, dann hat das meistens andere Gründe. Zu deiner Frage mit dem Milztumor: Nein, ich würde die Milz nicht entfernen. Engmaschiger überwachen ja, aber entfernen nicht. Natürlich kann man ohne Milz leben, aber für das Immunsystem ist sie schon wichtig. Ich muss allerdings sagen, dass ich im Studium noch nichts über Milztumore gelernt habe. Daher weiß ich nicht, inwiefern Vererbung hier eine Rolle spielt. Einer der häufigsten Tumore bei Hunden ist der Mastzelltumor. Trotzdem versucht man nicht, das Immunsystem zu bekämpfen oder die Bildung von Mastzellen zu hemmen, weil sie eine wichtige Aufgabe im Körper haben (ja ich weiß, das ist ein sehr drastisches Beispiel). Wie Sophie schon geschrieben hat, bin ich ja noch am Anfang meines Studiums, auf die einzelnen Krankheiten wird im Moment noch nicht wirklich eingegangen. Von dem, was ich bisher weiß (aus Physiologie und anderen Vorlesungen sowie selbstständiger Recherche) ist eben obige Auffassung entstanden. Das ist aber eben nur meine persönliche Meinung. |
Ich werf mal eine Studie zur Sichtbarkeit von pathologischer Uterusveränderungen beim Röntgen und Sonographie ein. Ich hab mir allerdings gerade lediglich die Zusammenfassung durchgelesen, fand aber den Punkt spannend, wo es um die Darstellbarkeit geht. Dort steht, dass der Uterusbereich von 130 Kaninchen beim Röntgen sichtbar war, und davon gut 3/4 eine auffällige pathohistologische Untersuchung hatten (S. 122). Quelle: https://elib.tiho-hannover.de/receive/tiho_mods_00000092?fbclid=IwAR0uVjCKOoMcrFlhBfZhCC QWEjj9iXNTkFtKDJuqiPVwe-mrYssvAkOdFFg |
Zitat:
Daher würde ich nicht sagen, dass es rein im Ermessen des TA liegt und schon gar nicht im Ermessen des Besitzers. Aber gemacht wird es ja trotzdem, weil wo kein Kläger da kein Richter..... Und Tiere können ja nunmal nicht klagen. |
Zitat:
Ich glaube, dass kann man einfach nur nach guter Überlegung und Abwägen von Nutzen und Risiko für jedes Tier entscheiden. Ich hatte ein Kaninchenmädel übernommen, welches in der Pupertät sein Partnertier zerbissen hatte und dann eine Buddelkiste Wunder gewirkt hat. Sie war regelmäßig scheinschwanger, hatte sogar mit ca 4-5 Jahren hier bei bei einer VG Milcheinschuss, war aber nie so, dass sie wegen ihres Verhaltens anderen Gegenüber kastriert werden hätte müssen. Nach dem Tod konnte man aber doch feststellen, dass sie bösartige Gebärmuttertumore hatte, die ihr dann leider das Leben kosteten. Ein anderes Kaninchenmädel kam schon alt zu mir. Diese war ihr Leben lang total lieb, hat ihre Partnertiere geduldigst betütelt, war nie aggresiv. Aber sie starb mit 9 Jahren mit riesem Gebärmuttertumor und Metastasen in der Lunge. OP fähig war sie schon bei Einzug nicht mehr. Die meisten Kaninchen werden nach dem Tod nicht begutachtet, da es für den normalen Tierhalter weder notwendig und noch wichtig ist. Sonst würde mit Sicherheit so einiges zum Vorschein kommen! |
Zitat:
Ich fürchte, sie ist tatsächlich sehr groß. Bei mir: 2 Häsinnen, 2 x lebensbedrohliche Veränderungen. Einmal ging es gerade noch gut, einmal war es zu spät. Zu spät war es bei der Häsin, die keine Auffälligkeiten zeigte. Nicht im Verhalten, nicht beim Abtasten. Gerti schildert einen ähnlichen Fall. Das ist offenbar häufiger, als ich bisher vermutet habe. Das macht mich sehr nachdenklich und betroffen. Es gibt noch einen weiteren vernünftigen Grund, nämlich bei Gartenfreilauf bzw. generell bei Außenhaltung: die Verhinderung von Wildmix-Würfen. Das ist extrem wichtig, weil die artgerechte Haltung solcher Mixe extrem schwierig ist. Zitat:
Und der Besitzer hat - selbstverständlich - als Verantwortlicher für das Tier das letzte Wort. Er entscheidet, ob er der OP zustimmt oder nicht. Zitat:
Wir reden hier immerhin nicht über das kupieren von Rute und Ohren beim Hund, das ausschließlich aus ästhetischen Gründen durchgeführt wurde bis es zu Recht verboten wurde. Wir reden auch nicht über Silikonimplantate für kastrierte Rüden, weil der Halter der Meinung ist, "der fühlt sich nicht mehr wie ein ganzer Kerl wenn der Sack leer ist". Wie gesagt, ich bin und bleibe der Meinung, eine sorgfältige Abwägung ist notwendig. Aber generell der vorbeugenden Kastration eine Absage zu erteilen, halte ich für fahrlässig, insbesondere wenn man weiß dass nahe verwandte Häsinnen von Tumoren betroffen waren oder wenn anhand des Verhaltens der Verdacht auf eine bereits bestehende Veränderung da ist, selbst wenn diese sich (noch) nicht tasten oder im Ultraschall darstellen lässt. Und für alle unauffälligen Häsinnen gilt: erhöhte Aufmerksamkeit und halbjährlich Tastkontrolle sollte das mindeste sein. |
Hallo zusammen, ich brauche eure Tipps. Ich kenne zwar die TA-Liste für Berlin, aber kann jemand eine Praxis im Raum Berlin/Brandenburg explizit für eine Weibchenkastration empfehlen? Unsere Häsin ist 2-3-mal im Jahr scheinträchtig und wirkt dabei immer sehr gestresst. Nächste Woche gehen wir wieder zum Impfen und da will ich mal eine Ultraschalluntersuchung machen lassen. Falls wir uns für die OP entscheiden, suche ich eine Praxis, die schon viel Erfahrung damit hat und von der vielleicht auch jemand von euch berichten kann. |
Freude von mir gehen immer zu Frau Dr. Ewringmann, die soll sehr gut sein |
Ich bin pro Weibchen Kastrieren. Werde das bei meiner Lucy die nächste Woche auch vornehmen lassen. Sie leidet stark unter ihren Hormonen, baut ständig Nester, ist nur noch am Rumpinkeln, markieren, wühlt herum und ist nur noch unruhig. Sie hat vor ein paar Wochen auch noch ein neues Kaninchen in die Gruppe mit dazu bekommen, und da sie die Herdenchefin ist, ist ihr natürlich besonders daran gelegen, zu zeigen wer hier weiterhin die Chefin ist. Das Traurige ist, dass ich vor ein paar Jahren ein Kaninchen aus ner Pflegestelle an einen Tumor verloren habe, und das schon nach wenigen Tagen. Hexe muss damals schon krank gewesen sein, als sie zu mir gekommen ist, denn ab dem ersten Tag, wo sie bei mir war, hat sie zwanghaft Nestmaterial gesammelt, gewühlt, gegraben, Nest gebaut. Es dauerte keine drei Tage (!), dann lag sie tot im Stall. Ich hatte da nicht mal ne Chance ihr Verhalten wenigstens mal ein paar Tage zu analysieren, und bei Lucy will ich diesen Fehler nicht machen. Lucy ist zwar jung, ihr schwappen die Hormone über und sie verteidigt momentan ihr Revier, weswegen ich nicht glaube, dass sie wirklich eine Tumor haben wird. Bei Hexe kannte einfach keiner die Vorgeschichte, aber bevor Lucy wirklich mal ernsthaft krank wird oder sich von ihrem eigenen Verhalten künftig so weiter stressen lassen wird, möchte ich ihr das lieber ersparen. Ich werde sie in die Hände einer fähigen Tierärztin geben, da nehme ich lieber das in Kauf. |
Zitat:
Ich stimme völlig mit dir überein, dass das Wohlergehen des Haustiers nicht vom Geld abhängen sollte. Trotzdem weiß ich, dass die kleinen Tierchen den Geldbeutel ganz schön leer fegen können, besonders wenn's ihnen mal an etwas mangelt. Ich liebe meine zwei kleinen Ninchen, und ich möchte sie auch nicht missen. Und gerade deshalb habe ich mich damals schon ein bisschen informiert, wie ich sicherstellen kann, dass ich nie beim TA sparen muss ;) Ich hatte mich damals erst mal im Internet schlau gemacht, was es für Möglichkeiten gibt, und dabei hatte mir dieser Artikel einen guten Einstieg in das Thema geboten. https://www.fitformoney.de/agila-tierversicherung-test/ Es geht darin um Tierversicherungen. Zwar für Hunde und Katzen, aber weiter unten werden auch alterative Versicherungen erwähnt, die wiederum auch für Ninchen-Besitzer interessant sein könnten. Und falls mein Post nur einem Ninchen hilft, den TA zu finanzieren und dadurch zu genesen hat er sich schon gelohnt :) Liebe Grüße JennyPenny |
Das Thema „Versicherungen“ ist hier nicht neu.... Und wenn man sich das Kleingedruckte in den AGB‘s durchliest wird man feststellen, dass es in 96% aller Fälle günstiger ist jeden Monat einen gewissen Betrag aufs Sparbuch zu legen anstelle es einer Versicherung zu überweisen.... |
Vielen Dank für die lebhafte Diskussion hier! Die regt wirklich zum Nachdenken an und mangels meiner Erfahrungen misch ich mich da nicht weiter ein, aber ich lese sehr interessiert mit! Ich möchte gerne nochmal nach Erlebnisberichten fragen, besonders was die Vor- bzw. besondere Nachsorge nach einer OP betrifft. Was sollte eurer Meinung nach vor der OP besorgt werden? Was muss vor der OP vorbereitet werden? und natürlich hinterher: Wie habt ihr eurer Weibchen versorgt? Hatte euer Weibchen ein Body oder hattet ihr einen für den Notfall? Habt ihr zugefüttert? wenn ja, ab wann? Wie habt ihr die Temperatur im Auge behalten? (Fieberthermometer, Wärmflaschen, Rotlichtlampe?) Hatte euer Weibchen einen extra Bereich nach der Op? Wen ja wie lange? Wann und wo war das Partnertier während und nach der Op? Wann und wo habt ihr sie wieder zusammengesetzt? Was habt ihr für Tipps, was würdet ihr nächstes Mal anders machen? dazu möchte ich auch ein paar Links in den Raum werfen, auf denen man einige Infos findet, aber eure Meinung interessiert mich ebenfalls: https://www.kaninchenwiese.de/gesundheit/organerkrankungen/geschlecht-kastration/ https://www.kaninchenwiese.de/wp-content/uploads/Weibchenkastration-Kaninchen-Flyer.pdf https://www.kaninchenschutz.de/informieren/gesundheit/kastration-weibchen https://www.kaninchenhilfe.com/gesundheit/weibchenkastration https://www.tierklinikennet.de/kleintiere/kaninchen/krankheiten-kaninchen/kastration-kaninchen http://www.kaninchen-info.de/kastration/weibchenkastration.html https://www.moehren-sind-orange.de/kastration-bei-weiblichen-kaninchen/ Vielen Dank im Voraus! |
Zitat:
Vorher: Voruntersuchung auf Gesundheit und ob eine Narkose geht, Aufklärung. Aufbauen des Geheges, das hoffentlich einzige Mal, dass wir sie einsperren mussten. Wir haben einen Auslauf, wie man ihn im Zoohandel bekommt, im Schlafzimmer aufgestellt, da eine Toilette mit einem Handtuch, das täglich gewechselt wurde. Da saß sie 2,5 Wochen drin, sie hat uns wahnsinnig gemacht und wir mussten das Ding mit einem Vorhängeschloss sichern. Body haben wir vom Tierarzt gekauft und behalten. Zufüttern mussten wir nicht, sie hat nach etwa einer Stunde alleine gefressen. Die Medis hat sie mit Cunis bekommen, nach der angewiesenen Dosierung. Sie stand an der Heizung und konnte sich auch davon entfernen, kalt war ihr nicht. Ihr "Partnertier", von den sie schon vorher getrennt war, war im Arbeitszimmer und hatte da seinen Bereich. Vergesellschaftet wurde nach 4,5 Wochen. Vorher war sie in der Küche und er im Schlafzimmer, das Arbeitszimmer wurde als neuraler Raum genutzt. Wenn die beiden zu dem Zeitpunkt schon ein eingespieltes Team gewesen wären, hätte ich sie nicht getrennt und ihn auch mit zum Tierarzt gegeben. Sie ist vormittags zum Tierarzt gekommen, hat da noch gefressen, wurde mittags operiert und wir haben sie abends abgeholt, als sie stabil stand und schon ein bisschen was zu sich genommen hat. Am nächsten Tag war Nachuntersuchung und 10 Tage später glaube ich wurden die Fäden gezogen. Nächstes Mal würde ich eine Wärmelampe anbieten. |
Zitat:
Vor der OP: - Kotprobe - Durchchecken lassen (wir haben keine genaueren Untersuchungen wie Ultraschall gemacht, weil der Homostress auch bei gesünder Gebärmutter auf Dauer zu viel gewesen wäre und wir sie in der Situation so oder so kastrieren lassen hätten) - Tierarzt suchen, der Erfahrung mit Weibchenkastras hat - Body nähen - in unserem Fall an der Gewichtszunahme arbeiten. Direkt vor der OP: - Transportbox kuschelig einrichten - vielfältiges Wiesenfutter für die Box pflücken (nur einen kleinen Strauß voll) - sicherstellen, dass Päppelzeug und Notfallapotheke vollständig sind. Kiki wurde allein zum Tierarzt gebracht, weil es dem Partnertier gegenüber unfair gewesen wäre, stundenlang alleine in der Box zu sitzen. Dem Tierarzt ist das normalerweise auch lieber. Während der OP: - Krankenbereich innen herrichten: Wir haben Kiki (ursprünglich in einer Fünfergruppe in Außenhaltung) mit ihrem besten Freund nach drinnen geholt, wo sie für zwei Wochen in freier Zimmerhaltung gelebt haben. Der Boden war mit vielen Decken und Teppichen ausgelegt, Häuser und Sprungmöglichkeiten gab es bewusst nicht. - Große Auswahl an Futter zur Verfügung stellen: Kranke Kaninchen fressen oft sehr mäkelig. Kiki zum Beispiel frisst in dem Fall bevorzugt Spite, das wussten wir von ihrem EC-Ausbruch im Frühling. Nach der OP: - Body anziehen -Partnertier und Patienten ins Gehege setzen - Gesund werden lassen und umsorgen, verschriebene Medis geben, regelmäßig Body kontrollieren etc. - Nach etwa zwei Wochen, glaube ich, Fäden ziehen und dann durfte sie, glaube ich, auch wieder zur Gruppe. Temperatur habe ich nicht kontrolliert, weil sie brav gefressen hat. Anfangs habe ich sie aber in ein Deckennest gesetzt, aber da ging wohl eher die Helikoptermutti mit mir durch. Was ich anders machen würde: Auf Schmerzmittel bestehen. Die TÄ meinte, sie hätte nach der OP welche bekommen und die würden lange genug reichen, aber irgendwie glaube ich das nicht. |
Stimmt, wir haben ihr ihr Lieblingsfutter mitgegeben, das hat sie dann direkt in die Aufwachbox bekommen |
| Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 18:57 Uhr. |