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| Zitat:
Die Tierärztin, die noch 2-3 Wochen spülen wollte, musste sich jetzt am Freitag eingestehen, dass die Wunde nicht mehr offen gehalten werden kann. Es ist nun fast komplett geschlossen, im Mund ist die Öffnung aber noch da und grundsätzlich deutlich größer als an seiner Wange. Eiter hat sie keinen gesehen und auch so meinte sie, dass es gut aussieht. Gestern habe ich das Orniflox (baytril) abgesetzt und habe jetzt Angst, dass es wieder anfängt zu eitern, ohne Antibiotikum und ohne spülen. Heute bringe ich die beiden zu meiner Mutter und morgen gehe ich mit ihm nochmal zu der zahnspezialistin. Mal sehen, ob sie das okay gibt, um es zuwachsen zu lassen. Moglis Abszess ist ja ein Kieferabszess. Penicillin wird bei einem antibiogramm nicht empfohlen, oder? Da geht's dann ausschließlich nur um das Antibiotikum? Soll ich die Zahnspezialistin morgen nochmal auf Penicillin ansprechen? Würde sich das jetzt noch lohnen? Irgendwann wollte ich mir eh mal zeigen lassen wie man spritzt, da ich, wenn Lisa mal was hätte, verloren habe. Man bekommt oral bei ihr wirklich nichts rein. Ich frage morgen nochmal nach dem Bericht. Danke für deine Hilfe!
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| Was ist denn in Deiner mikrobiologischen Probe raus gekommen (Bakterien, Antibiogramm)? Ein Antibiogramm wird immer auf das Bakterium abgestimmt. Da gewisse Arten natürliche Resistenzen auf spezifische Antbiotikas haben, d.h. die sind immer resistent. Wie schon geschrieben, hat es in der normalen Mundflora viele grampositive Bakterien (u.a. Streptokokken), davon sind viele empfindlich auf Penicillin. Deshalb wird das oft verabreicht. Penicillin wirkt definitiv nicht gegen gramnegative (fakultativ anaeroben) Bakterien, die sind im Mundbereich auch nicht anzutreffen. Ich hatte nur einmal ein Kaninchen mit Kieferabszess (nicht offen), da musste ich Penicillin für 6 Wochen spritzen. Allerdings hat man damals kein Antibiogramm erstellst, da man davon ausging, dass es wirkt. Leider sind die langfristigen Prognosen bei Kieferabszessen relativ schlecht. Bitte achte auf die Verdauung. Ich würde da für immer BebeBac verabreichen. Leider kommt es da durch lange Fressenspause (Schmerzen) und ungenügendes Kauen sehr oft zur einer Verschiebung der Darmflora. Ich habe mein Kaninchen an einer Aufgasung verloren als Folge des Kieferabszesses. Nachfragen beim TA wegen der möglichen Behandlung darf man immer ![]() Das mache ich auch so.
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| Zitat:
Mogli hatte ja bereits im April einen Kieferabszess und mit der Verdauung hatte er glücklicherweise seither keine Probleme. Er frisst sogar seitdem besser als all die Jahre vor dem abszess und auch seine köttel sind deutlich größer als vorher. Ich glaube einfach dass er durch diese enorme zahnfehlstellung (wenn man es überhaupt so nennen kann) schon von klein auf gewohnt war, weniger und in größeren Abständen zu fressen als normale kaninchen und demnach seine Verdauung sich da mehr oder weniger dran angepasst hat. Warum er nun besser frisst, weiß ich allerdings nicht.
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| Das Problem ist, wenn die Fressenspause länger als normal sind, dann kommt es immer zu Fehlgärungen, da der Nahrungsbrei zu lange liegen bleibt. Das hat jetzt nichts zwingend mit dem Aussehen der Köttel zu tun. Bei fehlenden Zähnen wird auch mangelhaft im Mund vorverdaut, was zum selben Effekt führt. Die Verschiebung der Darmflora kann dann stetig weiter gehen, so dass es irgendwann zu einem ernsthaften Problem wird. Aufgasungen können im Extremfall innert ein paar Stunden zum Tode führen. Diese Erfahrungen habe ich auch schon gemacht. Mein Kieferabszess- Kaninchen war 4 h nach dem TA- Besuch tot (als ich wieder nach Hause geschickt wurde, da es ihm ja offensichtlich gut ging...). Bei Meinem war es so, dass er zuerst aus Hunger sehr viel frass (und dann Bauchweh bekam), und deswegen dann wieder weniger. Das Ganze immer im Wechsel...
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| Aufgasungen hatte Mogli schon 2-3 mal vor seiner Zahngeschichte im märz. Das erste Mal ist er fast dabei gestorben, da ich zu dem Zeitpunkt nicht wusste dass es sowas gibt bzw. bislang keins meiner Kaninchen das hatte. Und das nach 13 Jahren Kaninchenhaltung und 5 Kaninchen insgesamt. Ich glaube ich hatte da bislang ziemlich Glück, was das angeht, wenn ich davon höre, dass das für andere normal ist dass ihre nins das mehrmals im Jahr haben. Er musste dann eine Woche beim Tierarzt bleiben, aber hat es zum Glück geschafft. Dabei haben wir dann auch rausgefunden, dass er nicht die schönsten Zähne hat, da Zahnkanten schuld waren. Zu dem Zeitpunkt wussten wir aber längst nicht, wie sein Kiefer wirklich aussieht. Ich beobachte ihn nach der Geschichte im Frühjahr wirklich ganz genau, daher ziehen sie ja jetzt auch zu mir. Ich habe einfach mehr Zeit und kann es besser einschätzen, als meine Mutter, die die beiden um 9 Uhr morgens und um 20 Uhr Abends nur sieht. Platztechnisch büßen Sie da gott sei Dank nichts ein, aber sie lieben es im frühjahr/Sommer draußen im Garten rumzuflitzen. Diesbezüglich ist das schade, aber Moglis Gesundheit geht definitiv vor. Gestern waren wir bei der zahnspezialistin. Sie war begeistert von der äußeren Wunde und auch innen konnte sie keinen Eiter sehen. Spülen sollen wir nicht mehr und auch das Antibiotikum soll ich nicht erneut geben. Penicillin hält sie nicht für notwendig momentan. Er hat leider wieder Gewicht verloren, wie nach der ersten OP, trotz gutem hunger. Ich gebe ihm jetzt wieder das rodicare hepato, da die Leber letztes Mal ja auch Schuld war und die Ärztin meinte dass kann von der Narkose und dem Ab kommen. Hoffentlich bekommen wir es damit wieder in den Griff. Kann ich ihm grundsätzlich was für die Leber geben außer das rodicare für einen monat? Mariendistelsaaten sollen gut sein oder? Wir hatten dann noch einen Schockmoment gestern. Die letzten Tage hat man beim spülen schon gemerkt, dass ihm das immer unangenehmer wird und gestern als die TÄ die kruste abgemacht hat, ist er auf einmal in die Höhe geschossen. Fast an die Decke. Zum glück ist er nur nach oben gesprungen und nicht nach vorne. Die TÄ konnte ihn so nämlich wieder auffangen. Sowas habe ich noch nie erlebt. Er ist eigentlich sehr ruhig beim Tierarzt verglichen mit anderen Kaninchen, aber selbst Lisa, die auf dem Tisch gerne mal rumwurmt, ist noch nie gesprungen. Vor allem nicht so hoch. Gott sei Dank wurde er gefangen und hat sich nicht verletzt. Ich hoffe sein abszess heilt weiterhin ohne Komplikationen. Ich werde aber denke ich nochmal nächste Woche zu der Tierärztin in Kassel gehen, um es nochmal auf Eiter kontrollieren zu lassen. Anbei noch der mikrobiologische Bericht des antibiogramms ![]()
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| Das ist ja toll, dass es momentan so gut aussieht, dass keine AB mehr nötig sind! Bacteroides sind Anaerobier, d.h. die wachsen nur, wenn keine Luft dazu kommt. Da hilft es schon enorm, wenn der Abszess geöffnet wurde. Kapselt sich das nicht wieder ab, werden diese Bakterien auch nicht überleben. Und mit Penicillin kann man die nicht behandeln, denn es sind gramnegative Stäbchenbakterien und die sind in der Regel darauf resistent. Meine meisten Kaninchen sind an Aufgasungen verstorben. Aufgasungen können auch Folgen von Zahnspitzen sein (d.h. bei jeglicher Zahnerkrankung)
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| Kleines Update: Gestern war ich mit Mogli das erste Mal seit wir bei der zahnspezialistin waren wieder zur Kontrolle. Sie hat keinen Eiter gefunden und die Wunde in seinem Mund sieht toll aus. *freu* Leider hatte er eine Spitze an einem Backenzahn auf der gesunden Seite. Die hat sie aber gleich abgeschliffen. Sie hatte das im nebenraum gemacht und als ich auf sie wartete, habe ich auf einmal laute, schrille schreie gehört. Ihr glaubt nicht, was ich in dem Moment für eine Panik bekommen habe, weil ich dachte es sei Mogli gewesen. Es stellte sich aber Gott sei Dank heraus, dass das ein meerschweinchen war, was sie stationär betreuen. ![]()
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| Stichworte |
| entzündung, schneidezahn, von außen operieren, zahn op |
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