| Moderatorin | | Registriert seit: 13.07.2014
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Geschrieben am
26.05.2018, 15:02
| | | | Müssen wir jetzt wirklich Grundsatzdiskussionen über die Wirkungsweise von Fenbendazol und diversen Antibiotika führen, wo selbst Harcourt-Brown, Ewringmann und co. die diversen Therapieansätze kontrovers diskutieren und die Studienlage, wie immer, höchst mäßig ist?
Nachgewiesen ist nach meinem Kenntnisstand eine Erregerreduktion nur durch Albendazol und Fenbendazol, eine nachweisbare Reduktion durch diverse Antibiotika bislang nur in vitro, gleichwohl ist eine Antibiotikagabe bei ausgeprägten Symptomen doch schon allein zur Abwehr von Sekundärinfektionen sinnvoll?
Eine zuverlässige Bekämpfung der Erreger, die schon im Gehirn oder ZNS angekommen sind, dürfte weder durch Fenbendazol noch durch Antibiotika gelingen, aber eine Reduktion der Erreger schon im Darm verhindert doch immerhin, dass diese in Niere, Lunge, Leber und letztlich ins ZNS gelangen können, was das Immunsystem des Kaninchens entlastet und diesem die Möglichkeit eröffnet, die Erreger selbst zu bekämpfen... und auch da ist dann Antibiotika bei schwerem EC-Krankheitsverlauf sinnvoll: das Immunsystem des Kaninchen kann sich dann nicht auch noch mit anderen bakteriellen Infektionen herumschlagen...
Aber letztlich beantwortet diese ganze Diskutiererei nicht Lotte Frage...
Und da Lottes Kaninchen ja nur noch leichte Ausfallserscheinungen hat, würde ich Antibiotika eigentlich für verzichtbar halten, auch die anderen Therapieansätze wie Cortison u.ä. würde ich nur bei ausgeprägten Krankheitssymptomen in Betracht ziehen, sondern weiterhin nur mit Fenbendazol und Vitamin B behandeln, der Kampf gegen EC braucht einfach seine Zeit... |