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Lotte 7 25.05.2018 11:11

EC - Bitte um Hilfe
 
Hallo, mein Kaninchen hat auch EC und es geht ihr derzeit wieder schlechter. Sie bekommt schon Wurmkur und Vitamin B und Augentropfen. Sie frisst ganz normal, nimmt auch Futter aus der Hand, hoppelt normal. Allerdings ist sie manchmal etwas orientierungslos und schreckhaft. Gibt es vielleicht noch neue Therapie-Ansätze, außer Vitamin B, Wurmkur und Antibiotikum? Ich bilde mir auch ein, es ist bei starker Sonne schlimmer. Da meine Kaninchendame sonst sehr zahm ist, macht mir vor allem Sorgen, dass sie so schreckhaft ist. Was kann ich noch tun?

marinahexe 25.05.2018 12:15

Ich hab das mal von dem anderen Thema abgetrennt, da es sonst untergeht.;)


Kannst Du noch etwas zu Deiner Haltung sagen? Also Innen- oder Außenhaltung.


Grundsätzlich mögen EC-Kaninchen einen abgedunkelten Platz. Im Akutfall würde sich da eine ausgepolsterte Transportbox anbieten, damit das Tier seitlich abgestützt ist. Alternativ ein Häuschen oder eine Decke über die Hälfte des Käfigs legen. Es gibt noch verschiedene homöopathische Mittel die gegeben werden können.


Schau mal hier rein:
https://www.kaninchenwiese.de/gesundheit/infektionskrankheiten/e-cuniculi/


https://www.kaninchenforum.de/kaninchen-faq-arbeit/39121-e-c.html

Wuscheline 25.05.2018 12:53

Bei EC wäre über 28 Tage Panacur noch sehr wichtig. Es ist hirngängig aber davon erwähnst du nichts. Bekommt deine kleine Maus das noch nicht?
Hat sie Schwindel sprich kippt sie beim laufen um oder macht sie vielleicht den Ansatz sich um ihre eigene Achse zu Kugeln?
Es ist sehr wichtig das dein Kaninchen so viel Ruhe kriegt wie möglich. Stress ist Gift bei EC. Zudem ist es sehr wichtig das du das Partnertier nicht abtrennst es sei denn es greift die kleine an. Der Partner ist ein sehr wichtiger Teil für die Genesung.
Lass dich bloß nicht davon entmutigen wenn es ihr mal ein Tag plötzlich schlechter geht als den anderen. EC ist ein auf und ab aber bei der richtigen Behandlung wird das wieder. :)

Loulou1 25.05.2018 13:25

Hallo!
Ganz wichtig ist, dass du nicht aufgibst, auch wenn es noch so schlimm aussieht. Eventuell kannst du ja mal meinen Thread lesen, da sah es für mein Kaninchen auch nicht gut aus und heute hoppelt er wieder durch die Gegend :)
Ich habe auf Anraten auch Cerebrum Compositium gegeben und 21 Tage Baytril (+Panacur und Vitamin B). Außerdem hatte ich immer viel Kamillen und Fencheltee gemacht und ihm gegeben, damit seine Nieren gut durchgespült werden.
Gute Besserung für die Kleine!

Terry 25.05.2018 16:14

Zitat:

Zitat von Wuscheline (Beitrag 1093801)
Bei EC wäre über 28 Tage Panacur noch sehr wichtig. Es ist hirngängig aber davon erwähnst du nichts. Bekommt deine kleine Maus das noch nicht?

Ich denke, das verwechselst Du mit einem hirngängigen AB wie z.B. Baytril...
Und das wäre in der Tat sehr wichtig!

Diabi 25.05.2018 16:46

Zitat:

Zitat von Wuscheline (Beitrag 1093801)
Bei EC wäre über 28 Tage Panacur noch sehr wichtig.

Panacur ist eine Wurmkur, und das dürfte Lotte wohl auch meinen.

Antibiotika dienen eigentlich hauptsächlich dazu, bakterielle Sekundärinfektionen zu vermeiden, die E.C.-Erreger selbst werden dadurch kaum bekämpft.

Ewringmann diskutiert noch die Verwendung von Cortison in Verbindung mit Paramunitätsinducern (z.B. Zylexis), wobei die Meinungen da geteilt sind, und Physiotherapie, um die Beweglichkeit der Gliedmaßen zu erhalten.

Wuscheline 25.05.2018 20:11

Zitat:

Zitat von Terry (Beitrag 1093819)
Ich denke, das verwechselst Du mit einem hirngängigen AB wie z.B. Baytril...
Und das wäre in der Tat sehr wichtig!


Nein ich meinte schon Panacur, ich wusste nur nicht das es eine Wurmkur ist. Baytril ist nur da um Entzündungen zu verhindern oder gegen schon vorhandene Entzündungen zu wirken. Ich habe selbst ein EC Kaninchen zuhause ;)

Zitat:

Zitat von Diabi (Beitrag 1093822)
Panacur ist eine Wurmkur, und das dürfte Lotte wohl auch meinen.

Antibiotika dienen eigentlich hauptsächlich dazu, bakterielle Sekundärinfektionen zu vermeiden, die E.C.-Erreger selbst werden dadurch kaum bekämpft.

Ewringmann diskutiert noch die Verwendung von Cortison in Verbindung mit Paramunitätsinducern (z.B. Zylexis), wobei die Meinungen da geteilt sind, und Physiotherapie, um die Beweglichkeit der Gliedmaßen zu erhalten.

Ah okay, da war ich mir nicht sicher ob es eine Wurmkur ist oder nicht. Danke für den Hinweis :D

Terry 26.05.2018 13:28

Eben, Panacur ist die Wurmkur und die bekommt das Tier schon. Auch ist es nicht hirnhängig.

Von daher fehlt das hirngängige AB für die richtige Behandlung.

Wuscheline 26.05.2018 14:08

Zitat:

Zitat von Terry (Beitrag 1093955)
Eben, Panacur ist die Wurmkur und die bekommt das Tier schon. Auch ist es nicht hirnhängig.

Von daher fehlt das hirngängige AB für die richtige Behandlung.

Wie im anderen Thema geschrieben. Bitte informiere dich richtig und erzähle nicht Sachen wovon du nichts weißt. Auch hier nochmal das Zitat von saloiv aus dem Forum zum Ec Thema:
‚- Panacur (4 Wochen lang täglich durchgeben, ganz konsequent), es wirkt direkt im Gehirn und ist das einzige Medikament, das gegen den Erreger hilft, bzw. ihn abtötet!‘

Terry 26.05.2018 14:26

Auch saloiv kann sich vielleicht mal irren, ich glaub da unter anderem lieber meiner TÄ...

Und sonst lies doch einfach mal das Buch von Fr. Dr. Ewringmann, da steht es explizit drin, dass Panacur nicht bis ins Gehirn kommt.

Wuscheline 26.05.2018 14:42

Zitat:

Zitat von Terry (Beitrag 1093967)
Auch saloiv kann sich vielleicht mal irren, ich glaub da unter anderem lieber meiner TÄ...

Und sonst lies doch einfach mal das Buch von Fr. Dr. Ewringmann, da steht es explizit drin, dass Panacur nicht bis ins Gehirn kommt.

Klar kann sie sich auch mal irren. Aber mein alter Tierarzt, mein neuer Tierarzt und die Tierklinik wo ich hin gehe sagt das es bis ins Hirn geht. Du kannst es ebenfalls auf allen anderen Seiten lesen das es unerlässlich ist für die Behandlung da das Antibiotikum nur gegen Entzündungen und nicht gegen Erreger selbst richtig hilft.
Worauf stützt die Tierärztin sich von dir denn das sie zu dem Entschluss kommt das es nicht ins Hirn geht?

Diabi 26.05.2018 15:02

Müssen wir jetzt wirklich Grundsatzdiskussionen über die Wirkungsweise von Fenbendazol und diversen Antibiotika führen, wo selbst Harcourt-Brown, Ewringmann und co. die diversen Therapieansätze kontrovers diskutieren und die Studienlage, wie immer, höchst mäßig ist?

Nachgewiesen ist nach meinem Kenntnisstand eine Erregerreduktion nur durch Albendazol und Fenbendazol, eine nachweisbare Reduktion durch diverse Antibiotika bislang nur in vitro, gleichwohl ist eine Antibiotikagabe bei ausgeprägten Symptomen doch schon allein zur Abwehr von Sekundärinfektionen sinnvoll?

Eine zuverlässige Bekämpfung der Erreger, die schon im Gehirn oder ZNS angekommen sind, dürfte weder durch Fenbendazol noch durch Antibiotika gelingen, aber eine Reduktion der Erreger schon im Darm verhindert doch immerhin, dass diese in Niere, Lunge, Leber und letztlich ins ZNS gelangen können, was das Immunsystem des Kaninchens entlastet und diesem die Möglichkeit eröffnet, die Erreger selbst zu bekämpfen... und auch da ist dann Antibiotika bei schwerem EC-Krankheitsverlauf sinnvoll: das Immunsystem des Kaninchen kann sich dann nicht auch noch mit anderen bakteriellen Infektionen herumschlagen...

Aber letztlich beantwortet diese ganze Diskutiererei nicht Lotte Frage...

Und da Lottes Kaninchen ja nur noch leichte Ausfallserscheinungen hat, würde ich Antibiotika eigentlich für verzichtbar halten, auch die anderen Therapieansätze wie Cortison u.ä. würde ich nur bei ausgeprägten Krankheitssymptomen in Betracht ziehen, sondern weiterhin nur mit Fenbendazol und Vitamin B behandeln, der Kampf gegen EC braucht einfach seine Zeit...

Terry 26.05.2018 15:06

Zitat:

Zitat von Diabi (Beitrag 1093974)
aber eine Reduktion der Erreger schon im Darm verhindert doch immerhin, dass diese in Niere, Lunge, Leber und letztlich ins ZNS gelangen können, was das Immunsystem des Kaninchens entlastet und diesem die Möglichkeit eröffnet, die Erreger selbst zu bekämpfen... und auch da ist dann Antibiotika bei schwerem EC-Krankheitsverlauf sinnvoll: das Immunsystem des Kaninchen kann sich dann nicht auch noch mit anderen bakteriellen Infektionen herumschlagen...

Das fett gesetzte ist das was ich die ganze Zeit versuche zu sagen... deswegen ja Panacur, um die Erregerlast zu verringern.

Diabi 26.05.2018 15:09

Es dürfte aber wohl nicht nur im Darm, sondern auch in Blutbahn und diversen anderen Organen wirken, möglicherweise auch in den Nervenbahnen.

Und letztlich ist die Überlegung, ob eine Erregerbekämpfung auch im Gehirn möglich ist, sowieso müssig: wenn es da schon ernstere Schäden gibt, lässt sich das nicht mehr reparieren, so dass man schauen sollte, dass der Erreger gar nicht erst in nennenswerter Anzahl ins Gehirn gelangen kann...

Lotte 7 05.06.2018 10:43

Sorry, die späte Antwort und Danke für die vielen Rückmeldungen. Sie bekommt schon Panacur(Wurmkur), Vitamin B und Augentropfen. Sonst hätte ich das ja nicht geschrieben.;) Es geht eher um andere Therapieansätze. Sie fällt nicht um und es gibt sicher Kaninchen, die deutlich schlimmere Symptome haben. Seit dem letzten Tierarztbesuch zum Zähne machen sind die Symptome wieder da. Sie war zuvor Symptomfrei. Vor allem das sie schreckhaft ist, passt so gar nicht zu ihr, da sie sonst sehr zahm und anhänglich ist. Das Böckchen liebt sie abgöttisch und würde ihr nie etwas tun oder die Situation ausnutzen. Zu dem Antibiotikum... Sie hat es mal bekommen, wo sie im Sommer letzten Jahres bereits einen Schub hatte. Es wurde zweimal gespritzt. Leider hat es damals nicht wirklich angeschlagen und der Erfolg der Behandlung brachten dann antibiotische Augentropfen. Danke für den Tipp mit dem Cerebrum Compositium. Das habe ich noch nicht ausprobiert und es wäre einen Versuch wert. Die Augentropfen helfen ihr zwar Top, allerdings nur so kurzweilig. Welche Erfahrung habt ihr bei Sonne/Licht?. Ich habe hier im Forum mal gelesen, dass eine Verschlechterung der Symptome beobachtet werden konnte. Meine beiden Ninchen leben in Innenhaltung in einem Kaninchenzimmer.

Terry 05.06.2018 21:57

Wenn das AB nur zweimal (!) gespritzt wurde, war es eindeutig zuwenig und vom TA mehr als fahrlässig, weil eine so kurze Gabe zum einen nicht ausreichend hilft und zum anderen Resistenzen hervorruft..

Zu dem Licht hatte Marinahexe oben schon ausreichend geschrieben.

Wofür bekommt sie antibiotische Augentropfen?

Wuscheline 05.06.2018 22:38

Das Antibiotikum muss mindestens 10 Tage gegeben werden, am besten 14 Tage. Sissi bekommt es dann jeden Tag immer zum Panacur dabei und es hat immer super geholfen. Ich denke das es einfach zu wenig war um anschlagen zu können ;)
Zum Thema Licht ist es von Kaninchen zu Kaninchen anders, genauso wie die Symptome bei jedem hier anders sind. Wenn du der Meinung bist Licht verschlechtert den Zustand von ihr dann halte es für sie dunkel bis der Ausbruch überstanden ist :seeya:


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