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Kastration von Häsinen zur Vorbeugung auf Kaninchen Forum

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Benutzerbild von Einhorn09
Kaninchen
 
Registriert seit: 31.05.2015
Beiträge: 5.570
Einhorn09 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 30.05.2016, 16:32

Kastration von Häsinen zur Vorbeugung


So ich hab heute auf Facebook folgendes gefunden:


http://kanzlei-sbeaucamp.de/kastration-des-hundes/

Ich würde dem ganzen ganz und gar nicht zustimmen. Schlappi und auch Flecky sind beide an der Streuung eines Gebährmuttertumors gestorben, bzw mussten erlöst werden.
Mimi wurde vorsorglich kastriert, alles vereitert und vergrößert. Blacky wurde auf Grund der vielen Scheinschwangerschaften kastriert, auch vergrößert.
Maja wird auch vorsorglich kastriert werden.

Aber was haltet ihr davon?

Ich meine bei Männchen, wie zb Flocke. Bei ihm sind die Hoden im bauchraum und er soll auch kastriert werden wegen dem hohen Krebs Risiko. Warum bei Weibchen nicht?

Und noch was, wenn es verboten ist warum machen es die TÄ einfach?

Noch was von kaninchenwiese:
Zitat:
Pro vorbeugende Weibchen-Kastration

Kaninchen neigen zu Gebärmutterkrebs und können auch andere Gebärmuttererkrankungen bekommen (jedoch nicht mit einer Wahrscheinlichkeit von 80%, wie oft dargestellt). Gerade wenn man einen solchen Krebs schon erlebt hat, möchte man ihm gerne vorbeugen.
Gebärmuttererkrankungen werden oft zu spät oder gar nicht diagnostiziert, so dass Kaninchen daran unnötig leiden und sterben. Kaum ein Halter macht Gebärmutterkrebs-Vorbeuge-Untersuchungen. Es ist schmerzlich, wenn man als Halter zu spät eine solche Erkrankung feststellt und nicht mehr helfen kann.

Bei Entdeckung des Krebses kann er bereits metastasiert sein.

Junge Kaninchen vertragen die Kastration meist besser als alte, bereits erkrankte Weibchen. Geschwächte Tiere sind manchmal gar nicht mehr für eine Kastration geeignet.

Kaninchen brauchen ihre Gebärmutter in der Liebhaber-Haltung nicht für die Fortpflanzung.

Durch die Kastration wird man den Kaninchen gerade in Innenhaltung besser gerecht und es wird lästiges Verhalten unterbunden (Urin-spritzen, Aggressivität…).
Manche Halter sprechen sogar davon, dass die Kaninchen durch die Kastration verträglicher mit Artgenossen werden (dies ist jedoch nicht immer der Fall).

Im Falle von Gebärmutterkrebs ist die Kastration zwingend nötig und auch nicht umstritten.

In Innenhaltung treten Gebärmuttererkrankungen erfahrungsgemäß häufiger auf als in Außenhaltung.

Kaninchen, die Kontakt zu anderen (Wild)kaninchen haben könnten, sollten kastriert werden um Nachwuchs zu vermeiden.

Die Kastration von Weibchen gehört in Tierkliniken bereits zur Routine, dadurch sinkt das Risiko für Komplikationen.
Kaninchen können in Gefangenschaft ihren Sexualtrieb nicht richtig ausleben und leiden dadurch oft unter einem übersteigerten Sexualtrieb.

Sehr viele Tierärzte raten auf Grund ihrer Erfahrung zur vorsorglichen Kastration.

Ultraschalluntersuchungen und Röntgenaufnahmen können eine Gebärmuttererkrankung nicht zu 100% anzeigen, dadurch kann falsche Sicherheit vermittelt werden.


Contra vorbeugende Weibchen-Kastration

Nur weil eine Erkrankung häufig ist, muss man nicht gleich das gesamte Organ vorsorglich entfernen (z.B. die Brust bei Frauen, da Brustkrebs häufig vorkommt oder die Zähne beim Kaninchen, weil Zahnerkrankungen gehäuft auftreten). Viele Gebärmutterveränderungen sind gutartig (Zysten) und nur durch die Masse irgendwann beeinträchtigend.

Eine vorsorgliche Kastration verstößt gegen das Tierschutzgesetz, weil kein Grund vorliegt (sie ist selten nötig um Nachwuchs zu verhindern und medizinisch besteht auch kein Grund). Die Gesetzesgrundlage ist § 6 TschG „Verboten ist das vollständige oder teilweise Amputieren von Körperteilen oder das vollständige oder teilweise Entnehmen oder Zerstören von Organen oder Geweben eines Wirbeltieres.“. Die Gebärmutter ist ein Organ, die dabei entnommen wird.

Die Weibchen-Kastration ist ein recht großer Eingriff mit langem Bauchschnitt, zudem besteht das Narkoserisiko. Es ist tragisch, wenn ein ein- oder zweijähriges Kaninchen an einer Operation stirbt, die nicht nötig gewesen wäre – vielleicht wäre es nie an Krebs erkrankt und selbst wenn, hätte es davor sicher noch ein paar Jahre länger gelebt.
Der Sexualtrieb ist eine recht natürliche Sache, der zum Kaninchen dazu gehört. Mit der Kastration beraubt man es ein Stück weit seiner natürlichen Triebe.

Ist es vertretbar, ein Kaninchen zu operieren um es an die menschlichen Bedürfnisse anzupassen (z.B. Verhindern von Urin spritzen)?
Die meisten Krebsformen der Gebärmutter entstehen erst im höheren Alter (ab 4-5 Jahren), auch wenn es Ausnahmen gibt.

Tierärzte sehen besonders viele erkrankte Kaninchen, da sie die kranken Tiere betreuen. Die gesunden Tiere, die nicht in der Praxis landen, würden das Bild anders aussehen lassen. Zudem haben Tierärzte manchmal ein finanzielles Interesse an diesem Eingriff und sind daher nicht neutral.

Vorbeugung ist möglich (Kenntniss über die Anzeichen von Gebärmuttererkrankungen, regelmäßiges Abtasten, Ultraschall/Röntgenbild bei Verdacht). Anzeichen: Aggressivität, Unruhe, Schmerzen beim Abtasten, häufige Scheinschwangerschaften (bis zu 2 oder 3x im Jahr ist ganz normal, ist das Weibchen dauerhaft schweinwanger, ist es hingegen auffällig), Scheidenausfluss, allgemeine Krankheitszeichen wie Mattigkeit, geringe Nahrungsaufnahme, Abmagerung bei einem recht dicken Bauch oder sogar einer Gewichtszunahme.

Im Krankheitsfall kann man Kaninchen immer noch kastrieren.

Gebärmutterkrebs-Operationen sind bei alten Kaninchen oft nicht nötig, da sie an anderen Erkrankungen sterben, bevor der Krebs sich schmerzhaft oder lebensgefährlich auswirkt.
Quelle:http://www.kaninchenwiese.de/pflege/geschlecht-kastration/



__________________
Liebe Grüße von Lena, Mali, Ben, Mika, Ulli, Sammy und Yanny ♡



Blacky mein ganzes Leben habe ich dich geliebt und den Rest meines Lebens werde ich dich vermissen...
✝08. Mai 2017
Flocke (✝05.März 2017) & Willy (✝31. März 2017)
für immer vereint...



Geändert von Einhorn09 (30.05.2016 um 16:40 Uhr).
 



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