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Einhorn09 30.05.2016 16:32

Kastration von Häsinen zur Vorbeugung
 
So ich hab heute auf Facebook folgendes gefunden:
http://up.picr.de/25728921rb.png

http://kanzlei-sbeaucamp.de/kastration-des-hundes/

Ich würde dem ganzen ganz und gar nicht zustimmen. Schlappi und auch Flecky sind beide an der Streuung eines Gebährmuttertumors gestorben, bzw mussten erlöst werden.
Mimi wurde vorsorglich kastriert, alles vereitert und vergrößert. Blacky wurde auf Grund der vielen Scheinschwangerschaften kastriert, auch vergrößert.
Maja wird auch vorsorglich kastriert werden.

Aber was haltet ihr davon?

Ich meine bei Männchen, wie zb Flocke. Bei ihm sind die Hoden im bauchraum und er soll auch kastriert werden wegen dem hohen Krebs Risiko. Warum bei Weibchen nicht?

Und noch was, wenn es verboten ist warum machen es die TÄ einfach?

Noch was von kaninchenwiese:
Zitat:

Pro vorbeugende Weibchen-Kastration

Kaninchen neigen zu Gebärmutterkrebs und können auch andere Gebärmuttererkrankungen bekommen (jedoch nicht mit einer Wahrscheinlichkeit von 80%, wie oft dargestellt). Gerade wenn man einen solchen Krebs schon erlebt hat, möchte man ihm gerne vorbeugen.
Gebärmuttererkrankungen werden oft zu spät oder gar nicht diagnostiziert, so dass Kaninchen daran unnötig leiden und sterben. Kaum ein Halter macht Gebärmutterkrebs-Vorbeuge-Untersuchungen. Es ist schmerzlich, wenn man als Halter zu spät eine solche Erkrankung feststellt und nicht mehr helfen kann.

Bei Entdeckung des Krebses kann er bereits metastasiert sein.

Junge Kaninchen vertragen die Kastration meist besser als alte, bereits erkrankte Weibchen. Geschwächte Tiere sind manchmal gar nicht mehr für eine Kastration geeignet.

Kaninchen brauchen ihre Gebärmutter in der Liebhaber-Haltung nicht für die Fortpflanzung.

Durch die Kastration wird man den Kaninchen gerade in Innenhaltung besser gerecht und es wird lästiges Verhalten unterbunden (Urin-spritzen, Aggressivität…).
Manche Halter sprechen sogar davon, dass die Kaninchen durch die Kastration verträglicher mit Artgenossen werden (dies ist jedoch nicht immer der Fall).

Im Falle von Gebärmutterkrebs ist die Kastration zwingend nötig und auch nicht umstritten.

In Innenhaltung treten Gebärmuttererkrankungen erfahrungsgemäß häufiger auf als in Außenhaltung.

Kaninchen, die Kontakt zu anderen (Wild)kaninchen haben könnten, sollten kastriert werden um Nachwuchs zu vermeiden.

Die Kastration von Weibchen gehört in Tierkliniken bereits zur Routine, dadurch sinkt das Risiko für Komplikationen.
Kaninchen können in Gefangenschaft ihren Sexualtrieb nicht richtig ausleben und leiden dadurch oft unter einem übersteigerten Sexualtrieb.

Sehr viele Tierärzte raten auf Grund ihrer Erfahrung zur vorsorglichen Kastration.

Ultraschalluntersuchungen und Röntgenaufnahmen können eine Gebärmuttererkrankung nicht zu 100% anzeigen, dadurch kann falsche Sicherheit vermittelt werden.


Contra vorbeugende Weibchen-Kastration

Nur weil eine Erkrankung häufig ist, muss man nicht gleich das gesamte Organ vorsorglich entfernen (z.B. die Brust bei Frauen, da Brustkrebs häufig vorkommt oder die Zähne beim Kaninchen, weil Zahnerkrankungen gehäuft auftreten). Viele Gebärmutterveränderungen sind gutartig (Zysten) und nur durch die Masse irgendwann beeinträchtigend.

Eine vorsorgliche Kastration verstößt gegen das Tierschutzgesetz, weil kein Grund vorliegt (sie ist selten nötig um Nachwuchs zu verhindern und medizinisch besteht auch kein Grund). Die Gesetzesgrundlage ist § 6 TschG „Verboten ist das vollständige oder teilweise Amputieren von Körperteilen oder das vollständige oder teilweise Entnehmen oder Zerstören von Organen oder Geweben eines Wirbeltieres.“. Die Gebärmutter ist ein Organ, die dabei entnommen wird.

Die Weibchen-Kastration ist ein recht großer Eingriff mit langem Bauchschnitt, zudem besteht das Narkoserisiko. Es ist tragisch, wenn ein ein- oder zweijähriges Kaninchen an einer Operation stirbt, die nicht nötig gewesen wäre – vielleicht wäre es nie an Krebs erkrankt und selbst wenn, hätte es davor sicher noch ein paar Jahre länger gelebt.
Der Sexualtrieb ist eine recht natürliche Sache, der zum Kaninchen dazu gehört. Mit der Kastration beraubt man es ein Stück weit seiner natürlichen Triebe.

Ist es vertretbar, ein Kaninchen zu operieren um es an die menschlichen Bedürfnisse anzupassen (z.B. Verhindern von Urin spritzen)?
Die meisten Krebsformen der Gebärmutter entstehen erst im höheren Alter (ab 4-5 Jahren), auch wenn es Ausnahmen gibt.

Tierärzte sehen besonders viele erkrankte Kaninchen, da sie die kranken Tiere betreuen. Die gesunden Tiere, die nicht in der Praxis landen, würden das Bild anders aussehen lassen. Zudem haben Tierärzte manchmal ein finanzielles Interesse an diesem Eingriff und sind daher nicht neutral.

Vorbeugung ist möglich (Kenntniss über die Anzeichen von Gebärmuttererkrankungen, regelmäßiges Abtasten, Ultraschall/Röntgenbild bei Verdacht). Anzeichen: Aggressivität, Unruhe, Schmerzen beim Abtasten, häufige Scheinschwangerschaften (bis zu 2 oder 3x im Jahr ist ganz normal, ist das Weibchen dauerhaft schweinwanger, ist es hingegen auffällig), Scheidenausfluss, allgemeine Krankheitszeichen wie Mattigkeit, geringe Nahrungsaufnahme, Abmagerung bei einem recht dicken Bauch oder sogar einer Gewichtszunahme.

Im Krankheitsfall kann man Kaninchen immer noch kastrieren.

Gebärmutterkrebs-Operationen sind bei alten Kaninchen oft nicht nötig, da sie an anderen Erkrankungen sterben, bevor der Krebs sich schmerzhaft oder lebensgefährlich auswirkt.
Quelle:http://www.kaninchenwiese.de/pflege/geschlecht-kastration/

LuLu03 30.05.2016 16:34

Ich bin immernoch dagegen vorsorglich zu kastrieren.
Wenn Häsinnen und ihre Partner unter dem extremen Verhalten leiden oder eben krankhafte Veränderungen vorliegen befürworte ich das ganze. Aber nicht einfach so.


Edit. Im Falle deines Rammlers liegt ja eine "krankhafte" Veränderung vor.die Hoden sind nicht da wo sie hin gehören. Außerdem kommt bei Rammlern ja dazu,dass sie unkastriert gar nicht artgerecht gehalten werden können.

Sunrise86 30.05.2016 16:36

Dem stimme ich zu, Maren.

Honeymouse 30.05.2016 16:36

Zitat:

Zitat von Einhorn09 (Beitrag 934486)
Und noch was, wenn es verboten ist warum machen es die TÄ einfach?

Ganz einfach: Geld.

LuLu03 30.05.2016 16:38

Zum Thema Tierärzte. Ein guter Tierarzt macht das nicht einfach so.
Da muss schon mehr vorliegen als "Ich will das so"

Sunrise86 30.05.2016 16:41

Man hat doch eine Verantwortung gegenüber seiner Tiere. Niemals nicht würde ich einem gesunden Weibchen eine solche OP zumuten.

Einhorn09 30.05.2016 16:42

Unsere TÄ ist gut und sie befürwortet das ganze.

Maja ist ziemlich verrückt und Willy leidet schon unter ihr. Weil sie nur am jagen und rammeln ist. Zusätzlich buddelr sie extrem.
Für mich reicht das um sie kastrieren zu lassen. Und ich könnte wetten das es bei ihr nicht alles normal ist.

Sunrise86 30.05.2016 16:43

Naja..du hattest ja von Anfang an vor sie kastrieren zu lassen...

Einhorn09 30.05.2016 16:43

Zitat:

Zitat von Sunrise86 (Beitrag 934491)
Man hat doch eine Verantwortung gegenüber seiner Tiere. Niemals nicht würde ich einem gesunden Weibchen eine solche OP zumuten.

Und genau deshalb finde ich das man Tiere die nicht nur hitzig auffällig sind auch kastrieren lassen sollte.

LuLu03 30.05.2016 16:44

Buddeln ist ganz normales Kaninchen verhalten.
Genauso wie Rammeln. Und ja man kann sich einen Grund auch einreden.

Sunrise86 30.05.2016 16:47

Zumal das berammeln etc sicher durch den derzeit noch beengenden Stall nachts kommt.

Sunrise86 30.05.2016 16:52

Lass sie vorher richtig schallen, wenn was auffällig ist dann Kastra und wenn nicht dann nicht. Sobald sie mehr Platz haben wird sich ihr Verhalten sicher legen(solange der Befund negativ ist), dann können sie ihre Rangordnung etc auf genug Platz klären und haben auch mehr Platz um sich aus dem Weg zu gehen.

crazy curry 30.05.2016 17:08

Zitat:

Zitat von LuLu03 (Beitrag 934490)
Zum Thema Tierärzte. Ein guter Tierarzt macht das nicht einfach so.
Da muss schon mehr vorliegen als "Ich will das so"


Nein Maren , das stimmt so nicht. Immer mehr kaninchenerfahrene Ta machen die Kastra weil sie täglich sehen was passiert wenn man es zu spät bemerkt und die Tiere werden durch Überzüchtung und wahlloser Vermehrung immer jünger bei diesen Problemen.

Einen Hund oder Katze kastriert man doch auch und für sie ist es ein genauso großer Eingriff wie beim Kaninchen.

LuLu03 30.05.2016 17:15

Zitat:

Zitat von crazy curry (Beitrag 934502)
Nein Maren , das stimmt so nicht. Immer mehr kaninchenerfahrene Ta machen die Kastra weil sie täglich sehen was passiert wenn man es zu spät bemerkt und die Tiere werden durch Überzüchtung und wahlloser Vermehrung immer jünger bei diesen Problemen.

Einen Hund oder Katze kastriert man doch auch und für sie ist es ein genauso großer Eingriff wie beim Kaninchen.

Fakt ist das Tierärzte es nicht einfach so dürfen.
Bei Katzen ist es hier Pflicht für freigänger. Das ist ne ganz andere Hausnummer als Kaninchen
Katzen wären in dem Fall einfach ständig trächtig.
Hat für mich einen ganz anderen Hintergrund als bei Kaninchen

Hätte ich hier wildkaninchen würde ich Milly auch kastrieren lassen. Hab ich aber nicht.


Edit das durch Überzüchtung tumorbildung vermehrt Auftritt wage ich zu bezweifeln

Natie 30.05.2016 19:41

Zitat:

Zitat von crazy curry (Beitrag 934502)

Einen Hund oder Katze kastriert man doch auch und für sie ist es ein genauso großer Eingriff wie beim Kaninchen.

Zitat:

Zitat von LuLu03 (Beitrag 934504)
Fakt ist das Tierärzte es nicht einfach so dürfen.
Bei Katzen ist es hier Pflicht für freigänger. Das ist ne ganz andere Hausnummer als Kaninchen
Katzen wären in dem Fall einfach ständig trächtig.
Hat für mich einen ganz anderen Hintergrund als bei Kaninchen

Hätte ich hier wildkaninchen würde ich Milly auch kastrieren lassen. Hab ich aber nicht.
Edit das durch Überzüchtung tumorbildung vermehrt Auftritt wage ich zu bezweifeln

Ich bin auch Gegner von prophylaktischen Häsinnenkastrationen. Ich finde es ist ein viel zu großer Eingiff mit viel zu hohen Risiken.
Ich würde dann eher etwas Geld zur Seite tun und bei auffälligem Verhalten wie exeszives buddeln, Aggressivität, häufige Hitzigkeiten oder Scheinschwangerschaften den TA zur Rate zu ziehen.
Meine Maja war ja auch sehr aggressiv, häufig Scheinschwanger und hitzig. Ihre GM wies dann, obwohl grade mal 1 Jahr alt, schon Zysten auf.
In dem Fall war eine Kastra gerechtfertigt.

Bzgl. Häsinnenkastra, Wildkaninchen und Freilandhaltung:
Wenn meine Kaninchen frei im Garten laufen und Besuch von Wildkaninchen bekommen könnten, würde ich alle Weibchen kastrieren lassen.
Denn eine Trächtigkeit in hohem Alter kann für Weibchen tödlich sein, zudem könnten die Kaninchen dann, um häufige Trachtigkeiten zu vermeiden, nicht mehr artgerecht genug gehalten werden.
Das sehe ich auch als einen Kastragrund an.

Bzgl. Hunde:
Wenn ich Hunde hätte, würde ich beiderlei Geschlecht kastrieren lassen um es Ihnen zu ermöglichen in Kontakt mit anderen Hunden zu treten.
Ich möchte dann nicht immer meiner Hündin einen Slip anziehen müssen wenn sie hitzig ist und auf uns verfolgende, fortpflanzungswillige freilaufende Rüden, hab ich auch keine Lust.
Meinen Rüden möchte ich auch nicht dauernd angeleint lassen nur weil ich nicht weiß ob die anderen Hündinnen kastriert sind oder nicht.

Und dieses Rumgefrage auf Hundewiesen ob Hund oder Hündinn kastriert ist, wenn neue Hunde und Halter die Wiese betreten finde ich einfach nur witzig ...

Bzgl Katzen:
Freigänger sollten definitiv kastriert werden.
Wohnungskater aufgrund ihres Dominanzverhaltens auch, ich habe noch nie von unkastrierten Katern gehört die friedlich zusammen leben. Und Einzelhaltung kommt nicht in Frage.
Auch in der Wohnung lebende Kätzinnen sollten kastriert werden.
Die Rolligkeit ist für sie sehr anstrengend und auch schmerzhaft.

Cupcake 2205 30.05.2016 20:11

Ich bin hier ziemlich der Meinung der meisten hier, finde Kastras, die erstmal ohne Grund sind nicht gut. Klar, wenn sie auf Grund von Veränderungen nötig sind ja, oder auch, wenn oft Wildkaninchen in den Auslauf können.

Zitat:

Bzgl. Hunde:
Wenn ich Hunde hätte, würde ich beiderlei Geschlecht kastrieren lassen um es Ihnen zu ermöglichen in Kontakt mit anderen Hunden zu treten.
Ich möchte dann nicht immer meiner Hündin einen Slip anziehen müssen wenn sie hitzig ist und auf uns verfolgende, fortpflanzungswillige freilaufende Rüden, hab ich auch keine Lust.
Meinen Rüden möchte ich auch nicht dauernd angeleint lassen nur weil ich nicht weiß ob die anderen Hündinnen kastriert sind oder nicht.

Und dieses Rumgefrage auf Hundewiesen ob Hund oder Hündinn kastriert ist, wenn neue Hunde und Halter die Wiese betreten finde ich einfach nur witzig ...

Bzgl Katzen:
Freigänger sollten definitiv kastriert werden.
Wohnungskater aufgrund ihres Dominanzverhaltens auch, ich habe noch nie von unkastrierten Katern gehört die friedlich zusammen leben. Und Einzelhaltung kommt nicht in Frage.
Auch in der Wohnung lebende Kätzinnen sollten kastriert werden.
Die Rolligkeit ist für sie sehr anstrengend und auch schmerzhaft.
Wir haben ja nun beides, Hunde und Katzen, je ein Weibchen, ein Männchen. Die Katzen sind beide kastriert, da Freigänger. Bei den Hunden ist nur Henry kastriert, und dies wurde leider zu früh gemacht. Saphira ist nicht kastriert, die Zeit während der Läufigkeit bekommt man auch rum.

Terry 30.05.2016 20:31

Ich habe eine Häsin durch einen GB-Tumor verloren (ohne Verhaltensauffälligkeiten), seitdem werden Häsinnen bei mir mit gut einem Jahr prophylaktisch kastriert.
Bei zwei weiteren wurden bei der Kastra schon Tumore festgestellt, einmal gutartig und einmal bösartig (aber Gott sei Dank früh genug gemerkt). Auch die beiden zeigten keine Verhaltensauffälligkeiten..

Cattleya 21 30.05.2016 22:52

Ich würde nicht ohne medizinischen Befund kastrieren. Allerdings scheinen Probleme mit der Gebärmutter bei älteren Kaninchendamen fast schon vorprogrammiert Ich hatte bisher zwei Weibchen. Tatjana war fast 10 Jahre, zuvor immer fit. Von einem Tag auf den anderen zeigte sie Krankheitsanzeichen und wollte nicht mehr laufen und fressen. Ursache war ein bösartiger Gebärmuttertumor, an dem sie kurze Zeit später verstorben ist. Miezi hatte eine entzündete und mit Flüssigkeit gefüllte Zyste in der Gebärmutter. Die hat man nur im Ultraschall nach langem hin und her gesehen, auf dem Röntgenbild war gar nichts drauf. Mit 7,5 Jahren habe ich sie kastrieren lassen. Es war eine Not-OP, mein Tierarzt meinte damals, die Chancen sind maximal 50%. Sie hat das gut überstanden und lebte noch über 2 Jahre. Die Diagnose war aber gar nicht einfach. Wäre in der Tierklinik nicht eine Spezialistin für Ultraschall gewesen, hätte man ihr nicht mehr helfen können.

Terry 31.05.2016 11:56

Zitat:

Zitat von Cattleya 21 (Beitrag 934761)
Ich würde nicht ohne medizinischen Befund kastrieren. Allerdings scheinen Probleme mit der Gebärmutter bei älteren Kaninchendamen fast schon vorprogrammiert

Wie geschrieben, meine beiden waren gerade mal ein Jahr alt.

crazy curry 31.05.2016 12:04

Zitat:

Zitat von Terry (Beitrag 934860)
Wie geschrieben, meine beiden waren gerade mal ein Jahr alt.


Meine auch .


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