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Kämpferherz 08.05.2015 12:21

Nunja, jetzt ist es eh zu spät, um etwas zu ändern. Aber wir haben ja alles versucht.
Auch wenn es schwer für uns ist, es ist besser für ihn gewesen. Er ist mit Würde gegangen. Das war mir wichtig.

Achso.

Gestern kam Post von unserer Tierärztin. Sie und ihr Team haben uns herzliches Beileid gewünscht und alle haben total lieb unterschrieben. *-*
Unsere Tierärztin bekommt als Dankeschön auch ein Bild von Steini, das sie dann aufhängen kann.

zauberwaldmaus 27.05.2015 22:56

Traurige Geschichte. Dennoch schön zu lesen wie du zusammen mit ihm gekämpft hast. Ich weiß wieviel Kraft das kostet. Aber kein Tag und keine Nacht ist zu schade zum kämpfen. :-(

Kämpferherz 28.05.2015 13:59

Ja genau so war es. Jeden Tag den icj mit ihm hatte habe ich genossen. Ich wusste tief in mir drin ja dass er nie mehr gesund werden wird und ich irgendwann die letzte Entscheidung treffen muss

Kämpferherz 28.05.2015 14:01

Ja genau. Ich habe jeden Tag mit ihm genossen. Ich wusste ja,dass er nicht mehr gesund wird. Da könnte jeden Tag der letzte sein.

Ups zwei mal gesendet...^^

die Kleine 28.05.2015 21:50

Auch wenn es euren Verlust nicht leichter macht, finde ich doch, dass eure Tierärztin samt Team wirklich toll und einfühlsam reagiert hat. Sie hatten euren Steini wohl auch alle ins Herz geschlossen...

Kämpferherz 28.05.2015 22:21

Das haben sie! :-)
Und ich bin allen so unendlich dankbar, dass sie Steini noch so viel Lebensqualität gegeben und auch alle meine Fragen bereitwillig und gutmütig beantwortet haben.
Ohne unsere Tierärztin wäre Steini wohl schon früher gegangen ( wobei sie wiederum meint, dass Steini sich glücklich schätzen konnte, mich als Frauchen zu haben, weil ich mich so um ihn bemüht habe)! ;-)
Ich denke im Endeffekt wurde er nicht nur von uns geliebt, sondern auch von unserer Tierärztin und ihrem Team.

Pinkbunny 09.10.2015 16:25

Huhu,
du hast die Geschichte von deinem Steini wirklich emotional beschrieben, ich musste weinen. Schön dass du ihm noch eine so schöne Zeit bei dir beschert hast mit anderen Ninis. Schade dass die Geschichte so traurig endet, obwohl es zwischendrin so gut aussah. Du hast alles richtig gemacht.
Als du in meinen Thread geschrieben hast, dass mein Rasputin dich an ihn erinnert musste ich nachlesen, um evtl. neue Erkenntnisse zu erlangen. Wir können bisher auch nur Vermutungen anstellen, welche Erkrankung er hat.

Kämpferherz 10.10.2015 15:34

Leider kann ich dir nicht weiterhelfen, wie ich ja auch schon in deinem Thread schrieb. Würde vielleicht anders aussehen, wenn wir im Endeffekt gewusst hatten, was Steini hatte! :-/
Tut mir also echt Leid.
Und danke für deine netten Worte! :-)
Gerade weil er immer so gekämpft hat und es zwischendurch gut aussah, war es echt schwer, den richtigen Moment zu finden, ihn gehen zu lassen. Ich denke, wir haben den richtigen Zeitpunkt gefunden, so im Nachhinein betrachtet auf jeden Fall! :-)

Nana1991 29.12.2015 18:42

Hallo Kämpferherz,

Steinis Geschichte hat mich sehr berührt. Es tut mir sehr leid, dass du das durchmachen musst - aber er ist erlöst. Ich habe im Februar meine kleine Freundin gehen lassen müssen und seitdem gab es keinen Tag, an dem ich nicht an dieser Entscheidung gezweifelt und mit mir gerungen habe. Sie hatte Tumore an mehreren Organen und daher Wasser im Brustkorb. Die Entdeckung der Erkrankung und schließlich die Entscheidung, das alles spielte sich innerhalb weniger Tage ab, am Ende eines fast achtjährigen Kaninchenlebens. Zu schnell, um alles zu begreifen. Erst hinterher wurde mir klar, dass ich mit der Entscheidung leben muss, und es ist schwieriger als gedacht.
Ich möchte dir ein paar Worte mit auf den Weg geben, die ich neulich gelesen habe und sehr passend finde, und wünsche dir alles Gute für die Zukunft.
Es gibt für alles im Leben eine Zeit - eine Zeit der Freude, eine Zeit der Stille und eine Zeit der dankbaren Erinnerung.

knuffelchen 29.12.2015 18:47

Das hast du so schön gesagt, danke!
Ich musste dieses Jahr schon mein Knuffelchen und meinen alten Schildkröter gehen lassen.

Nana1991 30.12.2015 11:47

Es tut mir sehr Leid, dass auch du dieses Jahr Abschied von zwei Tieren nehmen musstest, knuffelchen. Vielleicht kann man mit der Zeit begreifen, dass auch das Loslassen zum Halten eines Haustieres dazugehört. Bisher kann ich leider noch nicht so wie Kämpferherz über meine Entscheidung sagen, dass sie richtig war und auch im richtigen Zeitpunkt. Der Gedanke, um wie viele Tage und Stunden ich das Leben eines anderen Wesens verkürzt habe, geht mir nicht aus dem Kopf. Als ich das Tier leiden sah (Wasser im Brustkorb, kam einen Tag bevor ich sie gehen ließ und machte das Atmen zur Qual) wusste ich, dass es sein musste, aber als sie dann gegangen war erschien mir das alles nicht mehr so klar. Ich bin noch hier und bin nicht sicher, dass sie mit all dem einverstanden war. Ich werde nie erfahren, ob sie mir dankbar dafür ist und ob sie an meiner Stelle genauso entschieden hätte. Vielleicht hätte sie noch ein paar Stunden länger hier bei mir bleiben wollen. Ich wünschte, ich würde nicht zweifeln, so wie auch Kämpferherz nicht zweifelt. Ich habe genauso wie Kämpferherz die Tierärztin zu uns nach Hause gebeten, damit meine kleine Freundin von ihrer geliebten Umgebung Abschied nehmen kann. Das schlimmste war, dass sie so arglos war, gar nicht wusste, was auf sie zukam, und ich veranlasst habe, dass ihr die Spritze gegeben wird. Mehrere Tierärzte haben mir bestätigt, dass sie sehr bald qualvoll ersticken würde. Heute aber denke ich, vielleicht hätte es noch irgendeine Hoffnung gegeben und ich habe ihr diese Chance genommen. Vielleicht hätte sie nicht nur noch Tage gehabt, sondern sogar eine Woche, in der sie noch ein paar glückliche Momente gehabt hätte. Ich hätte noch mehr Zeit mir ihr haben können, ein paar kostbare Stunden, und wären es nur Minuten gewesen. Sie hätte noch mehr von ihren Lieblingsspeisen essen können und sich noch länger streicheln lassen. Sie wäre noch etwas länger bei mir gewesen.
Es ist schön, dass man hier im Forum auch über die leidvolle Seite der Tierhaltung reden kann. Leider verstehen viele Menschen nicht, weshalb man um ein Tier trauert wie um ein menschliches Familienmitglied. Das sind in der Regel solche, die nie ein Haustier hatten.
Möge das neue Jahr uns weniger traurige Momente als das alte bringen, dafür mehr dankbare Erinnerungen, siehe meine Worte von gestern.

Kämpferherz 30.12.2015 14:45

Hallo Nana1991,

danke für deine lieben Worte.
Glaube mir, all das was du beschrieben hast, habe ich Wochen nach Steinis Tod immer und immer wieder durchgekaut, aber im Endeffekt konnte ich meine Entscheidung auch nicht mehr rückgängig machen.
Ich musste meinen Frieden mit dieser Entscheidung finden und da ich weiß, wie sehr sich mein armer, kleiner Kerl jeden Tag gequält, umso sicherer bin ich mir, dass es die richtige Entscheidung war. Für ihn war es nicht mehr lebenswert. Er konnte nicht mehr aufstehen, nicht laufen, er hat sich ständig zugeschmiert und dann noch die fiesen Maden. Er wäre bei lebendigem Leibe gefressen worden. Das wollte ich auf keinen Fall. Er sollte mit Würde gehen.
Auch wenn er bis zum Schluss gekämpft hat, irgendwann wusste ich, dass er mir danken würde. Was ist das für ein Leben in dem man Schmerzen hat, in dem ein Lebewesen, das fürs Springen und Hoppeln gemacht ist, nur noch rumliegen kann, sich nicht selbstständig an einen anderen Ort bewegen kann?
Glaub mir, es viel mir super schwer ihn gehen zu lassen, besonders weil ich so lange um ihn gekämpft habe, aber ich wusste, dass wir diesen Kampf nicht gewinnen können. Wir haben ihm noch ein wunderbares Jahr bei uns geschenkt. Mich selbst hat es emotional kaputt gemacht ihn so leiden zu sehen. Wie ich schon schrieb ich habe genauso gelitten wie er. Irgendwann war es eine Erleichterung zu wissen, dass er jetzt im Himmel ist und keine Schmerzen mehr hat.
Ich bin grade wieder am Weinen weil die Erinnerung wieder so präsent ist, aber trotzdem bereue ich es nicht. Ich vermisse ihn nur.

Ich hoffe, du kommst auch bald an einen Punkt an dem du akzeptieren kannst, dass du deinem Mäuschen geholfen hast und dass sie dir sicher nicht böse ist. Wir können nicht wissen, wie viele Schmerzen sie haben, das wissen die Kleinen nur selbst. Aber wir müssen die Entscheidung übernehmen, wenn sie sie uns nicht abnehmen.

Und vielen Dank für deine netten Worte! :-)

LG

PS: Sorry, wenn ich mich wiederholt haben sollte! ;-)

Nana1991 30.12.2015 17:36

Hallo Kämpferherz,

es tut mir Leid, dass das jetzt alles wieder hochkam bei dir durch meinen Eintrag. Auf der anderen Seite bin ich sicher, dass es keinen Forumseintrag braucht, um die Erinnerung hervorzurufen, sondern dass du genauso wie ich ohnehin häufig an das Erlebte denkst und an deinen Steini, mit einem lachenden und einem weinenden Auge.
Ich bin auch davon überzeugt, dass du ein letztes Mal das getan hast, was für ihn am besten war, so wie du es schon immer getan hast. So wie du seinen Zustand beschreibst war er sicher einverstanden mit deiner Entscheidung. Das wollte ich mit meinem Eintrag auch gar nicht in Zweifel ziehen.
Tief im Herzen weiß ich auch, dass auch ich keine andere Wahl hatte als mein Schlappohr zu erlösen. Trotzdem kommen mir oft Zweifel daran. Bei so einer folgenschweren Entscheidung ist das wohl normal. Ich hoffe, die beiden hoppeln zufrieden und schmerzfrei durch den Himmel, schauen von oben runter und danken uns im Stillen für unseren Mut.
Ich habe die Hoffnung, dass ich irgendwann mit zwei lachenden Augen an sie denken kann, an die schöne Zeit, als sie gesund war, und nicht mehr so oft an das Ende. Sicherlich wünschen sich unsere Tiere hinter der Regenbogenbrücke, dass wir hauptsächlich an diese schönen Momente denken und uns nicht mehr quälen. Ich bin mir aber sicher, dass diese Entscheidung mich für immer verändert hat und mich ein Leben lang begleiten wird.
Eine mir nahestehende Person sagte zu mir, sie würde nicht verstehen, weshalb man ein Tier erlöst, schließlich tue man das beim Menschen ja auch nicht - ein Tierleben sei also offensichtlich weniger wert als das eines Menschen. Ich habe geantwortet, dass ich sie gerade deshalb erlöst habe, weil mir ihr Leben so viel wert war - genau das ist es auch, was ich aus deinem Beitrag heraushöre: Irgendwann ist ein Punkt erreicht, an dem das Tier nicht mehr alles machen kann, was zu einem glücklichen Kaninchenleben dazugehört, und dann soll es so ein Leben auch nicht mehr führen müssen nur weil der Mensch nicht loslassen kann.

Ich danke dir ebenfalls für deinen Beitrag, er hat mir Mut gemacht. Irgendwann kann ich hoffentlich genauso wie du sagen, dass ich alles richtig gemacht habe, nichts mehr hätte tun können und dass, auch wenn ich noch ein, zwei oder drei Stunden mehr mit ihr gehabt hätte, auch diese zu kurz gewesen wären und den unumgänglichen Abschied nur hinausgeschoben hätten.

Alles Gute für die Zukunft!

Kämpferherz 30.12.2015 17:45

Wow die Person kann ich tatsächlich nicht verstehen. Ich wünschte, wir Menschen könnten auch so "einfach" erlöst werden. Schließlich quälen sich manche Menschen auch nur noch rum und wollen vielleicht lieber sterben. Klar, die meisten Menschen können uns sagen, was sie wollen, die Tiere nicht, aber ich denke, wenn man sein Tier lang genug kennt, dann weiß man, wann es besser ist loszulassen. Man sieht ja dann selbst, wann es nicht mehr geht.

Ich bin mir sogar sehr sicher, dass deine Maus und mein Steini da oben jetzt glücklich und vor allem gesund um die Wette rennen! :-)
Das stelle ich mir in Momenten vor, in denen ich meine Entscheidung anzweifle oder angezweifelt habe. Vielleicht hilft es dir, dir vorzustellen, was deine Maus da oben jetzt alles machen würde.
Wenn meine verstorbenen Kaninchen zum Beispiel Geburtstag haben, dann gehe ich an ihr Grab und gratuliere ihnen und wünsche ihnen ganz viele Möhren und Gras und Freude. Klingt vielleicht kindisch, aber es hilft mir ungemein, mir vorzustellen, dass sie in einer Parallelwelt leben, in der sie mich hören können, wenn ich mit ihnen rede.

Und versuch nicht nur an die schlechten Zeiten zu denken. Denk an die guten Zeiten, die du mit ihr hattest! :-)

LG

knuffelchen 30.12.2015 17:47

Zitat:

Zitat von Nana1991 (Beitrag 866217)
Eine mir nahestehende Person sagte zu mir, sie würde nicht verstehen, weshalb man ein Tier erlöst, schließlich tue man das beim Menschen ja auch nicht - ein Tierleben sei also offensichtlich weniger wert als das eines Menschen. Ich habe geantwortet, dass ich sie gerade deshalb erlöst habe, weil mir ihr Leben so viel wert war - genau das ist es auch, was ich aus deinem Beitrag heraushöre: Irgendwann ist ein Punkt erreicht, an dem das Tier nicht mehr alles machen kann, was zu einem glücklichen Kaninchenleben dazugehört, und dann soll es so ein Leben auch nicht mehr führen müssen nur weil der Mensch nicht loslassen kann.

Alles Gute für die Zukunft!

Deine nahestehende Person hat noch nie einen sehr nahestehenden Menschen elendiglich verrecken gesehen, da würde sie sich nämlich wünschen, dass man auch Menschen erlösen darf.
Meine Mutter ist an einem sehr aggressiven Hirntumor 3 Monate lang elendiglich verreckt, anders kann man das nicht nennen.
Und hätte ich nicht die Verantwortung für 3 Kinder gehabt, ich hätte ein Kissen genommen.
Mein Tierarzt hätte mich angeschrien, wenn eines meiner Kaninchen so hätte leiden müssen.


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