 | Kaninchen | | Registriert seit: 09.08.2009
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Geschrieben am
04.11.2014, 19:31
| | | | Sicher, man fragt sich unendlich viel wenn man ein Tier verliert. Ich kenne das auch. Und du hast auch Recht wenn du sagst: dieses Tier war ein ganz besonderes, man kann es nicht ersetzen. Muss man aber auch nicht, denn ein Herz ist groß und es ist viel Platz darin. Nimm dir aber erst die Zeit zu trauern, du brauchst sie. Er war nicht nur ein Tier, er war Teil deines Lebens und du hast ihn geliebt. Wenn der Schmerz verblasst, kannst du neu entscheiden. Und vielleicht nimmt dir ein Nin (besser zwei) diese Entscheidung eines Tags ab, indem du für ein unverstandenes, oder ungewolltes Tier zum Retter wirst. Das wird aber die Zeit und das Schicksal zeigen.
Trotzdem gingen deine Gedanken hier nicht in die richtige Richtung, denn Kokzidien sind eher selten ein Problem das durch Hunde und/oder Katzen übertragen sind - Vögel sind viel eher ein Problem, vor allem Tauben. Und Milben befinden sich ständig in unser aller Umwelt - dass sie ihm zusetzten, hat mit seinem zu diesem Zeitpunkt angegriffenen Immunsystem zu tun. Normalerweise kommen die Tiere gut damit zurecht, ab und an ein paar Milben ausgesetzt zu sein, die sich z. B. gern in Heu und Einstreu verbergen.
Es ist bitter, wenn man feststellen muss dass die, denen man vertraut hat dass sie wüssten was sie täten, nicht wussten was sie tun. Mit dieser Erfahrung bist du aber nicht allein.
Diese Tierärztin hat, wie ich schon befürchtet hatte, von E. Cuniculi absolut keine Ahnung. E.C. hat meiner groben Schätzung nach nur in der Hälfte bis maximal drei Viertel der Fälle den angeblich so typischen Schiefhals zur Folge, der Rest äußert sich ohne die Kopfschiefhaltung durch Gleichgewichtsstörungen, durch Lähmungen (oft an der Hinterhand), durch Blindheit (meist wenn die Ansteckung bereits im Mutterleib erfolgte), durch Nierenprobleme, oder auch in einigen Fällen durch "unerklärliches" Abnehmen.
Allein schon dass sie dir das Gefühl gegeben hat dass dein Verdacht völliger Unsinn war, war absolut ein Unding!
Mein TA war zum Glück anders - was in einem Fall dazu führte, dass ich zufällig auf eine richtige Diagnose kam, die er übersehen hatte. Er hat nicht gezögert sie zu überprüfen, und das war Leos und mein Glück. Leo hatte einen Hefenbefall, er fraß nicht und musste zwangsernährt werden. Der TA wollte schon aufgeben, ich suchte verzweifelt nach der Ursache seines Problems. Eine kahle Hautstelle brachte mich zu einem Pilzbefall der Haut und von dort weiter zum Pilzbefall des Darmes, und da stand etwas was mich elektrisierte: Nicht immer kommt es bei Hefenbefall zu Durchfall, sondern in seltenen Fällen auch zu Verstopfung. Ich bin umgehend mit einer Kotprobe zum TA gefahren, und dieser hat keine Sekunde gezögert meinem Verdacht nachzugehen, ihn zu bestätigen und mir die Behandlung darzulegen - und 24 Stunden später begann Leo wieder zu fressen.
Auch die fehlende Kotprobe bei Durchfall ist meiner Meinung nach eine grobe Fahrlässigkeit. Bitte fordere, falls du einmal wieder in eine solche Situation kommst, das ein von dem du meinst dass es sinnvoll und richtig ist. Du zahlst schließlich diese Leistungen, da ist es dein gutes Recht zu sagen: diese Zusatzleistung will ich haben! Vor allem wenn es sich um etwas wie eine Kotprobe handelt, das dem Tier überhaupt nicht zusetzt, es muss ja dafür nicht einmal mit in die Praxis. Meine Nins habe ich regelmäßigen vorsorglichen Kotproben unterzogen, immer kurz vor den Impfungen, um nicht versehentlich in einen Infekt hineinzuimpfen.
Abschließend möchte ich dich noch auf den Regenbogenthread aufmerksam machen. Vielen hilft es, einen Abschiedsgruß zu hinterlassen, vielleicht auch dir. Wenn du magst, verewige deinen Liebling dort mit seiner Geschichte, oder auch nur mit einem Gruß an ihn, ganz wie es für dich richtig scheint. |