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Schnupfis behandeln. auf Kaninchen Forum

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Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 13.01.2009
Beiträge: 103
nugget100 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 28.05.2014, 01:30

Schnupfis behandeln.


Hallo Leute


Zur Zeit bin ich gerade am recherchieren und Forschen inwiefern Kaninchenschnupfen irgendwie Heilbar ist. Es gibt zwar schon mehre Methoden ,diese sind recht Kostenintensiv (ca. 250 Euro und mehr) .daher versuche ich mal meine Erfahrungen mitzuteilen evtl. können Sie für den/die eine oder andere Person hilfreich sein.


Ein Verfahren wird ähnlich auch in der Humanmedizin angewandt nur nicht mit den entsprechenden Tieren.
Man macht einen Abstrich von der Nase ( beim Menschen von der z.B. eitrigen stelle) und Kultiviert die Viren/Bakterien in einem Brutschrank. Dann werden diese in einer Nährflüssigkeit verflüssigt und z.B. Ratten Injiziert. Nach Zeit x wird geprüft welche Ratte Abwehrzellen gegen diese Bakterien/Viren entwickelt hat. Von dieser Ratte wird etwas Blut abgenommen und in einer Zentrifuge Blut von Blutplasma getrennt. Da so gewonnene Blutplasma ( das auch so die Abwehrzellen besitzt) wird dann dem Kaninchen Injiziert . Das verfahren hat eine Heilungschance von 90 % . Um Verklumpungen im Blut durch nicht Verträglichkeit zu vermeiden wird das Ratten und Kanichenblut auf Verträglichkeit getestet. wie ich schon geschrieben habe ist dieses verfahren sehr Kostenintensiv und dauert lange. Man sollte Minimum 3 Wochen einplanen und hoffen das sein "Schnupfie" so lange überlebt.

Die klassische Variante die bekannt ist ,das man einen Abstrich von der Nase macht ,die Bakterien/Viren, Kultiviert, Identifiziert und anschließend mit dem richtigen Antibiotika Behandelt. Hier sollte man sehr vorsichtig sein denn es gibt Mittlerweile Multiressistente Bakterien/Viren die selbst gegen solche Breitband Antibiotika mittlerweile resistent sind. Besondere Vorsicht ist geboten bei E-Coli Gruppe. Noch dazu schwächt Antibiotika das Kaninchen ,wobei es zu fressunlust ,Abmagerungen und Reaktionsstörungen kommen kann die letztendlich zum Tode führen.


Ein weiteres Verfahren ist bekannt über "Vitamin" Zugabe.Die sollte aber unter Tierärztlicher Aufsicht erfolgen. Bei Ratten hat man festgestellt das durch eine sehr hohe Dosierung eines Vitamin B Komplexes , die Abwehrreaktion des Immunsystemes gegen Bakterien, Viren und aggressiven Zellen verstärkt wird. Selbst Aggressive Krebszellen (die Verwucherungen am Tier gebildet haben) konnten so bekämpft und das Tier geheilt werden. Letztendlich kommt es auf die Dosis und auf den Vitamin B Komplex an. Eine Länger andauernde Therapie mit Zugabe des Vitamins über Injektion bringt gut Chancen das Schnupfen Problem unter Kontrolle zu bringen. Wenn man also z.B. 14 Tage anpeilt ,sollte jeden 2 Tag eine Injektion vom TA vorgenommen werden. Damit überhaupt eine Reaktion erwartet werden kann.

In einem eigenen Feldtest mit einem Kaninchen von einem Kollegen ,habe ich zuerst beim TA einen Abstrich von dem Nasenausfluß machen lassen. Dort wurde die Bakterien/Viren Bestimmt und Identifiziert. Es waren die Pasteurella multocida die zusammen mit Cronobacter sakazakii aufgetreten sind. Wie man mir mitgeteilt hat tritt so was sehr selten auf.

Wir haben vom TA ein passendes Antibiotika bekommen und diese wurde auch dem Kaninchen Injiziert. Zusätzlich haben wir Echinacea Tropfen bekommen die wir in das Wasser geben sollten während das Langohr einmal Täglich Oral eine in Wasser aufgelöste Antibiotika Tablette bekommen sollte. Dies sollte in 10 Tagen erfolgen. Ich hab mich mit anderen Kaninchenhaltern und Züchtern Unterhalten ,dabei trat auch hier immer wieder das Wort Vitamin B auf.

Also zum TA gefahren 2 Päckchen Vitamin B Komplex Tabletten gekauft und diese zum Antibiotika gegeben. Zusätzlich wurde jeden Tag ein Sud aus Frischer Kamille ,Fenchel und Ingwer gekocht. Abkühlen lassen und dies anstelle des Wassers gegeben. Frischer Ingwer (1 Scheibe Pro Tag) wurde auch hier dem Tier zum Fressen neben seinen natürlichen Futter das es bekam auch angeboten.

Der Käfig wurde für den Zeitraum von 14 Tagen mit Einweg Hygiene Matten ( Medizinische Unterlagen) vom TA ausgelegt. Diese wurden Täglich gewechselt. Ebenso auch die Kloecke. Zusätzlich wurde mit Sagrotan MED der Käfig Tagtäglich gereinigt damit die Bakterien sich nicht weiter verbreiten können. Nach 14 Tagen zeigte sich nach und nach ein kleiner Erfolg. Zusätzlich haben wir auch für den Besseren Ausgang und Abschunpfens der Bakterien/Viren Otriven ins Näschen geträufelt. Nachdem das Langohr anfänglich fast mehrmals am Tag Niesattacken hatte ,nahmen zuerst diese Niesattacken stetig ab. Später wurden Sie so schwach das Sie nur noch als dunkles grummeln des Tieres Wahrnehmbar waren.
Ein Zweiter Abstrich zeigte den Verdacht das die Cronobacter sakazakii nur noch schwach vorhanden waren und die Pasteurella multocida nur noch vereinzelt existierten. Wir haben die Pflege entsprechend Forgesetzt und nach weiteren 14 Tagen ,zeigte der Letzte Abstrich von der Nase keine Erreger mehr. Zur Zeit Hoppelt das Langohr beim Kollegen mit anderen zusammen. Nächste Woche werden wir zur Vorsorge nochmals einen Abstrich machen um feststellen zu lassen ob diese Erreger irgendwo noch existent sind oder das Tier erneut Befallen können.

In den meisten Fällen sollte man über die Behandlungszeit die vom TA angegeben wird das Tier behandeln. Es zeigt sich oft das gerade in dieser Zeit erst die Stoffe anfangen zu wirken.

Bitte diesen Bericht oder Info nicht als Leitfaden verwenden, jede Infektion die in die Gruppe "Kaninchenschnupfen" gruppiert wird ist anders und kann auch andere Erreger beinhalten. Pflicht ist aber auf jeden Fall bei Diagnose Kaninchenschnupfen einen Abstrich machen zu lassen damit man weis um welche Erreger es sich handelt und der TA weiß welches Mittel dagegen wirkt. Zur Unterstützung der Behandlung ist es von Vorteil das Immunsystem des Langohrs zu stärken . In einigen Fällen reicht das schon aus um diese Erreger/Viren zu vernichten (Siehe Vitamin B Komplex)


In diesem Sinne



Gruß



Nugget100





Geändert von nugget100 (28.05.2014 um 01:52 Uhr).
 



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