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Kieferfehlstellung Ich brauche mal eure Hilfe. Hab schon im Forum nen bissel zu dem Thema gelesen bin aber noch nicht wirklich weitergekommen. War heute zur. Nachimpfung mit meinen beiden Süßen beim Tierarzt. Habe Bailey vorsorglich in den Mund gucken lassen weil er doch sehr langsam frisst. Die TA meinte die Zähne seien okay aber er hätte wohl eine Kieferfehlstellung bei der sowohl Schneidezähne als auch Backenzähne betroffen sein könnten. Aber wie gesagt im Moment soll alles in Ordnung sein. Wenn er anfängt zu speicheln oder komisch zu kauen wollte sie eine Korrektur der Backenzähne vornehmen. Da ich noch nie einen Zahni hatte bin ich etwas ratlos. So und nun zu meinen Fragen: was kann ich futtertechnisch für ihn tun? (Viel Rohfassung oder? Wäre im Winter was genau?), das hörte sich schon sehr extrem an was die TA meinte: Meint ihr der kleine Kerl genug zu Futtern wenn er so langsam futtert/hat er schmerzen? Und was könnte die TA mit Korrektur meinen? (Abschleifen?) ich hoffe ja das der kleine Kerl gut klarkommt mit der Fehlbildung doch ich möchte natürlich auch nicht das er leidet. Achso die Daten sind vielleicht noch interessant: Bailey ist 13 Wochen alt, ein kleiner farbenzwerg vom Hobbyzüchter und ansonsten sehr aufgeweckt ach und ein absoluter Genießer. |
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Um was für eine Fehlstellung handelt es sich? Wurde ein Röntgenbild gemacht oder wie hat die TÄ das rausgefunden? |
Ich rate Dir dringend, einen Termin bei Dr. Lazarz in Duisburg zu machen. Dr. Lazarz ist ein absoluter Fachmann für Kaninchenzähne. Vielleicht kann man die Fehlstellung durch rechtzeitiges, konsequentes Schleifen und Ernährungsanpassung wieder hinbekommen. Schau hier: http://www.vet-dent-lazarz.de/index3.htm Hab gerade gesehen, dass er ab morgen 14 Tage in Urlaub ist. Vielleicht kannst Du heute noch einen Termin für nach dem Urlaub ausmachen? Futter sollte in erster Linie grün sein, d.h. Heu, Kohlrabiblätter, Möhrengrün, Wiese, Kohl (langsam anfüttern). Knollengemüse sehr sparsam füttern, da es sehr sättigt. |
Ne die TA hat in den Mund mit so einem Ding reingeschaut. Hab den Beitrag leider zu spät gelesen aber ich werd mich mal nach dem Urlaub bei dem melden. Danke für den Tipp. Was die Fütterung angeht dann mache ich ja soweit alles richtig :-). Ich weiß nur nicht ob jetzt abschleifen was bringt das wollte meine TA auch machen wenn die zähne irgendwie wachsen dass die Probleme bereiten aber im Moment sieht alles normal aus lt. TA Aber danke für eure schnellen Antworten |
Ich würde nicht warten bis Probleme auftreten. Du hast das Glück, dass es sehr früh festgestellt wurde. Das kann man vielleicht durch frühzeitiges, fachmännisches Schleifen noch hinkriegen. Stöbere mal ein wenig auf der Homepage von Dr. Lazarz. Da ist so einiges erklärt. |
Wenn das Tier eine angeborene KIEFERfehlstellung hat, dann kann man da durch die Fütterung nichts ändern. Da wird wohl nur eine regelmäßige Zahnkorrektur hilfreich sein, sodass das Tier wenigstens einigermaßen anständig fressen kann. |
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Das einzige, worauf man mit dem Futter absolut gar keinen Einfluss hat ist eine Fehlstellung der Zähne die so massiv ist, dass diese sich überhaupt nicht berühren und also auch gar nicht abschleifen können. |
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Hat der TA nichts genaues über die Fehlstellung gesagt? Hat er mit einem Otoskop nachgeschaut(mit dem man sonst ndxie Ohren schaut) oder mit einem spezillen kleinen Maulspreitzer? Mit dem Otoskop kann man nämlich nicht alles so gut erkennen! Eins meiner Kaninchen hatte schon mit wenigen Wochen einen Aufbiss, den ich mit 5 1/2 Wochen abschleifen ließ, da er sich schon nicht mehr richtig putzen konnte und feucht ums Mäulchen wurde. Die Zähne wurden nicht grade wie normalerweise sondern schräg geschliffen so dass die oberen über die unteren wachsen konnten. Es blieb dann glücklicherweise bei der einen Behandlung, da sich der "junge" Kiefer/Zahnwurzeln noch gut bewegen ließen. Ich würde in erfahrung bringen was genau die Fehlstellung bewirkt und mich an einen Zahnerfahrenen Kaninchendoc wenden.. Was mich in dem Zusammenhang wundert, bei meinem Kaninchen war es bei 5 1/2 Wochen kurz vor knapp mit dem Schleifen, sonst wären die Zähne wohl ins Zahnfleisch gewachsen, wenn deins eine Kieferfehlstellung hat, was sich für mich so anhört als würden irgendwelche Zähne nicht richtig auseinander sitzen müssten sie doch schon neben den Ohren wieder rauswachsen ;) |
Woher willst du das wissen, Benny? Als Kieferfehlstellung (Dysgnathie) wird jede Fehlstellung im Kieferbereich bezeichnet, unter anderem auch ein zu enger Kiefer, ein zu tiefer oder zu flacher Biss oder eine seitliche Verschiebung des Unterkiefers gegen den Oberkiefer. Das muss nicht zwangsläufig zu einem völligen Kontaktverlust führen. Genau genommen hat jedes Zahnkaninchen eine Kieferfehlstellung. Oder würdest du jeglichem menschlichen Zahnspangenträger unterstellen, dass mindestens einer seiner Zähne keinen Kontakt zu einem Gegenspieler hat? |
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Ich hab außerdem nirgends geschrieben, dass kein einziger Zahn auf dem anderen steht, es können auch nur wenige Zähne bei einer Kieferfehlstellung betroffen sein und wie schon erwähnt wurde, hätte man so eine Fehlstellung bereits bei einem wenige Wochen alten Kaninchen bemerken müssen. Aber lassen wir`s gut sein, du weiß ja wie das endet, wenn wir unterschiedlicher Meinung sind. |
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Oder die Zähne werden im Kiefer durch einen Sturz oder Gitternagen verschoben. Für all das muss das Kaninchen keine Kieferfehlstellung haben. |
Benny, es handelt sich schlicht und einfach um einen Begriff, der medizinisch anders verwendet wird als umgangssprachlich. Das hat nichts mit Meinung zu tun, und ich weiß ehrlich gesagt nicht warum du so angefressen reagierst. Ich habe auch geschrieben: mindestens EINER der Zähne. Es muss einfach nicht zwangsläufig sein, dass an einem Zahn ein kompletter Kontaktverlust entsteht. Es können bei einer Kieferfehlstellung auch alle Zähne Kontakt haben, das kommt ganz auf Art und Ausprägung an. Natürlich kann es auch sein, dass tatsächlich einer oder mehrere Zähne keinen Kontakt zu einem Gegenspieler haben, oder den Kontakt zu verlieren drohen - aber zwingend ist das nicht. |
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Und die Kieferfehlstellung im medizinischen Sinn wird als Dysgnathie bezeichnet. Dazu sagt Wikipedia: Zitat:
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Mir war das sowas von klar, dass du mir sofort widersprichst, denn meine Beiträge kannst du ja nie unkommentiert stehen lassen. Zitat:
Eine Kieferfehlstellung ist nicht zu vergleichen mit einer Zahnfehlstellung, die kann man evtl. über eine Ernährungsumstellung korrigieren, der Kiefer lässt sich dadurch allerdings nicht in die richtige Position schieben. ;) Und frag mich jetzt bitte nicht wiedermal nach irgendwelchen Quellen für meine Aussagen. Das Thema ist hiermit für mich erledigt. |
Nochmal zur Klarstellung: Bei der medizinischen Verwendung des Begriffes ist die Zahnfehlstellung eine Unterart der Kieferfehlstellung. Das ist ähnlich wie bei der Verwendung des Begriffs "Tumor". Der Mediziner nutzt diesen Begriff für jede Gewebe-Wucherung, egal welchen Ursprungs, und egal ob gutartig oder bösartig. Umgangssprachlich ist ein Tumor dagegen eine Krebsgeschwulst. Auch hier das selbe Phänomen: umgangssprachlich wird ein eigentlicher Oberbegriff reduziert auf einen kleinen, aber für den Betroffenen sehr schlimmen Teil seines eigentlichen Inhaltes. Was die falsche Fütterung betrifft, ich kenne mehrere Beispiele von Kaninchen, die ausschließlich mit Körner-Mischfutter ernährt wurden (in einem Fall sogar eine Futtersorte, die gleichzeitig für Hamster, Meerschweinchen und Kaninchen gedacht gewesen sein soll) und die damit zwischen 9 und 12 Jahre alt wurden ohne jemals Symptome im Zahnbereich zu bekommen. Falsche Fütterung muss demnach also mit einer weiteren, möglicherweise sehr kleinen, Ursache zusammentreffen, damit ein Zahnproblem entsteht. Aber darum geht es hier im Thread nicht, sondern darum dass nach wie vor unklar ist welche Art von Kieferfehlstellung hier vorliegt und welche Auswirkungen sich daraus für das Kaninchen ergeben bzw. welche Möglichkeiten der Unterstützung der Halter nun genau hat. Mein Rat wäre deshalb genau wie der von marinahexe, Dr. Lazarz zu konsultieren und wie im Fall von pugandbunnys auch, eine frühzeitige Korrektur beginnender Zahnprobleme in Angriff zu nehmen in der Hoffnung, dass damit die Fehlstellung auf ein Maß begrenzt werden kann, das es erlaubt sie durch entsprechende Fütterung weitestgehend symptomfrei zu halten. |
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Ich widerspreche grundsätzlich nicht bestimmten Personen, sondern ich widerspreche dann wenn ich anderer Meinung bin. Und DAS sehe ich als mein gutes Recht an, zumal ich mir die Mühe mache, meine Meinung auch zu untermauern. |
Wahnsinn bin echt gerührt und auch beeindruckt von Euren vielen Ratschlägen und das meine ich ganz ehrlich, weiß dass es schriftlich manchmal falsch verstanden wird. Doch bitte keinen streit. Also die TA hat gesagt, dass die zähne in Ordnung sind. Der Oberkiefer aber nicht auf den Unterkiefer passt sich die backenzähne in die. Backen bohren könnten und die Vorderzähne einrollen könnten. Aufgefallen ist mir das weil Bailey sehr langsam frisst. Er scheint auch hauptsächlich Heu zu fressen. Weniger des Grünzeugs was ich ihm reinpacke. Auf Abrieb achte ich. Also handelt es sich um so Sorten wie blättriges Gemüse, Blätter und Äste aus dem Wald und Möhrengrün. Aber das Kriegen sie schon seid ich sie von den pellets entwöhnt habe. Er macht zwischendrin auch mal kaubewegungen ohne was zu fressen. Speicheln ist mir noch nicht aufgefallen (haben. Hasen dann ein nasses Mäulchen?) also wenn ich das richtig verstanden habe ist 13 Wochen schon ziemlich spät zur Zahnkorrektur? Ich würde zu dem Arzt in Duisburg fahren aber wie gesagt der ist 14 Tage im Urlaub und Mittwoch nachmittag hat er zu. Zudem hat der kleine Mann gerade eine Impfung hinter sich und soll nächste Woche kastriert werden. Wäre vielleicht ein bissel sehr viel stress. Einen tierarzt zu finden, der sich gut mit Kaninchen auskennt ist immer schwer. Aber einen. Zahnkaninchentierarzt zu finden und das in der nähe ist noch schwerer. Soll nicht wie eine Ausrede Klingen doch ich denke da wird nur der TA in Duisburg infrage kommen. Und auch dass ist fast eine Stunde pro Strecke mit dem Auto also auch wieder stress. Ich denke ich werde mal schauen wie er nach der. Kastration drauf ist und dann nach dem Urlaub den Werten Herr in Duisburg anrufen. Ach einer hat noch gefragt womit ins Mäulchen geschaut worden ist. Das war glaube ich so ein ohrending! Ich möchte auch hier keine Riesenwelle machen, wenn die TA vielleicht einfach nur keinen Durchblick hat? aber ich kenne keinen kaninchenerfahrenen TA in Bochum. Tipps, nehme ich gerne an. Es sei dazu gesagt: ich kann im Moment nicht Autofahren (kann sich hinziehen die Zeit ist also nichts kurzfristiges)! Kaninchendocs in essen und Co. Scheiden also aus wenn es schnell gehen muss. |
Das Ohrending hast du schon ganz richtig identifiziert, das ist ein Othoskop. Es wird von den meisten Tierärzten für die Kontrolle der Zähne genutzt. Nur ist mir nicht ganz verständlich wie die Tierärztin die Kieferfehlstellung erkannt haben will wenn die Zähne absolut in Ordnung sind. Dafür müsste das Kaninchen den Kiefer schließen, und dann noch Platz für das Othoskop um die Okklusion der Backenzähne zu beurteilen? Schwierig. Vor allem, weil das Kaninchen versuchen wird das Othoskop loszuwerden. Es kommen also zwei Möglichkeiten in Betracht: - Die Aussage, die Zähne seien in Ordnung, bezieht sich rein auf Karies oder ähnliches, und es sind an den Zähnen bereits Spuren einer Fehlabnutzung zu sehen, aus denen auf die Kieferfehlstellung zu schließen ist. - Die Zahnärztin hat rein aus dem Gefühl heraus die Meinung, die Kieferform des Ober- und Unterkiefers würde sich unterscheiden. Das sollte aber verifiziert werden. Mir fällt hier auch auf, dass sie sehr generell sowohl die Vorder- als auch die Backenzähne anspricht. Möglicherweise ein Hinweis darauf, dass sie diese Aussage auf seine Kopfform stützt? Hat er den typischen Zwergkaninchen-Kopf, also sehr rund? Eine Röntgenaufnahme zur Beurteilung des Zahnbildes halte ich für sehr sinnvoll - und wenn du die Möglichkeit hast, solltest du tatsächlich Dr. Lazarz zu Rate ziehen. Das langsame Kauen weist auf ein Problem hin, und dieses Problem muss eingegrenzt werden - kennt man seinen Feind, kann man ihm bestmöglich den Garaus machen. Ich würde also, sobald Dr. Lazarz aus dem Urlaub zurück ist, dort anrufen und den Fall schildern. Du kannst auch deine Tierärztin bitten gleich den Schädel in 2 Ebenen zu röntgen wenn er ohnehin schon wegen der Kastra in Narkose liegt, das ist die ideale Gelegenheit. Vielleicht kann sie ja dann mit Hilfe dieser Röntgenaufnahmen bei Dr. Lazarz konsiliarisch eine zweite Meinung einholen, ohne dass du dorthin musst? Schildere ihr dein Problem dass du nur schlecht mobil bist, vielleicht reicht es schon wenn er sich die Röntgenaufnahme ansieht und das beurteilt - das müssen deine TÄ und Dr. Lazarz entscheiden, ob das so möglich ist. |
Boa du machst mir gerade echt Mut! Das ist eine Superidee das werde ich so machen. Vielleicht ist es gar nicht so schlimm wie sich das heute angehört hat. Und ein Spezialist beurteilt die Sache vielleicht anders. Dankeschön :-) |
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Wenn das so ist, sind Pellets schon mal nicht schlecht was die Zähne betrifft. |
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Kleine Abweichungen von der idealen Kiefer- und Zahnstellung sind übrigens sehr häufig. Sie treten nur bei richtiger Ernährung nicht in Erscheinung. Meine Jule hatte auch solch eine kleine Abweichung, aufgrund ihrer Ernährung trat die aber nie klinisch in Erscheinung, sie war ein Zufallsbefund. Wäre sie überwiegend mit Pelletfutter ernährt worden, wäre diese kleine Fehlstellung irgendwann in Erscheinung getreten, da sie sich im Backenzahnbereich befand. Jule brauchte zwingend die Seitwärtsbewegung beim Fressen von Blättern und Gräsern, damit sich der Backenzahn auf der ganzen Fläche abnutzen konnte. Wäre es wie beim Pelletfressen nur eine vorwiegende Auf-Zu-Bewegung mit kaum Seitwärtsbewegung gewesen, hätte sich die kleine Fehlstellung durch nicht gleichmäßigen Abrieb verstärkt, und wäre irgendwann klinisch auffällig geworden. Das Zahn- und Kiefer-Idealbild, das Zahnprobleme selbst bei ungeeigneter Fütterung über sehr lange Zeit verhindert, ist also leider nicht die Regel, sondern vermutlich eher eine Ausnahme. |
Für mich hört es sich so an, das man füttern kann was man will und es keine Zahnprobleme gibt solange die Zähne optimal stehen. Da heißt für mich, Pellets verursachen keine Abszesse o.ä., wie es sonst immer behauptet wird. |
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Wie sich solch eine Fütterung auf die Verdauung (häufiger Durchfall bei Grünfütterung) auswirkt ist wieder eine andere Sache.;) |
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Ein Abszess ist ein Eiterherd, und Eiter entsteht als Reaktion des Immunsystems auf eine Entzündung. Diese Entzündung kann bakterielle Ursachen haben oder nicht-bakterielle Ursachen. Pellets fördern allerdings die Bildung eines Zahnwurzelabszesses bei Kaninchen, das ist richtig. Ein Zahnwurzelabszess kann beim Kaninchen durch veränderte Druckverhältnisse im Kiefer und dadurch ausgelöste chronische Entzündungen entstehen. Pellets fördern durch die unphysiologische Kaubewegung diesen Druck noch zusätzlich. Verteilt sich der Druck bei optimal stehenden Zähnen und besten Kieferverhältnissen relativ gleichmäßig auf alle Zähne, ist der Druck auf die einzelne Zahnwurzel relativ gering im Vergleich zu Fällen, wo sich bereits eine kleine Unregelmäßigkeit im Gebiss findet. Pellets fördern den Druck, und machen damit die Entzündungsreaktion wahrscheinlichker und damit auch die Abszessentstehung. Nur dauert es sehr lange, wenn die Zähne optimal stehen - eben weil sich der Druck weiträumig verteilt. Und dann ist es wahrscheinlich dass vorher eine andere Erkrankung todesursächlich ist - oder eine Alterserscheinung. Es ist also so, dass falsche Fütterung IMMER schadet. Nur stellt sich die Frage, ob diese Schäden relevant werden. Und da kommt es darauf an, wie lange sie brauchen um Symptome zu verursachen. Man bekommt also ein absolut optimales Kaninchengebiss tatsächlich selbst mit falschester Fütterung in Lauf eines Kaninchenlebens nicht kaputt. Nur: solch ein optimales Gebiss ganz ohne Schäden ist selten. Die Natur ist nämlich kein Roboter, und kleine bzw. kleinste Fehler im Bauplan sind eher die Regel als die Ausnahme. Bei der Evolution spielen sie auch nur dann eine Rolle, wenn sie groß genug sind um das Leben zu verkürzen und damit die Fortpflanzungsfähigkeit zu verringern. Ich vermute, dass der Anteil der nicht-zahngesunden Kaninchen in den letzten Jahrzehnten deutlich gestiegen ist. Warum? Die Überlegung ist ganz einfach: Kaninchen in Menschenhand bekommen seit einiger Zeit oft sehr hochkalorisches Futter, was ihr Überleben auch bei nicht-optimalem Zahnbild sichert. Kaninchen werden gezielt nach Äußerlichkeiten oder nach Nutzwert gezüchtet. Sie benötigen dafür nur eine relativ kurze Lebensspanne. Gleichzeitig gibt es wenig Fressfeinde, die den Bestand dezimieren. Kurz gesagt: würde in der Natur die Hälfte eines Wurfes verloren sein, kommen in Menschenhand über 90 % der Kaninchen ins geschlechtsreife Alter. Die Gebissanomalie, zum Teil ja sogar gezielt angezüchtet (Zwergkaninchen-Kopf entsprechend dem Kindchenschema!), ist für das Überleben der Art in Menschenhand kaum noch relevant, im Gegensatz zur freien Natur. Das führt dazu, dass Tiere mit Gebissanomalien ihre Gene nahezu ungehindert weiter verteilen können. Hat man also eines der seltenen Tiere mit fehlerlosem Gebiss erwischt, ist es extrem wahrscheinlich dass es an etwas anderem erkrankt oder an Altersschwäche stirbt, BEVOR die Schäden durchs falsche Futter relevant werden. Aber da man das nicht wissen kann, gilt für jeden Halter: Auf die Fütterung muss man sehr viel Wert legen! |
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(und ich schreib dir jetzt nicht den halben Schlolaut ab, um dir zu erläutern, welcher Zusatz für was wichtig ist. Das geht von einem guten Darmmilieu bis zu einem gesunden Zahn- und Haarwachstum) Zitat:
Hier wird entweder zu wenig, zu viel oder unausgewogen zugeführt, was sich, soweit ich das aus dem Schlolaut herauslesen konnte, bei dauerhafter Fütterung irgendwann auf die Gesundheit auswirkt. Zitat:
Ich weiß nicht, ob du nicht verstehen willst oder verstehen kannst, was ich in den etlichen Diskussionen mit dir schreibe, denn es ist im Prinzip jedesmal dasselbe, du müsstest also bei den letzten Diskussionen schon genügend Antworten bekommen haben. Vllt. liest du dir diese nochmal alle durch, bevor ich jetzt hier zum X-ten Mal alles nochmal schreiben muss. ;) |
Jetzt gehe ich aber wirklich nicht mehr weiter darauf ein, ich habe alles gesagt, was ich sagen wollte und weitere Diskussionen, die sowieso wieder im Nirgendwo enden, möchte ich mir und den anderen ersparen.:seeya: |
Stimmt, die Diskussion können wir uns sparen. Du behauptest nämlich nach wie vor, die richtigen Mengen der einzelnen Stoffe wären in solchen Fertig-Futtermitteln enthalten, kannst aber immer noch keine Beweise dafür liefern dass das tatsächlich richtig ist. Genauso gut können das nur Vermutungen sein, was denn nun richtig sei. Den Beweis dass die Futtermittelhersteller wissenschaftlich haben untersuchen lassen was für ein Kaninchen in welcher Menge essenziell ist und was überdosiert ist, kannst du nicht antreten. Ebensowenig trittst du den Beweis an, dass irgendjemand anderes das schon einmal mit wissenschaftlichen Methoden untersucht hat. Auch ist deine Antwort wieder extrem allgemein gehalten. Man kann zum Beispiel unter Heu + Gemüse + Trockenkräutermischung folgende Fütterung verstehen: Thimoty-Heu + Möhren + Gurke + eine Mischung aus Petersilie und Luzerne. Dass dann eine Fehlversorgung auftritt, ist recht wahrscheinlich, da die Ernährung auf nur 5 Pflanzenarten aufgebaut wird. Trotzdem machst du nicht einmal an einem so einfachen Beispiel klar, welche Inhaltsstoffe hier unter- und welche überversorgt wären. Auch die Auswirkungen auf die Gesundheit die du annimmst, kannst du nicht verifizieren, noch weniger bei welcher Unter- oder Überdosierung überhaupt eine Schädigung auftritt, und in welchem Zeitraum diese Unter- oder Überversorgung stattfinden muss damit sie klinisch relevant wird. Mit anderen Worten: du stellst deine Meinung in den Raum, die auf einem 10 Jahre alten Buch basiert, und behauptest auf dieser Basis eine Fehlversorgung bei anderen Fütterungsarten, bleibst den Nachweis der Richtigkeit deiner Behauptung aber wieder einmal komplett schuldig. Angesichts dieser Allgemeinplätze deinerseits kann jeder selbst entscheiden, ob ihm das ausreicht oder nicht. Meine Meinung ist: Eine abwechslungsreiche Ernährung mit möglichst vielen verschiedenen Ernährungsbausteinen ist der beste Schutz vor einer Unter- oder Überversorgung mit einzelnen Nahrungsbestandteilen. Und eine solch abwechslungsreiche Ernährung mit viel frischen Anteilen wie verschiedenen Blattgemüsen und Kräutern, dazu eine möglichst breit gefächerte Trockenkräutermischung und ein gutes Heu wirken sich positiv auf die Zahn- und Kiefergesundheit aus. Gefördert wird die physiologisch richtige Kaubewegung ebenso wie die Häufigkeit der Kaubewegung, die wichtig für den richtigen Abrieb der Zahnflächen ist. Belastungsspitzen bleiben aus, weil Blätter und Kräuter nicht zerbissen werden, sondern zermahlen. Und die Nährstoffversorgung wird anders als bei Fertigfuttermitteln noch um den gesamten Bereich der sekundären Pflanzenstoffe ergänzt, die den Fertigfuttermitteln nicht zugesetzt werden, an die aber der Organismus gewöhnt ist und von denen die Vermutung besteht, dass sie ähnlich wie die Vitamine essenziell sind. |
.....sagt die, deren Kaninchen oft krank waren und die seit geraumer Zeit deswegen keine Kaninchen mehr hat. (tja, was man nicht alles in anderen Foren herausfinden kann, Lupinchen) AMEN |
Beweise mir, dass folgende Erkrankungen an meiner Fütterung liegen: - E. Cuniculi: Welche Stoffe fehlten? Wo war die Überversorgung? Wie hätte ich anders füttern müssen? - Gebärmuttervereiterung: Welche Stoffe fehlten? Wo war die Überversorgung? Wie hätte ich füttern müssen um sie zu verhindern? - Extrem rundgezüchteter Zwergkaninchenkopf, schwere Zahnschäden durch Fütterung mit Fertigfutter durch den Vorbesitzer, bereits bei Übernahme retrogrades Wurzelwachstum nachweisbar. Zustand unter meiner Fütterungsweise verbessert, Lebenszeit verdoppelt. Welche Stoffe fehlten? Wo war die Überversorgung? Wie hätte ich anders füttern müssen? Dann mal los. Wer so eine Breitseite austeilt, bei 3 völlig unterschiedlichen Erkrankungen von denen eine bereits bei Übernahme des Tieres bestand, der wird mir sicher auch sagen können welche Stoffe ich hätte zuführen müssen um die Erkrankungen zu verhindern. Übrigens nicht nur für mich interessant, denn mit diesen Problemen haben ja viele bei ihren Kaninchen zu kämpfen, bei den unterschiedlichsten Fütterungsweisen. |
Und dass ich seit geraumer Zeit keine Kaninchen mehr habe, da musst du gar nicht in andere Foren schauen. Das habe ich hier völlig offen kommuniziert, auch dass ich unter dem Verlust meiner Lieblinge so sehr immer noch leide dass ich mir eine erneute Haltung noch nicht wieder zutraue aus Angst vor einem erneuten Verlust, daraus habe ich nie ein Geheimnis gemacht. |
Soll ich lieber bitten den Beitrag schließen zu lassen? Ich finde es Super das hier so engagiert diskutiert wird. Aber es muss doch nicht jedes mal in Streit ausarten. Kann man den anderen nicht trotzdem respektieren und dessen Meinung einfach auch mal stehen lassen? Ist jetzt generell gemeint. Wir haben hier viele langjährige Kaninchenhalter die ihre Erfahrungen gemacht haben und vielleicht mit ungewewöhnlicher Haltung/Ernährung sehr gut gefahren sind. Ich finde es einfach schade wenn man. Sachen anders sieht/macht und sich hier sofort dafür rechtfertigen muss, weil man ansonsten schnell niedergeschrien wird. Denn wer genau kann uns schon sagen ob die Tiere wirklich glücklich sind? In der Hoffnung, dass dieser. Beitrag nicht wieder niedergeschrien wird und wir vielleicht auf User die anderer Meinung sind als wir anders eingehen/reagieren/ umgehen können. |
Ich möchte mal in den Raum werfen das Schlolaut zucht-/und mastorientiert schreibt.... Pelletfütterung empfiehlt er in der erwerbsorientierten Kaninchenhaltung....weil man so billig die Tiere fett bekommt. Alt müssen sie ja nicht werden.... Schlolaut führt auch die Probleme auf die Pelletfütterung mit sich bringt, findet sich unter der Rubrik Verdauung ganz ausfürhrlich und ansonsten immer mal wieder in Teilsätzen.... |
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Daher schrieb ich ja weiter oben: Zitat:
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Jetzt schreib ich aber wirklich nichts mehr dazu.;) |
Da hab ich dann aber doch ne Frage Benny. Was soll ich denn deiner Meinung nach ändern? Füttere ich deiner Meinung nach falsch? Oder halte falsch? Oder betrifft das das konkrete Problem? Ich glaube wir sind beide zum Glück noch nicht in einen Konflikt geraten :smilewinkgrin: deshalb meine Frage. Ich lesen mir immer die Beiträge durch die mich interessieren und das was ich für richtig halte, setze ich dann um ;-) ah ich seh gerade oder war das eher allgemein gemeint. Oh man was für ein Wirrwarr |
@Teekannenloser Für das Tier wäre es natürlich am sinnvollsten die Kastra macht ein Zahnspezi, also 2 Fliegen mit einer Klappe. Wenn das Tier eh in Narkose ist kann er Zähne ansehen und ggf. schleifen und auch gute,unverwackelte Röntgenbilder machen..... Leer kauen ist schon ein Zeichen das da was nicht stimmt. Eine genaue Aussage über den Zahnzustand kann man nur mit röntgen und in Narkose machen. |
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Ich habe für mich beschlossen, dass ich hier nichts mehr zum Thema Fütterung im Bezug auf Krankheiten schreiben werden. |
Okay dann hab ich es ja doch richtig verstanden. Da ich nicht gerne noch länger. Mit der Kastration warten möchte und der Zahndoc im Urlaub ist denke ich würde ein ganz guter Kompromiss gefunden, indem ich die TA bitte während der Narkose Röntgenaufnahmen anfertigen zu lassen dieser vorschlag stammte übrigens von Lupine glaube ich :smilewinkgrin: . Ich glaube was das Problem angeht sind wir bei der Diagnostik alle der gleichen Meinung |
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