![]() |
Zitat:
Wenn das so ist, sind Pellets schon mal nicht schlecht was die Zähne betrifft. |
Zitat:
Kleine Abweichungen von der idealen Kiefer- und Zahnstellung sind übrigens sehr häufig. Sie treten nur bei richtiger Ernährung nicht in Erscheinung. Meine Jule hatte auch solch eine kleine Abweichung, aufgrund ihrer Ernährung trat die aber nie klinisch in Erscheinung, sie war ein Zufallsbefund. Wäre sie überwiegend mit Pelletfutter ernährt worden, wäre diese kleine Fehlstellung irgendwann in Erscheinung getreten, da sie sich im Backenzahnbereich befand. Jule brauchte zwingend die Seitwärtsbewegung beim Fressen von Blättern und Gräsern, damit sich der Backenzahn auf der ganzen Fläche abnutzen konnte. Wäre es wie beim Pelletfressen nur eine vorwiegende Auf-Zu-Bewegung mit kaum Seitwärtsbewegung gewesen, hätte sich die kleine Fehlstellung durch nicht gleichmäßigen Abrieb verstärkt, und wäre irgendwann klinisch auffällig geworden. Das Zahn- und Kiefer-Idealbild, das Zahnprobleme selbst bei ungeeigneter Fütterung über sehr lange Zeit verhindert, ist also leider nicht die Regel, sondern vermutlich eher eine Ausnahme. |
Für mich hört es sich so an, das man füttern kann was man will und es keine Zahnprobleme gibt solange die Zähne optimal stehen. Da heißt für mich, Pellets verursachen keine Abszesse o.ä., wie es sonst immer behauptet wird. |
Zitat:
Wie sich solch eine Fütterung auf die Verdauung (häufiger Durchfall bei Grünfütterung) auswirkt ist wieder eine andere Sache.;) |
Zitat:
Ein Abszess ist ein Eiterherd, und Eiter entsteht als Reaktion des Immunsystems auf eine Entzündung. Diese Entzündung kann bakterielle Ursachen haben oder nicht-bakterielle Ursachen. Pellets fördern allerdings die Bildung eines Zahnwurzelabszesses bei Kaninchen, das ist richtig. Ein Zahnwurzelabszess kann beim Kaninchen durch veränderte Druckverhältnisse im Kiefer und dadurch ausgelöste chronische Entzündungen entstehen. Pellets fördern durch die unphysiologische Kaubewegung diesen Druck noch zusätzlich. Verteilt sich der Druck bei optimal stehenden Zähnen und besten Kieferverhältnissen relativ gleichmäßig auf alle Zähne, ist der Druck auf die einzelne Zahnwurzel relativ gering im Vergleich zu Fällen, wo sich bereits eine kleine Unregelmäßigkeit im Gebiss findet. Pellets fördern den Druck, und machen damit die Entzündungsreaktion wahrscheinlichker und damit auch die Abszessentstehung. Nur dauert es sehr lange, wenn die Zähne optimal stehen - eben weil sich der Druck weiträumig verteilt. Und dann ist es wahrscheinlich dass vorher eine andere Erkrankung todesursächlich ist - oder eine Alterserscheinung. Es ist also so, dass falsche Fütterung IMMER schadet. Nur stellt sich die Frage, ob diese Schäden relevant werden. Und da kommt es darauf an, wie lange sie brauchen um Symptome zu verursachen. Man bekommt also ein absolut optimales Kaninchengebiss tatsächlich selbst mit falschester Fütterung in Lauf eines Kaninchenlebens nicht kaputt. Nur: solch ein optimales Gebiss ganz ohne Schäden ist selten. Die Natur ist nämlich kein Roboter, und kleine bzw. kleinste Fehler im Bauplan sind eher die Regel als die Ausnahme. Bei der Evolution spielen sie auch nur dann eine Rolle, wenn sie groß genug sind um das Leben zu verkürzen und damit die Fortpflanzungsfähigkeit zu verringern. Ich vermute, dass der Anteil der nicht-zahngesunden Kaninchen in den letzten Jahrzehnten deutlich gestiegen ist. Warum? Die Überlegung ist ganz einfach: Kaninchen in Menschenhand bekommen seit einiger Zeit oft sehr hochkalorisches Futter, was ihr Überleben auch bei nicht-optimalem Zahnbild sichert. Kaninchen werden gezielt nach Äußerlichkeiten oder nach Nutzwert gezüchtet. Sie benötigen dafür nur eine relativ kurze Lebensspanne. Gleichzeitig gibt es wenig Fressfeinde, die den Bestand dezimieren. Kurz gesagt: würde in der Natur die Hälfte eines Wurfes verloren sein, kommen in Menschenhand über 90 % der Kaninchen ins geschlechtsreife Alter. Die Gebissanomalie, zum Teil ja sogar gezielt angezüchtet (Zwergkaninchen-Kopf entsprechend dem Kindchenschema!), ist für das Überleben der Art in Menschenhand kaum noch relevant, im Gegensatz zur freien Natur. Das führt dazu, dass Tiere mit Gebissanomalien ihre Gene nahezu ungehindert weiter verteilen können. Hat man also eines der seltenen Tiere mit fehlerlosem Gebiss erwischt, ist es extrem wahrscheinlich dass es an etwas anderem erkrankt oder an Altersschwäche stirbt, BEVOR die Schäden durchs falsche Futter relevant werden. Aber da man das nicht wissen kann, gilt für jeden Halter: Auf die Fütterung muss man sehr viel Wert legen! |
Zitat:
Zitat:
|
Zitat:
(und ich schreib dir jetzt nicht den halben Schlolaut ab, um dir zu erläutern, welcher Zusatz für was wichtig ist. Das geht von einem guten Darmmilieu bis zu einem gesunden Zahn- und Haarwachstum) Zitat:
Hier wird entweder zu wenig, zu viel oder unausgewogen zugeführt, was sich, soweit ich das aus dem Schlolaut herauslesen konnte, bei dauerhafter Fütterung irgendwann auf die Gesundheit auswirkt. Zitat:
Ich weiß nicht, ob du nicht verstehen willst oder verstehen kannst, was ich in den etlichen Diskussionen mit dir schreibe, denn es ist im Prinzip jedesmal dasselbe, du müsstest also bei den letzten Diskussionen schon genügend Antworten bekommen haben. Vllt. liest du dir diese nochmal alle durch, bevor ich jetzt hier zum X-ten Mal alles nochmal schreiben muss. ;) |
Jetzt gehe ich aber wirklich nicht mehr weiter darauf ein, ich habe alles gesagt, was ich sagen wollte und weitere Diskussionen, die sowieso wieder im Nirgendwo enden, möchte ich mir und den anderen ersparen.:seeya: |
Stimmt, die Diskussion können wir uns sparen. Du behauptest nämlich nach wie vor, die richtigen Mengen der einzelnen Stoffe wären in solchen Fertig-Futtermitteln enthalten, kannst aber immer noch keine Beweise dafür liefern dass das tatsächlich richtig ist. Genauso gut können das nur Vermutungen sein, was denn nun richtig sei. Den Beweis dass die Futtermittelhersteller wissenschaftlich haben untersuchen lassen was für ein Kaninchen in welcher Menge essenziell ist und was überdosiert ist, kannst du nicht antreten. Ebensowenig trittst du den Beweis an, dass irgendjemand anderes das schon einmal mit wissenschaftlichen Methoden untersucht hat. Auch ist deine Antwort wieder extrem allgemein gehalten. Man kann zum Beispiel unter Heu + Gemüse + Trockenkräutermischung folgende Fütterung verstehen: Thimoty-Heu + Möhren + Gurke + eine Mischung aus Petersilie und Luzerne. Dass dann eine Fehlversorgung auftritt, ist recht wahrscheinlich, da die Ernährung auf nur 5 Pflanzenarten aufgebaut wird. Trotzdem machst du nicht einmal an einem so einfachen Beispiel klar, welche Inhaltsstoffe hier unter- und welche überversorgt wären. Auch die Auswirkungen auf die Gesundheit die du annimmst, kannst du nicht verifizieren, noch weniger bei welcher Unter- oder Überdosierung überhaupt eine Schädigung auftritt, und in welchem Zeitraum diese Unter- oder Überversorgung stattfinden muss damit sie klinisch relevant wird. Mit anderen Worten: du stellst deine Meinung in den Raum, die auf einem 10 Jahre alten Buch basiert, und behauptest auf dieser Basis eine Fehlversorgung bei anderen Fütterungsarten, bleibst den Nachweis der Richtigkeit deiner Behauptung aber wieder einmal komplett schuldig. Angesichts dieser Allgemeinplätze deinerseits kann jeder selbst entscheiden, ob ihm das ausreicht oder nicht. Meine Meinung ist: Eine abwechslungsreiche Ernährung mit möglichst vielen verschiedenen Ernährungsbausteinen ist der beste Schutz vor einer Unter- oder Überversorgung mit einzelnen Nahrungsbestandteilen. Und eine solch abwechslungsreiche Ernährung mit viel frischen Anteilen wie verschiedenen Blattgemüsen und Kräutern, dazu eine möglichst breit gefächerte Trockenkräutermischung und ein gutes Heu wirken sich positiv auf die Zahn- und Kiefergesundheit aus. Gefördert wird die physiologisch richtige Kaubewegung ebenso wie die Häufigkeit der Kaubewegung, die wichtig für den richtigen Abrieb der Zahnflächen ist. Belastungsspitzen bleiben aus, weil Blätter und Kräuter nicht zerbissen werden, sondern zermahlen. Und die Nährstoffversorgung wird anders als bei Fertigfuttermitteln noch um den gesamten Bereich der sekundären Pflanzenstoffe ergänzt, die den Fertigfuttermitteln nicht zugesetzt werden, an die aber der Organismus gewöhnt ist und von denen die Vermutung besteht, dass sie ähnlich wie die Vitamine essenziell sind. |
.....sagt die, deren Kaninchen oft krank waren und die seit geraumer Zeit deswegen keine Kaninchen mehr hat. (tja, was man nicht alles in anderen Foren herausfinden kann, Lupinchen) AMEN |
Beweise mir, dass folgende Erkrankungen an meiner Fütterung liegen: - E. Cuniculi: Welche Stoffe fehlten? Wo war die Überversorgung? Wie hätte ich anders füttern müssen? - Gebärmuttervereiterung: Welche Stoffe fehlten? Wo war die Überversorgung? Wie hätte ich füttern müssen um sie zu verhindern? - Extrem rundgezüchteter Zwergkaninchenkopf, schwere Zahnschäden durch Fütterung mit Fertigfutter durch den Vorbesitzer, bereits bei Übernahme retrogrades Wurzelwachstum nachweisbar. Zustand unter meiner Fütterungsweise verbessert, Lebenszeit verdoppelt. Welche Stoffe fehlten? Wo war die Überversorgung? Wie hätte ich anders füttern müssen? Dann mal los. Wer so eine Breitseite austeilt, bei 3 völlig unterschiedlichen Erkrankungen von denen eine bereits bei Übernahme des Tieres bestand, der wird mir sicher auch sagen können welche Stoffe ich hätte zuführen müssen um die Erkrankungen zu verhindern. Übrigens nicht nur für mich interessant, denn mit diesen Problemen haben ja viele bei ihren Kaninchen zu kämpfen, bei den unterschiedlichsten Fütterungsweisen. |
Und dass ich seit geraumer Zeit keine Kaninchen mehr habe, da musst du gar nicht in andere Foren schauen. Das habe ich hier völlig offen kommuniziert, auch dass ich unter dem Verlust meiner Lieblinge so sehr immer noch leide dass ich mir eine erneute Haltung noch nicht wieder zutraue aus Angst vor einem erneuten Verlust, daraus habe ich nie ein Geheimnis gemacht. |
Soll ich lieber bitten den Beitrag schließen zu lassen? Ich finde es Super das hier so engagiert diskutiert wird. Aber es muss doch nicht jedes mal in Streit ausarten. Kann man den anderen nicht trotzdem respektieren und dessen Meinung einfach auch mal stehen lassen? Ist jetzt generell gemeint. Wir haben hier viele langjährige Kaninchenhalter die ihre Erfahrungen gemacht haben und vielleicht mit ungewewöhnlicher Haltung/Ernährung sehr gut gefahren sind. Ich finde es einfach schade wenn man. Sachen anders sieht/macht und sich hier sofort dafür rechtfertigen muss, weil man ansonsten schnell niedergeschrien wird. Denn wer genau kann uns schon sagen ob die Tiere wirklich glücklich sind? In der Hoffnung, dass dieser. Beitrag nicht wieder niedergeschrien wird und wir vielleicht auf User die anderer Meinung sind als wir anders eingehen/reagieren/ umgehen können. |
Ich möchte mal in den Raum werfen das Schlolaut zucht-/und mastorientiert schreibt.... Pelletfütterung empfiehlt er in der erwerbsorientierten Kaninchenhaltung....weil man so billig die Tiere fett bekommt. Alt müssen sie ja nicht werden.... Schlolaut führt auch die Probleme auf die Pelletfütterung mit sich bringt, findet sich unter der Rubrik Verdauung ganz ausfürhrlich und ansonsten immer mal wieder in Teilsätzen.... |
Zitat:
Daher schrieb ich ja weiter oben: Zitat:
|
Zitat:
Jetzt schreib ich aber wirklich nichts mehr dazu.;) |
Da hab ich dann aber doch ne Frage Benny. Was soll ich denn deiner Meinung nach ändern? Füttere ich deiner Meinung nach falsch? Oder halte falsch? Oder betrifft das das konkrete Problem? Ich glaube wir sind beide zum Glück noch nicht in einen Konflikt geraten :smilewinkgrin: deshalb meine Frage. Ich lesen mir immer die Beiträge durch die mich interessieren und das was ich für richtig halte, setze ich dann um ;-) ah ich seh gerade oder war das eher allgemein gemeint. Oh man was für ein Wirrwarr |
@Teekannenloser Für das Tier wäre es natürlich am sinnvollsten die Kastra macht ein Zahnspezi, also 2 Fliegen mit einer Klappe. Wenn das Tier eh in Narkose ist kann er Zähne ansehen und ggf. schleifen und auch gute,unverwackelte Röntgenbilder machen..... Leer kauen ist schon ein Zeichen das da was nicht stimmt. Eine genaue Aussage über den Zahnzustand kann man nur mit röntgen und in Narkose machen. |
Zitat:
Ich habe für mich beschlossen, dass ich hier nichts mehr zum Thema Fütterung im Bezug auf Krankheiten schreiben werden. |
Okay dann hab ich es ja doch richtig verstanden. Da ich nicht gerne noch länger. Mit der Kastration warten möchte und der Zahndoc im Urlaub ist denke ich würde ein ganz guter Kompromiss gefunden, indem ich die TA bitte während der Narkose Röntgenaufnahmen anfertigen zu lassen dieser vorschlag stammte übrigens von Lupine glaube ich :smilewinkgrin: . Ich glaube was das Problem angeht sind wir bei der Diagnostik alle der gleichen Meinung |
| Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 12:39 Uhr. |