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Weicher Kot nach jahrelanger Fehlernährung auf Kaninchen Forum

 
 
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Ninchen
 
Registriert seit: 18.12.2009
Beiträge: 6
monika-tito befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 18.12.2009, 21:19

Weicher Kot nach jahrelanger Fehlernährung


Hallo,

wir haben seit einigen Wochen einen kastrierten Widder aus dem Tierheim. Das 8 Jahre alte Kaninchenweibchen, das wir vorher hatten, ist an Krebs verstorben und ihre Partnerin sollte nicht so lange einsam sein.

Das Tierheim hat uns dann - vom Alter her am besten zu unserer Kleinen passend - einen vier Jahre alten total verfetteten süßen Riesen ans Herz gelegt. Der Dicke ist lieb und lustig, ich hätte nie gedacht, dass man mit so einem Übergewicht solche Bocksprünge machen kann.

Leider ist die Darmflora durch die jahrelange Ernährung mit getreidehaltigem TroFu ziemlich hinüber.

Das Tierheim meinte, er würde bei Stress mit Durchfall reagieren. Mich erinnerte der strenge Geruch aber stark an unsere alte, kranke Dame, die kurz vor ihrem Tod noch einen massiven Hefepilzbefall hatte. Die mikroskopische Stuhlbegutachtung ergab das auch tatsächlich; er hat jetzt zwei Wochen Nystatin und ProPreBac bekommen.

Alles in allem riecht er nicht mehr und zum Großteil liegt normal geformter Stuhl im Gehege herum. Man weiß aber halt nie so genau, welcher Köttel von welchem Tier stammt.

Leider finde ich zwischendurch auch immer mal wieder einen halbflüssigen Fladen, sowie einige knallschwarze, komisch geformte harte Bröckel. Ich hatte das anfangs mit der versuchten Ernährungsumstellung in Verbindung gebracht. Er bekommt momentan Heu, tierärztlich verordnete, natürlich getreidefreie Pellets (allerdings ist da Melasse drin), und sonst etwas Frischfutter. Aus dem Tierheim kannte er Karotten und Fenchel, ich wollte dann im Abstand von 10 Tagen jeweils ein neues Frischfutter einführen; Stangensellerie ging ganz gut, Pastinaken und ein winziges Stücklein Gurke eher nicht.

Nach dem Rat der Tierärztin bin ich jetzt zu dem Bekannten zurückgekehrt, dabei soll ich jetzt 3-4 Wochen bleiben: es gab also fast nur Fenchel und gestern auch eine Karotte. Die soll aber bei Hefen ja auch gar nicht so gut sein und heute klebte tatsächlich wieder etwas im Stall.

Ob er nochmal eine Kotprobe abgeben soll?
Aber ich würde ihn jetzt so gern erst mal in Ruhe lassen. Durch die falsche Ernährung hatte er auch Spitzen an den Zähnen und diese wurden erst letzte Woche abgeschliffen.

Außerdem hat er tüchtig abgenommen. Er hat jetzt sein Idealgewicht von 3 Kilo.

Ob ich was falsch mache, wenn ich ihn über die Feiertage einfach mal beobachte; nur Heu, Fenchel und Wasser füttere? Ich will natürlich nur die bestmögliche Versorgung für ihn, aber er tut mir auch einfach so leid: Umzug, Vergesellschaftung, mehrmals zum Tierarzt, jetzt ist die Partnerin scheinträchtig und zickt ihn an. Das ist ja wirklich Stress.

Kennt jemand von Euch so komische Köttel? Und was würdet Ihr mit Eurem Tier tun?



 



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