 | Kaninchen | | Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
| |
|
Geschrieben am
13.03.2013, 09:29
| | | | Symptome, die auf einen Hefenbefall hinweisen können, sind leider sehr diffus - das heißt, sie können auch zu vielen anderen Unpäßlichkeiten oder Erkrankungen gehören.
Dazu gehört:
- Absetzen von viel Blinddarmkot
- Aufgasungen unterschiedlicher Stärke
- Durchfall
- Verstopfung
- Appetitverlust
- Gewichtsverlust
- in seltenen Fällen auch Mykosen (also Pilzerkrankungen) der Haut
Bei meinem Leo war es sehr unterschiedlich - weil er ein Zahnkaninchen war, war er sehr anfällig für alle Arten von Störungen der Darmflora. Meist hatte er Matschkot, ein Mal allerdings litt er unter Verstopfung und Appetitverlust. Dieses eher ungewöhnliche Symptombild führte dazu, dass wir nicht sofort an Hefen dachten. Als dann eher routinemäßig die Kotprobe gecheckt wurde, kam der Hefenbefall erheblichen Ausmaßes zutage und bereits nach 48 Stunden Behandlung hatte ich wieder einen munteren Leo mit gutem Appetit hier sitzen.
Bemerkt man also Auffälligkeiten, die mit dem Verdauungssystem zusammenhängen können, macht es wirklich Sinn zügig eine Kotprobe untersuchen zu lassen.
Hefen kommen allerdings nie einfach so, und sie sind nicht ansteckend. Sie sind immer Folge eines Ungleichgewichts der Darmflora, z. B. durch Fütterungsfehler, Zahnprobleme, Kokzidienbefall, Medikamentengabe - kurz: alles, was die Darmflora durcheinanderbringt.
Vorsorgen kann man am besten durch rohfaserreiche und zucker- und stärkearme Ernährung und durch regelmäßige Zahnkontrollen, damit man einen Überblick über den Zahnstatus behält. Hier reicht es normalerweise aus, wenn im Zuge des allgemeinen Checks vor den Impfungen der TA die Zähne ansieht. Nur wenn man ein Zahnkaninchen hat, oder wenn man Auffälligkeiten beim Kauen bemerkt, muss die Kontrolle sehr engmaschig erfolgen. |