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Hefen - wie erkennen? Huhu, ich lese hier im Forum immer wieder von Hefenbefall bei Kaninchen. Allerdings kann ich mir darunter nicht so recht was vorstellen. Wie erkenne ich, dass mein Kaninchen Hefen hat? Gibt es Symptome, die darauf schon vor einer Kotuntersuchung hinweisen können? Würde mich einfach so mal interessieren. :) LG Puraven |
Yuriy wurde inaktiv und hatte zu nix Lust. Bei Elli hat man es letztes mal nicht gemerkt. Der Kot war immer bei beiden normal und beide haben gut gefressen. |
Hefen sind in gewissem Maße ganz normal und gehören zur natürlichen, gesunden Darmflora. Es gibt jedoch Faktoren, die dazu führen, dass sie sich zu stark vermehren, z.B. der Befall mit Parasiten wie Kokzidien. Zu viele Hefen sind daher immer eine Sekundärerkrankung, die als Folge eines anderen Problems auftritt. Sie können sich z.B. in Durchfall äußern, müssen es aber nicht. Behandelt werden muss zunächst die Primärerkrankung, die Hefen gehen dann evtl. von selbst zurück. Auch eine falsche Fütterung kann Hefen begünstigen, da sie sich bei viel Zucker stärker vermehren. Stark stärke- oder zuckerhaltige Futtermittel (z.B. viel Getreide oder Supermarkt-Fertigfutter) können zu vermehrten Hefen im Darm führen. Wenn das Kaninchen trotzdem fit und der Kot normal ist, brauchen die Hefen nicht behandelt zu werden und regulieren sich durch die Futterumstellung von selbst. Hefen sind übrigens nicht von Kaninchen zu Kaninchen ansteckend. |
Ich weiß nicht, ob eines meiner Kaninchen schon jemals Hefen gehabt hat, ich lasse Kot nur untersuchen, wenn etwas damit nicht stimmt, ansonsten sehe ich dafür keinen Anlass. |
Symptome, die auf einen Hefenbefall hinweisen können, sind leider sehr diffus - das heißt, sie können auch zu vielen anderen Unpäßlichkeiten oder Erkrankungen gehören. Dazu gehört: - Absetzen von viel Blinddarmkot - Aufgasungen unterschiedlicher Stärke - Durchfall - Verstopfung - Appetitverlust - Gewichtsverlust - in seltenen Fällen auch Mykosen (also Pilzerkrankungen) der Haut Bei meinem Leo war es sehr unterschiedlich - weil er ein Zahnkaninchen war, war er sehr anfällig für alle Arten von Störungen der Darmflora. Meist hatte er Matschkot, ein Mal allerdings litt er unter Verstopfung und Appetitverlust. Dieses eher ungewöhnliche Symptombild führte dazu, dass wir nicht sofort an Hefen dachten. Als dann eher routinemäßig die Kotprobe gecheckt wurde, kam der Hefenbefall erheblichen Ausmaßes zutage und bereits nach 48 Stunden Behandlung hatte ich wieder einen munteren Leo mit gutem Appetit hier sitzen. Bemerkt man also Auffälligkeiten, die mit dem Verdauungssystem zusammenhängen können, macht es wirklich Sinn zügig eine Kotprobe untersuchen zu lassen. Hefen kommen allerdings nie einfach so, und sie sind nicht ansteckend. Sie sind immer Folge eines Ungleichgewichts der Darmflora, z. B. durch Fütterungsfehler, Zahnprobleme, Kokzidienbefall, Medikamentengabe - kurz: alles, was die Darmflora durcheinanderbringt. Vorsorgen kann man am besten durch rohfaserreiche und zucker- und stärkearme Ernährung und durch regelmäßige Zahnkontrollen, damit man einen Überblick über den Zahnstatus behält. Hier reicht es normalerweise aus, wenn im Zuge des allgemeinen Checks vor den Impfungen der TA die Zähne ansieht. Nur wenn man ein Zahnkaninchen hat, oder wenn man Auffälligkeiten beim Kauen bemerkt, muss die Kontrolle sehr engmaschig erfolgen. |
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Ob ich die jetzigen Kaninchen impfen lasse, weiß ich noch nicht, da bin ich noch am Überlegen. |
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Ob man sich rechtfertigt oder nicht oder einfach mal zu dem steht was man macht liegt ja einem selber. |
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Die meisten umgehen das, indem sie dann einfach nichts schreiben und das finde ich sehr schade. |
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