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AW: Zu viel Blinddarmkot...bist du sicher das es blinddarmkot ist? vllt ist es auch durchfall! wieviel und was fütterst du?
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AW: Zu viel Blinddarmkot...Um Himmels willen, willst du dein Kaninchen denn kugeln? Das ist kein Wunder bei der Ernährung, dass er so viel Blinddarmkot produziert, unter Umständen hat er auch mit übermäßig viel Hefen zu kämpfen. Als allererstes lass das trockene Brot weg, das kann üble Folgen haben. Es könnte tatsächlich sein, dass das nicht (nur) Blinddarmkot ist sondern auch eine Durchfall-Vorstufe. Dann reduzierst du das Trockenfutter drastisch, das ist fast genauso übel wie Brot. Da drin ist fast ausschließlich Abfall aus der menschlichen Nahrungsmittelindustrie. Wenn überhaupt Trockenfutter gegeben wird, sollte eine Menge von 1 Teelöffel (!) pro Tag nicht überschritten werden, dein Nin bekommt aber mit Sicherheit das 20fache davon. Bitte jeden Tag etwas mehr reduzieren. Bitte nach Möglichkeit ganz weg davon, in den Multifit-Produkten ist verarbeitetes Getreide drin - Getreide sollte aber nur saisonal als ganze Ähren incl. Spelzen und Halm angeboten werden, wenn überhaupt. Sonst nehmen die Nins zu wenig Rohfaser zusammen mit dem Korn auf, und das kann zu üblen Darmschäden führen. Im Gegenzug bietest du viel mehr hochwertiges Heu (alternativ bei langsamem Anfüttern frische Kräuterwiese) an. Und das Frischfutterangebot wird drastisch erweitert, schau mal auf diebrain.de nach, dort findet sich eine prima Liste was alles verfüttert werden kann, und für den Anfang auch ein Beispielfutterplan an dem man sich orientieren kann.
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AW: Zu viel Blinddarmkot...nicht boese gemeint, aber von dem trockenfutter geh ich nicht weg und viel bekommen meine hasis auch nicht davon. 3 essloeffel (empfohlene tagesmenge in saemtlichen kaninchenbuechern). 1 teeloeffel futter bekommen gerade einmal meine 2 mausis !!! mein anderes kaninchen bekommt seit 7 jahren trockenfutter und es hat ihr keinesfalls geschadet. sie war in ihren 7 jahren noch niemals krank. natuerlich bekommen meine hasis auch anderes frischfutter nicht nur das was ich aufgezeahlt habe. und wenn sie trockenes brot bekommen, dann nur vollkornbrot. keine weissen broetchen oder sonstiges.
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AW: Zu viel Blinddarmkot...also das Problem hab ich zur Zeit auch.. hab ein neues Kaninchen, dass derzeit in Quarantäne steht bevor es kastriert wird und zum Weibchen darf. Allerdings produziert er soviel Blinddarmkot dass ich es ab 3 Stücken raushol, da er sich sonst total verschmiert. ist das echt normal soviel?? er hat zur Zeit nur Heu, Stroh und das Trockenfutter mit Kokzidienmittel von der Züchterin dass ich 10 Tage verfüttern soll. hab ihm gestern auch ein viertel Stück Fenchel gegeben aber..heute wieder... selbst Fencheltee hat nicht geholfen.. bei der Tierärztin hat er eine normale Knödelform rausgelassen un sie meinte das sähe normal aus ...weiß ja auch nich soll ich den Blinddarmkot in Frischhaltefolie machen un mitnehmen oder wie? XD
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AW: Zu viel Blinddarmkot...Bei gesunden Tieren bleibt auch viel Blinddarmkot liegen. Laut versch. Fachliteratur die sich auf Studien beruft, fressen Kaninchen ihren Blinddarmkot nur vollständig auf, wenn das Futter zu energiearm ist. Das Blinddarmkot liegen bleibt ist relativ normal.
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AW: Zu viel Blinddarmkot...also sieht es soaus als sei das normal? dabei hab ich den noch nie bei meinem weibchen gesehn =O sollte ich es trotzdem mal vorsichtshalber mit zum Tierarzt holen?
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AW: Zu viel Blinddarmkot...Warum sollst du denn das Trockenfutter mit Kokzidostatikum verfüttern, Curly? Hat die Züchterin etwa Kokzidien im Bestand gehabt? Ich würde auf jeden Fall eine Sammelkotprobe untersuchen lassen. Ist die negativ, kannst du das TroFu mit dem Kokzidostatikum direkt ausschleichen, falls ein Befund da ist solltest du nicht auf dieses TroFu vertrauen, sondern dir vom Arzt die entsprechende Medikation geben lassen. Diese Trockenfutter zur Kokzidienbekämpfung stehen in massiver Kritik - meist werden sie von Züchtern eingesetzt die zu wenig auf die Darmgesundheit ihrer Tiere achten und deshalb überdurchschnittlich oft von Kokzidien betroffen sind. Das Problem: inzwischen steht fest, dass die in diesen niedrigen Dosierungen eingesetzten Kokzidostatika bei den Kokzidien ähnliche Resistenzen erzeugen können wie es Antibiotika bei Bakterien machen können. Und im Ernstfall hilft dann der Wirkstoff auch in hoher Dosierung nicht mehr ![]()
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| Also das mit einem Esslöffel Futter am Tag ist schlimm, bitte nicht darauf hören!! Deine Kaninchen könnten krank werden wegen Mangelernährung. Eine Handvoll Futter morgens und abends bei zwei Kaninchen und ein- zweimal die Woche frisch Futter ist perfekt. Mein Kaninchen hat momentan auch dieses Blinddarmkot Problem. Am besten beim Tierarzt anrufen j d fragen, denn wie man sieht kann man den Leuten hier nicht unbedingt vertrauen.
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| Zitat:
Es war nämlich nie die Rede von einer ausschließlichen Fütterung mit diesem Futter in dieser Menge, auch nicht die Rede von einer Fütterung mit Heu + einer solchen Menge solchen Trockenfutters. Die Empfehlung ging ganz klar dahin, das - damals noch - weizenhaltige (!) Trockenfutter drastisch zu reduzieren und das Brot wegzulassen und statt dessen eine gesunde Frischfütterung einzuführen. Heute gibt es bessere Futtersorten als zu dieser Zeit, es spricht also nichts dagegen, sie in größerer Menge anzubieten. Es handelt sich dabei um weizenfreie Strukturfuttersorten, die im Winter eine gute Ergänzung der Frischfütterung liefern. Bei Interesse solltest du dich mal im Thread "Strukturfuttersorten" umsehen. Pellets sind grundsätzlich abzulehnen, der Verarbeitungsgrad (Partikelgröße!) bringt die Verdauung in Schwierigkeiten und viele Pelletsorten quellen beim Kontakt mit Flüssigkeit auf -> Gefahr einer Magenüberladung = Lebensgefahr! Wer ein Komplettfutter ohne Selektionsmöglichkeit mit anbieten möchte, sollte darauf achten dass er ein Extrudatfutter wie Cuni Complete beispielsweise gibt. Dabei ist zu beachten, dass es nicht für Kaninchen geeignet ist die keine Möhre vertragen (und das ist gar nicht so selten). Bei einer Beifütterung von trockenem Futter muss streng darauf geachtet werden, dass eine gute Flüssigkeitsversorgung gewährleistet ist. Das geschieht zu einen selbstverständlich durch einen Verzicht auf Nippeltränken (statt dessen Tränken mit Trinktasse oder einen Napf einsetzen), zum anderen durch Fütterung mit einem hohen Anteil Grünfutter. Nicht alle Kaninchen trinken ausreichend, Nierenschäden können so über die Jahre unbemerkt entstehen. Zitat:
Zitat:
Und die Kaninchen der Halter hier die täglichen Gartenfreilauf haben, müssten todkrank sein. Und die Wildkaninchen längst ausgestorben ![]() Tägliches Frischfutter - am besten in Form von Wiese (also diverse Gräser- und (Un-)Kräutersorten), ersatzweise Gemüsegrün, Blattgemüse und Kohlsorten - ist unverzichtbar. Als Ergänzung empfehle ich ein Strukturfutter, und bei Außenkaninchen im Winter und für Kaninchen im Fellwechsel geeignete Saaten (Energie- und Öllieferanten). Ein täglich frisch gereichtes gutes Heu als "Notration" und zur weiteren Ergänzung versteht sich von selbst. Für den Nagetrieb und als weitere Ergänzung werden mindestens alle paar Tage frische Äste gereicht. Wenn du jetzt mal vergleichst, auch ich habe dazu gelernt. Durch meinen chronisch kranken Leo, der einen Teil seiner Probleme leider durch ein Futter hatte, wie es der Threadersteller damals verfüttert hat. Ich habe seine Fütterung (und natürlich auch die der beiden Mädels) über die Jahre langsam umgestellt auf die Form, die ich dir gerade präsentiert habe. Mit dieser Fütterung konnte ich auch seine durch einen "Züchter-"Fehler bedingten Zahnprobleme besser im Griff behalten und die Korrekturabstände verlängern, außerdem seinen Darm stabilisieren. Leo litt durch das Übermaß an weizenhaltigem Futter beim Vorbesitzer an einer massiven Glutenunverträglichkeit. Kleinste Mengen Weizen verursachten bei ihm eine Darmentzündung. Zitat:
Zeitgleich wirfst du am besten mal einen Blick auf die Inhaltsliste deines Futters. Findest du dort Bestandteile wie "Weizen", "Weizenkleie", "pflanzliche Nebenerzeugnisse" (dahinter kann sich ALLES an pflanzlichem Abfall aus der menschlichen Nahrungsmittelindustrie verbergen!), "Melasse", dann solltet du auf ein anderes Futter umstellen. Auch wenn du bislang ein Pelletfutter gibst, stell bitte um. Die Verdauung eines Kaninchens ist darauf angewiesen, dass im Darm unterschiedliche Partikelgrößen unterwegs sind. Sie entscheiden über die Verweildauer besonders im Blinddarm - und damit können Pellets an einem Blinddarmkotproblem beteiligt sein. Denn die Darmbakterien sind auf passende Nahrungszufuhr angewiesen, so dass eine in der Natur nicht vorkommende ausschließliche Zufuhr gleicher Partikelgrößen die Darmflora verändern kann. Zitat:
Eine Fütterungsempfehlung mit großem Trockenfutteranteil und extrem wenig Frischfutter kommt - möglicherweise auf Umwegen über Bekannte/Freunde - entweder aus dem Zoohandel oder von einem Züchter/Vermehrer/Großbestandshalter. Warum? Nun, das ist recht einfach zu erklären, beide Seiten haben unterschiedliche Vorteile von dieser Empfehlung. Der Zoohandel will natürlich verkaufen. Dabei ist es ihm ziemlich schnuppe, ob das wirklich gut für die Tiere ist. Was zählt, ist das was man dem Finanzamt am liebsten vorenthalten würde: der Gewinn. Züchter oder Vermehrer und andere Halter von Großbeständen haben ganz andere Beweggründe: für sie ist ein solches Futter eine enorme Arbeits- und Kostenersparnis. Sie müssen nicht spätestens alle 2 Tage los um Grünfutter zu schneiden (oder gar zu kaufen), das Fertigfutter ist kompakt, nicht allzu teuer, super zu lagern und schnell zu verteilen. Das macht sich natürlich bemerkbar, wenn man eine zweistellige Zahl an Tieren zu versorgen hat, insbesondere wenn es sich um 30 oder 40 Tiere handelt oder noch mehr. Nun gibt Mensch aber nicht gern zu dass er bequem und geizig ist, das schadet dem Ansehen. Also wird diese Fütterung als besonderer Schutz vor Mangelernährungen deklariert. Warum ist das Quatsch? Das beantwortet einem der gesunde Menschenverstand. Oder hast du schon mal ein Wildkaninchen im Zooladen einkaufen sehen? Und wie war das eigentlich vor dem Krieg? Da gab es diese Futter noch nicht, da wurden die Kinder mittags nach der Schule mit einem alten Kartoffelsack losgeschickt, Grünfutter für den lebenden Fleischvorrat holen. Meine Schwiegermutter hat das noch erlebt. Und noch viel früher? Schon die alten Römer hielten sich Kaninchen als lebenden Vorrat. Diese Kaninchen waren in so genannten Leporarien untergebracht, das entspricht unter heutigen Gesichtspunkten einer mäßig gesicherten Freilandhaltung. Diese "Kaninchengärten" waren mit einer Mauer umgeben um die Bewohner am ausbüxen zu hindern und Feinden das eindringen zu erschweren. Die Kaninchen versorgten sich innerhalb der Leporarien weitestgehend selbst. Wären sie mangelernährt gewesen, hätte sich dieser Aufwand für die Römer nicht gelohnt, da wären sie lieber auf die Jagd gegangen. Auch heute gibt es Gegenden, wo eine ähnliche Kaninchenhaltung praktiziert wird - das hat mich einigermaßen erstaunt. Als ich mein Außengehege baute, bat ich einen Neffen meines Stiefvaters um Hilfe der gerade zu Besuch war. Die Familie meines Stiefvaters reicht bis nach Polen. Ich war auf einiges Gespött gefasst wegen meines 6-qm-Geheges, aber keine Spur davon. Als ich ihn darauf ansprach, meinte er nur erstaunt dass die Kaninchen bei ihm daheim in der Gegend (er lebt ländlich) in noch größeren Gehegen und Gruppen leben würden, nur nicht so sicher wie meins. Aber die wären ja auch zum essen gedacht und nicht als Haustiere. Wäre praktisch, man müsse nur im Winter bisschen Futter dabei tun. Wie du siehst, gibt es eine ganze Menge Gründe, die GEGEN deine Fütterungsempfehlung und die von dir unterschwellig im Zusammenhang getätigte Aussage nur mit einer größeren Menge handelsüblichen Trockenfutters könne eine Mangelversorgung vermieden werden sprechen. Schauen wir uns also an, was mit Aussagen in Foren oder sonstwo im Internet ist. Auch da muss man selbstverständlich seinen gesunden Menschenverstand zu Rate ziehen. Frag immer nach Begründungen! Wer eine Meinung hat, sollte sie ausreichend begründen können - und zwar so, dass du es verstehst. Aus solchen Fragen entwickeln sich mitunter heiße Diskussionen. Das ist eine super Chance, bei der Bildung der eigenen Meinung weiterzukommen. Ich habe mit Saloiv beispielsweise viele solcher Dispute gehabt. Im übrigen immer nur um die Sache - sie gehört zu den Leuten, die eine andere Meinung nicht persönlich nehmen, sondern ihre eigene mit Argumenten untermauern und die Meinung des anderen mit Gegenargumenten ins Wanken zu bringen versuchen. Oft handelt es sich nur um ein Missverständnis, eine Ungenauigkeit in der Formulierung oder eine falsche Annahme. Dann hat jeder die Möglichkeit, seine Position zu überdenken, und falls er es für richtig hält auch zu korrigieren. Und dann gibt es Leute, die nachplappern was sie mal irgendwo gehört haben oder "was eben schon immer so war" (selbst wenn das, wie am Beispiel des Industriefutters ersichtlich, gar nicht schon immer so war). Wer solchen Leuten vertraut, baut auf ein gefährliches Halbwissen und kann übel auf die Nase fallen. Man entlarvt solch ein Halbwissen aber recht schnell, wenn man nach den Gründen für die geäußerte Meinung fragt. Wer etwas vom Hörensagen her "weiß", kann die Gründe für diese Meinung nicht nennen. Also: nachfragen. Und immer schön mitdenken! Kann das sein, was da behauptet wird? Ist es wahrscheinlich? Finde ich irgendwo andere Belege zu dem Thema? Vielleicht sogar wissenschaftliche Studien? Zitat:
Ein Tierarzt ist ein Ansprechpartner, dem man grundsätzlich aufgrund seiner Ausbildung besonderes Vertrauen entgegenbringt. Nun sind aber Kaninchen ein recht heikles Thema beim Tierarzt. Vielen Leuten ist nämlich schon eines gar nicht bewusst: ein Kleintierarzt ist nicht zwangsläufig der richtige Ansprechpartner für einen Kaninchenhalter. Wenn er die Zusatzqualifikation "kleine Heimtiere" erworben hat, sieht die Sache schon anders aus. Kleintiere meint nämlich vor allem Hund und Katze. Unter Kleine Heimtiere sind beispielsweise Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster, Ratten und Mäuse gefasst. Um zu verstehen um was es geht, muss man sich die tierärztliche Ausbildung anschauen. Grundsätzlich lernt ein Tierarzt erst einmal die Grundlagen. Dabei wird verstärkt auf die häufigsten Tierarten beim Tierarzt eingegangen. Das sind auf der einen Seite die Großtiere (auf welche sich der Fachtierarzt für Großtiere spezialisiert), hierzu gehören Kühe, Pferde, Schweine, Schafe etc. Der Großtierarzt ist also der Mann oder die Frau für landwirtschaftlich gehaltene Tiere. Für Sportpferde gibt es oft spezialisierte Tierärzte. Der Kleintierarzt kümmert sich dagegen um die kleineren Tiere die vorgestellt werden - und bis vor 10 bis 15 Jahren waren das fast ausschließlich Hund und Katze, wenn man mal von den üblichen Impfungen in den Kaninchenzuchtvereinen ausgeht. Kaninchen und andere kleine Heimtiere kommen also in der normalen Tierarztausbildung nur ganz am Rande vor. Das Problem ist, dass sie jede Menge anatomische Besonderheiten zu bieten haben! Und das führt bei Tierärzten die sich nicht aus eigenen Antrieb weiterbilden oft zu Problemen. So gab es vor Jahren leider viele Tierärzte, die das Medikament Frontline der Firma Merial bei Kaninchen angewandt haben, obwohl zu diesem Zeitpunkt die tödlichen Nebenwirkungen längst bekannt waren und die Firma selbst vor der Anwendung beim Kaninchen warnte. Aufgrund mangelnder Fortbildung verloren viele Kaninchen ihr Leben. Auch gibt es immer wieder einzelne Tierärzte, die einen Halter vor einer OP anweisen das Kaninchen auszunüchtern - eine tödliche Gefahr! Und absolut unnötig. Kaninchen haben eine so schwache Magenmuskulatur, dass sie unter Narkose nicht erbrechen. Anders als Hund oder Katze. Das heißt, dass das gefürchtete Einatmen von Erbrochenem gar nicht passieren kann. Die Ausnüchterung lässt aber die Verdauung ins stocken geraten (Kaninchen haben ein Stopf-Magen-Darm-System, wenn vorne nichts reingestopft wird, geht es hinten nicht weiter, es drohen Gärungen bis hin zur gefürchteten Trommelsucht!). Aber es gibt zum Glück immer mehr wirklich gute Tierärzte. Nur - selbst die kennen sich nicht immer mit der Fütterung und Haltung aus. Denn auch da hat sich in den letzten Jahren viel getan - quasi ein bisschen "back to the roots", hin zur möglichst naturnahen Fütterung. Immer mehr Halter sind bereit, Geld und Zeit in die Gesunderhaltung ihrer Tiere zu investieren, und das nicht nur im Bereich Impfungen oder Gehegehaltung, sondern auch bei der Fütterung. Das ist aber ein ziemlich umfangreiches Thema, in das sich noch nicht jeder Tierarzt eingearbeitet hat, selbst wenn er ein Kaninchen prima durchdiagnostizieren kann. Das wird noch einige Jahre dauern, bis das bei allen angekommen ist. Bei meinem Tierarzt war es übrigens schon vor etlichen Jahren angekommen. Er hat mir die Fütterung, wie ich sie in diesem Post beschrieben habe, ausdrücklich empfohlen. Und nicht nur das, manchmal war er wirklich sehr direkt ![]() Ich holte eines Tages meinen Leo wieder einmal von einer Zahnsanierung ab. Da das in Narkose gemacht werden muss, hatte er einige Zeit in der Praxis verbringen müssen zur Überwachung, und natürlich bekam er Proviant mit. Möhrengrün, Dill, Petersilie, Löwenzahn, Gras, etwas Broccoli (den hat er geliebt), und ich glaube auch etwas Rucola - das weiß ich nicht mehr so genau. Dazu seine Heusocke und seinen Wassernapf. Als ich ihn wieder abholte und mit der Transportbox an der Anmeldung stand um auf meine Rechnung zu warten, kam der Tierarzt plötzlich aus dem Sprechzimmer gestürmt, eine Frau im Schlepptau. Er griff zu Leos Transporbox, öffnete sie, zeigte hinein, und fuhr die Frau an: "DAS!!! sollen Kaninchen fressen!!!" Die Dame rauschte tödlich beleidigt ins Sprechzimmer zurück, er drehte sich in der Tür um und sagte kopfschüttelnd: "Das Tier hat ständig Durchfall. Und sie will einfach nicht kapieren, dass das von ihrer Fütterung kommt!" Geändert von Lupine (26.04.2017 um 16:31 Uhr).
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| Klasse Beitrag Lupine! ![]() Zitat:
Dem Rest habe ich nichts mehr hinzuzufügen ![]()
__________________ Wolli (*11.11.2011) R.I.P Fritz (1998 - 30.12.2007) Memphis (19.07.2011 - 19.08.2014) Murphy (19.07.2011 - 25.01.2017) Apollo "Poe" (2014 - 20.01.2022) Geändert von chinatsutin (26.04.2017 um 18:08 Uhr).
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| Wolle hat dann höchstwahrscheinlich ein Problem mit Hefen, nicht mit den Möhren an sich. Das war zunächst bei Leo auch der Fall, als Zahni war er ja ein ständiger Hefenpatient. Im Lauf der Zeit entwickelte er aber tatsächlich eine Intoleranz auf Möhre, während er Haferflocken trotzdem weiter in der gewohnten begrenzten Menge gut vertrug - es waren also nicht die Hefen das Problem, sondern die Möhre an sich (vor allem in verarbeiteter Form, also Möhrenchips oder getrocknete Möhre). Und ich weiß von mehreren weiteren Kaninchen, die genau wie Leo sowohl mit Möhre als auch mit den Cunis und anderem möhrenhaltigen Futter Probleme bekamen. Ist ein Kaninchen also tatsächlich empfindlich auf Möhren, ist die Wahrscheinlichkeit dass es keine Cunis verträgt ziemlich hoch. Wobei es schon zu denken gibt, dass er auf in irgendeiner Form verarbeitete Möhre empfindlicher reagierte als auf rohe Möhre - davon vertrug er eine gewisse Menge, wenn auch eine recht kleine. Möglicherweise hat das was mit der Verarbeitung zu tun - wer den Wirkmechanismus der Moro'schen Möhrensuppe kennt, wird wissen was ich damit meine.
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| Ok, das klingt interessant. Hab ich echt noch nie gehört. Ich hatte natürlich auch mehrere Kotproben abgegeben, als es so zunahm mit dem Matschkot. Sowohl vom Matsch selbst, als auch normalen Kötteln - über mehrere Tage gesammelt. Die waren aber immer sauber. Hätte man da nicht Hefen in erhöhter Zahl finden müssen? ....
__________________ Wolli (*11.11.2011) R.I.P Fritz (1998 - 30.12.2007) Memphis (19.07.2011 - 19.08.2014) Murphy (19.07.2011 - 25.01.2017) Apollo "Poe" (2014 - 20.01.2022)
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| Also 1. Ist das ein Thread von 2009 (!!!) Und 2. Ist das was du schreibst sorry vollkommener Schwachsinn. Hier kannst du mal lesen http://www.kaninchenwiese.de/ernaehrung/fuetterungsregeln/ernaehrungs-mythen/ http://www.kaninchenwiese.de/ernaehrung/fuetterungstipps/beispiel-futterplan/
__________________ Liebe Grüße von Lena, Mali, Ben, Mika, Ulli, Sammy und Yanny ♡ Blacky mein ganzes Leben habe ich dich geliebt und den Rest meines Lebens werde ich dich vermissen... ✝08. Mai 2017 Flocke (✝05.März 2017) & Willy (✝31. März 2017) für immer vereint...
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| Lupine du bist wirklich der Hammer Danke das du dir die Zeit genommen hast um alles nochmal aufzudröseln und mit viel Geduld (Die ich gar nicht hätte ) und Zeit ausführlich geantwortet hast. Ich hoffe es wird gelesen und hoffentlich auch angenommen!
__________________ Liebe Grüße von Lena, Mali, Ben, Mika, Ulli, Sammy und Yanny ♡ Blacky mein ganzes Leben habe ich dich geliebt und den Rest meines Lebens werde ich dich vermissen... ✝08. Mai 2017 Flocke (✝05.März 2017) & Willy (✝31. März 2017) für immer vereint...
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| Zitat:
![]() Ich fand den Teil über die Römer auch sehr spannend. Das wusste ich gar nicht. Ich hoffe wirklich phiebs liest es komplett
__________________ Liebe Grüße von Lena, Mali, Ben, Mika, Ulli, Sammy und Yanny ♡ Blacky mein ganzes Leben habe ich dich geliebt und den Rest meines Lebens werde ich dich vermissen... ✝08. Mai 2017 Flocke (✝05.März 2017) & Willy (✝31. März 2017) für immer vereint...
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