Oder neu anmelden!

 
Zurück   Kaninchenforum - Das Kaninchen Forum Online > Kaninchen Forum > Kaninchenkrankheiten & Gesundheit
Willkommen bei Kaninchenforum - Das Kaninchen Forum Online.

Du schaust Dir das Kaninchen-Forum gerade als Gast an, und kannst noch nicht alle Funktionen nutzen.
 

 
Hier kannst Du Dir jetzt kostenlos einen Benutzernamen auswählen.
(Als angemeldeter Kaninchenforum-Benutzer siehst Du diese Box nicht!)


Zu viel Blinddarmkot... auf Kaninchen Forum

Like Tree12Likes

Antwort
 
Themen-Optionen Thema durchsuchen Ansicht

Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 26.04.2017, 16:24

Zitat:
Zitat von Phiebs Beitrag anzeigen
Also das mit einem Esslöffel Futter am Tag ist schlimm, bitte nicht darauf hören!! Deine Kaninchen könnten krank werden wegen Mangelernährung.
Wenn das alles ist, was ein Kaninchen zu fressen bekommt: definitiv ja. Du lässt allerdings ein paar wichtige Infos unter den Tisch fallen.

Es war nämlich nie die Rede von einer ausschließlichen Fütterung mit diesem Futter in dieser Menge, auch nicht die Rede von einer Fütterung mit Heu + einer solchen Menge solchen Trockenfutters.

Die Empfehlung ging ganz klar dahin, das - damals noch - weizenhaltige (!) Trockenfutter drastisch zu reduzieren und das Brot wegzulassen und statt dessen eine gesunde Frischfütterung einzuführen.

Heute gibt es bessere Futtersorten als zu dieser Zeit, es spricht also nichts dagegen, sie in größerer Menge anzubieten. Es handelt sich dabei um weizenfreie Strukturfuttersorten, die im Winter eine gute Ergänzung der Frischfütterung liefern. Bei Interesse solltest du dich mal im Thread "Strukturfuttersorten" umsehen.

Pellets sind grundsätzlich abzulehnen, der Verarbeitungsgrad (Partikelgröße!) bringt die Verdauung in Schwierigkeiten und viele Pelletsorten quellen beim Kontakt mit Flüssigkeit auf -> Gefahr einer Magenüberladung = Lebensgefahr!

Wer ein Komplettfutter ohne Selektionsmöglichkeit mit anbieten möchte, sollte darauf achten dass er ein Extrudatfutter wie Cuni Complete beispielsweise gibt. Dabei ist zu beachten, dass es nicht für Kaninchen geeignet ist die keine Möhre vertragen (und das ist gar nicht so selten).

Bei einer Beifütterung von trockenem Futter muss streng darauf geachtet werden, dass eine gute Flüssigkeitsversorgung gewährleistet ist. Das geschieht zu einen selbstverständlich durch einen Verzicht auf Nippeltränken (statt dessen Tränken mit Trinktasse oder einen Napf einsetzen), zum anderen durch Fütterung mit einem hohen Anteil Grünfutter. Nicht alle Kaninchen trinken ausreichend, Nierenschäden können so über die Jahre unbemerkt entstehen.

Zitat:
Eine Handvoll Futter morgens und abends bei zwei Kaninchen
Bei dem damaligen Futter des ursprünglichen Threaderstellers: nein! Ein gutes Strukturfutter aber darf gern in solcher Menge angeboten werden, ruhig auch etwas mehr.

Zitat:
und ein- zweimal die Woche frisch Futter ist perfekt.
Da hätten mich meine wahrscheinlich beim Tierschutz angezeigt Und die Kaninchen der Halter hier die täglichen Gartenfreilauf haben, müssten todkrank sein. Und die Wildkaninchen längst ausgestorben

Tägliches Frischfutter - am besten in Form von Wiese (also diverse Gräser- und (Un-)Kräutersorten), ersatzweise Gemüsegrün, Blattgemüse und Kohlsorten - ist unverzichtbar. Als Ergänzung empfehle ich ein Strukturfutter, und bei Außenkaninchen im Winter und für Kaninchen im Fellwechsel geeignete Saaten (Energie- und Öllieferanten). Ein täglich frisch gereichtes gutes Heu als "Notration" und zur weiteren Ergänzung versteht sich von selbst. Für den Nagetrieb und als weitere Ergänzung werden mindestens alle paar Tage frische Äste gereicht.

Wenn du jetzt mal vergleichst, auch ich habe dazu gelernt. Durch meinen chronisch kranken Leo, der einen Teil seiner Probleme leider durch ein Futter hatte, wie es der Threadersteller damals verfüttert hat. Ich habe seine Fütterung (und natürlich auch die der beiden Mädels) über die Jahre langsam umgestellt auf die Form, die ich dir gerade präsentiert habe. Mit dieser Fütterung konnte ich auch seine durch einen "Züchter-"Fehler bedingten Zahnprobleme besser im Griff behalten und die Korrekturabstände verlängern, außerdem seinen Darm stabilisieren. Leo litt durch das Übermaß an weizenhaltigem Futter beim Vorbesitzer an einer massiven Glutenunverträglichkeit. Kleinste Mengen Weizen verursachten bei ihm eine Darmentzündung.

Zitat:
Mein Kaninchen hat momentan auch dieses Blinddarmkot Problem.
Ich empfehle dir dringend, zunächst eine Sammelkotprobe von 3 aufeinanderfolgenden Tagen abzugeben, um die "üblichen Verdächtigen", nämlich Kokzidien, Hefen und Würmer auszuschließen.

Zeitgleich wirfst du am besten mal einen Blick auf die Inhaltsliste deines Futters. Findest du dort Bestandteile wie "Weizen", "Weizenkleie", "pflanzliche Nebenerzeugnisse" (dahinter kann sich ALLES an pflanzlichem Abfall aus der menschlichen Nahrungsmittelindustrie verbergen!), "Melasse", dann solltet du auf ein anderes Futter umstellen. Auch wenn du bislang ein Pelletfutter gibst, stell bitte um. Die Verdauung eines Kaninchens ist darauf angewiesen, dass im Darm unterschiedliche Partikelgrößen unterwegs sind. Sie entscheiden über die Verweildauer besonders im Blinddarm - und damit können Pellets an einem Blinddarmkotproblem beteiligt sein. Denn die Darmbakterien sind auf passende Nahrungszufuhr angewiesen, so dass eine in der Natur nicht vorkommende ausschließliche Zufuhr gleicher Partikelgrößen die Darmflora verändern kann.

Zitat:
...denn wie man sieht kann man den Leuten hier nicht unbedingt vertrauen.
Man kann, genau genommen, niemandem vertrauen. Man muss sich immer fragen: was hat derjenige davon, dass er mir dieses oder jenes rät?

Eine Fütterungsempfehlung mit großem Trockenfutteranteil und extrem wenig Frischfutter kommt - möglicherweise auf Umwegen über Bekannte/Freunde - entweder aus dem Zoohandel oder von einem Züchter/Vermehrer/Großbestandshalter. Warum? Nun, das ist recht einfach zu erklären, beide Seiten haben unterschiedliche Vorteile von dieser Empfehlung.

Der Zoohandel will natürlich verkaufen. Dabei ist es ihm ziemlich schnuppe, ob das wirklich gut für die Tiere ist. Was zählt, ist das was man dem Finanzamt am liebsten vorenthalten würde: der Gewinn.

Züchter oder Vermehrer und andere Halter von Großbeständen haben ganz andere Beweggründe: für sie ist ein solches Futter eine enorme Arbeits- und Kostenersparnis. Sie müssen nicht spätestens alle 2 Tage los um Grünfutter zu schneiden (oder gar zu kaufen), das Fertigfutter ist kompakt, nicht allzu teuer, super zu lagern und schnell zu verteilen. Das macht sich natürlich bemerkbar, wenn man eine zweistellige Zahl an Tieren zu versorgen hat, insbesondere wenn es sich um 30 oder 40 Tiere handelt oder noch mehr. Nun gibt Mensch aber nicht gern zu dass er bequem und geizig ist, das schadet dem Ansehen. Also wird diese Fütterung als besonderer Schutz vor Mangelernährungen deklariert.

Warum ist das Quatsch? Das beantwortet einem der gesunde Menschenverstand. Oder hast du schon mal ein Wildkaninchen im Zooladen einkaufen sehen? Und wie war das eigentlich vor dem Krieg? Da gab es diese Futter noch nicht, da wurden die Kinder mittags nach der Schule mit einem alten Kartoffelsack losgeschickt, Grünfutter für den lebenden Fleischvorrat holen. Meine Schwiegermutter hat das noch erlebt.

Und noch viel früher? Schon die alten Römer hielten sich Kaninchen als lebenden Vorrat. Diese Kaninchen waren in so genannten Leporarien untergebracht, das entspricht unter heutigen Gesichtspunkten einer mäßig gesicherten Freilandhaltung. Diese "Kaninchengärten" waren mit einer Mauer umgeben um die Bewohner am ausbüxen zu hindern und Feinden das eindringen zu erschweren. Die Kaninchen versorgten sich innerhalb der Leporarien weitestgehend selbst. Wären sie mangelernährt gewesen, hätte sich dieser Aufwand für die Römer nicht gelohnt, da wären sie lieber auf die Jagd gegangen.

Auch heute gibt es Gegenden, wo eine ähnliche Kaninchenhaltung praktiziert wird - das hat mich einigermaßen erstaunt. Als ich mein Außengehege baute, bat ich einen Neffen meines Stiefvaters um Hilfe der gerade zu Besuch war. Die Familie meines Stiefvaters reicht bis nach Polen. Ich war auf einiges Gespött gefasst wegen meines 6-qm-Geheges, aber keine Spur davon. Als ich ihn darauf ansprach, meinte er nur erstaunt dass die Kaninchen bei ihm daheim in der Gegend (er lebt ländlich) in noch größeren Gehegen und Gruppen leben würden, nur nicht so sicher wie meins. Aber die wären ja auch zum essen gedacht und nicht als Haustiere. Wäre praktisch, man müsse nur im Winter bisschen Futter dabei tun.

Wie du siehst, gibt es eine ganze Menge Gründe, die GEGEN deine Fütterungsempfehlung und die von dir unterschwellig im Zusammenhang getätigte Aussage nur mit einer größeren Menge handelsüblichen Trockenfutters könne eine Mangelversorgung vermieden werden sprechen.

Schauen wir uns also an, was mit Aussagen in Foren oder sonstwo im Internet ist.

Auch da muss man selbstverständlich seinen gesunden Menschenverstand zu Rate ziehen. Frag immer nach Begründungen! Wer eine Meinung hat, sollte sie ausreichend begründen können - und zwar so, dass du es verstehst.

Aus solchen Fragen entwickeln sich mitunter heiße Diskussionen. Das ist eine super Chance, bei der Bildung der eigenen Meinung weiterzukommen. Ich habe mit Saloiv beispielsweise viele solcher Dispute gehabt. Im übrigen immer nur um die Sache - sie gehört zu den Leuten, die eine andere Meinung nicht persönlich nehmen, sondern ihre eigene mit Argumenten untermauern und die Meinung des anderen mit Gegenargumenten ins Wanken zu bringen versuchen. Oft handelt es sich nur um ein Missverständnis, eine Ungenauigkeit in der Formulierung oder eine falsche Annahme. Dann hat jeder die Möglichkeit, seine Position zu überdenken, und falls er es für richtig hält auch zu korrigieren.

Und dann gibt es Leute, die nachplappern was sie mal irgendwo gehört haben oder "was eben schon immer so war" (selbst wenn das, wie am Beispiel des Industriefutters ersichtlich, gar nicht schon immer so war). Wer solchen Leuten vertraut, baut auf ein gefährliches Halbwissen und kann übel auf die Nase fallen. Man entlarvt solch ein Halbwissen aber recht schnell, wenn man nach den Gründen für die geäußerte Meinung fragt. Wer etwas vom Hörensagen her "weiß", kann die Gründe für diese Meinung nicht nennen. Also: nachfragen.

Und immer schön mitdenken! Kann das sein, was da behauptet wird? Ist es wahrscheinlich? Finde ich irgendwo andere Belege zu dem Thema? Vielleicht sogar wissenschaftliche Studien?

Zitat:
...Am besten beim Tierarzt anrufen j d fragen, ...
Diese Aussage habe ich jetzt bewusst nach den Ausführungen über die möglichen Beweggründe von Informationsgebern gestellt, denn das ist ein Thema für sich.

Ein Tierarzt ist ein Ansprechpartner, dem man grundsätzlich aufgrund seiner Ausbildung besonderes Vertrauen entgegenbringt.

Nun sind aber Kaninchen ein recht heikles Thema beim Tierarzt. Vielen Leuten ist nämlich schon eines gar nicht bewusst: ein Kleintierarzt ist nicht zwangsläufig der richtige Ansprechpartner für einen Kaninchenhalter. Wenn er die Zusatzqualifikation "kleine Heimtiere" erworben hat, sieht die Sache schon anders aus.

Kleintiere meint nämlich vor allem Hund und Katze. Unter Kleine Heimtiere sind beispielsweise Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster, Ratten und Mäuse gefasst.

Um zu verstehen um was es geht, muss man sich die tierärztliche Ausbildung anschauen. Grundsätzlich lernt ein Tierarzt erst einmal die Grundlagen. Dabei wird verstärkt auf die häufigsten Tierarten beim Tierarzt eingegangen. Das sind auf der einen Seite die Großtiere (auf welche sich der Fachtierarzt für Großtiere spezialisiert), hierzu gehören Kühe, Pferde, Schweine, Schafe etc. Der Großtierarzt ist also der Mann oder die Frau für landwirtschaftlich gehaltene Tiere. Für Sportpferde gibt es oft spezialisierte Tierärzte. Der Kleintierarzt kümmert sich dagegen um die kleineren Tiere die vorgestellt werden - und bis vor 10 bis 15 Jahren waren das fast ausschließlich Hund und Katze, wenn man mal von den üblichen Impfungen in den Kaninchenzuchtvereinen ausgeht. Kaninchen und andere kleine Heimtiere kommen also in der normalen Tierarztausbildung nur ganz am Rande vor.

Das Problem ist, dass sie jede Menge anatomische Besonderheiten zu bieten haben! Und das führt bei Tierärzten die sich nicht aus eigenen Antrieb weiterbilden oft zu Problemen. So gab es vor Jahren leider viele Tierärzte, die das Medikament Frontline der Firma Merial bei Kaninchen angewandt haben, obwohl zu diesem Zeitpunkt die tödlichen Nebenwirkungen längst bekannt waren und die Firma selbst vor der Anwendung beim Kaninchen warnte. Aufgrund mangelnder Fortbildung verloren viele Kaninchen ihr Leben. Auch gibt es immer wieder einzelne Tierärzte, die einen Halter vor einer OP anweisen das Kaninchen auszunüchtern - eine tödliche Gefahr! Und absolut unnötig. Kaninchen haben eine so schwache Magenmuskulatur, dass sie unter Narkose nicht erbrechen. Anders als Hund oder Katze. Das heißt, dass das gefürchtete Einatmen von Erbrochenem gar nicht passieren kann. Die Ausnüchterung lässt aber die Verdauung ins stocken geraten (Kaninchen haben ein Stopf-Magen-Darm-System, wenn vorne nichts reingestopft wird, geht es hinten nicht weiter, es drohen Gärungen bis hin zur gefürchteten Trommelsucht!).

Aber es gibt zum Glück immer mehr wirklich gute Tierärzte.

Nur - selbst die kennen sich nicht immer mit der Fütterung und Haltung aus. Denn auch da hat sich in den letzten Jahren viel getan - quasi ein bisschen "back to the roots", hin zur möglichst naturnahen Fütterung. Immer mehr Halter sind bereit, Geld und Zeit in die Gesunderhaltung ihrer Tiere zu investieren, und das nicht nur im Bereich Impfungen oder Gehegehaltung, sondern auch bei der Fütterung. Das ist aber ein ziemlich umfangreiches Thema, in das sich noch nicht jeder Tierarzt eingearbeitet hat, selbst wenn er ein Kaninchen prima durchdiagnostizieren kann. Das wird noch einige Jahre dauern, bis das bei allen angekommen ist.

Bei meinem Tierarzt war es übrigens schon vor etlichen Jahren angekommen. Er hat mir die Fütterung, wie ich sie in diesem Post beschrieben habe, ausdrücklich empfohlen. Und nicht nur das, manchmal war er wirklich sehr direkt

Ich holte eines Tages meinen Leo wieder einmal von einer Zahnsanierung ab. Da das in Narkose gemacht werden muss, hatte er einige Zeit in der Praxis verbringen müssen zur Überwachung, und natürlich bekam er Proviant mit. Möhrengrün, Dill, Petersilie, Löwenzahn, Gras, etwas Broccoli (den hat er geliebt), und ich glaube auch etwas Rucola - das weiß ich nicht mehr so genau. Dazu seine Heusocke und seinen Wassernapf. Als ich ihn wieder abholte und mit der Transportbox an der Anmeldung stand um auf meine Rechnung zu warten, kam der Tierarzt plötzlich aus dem Sprechzimmer gestürmt, eine Frau im Schlepptau. Er griff zu Leos Transporbox, öffnete sie, zeigte hinein, und fuhr die Frau an: "DAS!!! sollen Kaninchen fressen!!!" Die Dame rauschte tödlich beleidigt ins Sprechzimmer zurück, er drehte sich in der Tür um und sagte kopfschüttelnd: "Das Tier hat ständig Durchfall. Und sie will einfach nicht kapieren, dass das von ihrer Fütterung kommt!"




Geändert von Lupine (26.04.2017 um 16:31 Uhr).

Benutzerbild von chinatsutin
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 08.02.2012
Beiträge: 321
chinatsutin befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 26.04.2017, 17:56

Klasse Beitrag Lupine! Dein TA ist wirklich der Hammer

Zitat:
Zitat von Lupine Beitrag anzeigen
Wer ein Komplettfutter ohne Selektionsmöglichkeit mit anbieten möchte, sollte darauf achten dass er ein Extrudatfutter wie Cuni Complete beispielsweise gibt. Dabei ist zu beachten, dass es nicht für Kaninchen geeignet ist die keine Möhre vertragen (und das ist gar nicht so selten).
Hierzu möchte ich aber noch ergänzen: Das muss nicht sein. Meine Wolle hat z.B. immer etwas Probleme mit der Winterfütterung. Besonders stärke- und zuckerhaltiges wie zB Möhre führt bei ihr immer zu Matschkot.... Seit 2 Jahren füttere ich Cunis zu (& natürlich keine Möhre usw mehr). Die verträgt sie bestens und der Matschkot wird deutlich weniger. Bei der Wiesenfütterung im Sommer ist alles gut. Hab von dieser Einschränkung auch noch nie was gehört... im Gegenteil. Cunis werden ja doch häufig empfohlen bei Verdauungsproblemen bei Gemüsefütterung.

Dem Rest habe ich nichts mehr hinzuzufügen



__________________

Wolli (*11.11.2011)

R.I.P

Fritz (1998 - 30.12.2007)
Memphis (19.07.2011 - 19.08.2014)
Murphy (19.07.2011 - 25.01.2017)
Apollo "Poe" (2014 - 20.01.2022)



Geändert von chinatsutin (26.04.2017 um 18:08 Uhr).

Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 26.04.2017, 18:06

Wolle hat dann höchstwahrscheinlich ein Problem mit Hefen, nicht mit den Möhren an sich. Das war zunächst bei Leo auch der Fall, als Zahni war er ja ein ständiger Hefenpatient.

Im Lauf der Zeit entwickelte er aber tatsächlich eine Intoleranz auf Möhre, während er Haferflocken trotzdem weiter in der gewohnten begrenzten Menge gut vertrug - es waren also nicht die Hefen das Problem, sondern die Möhre an sich (vor allem in verarbeiteter Form, also Möhrenchips oder getrocknete Möhre). Und ich weiß von mehreren weiteren Kaninchen, die genau wie Leo sowohl mit Möhre als auch mit den Cunis und anderem möhrenhaltigen Futter Probleme bekamen. Ist ein Kaninchen also tatsächlich empfindlich auf Möhren, ist die Wahrscheinlichkeit dass es keine Cunis verträgt ziemlich hoch. Wobei es schon zu denken gibt, dass er auf in irgendeiner Form verarbeitete Möhre empfindlicher reagierte als auf rohe Möhre - davon vertrug er eine gewisse Menge, wenn auch eine recht kleine. Möglicherweise hat das was mit der Verarbeitung zu tun - wer den Wirkmechanismus der Moro'schen Möhrensuppe kennt, wird wissen was ich damit meine.




Benutzerbild von chinatsutin
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 08.02.2012
Beiträge: 321
chinatsutin befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 26.04.2017, 18:18

Ok, das klingt interessant. Hab ich echt noch nie gehört. Ich hatte natürlich auch mehrere Kotproben abgegeben, als es so zunahm mit dem Matschkot. Sowohl vom Matsch selbst, als auch normalen Kötteln - über mehrere Tage gesammelt. Die waren aber immer sauber. Hätte man da nicht Hefen in erhöhter Zahl finden müssen? ....



__________________

Wolli (*11.11.2011)

R.I.P

Fritz (1998 - 30.12.2007)
Memphis (19.07.2011 - 19.08.2014)
Murphy (19.07.2011 - 25.01.2017)
Apollo "Poe" (2014 - 20.01.2022)



Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 26.04.2017, 18:21

Eigentlich schon, Hefen sind ziemlich einfach zu finden. Das ist in der Tat etwas eigenartig, ich hätte deiner Beschreibung nach wirklich auf einen Hefenbefall getippt.




Benutzerbild von chinatsutin
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 08.02.2012
Beiträge: 321
chinatsutin befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 27.04.2017, 11:08

Hätte ich auch, deswegen ja die Proben^^ Sie scheint wirklich irgendeinen Bestandteil von bestimmten Gemüsesorten nicht zu vertragen. Bei Wiese gibt es, wie gesagt, keine Probleme. Mit Cunis und Tabu für einige Gemüsesorten haben wir es ja im Winter ganz gut im Griff. Da gibt es immer mal wieder kurze Phasen, in denen mehrere Tage hintereinander Matschkot kommt (zwischendrin auch immer wieder normale Köttel) und dann ist wieder ne Weile alles in Ordnung.

Aber du hast Recht. Da es nicht NUR bei Möhre so ist bei Wolli, kann es natürlich sein, dass Tiere, die speziell auf Möhre reagieren, Cunis auch nicht vertragen werden. Bei Wolli ist es wohl irgendein anderer gemüse-übergreifender Bestandteil, der in den Cunis nicht mehr so zum Tragen kommt.



__________________

Wolli (*11.11.2011)

R.I.P

Fritz (1998 - 30.12.2007)
Memphis (19.07.2011 - 19.08.2014)
Murphy (19.07.2011 - 25.01.2017)
Apollo "Poe" (2014 - 20.01.2022)



Benutzerbild von crazy curry
Kaninchen
 
Registriert seit: 13.05.2013
Beiträge: 9.398
crazy curry befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 27.04.2017, 11:32

Zitat:
Zitat von chinatsutin Beitrag anzeigen
Hätte ich auch, deswegen ja die Proben^^ Sie scheint wirklich irgendeinen Bestandteil von bestimmten Gemüsesorten nicht zu vertragen. Bei Wiese gibt es, wie gesagt, keine Probleme. Mit Cunis und Tabu für einige Gemüsesorten haben wir es ja im Winter ganz gut im Griff. Da gibt es immer mal wieder kurze Phasen, in denen mehrere Tage hintereinander Matschkot kommt (zwischendrin auch immer wieder normale Köttel) und dann ist wieder ne Weile alles in Ordnung.

Aber du hast Recht. Da es nicht NUR bei Möhre so ist bei Wolli, kann es natürlich sein, dass Tiere, die speziell auf Möhre reagieren, Cunis auch nicht vertragen werden. Bei Wolli ist es wohl irgendein anderer gemüse-übergreifender Bestandteil, der in den Cunis nicht mehr so zum Tragen kommt.
Wir hatten das Problem auch. Im Sommer nix, im Winter immer mal Matschkot. Zuletzt gab es dann im Winter nur noch Cunis, Grünkohl, Spitzkohl und Wirsing. Keinerlei Knollengemüse und selten mal etwas Apfel. Damit ging es dann bei uns.



__________________
Liebe Grüße Heike


Antwort



Ähnliche Themen
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Durchfall oder Blinddarmkot? bigsexy Kaninchenkrankheiten & Gesundheit 21 21.08.2015 14:02
Wie Viel qm ? Prino Kaninchenhaltung & Allgemeines 5 24.09.2009 16:21
Futter.. Wie viel?? Melanie Kaninchenhaltung & Allgemeines 50 05.08.2009 15:14
So viel Kot Kilian Kaninchenhaltung & Allgemeines 1 25.07.2009 22:20
Blinddarmkot oder Durchfall? Gartenzwerg31 Kaninchenkrankheiten & Gesundheit 7 24.08.2008 14:21

Copyright ©2010, Kaninchenforum.de

Search Engine Friendly URLs by vBSEO 3.6.0 PL2 ©2011, Crawlability, Inc.