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Frage?? auf Kaninchen Forum

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Benutzerbild von Patty
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 03.07.2011
Beiträge: 886
Patty befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.04.2012, 23:40

AW: Frage??


Huhu
ich möchte den thread hier mal nutzen weil ich ein ähnliches problem habe und deswegen keinen neuen thread öffnen möchte
bitte bevor ihr euch aufregt erst zuende lesen
mein scotty hat seit dezember letzten jahres probleme mit seinem näschen, also es ist halt feucht. es kam ab und zu mal ein niesen und ich bin sofort wegen verdacht auf schnupfen zum ta
der gab mir AB oral
als das nicht anschlug wieder eine woche das selbe
später dann ab tabletten auch oral... nichts hat so wirklich geholfen

später bin ich dann nochmal hin und dann hat meine tä gesagt das sei weil er einen relativ flachen kopf hätte, sone art verkümmerter tränengang oder sowas und es würde ihn nicht großartig stören...
das war im januar
seit dem hat sich weder was verbessert noch verschlimmert und es hat sich auch keiner meiner anderen beiden angesteckt.
kann das wirklich stimmen mit dem tränenkanal denn er ist ein löwenköpfchen. oder kann es auch sein das er ab-resistent ist?? es geht ihm eigentlich prima aber kaninchen lassen sich ja ihre probleme nicht so sehr anmerken hab ich mal gelesen...



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Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 20.04.2012, 10:08

AW: Frage??


Zitat:
Zitat von <3Patricia<3 Beitrag anzeigen
Huhu
...
bitte bevor ihr euch aufregt erst zuende lesen
Ich sehe keinen Grund für Aufregung

Zitat:
mein scotty hat seit dezember letzten jahres probleme mit seinem näschen, also es ist halt feucht. es kam ab und zu mal ein niesen und ich bin sofort wegen verdacht auf schnupfen zum ta
der gab mir AB oral
als das nicht anschlug wieder eine woche das selbe
später dann ab tabletten auch oral... nichts hat so wirklich geholfen
Schön dass du sofort reagiert hast, so soll es sein. Allerdings vermisse ich in deiner Schilderung etwas, was der Tierarzt hätte machen sollen: bevor er das AB einsetzt, hätte ein Abstrich gemacht werden sollen um die Erreger zu bestimmen und ein Antibiogramm anzufertigen.

Denn es ist kein Wunder dass keines der ABs so richtig geholfen hat, leider sind viele Schnupfenerreger gegen die bei Kaninchen gängigen ABs resistent, es muss also vom Labor überprüft werden ob Erreger beteiligt sind, wenn ja welche, und auf welche Antibiotika sie reagieren.

Zitat:
später bin ich dann nochmal hin und dann hat meine tä gesagt das sei weil er einen relativ flachen kopf hätte, sone art verkümmerter tränengang oder sowas und es würde ihn nicht großartig stören...
das war im januar
seit dem hat sich weder was verbessert noch verschlimmert und es hat sich auch keiner meiner anderen beiden angesteckt.
kann das wirklich stimmen mit dem tränenkanal denn er ist ein löwenköpfchen.
Ein verstopfter Tränen-Nasen-Kanal sollte eigentlich eher zu tränenden Augen führen als zum niesen. Ich kenne das Problem weil mein Leo das hatte - eine Zahnwurzel drückte den Kanal zu. Geniest hat er nie, und eine feuchte Nase hatte er auch nicht. Vielleicht nimmst du diese Aussage zum Anlass, noch eine weitere Meinung eines anderen Tierarztes einzuholen? Vor allem dann, wenn kein Abstrich und Antibiogramm gemacht wurde.

Zitat:
oder kann es auch sein das er ab-resistent ist?? es geht ihm eigentlich prima aber kaninchen lassen sich ja ihre probleme nicht so sehr anmerken hab ich mal gelesen...
Über die Resistenz der Erreger habe ich ja weiter oben schon geschrieben. Und ja, Probleme lassen sich Kaninchen nur ungern anmerken, es macht sie attraktiv für Fressfeinde und sie riskieren aus der Gruppe ausgestoßen zu werden.

Da aber während der ganzen Zeit sich nichts verändert hat, sollte vielleicht noch einmal mit der Diagnostik von vorne begonnen werden:

- nachsehen ob ein Erreger da ist, falls ja, auf welche ABs er empfindlich reagiert
- durchs Ausschlussverfahren soweit möglich abklären ob es sich um eine allergische Reaktion oder eine Überempfindlichkeit z. B. auf Staub handeln könnte
- Tränen-Nasen-Kanal mittels Fluoreszintest auf Durchgängigkeit prüfen, nach Fremdkörpern im Nasenbereich schauen, Zähne gründlich prüfen

Sollte tatsächlich einer der Kaninchenschnupfenerreger gefunden werden, würde ich aber beim derzeitigen stabilen Zustand eher kein Antibiotikum verabreichen, sondern das für einen massiven Schub aufsparen. Chronisch ist es jetzt ohnehin schon, wenn es denn ein Kaninchenschnupfen ist. Man könnte aber darüber nachdenken ob man einen sogenannten unspezifischen Immunmodulator einsetzt (Zylexis) um das Immunsystem anzukurbeln - auch das sollte aber bei einem stabilen Schnupfer abgewogen werden.

Die anderen beiden sind mit großer Wahrscheinlichkeit Schnupfenträger, wenn er Schnupfen hat - das heißt aber nicht zwangsläufig dass der Schnupfen jemals ausbricht. Es ist gut möglich dass sie niemals irgendwelche Symptome entwickeln werden.




Benutzerbild von Patty
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 03.07.2011
Beiträge: 886
Patty befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 20.04.2012, 22:22

AW: Frage??


Zitat:
Zitat von Lupine Beitrag anzeigen
Ich sehe keinen Grund für Aufregung



Schön dass du sofort reagiert hast, so soll es sein. Allerdings vermisse ich in deiner Schilderung etwas, was der Tierarzt hätte machen sollen: bevor er das AB einsetzt, hätte ein Abstrich gemacht werden sollen um die Erreger zu bestimmen und ein Antibiogramm anzufertigen.

Denn es ist kein Wunder dass keines der ABs so richtig geholfen hat, leider sind viele Schnupfenerreger gegen die bei Kaninchen gängigen ABs resistent, es muss also vom Labor überprüft werden ob Erreger beteiligt sind, wenn ja welche, und auf welche Antibiotika sie reagieren.



Ein verstopfter Tränen-Nasen-Kanal sollte eigentlich eher zu tränenden Augen führen als zum niesen. Ich kenne das Problem weil mein Leo das hatte - eine Zahnwurzel drückte den Kanal zu. Geniest hat er nie, und eine feuchte Nase hatte er auch nicht. Vielleicht nimmst du diese Aussage zum Anlass, noch eine weitere Meinung eines anderen Tierarztes einzuholen? Vor allem dann, wenn kein Abstrich und Antibiogramm gemacht wurde.



Über die Resistenz der Erreger habe ich ja weiter oben schon geschrieben. Und ja, Probleme lassen sich Kaninchen nur ungern anmerken, es macht sie attraktiv für Fressfeinde und sie riskieren aus der Gruppe ausgestoßen zu werden.

Da aber während der ganzen Zeit sich nichts verändert hat, sollte vielleicht noch einmal mit der Diagnostik von vorne begonnen werden:

- nachsehen ob ein Erreger da ist, falls ja, auf welche ABs er empfindlich reagiert
- durchs Ausschlussverfahren soweit möglich abklären ob es sich um eine allergische Reaktion oder eine Überempfindlichkeit z. B. auf Staub handeln könnte
- Tränen-Nasen-Kanal mittels Fluoreszintest auf Durchgängigkeit prüfen, nach Fremdkörpern im Nasenbereich schauen, Zähne gründlich prüfen

Sollte tatsächlich einer der Kaninchenschnupfenerreger gefunden werden, würde ich aber beim derzeitigen stabilen Zustand eher kein Antibiotikum verabreichen, sondern das für einen massiven Schub aufsparen. Chronisch ist es jetzt ohnehin schon, wenn es denn ein Kaninchenschnupfen ist. Man könnte aber darüber nachdenken ob man einen sogenannten unspezifischen Immunmodulator einsetzt (Zylexis) um das Immunsystem anzukurbeln - auch das sollte aber bei einem stabilen Schnupfer abgewogen werden.

Die anderen beiden sind mit großer Wahrscheinlichkeit Schnupfenträger, wenn er Schnupfen hat - das heißt aber nicht zwangsläufig dass der Schnupfen jemals ausbricht. Es ist gut möglich dass sie niemals irgendwelche Symptome entwickeln werden.
Danke für deine super Ausführliche Antwort. So ein Abstrich wurde bei ihm nicht gemacht... toll dann brauch ich mich ja auch nicht wundern -.-
Zu einem anderen TA zu gehen ist vielleicht eine gute Idee aber es gibt bei mir in der Nähe nur 2 andere praxen, die eine mit dem selben namen einen Ort weiter und von der anderen bin ich auch nicht so begeistert. Wenn ich bis sonstwo fahren wöllte, würden das meine Eltern leider nicht verstehen oder unterstützen weil sie der meinung sind ich mache viel zu viel Aufregung wo da doch garnichts ist... Aber das problem hier haben sicher einige
Ich gehe jetzt einfach mal davon aus das er bereits ein Schnupfer ist
-Muss das Medikamentös behandelt werden oder lässt sich daran eh nichts mehr ändern?
-Verliert er dadurch an lebensqualität oder hat Schmeerzen7gewisse Einschränkungen die ich beachten muss?
-daran will ich zwar noch garnicht denken aber werden Schnupfer so alt wie "normale" Kaninchen?
Und danke das du dich nciht aufgeregt hast weil ich hier so tatenlos herumsitze oder so...
-



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Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 21.04.2012, 16:52

AW: Frage??


Es macht durchaus Sinn, davon auszugehen dass er chronischer Schnupfer ist - so bleibt man aufmerksam.

Sprich noch einmal mit der Tierarztpraxis, frage nach dem Fluoreszintest. Das ist nichts schwieriges, es wird eine Flüssigkeit ins Auge getropft die unter Schwarzlicht anfängt zu leuchten. Nach ein paar Minuten wird das Zimmer abgedunkelt und mit der Schwarzlichtlampe nachgesehen ob im Näschen was anfängt zu leuchten Die Verbindung sollte durchgängig sein.

Bei der Gelegenheit kann auch gleich nochmal nach einem Fremdkörper geschaut werden, der die Symptome verursachen könnte.

Und natürlich der Blick auf die Zähne - nicht dass etwas übersehen wird.

Medikamentös behandeln muss man einen Kaninchenschnupfen wenn er eitrig wird (weißliches oder gelbliches Sekret). Man kann allerdings versuchen, ihn bereits zum jetzigen Zeitpunkt einzudämmen, z. B. mit einer Zylexis-Kur. Das ist ein sogenannter unspezifischer Immunmodulator. Er kurbelt das Immunsystem für eine Zeit zu Höchstleistungen an, dadurch geht es auch gegen chronische Erreger verstärkt vor. Das sollte man aber erst machen, wenn noch einmal die anderen Ursachen abgeklärt wurden.

Wichtig für Schnupfennins: Wenig Belastung für die Atemwege! Das heißt vor allem: keine Ammoniakdämpfe (die sind im Kaninchenpipi). Lege besonderen Wert darauf dass die Toilettenecken mindestens täglich, nötigenfalls sogar zweimal täglich gereinigt werden, und benutze möglichst staubfreie und gut saugende Einstreu. Für größere eingestreute Bereiche hat sich z. B. Holzpellets mit einer Auflage aus gutem entstaubtem Stroh bewährt, für die Klos kann man die Pellets auch so nehmen wenn sie nicht lange dort sitzen (andernfalls sind sie leider zu hart und man muss eine andere Einstreu nehmen oder auch in den Klos mit Stroh überstreuen). Außerdem sollte man keine scharfen Reinigungsmittel verwenden, und Dinge wie Lufterfrischer im Kaninchenzimmer sind ebenfalls tabu. Gut ist ein Hygrometer im Winter zur Überwachung der Luftfeuchtigkeit - zu trockene Luft ist oft ein großes Problem, nicht nur für die Fellnasen sondern auch für deine eigenen Atemwege.



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