Hallo,
Warst du bei der Frau vorher schonmal Vorort oder hast du sie nur bei der Übergabe gesehen?
Es ist schwer zu sagen, ob es jetzt wirklich Absicht war zu verschweigen, dass er nicht ganz gesund ist.
Wobei nachdem ich deinen Text jetzt nochmal gelesen habe es sich schon sehr so anhört, als hätte er Arthrose und Pododermatitis. Das würde ein Tierarzt normalerweise feststellen, wenn eine Untersuchung stattgefunden hätte. Könnte mir gut vorstellen dass das Problem mit der vorherigen Käfighaltung entstanden ist, vlt wurde das dann auch nur darauf geschoben und nicht weiter nachgeforscht.
Ich weiß aufjedenfall dass sich auf Parkettboden viele Kaninchen schwer tun zu laufen, auch ohne Gelenkprobleme. Wie sieht es bei Teppichboden aus bzw wenn du Baumwollteppiche auslegst?
Hast du Bilder von den Füßen? Ich würd jetzt bei kahlen Wunden an Pododermatitis denken, das bereitet je nach Grad schon auch mal Probleme beim Hoppeln. Dass er beim Sitzen die Hinterbeine nach vorne schiebt würde eher für Arthrose sprechen. Wobei ja Arthrose und Pododermatitis oft auch zusammenhängen.
Weißt du wie lange er schon gerettet wurde? Welche Rasse ist er?
Evtl sind es wirklich auch noch die Spätfolgen der Käfighaltung..
Nichtsdestotrotz finde ich gut dass du die VG beendet hast. Wenn du ihn behalten willst, würd ich vorher aufjedenfall alles abklären lassen beim Tierarzt.
Für den kleinen Kerl war das heute bestimmt auch alles viel.
Angst vor Ansteckung musst du denk ich weniger haben. Höchstens wegen der Kotprobe, da würde ich untersuchen lassen ob was ist, da schleppen sie gerne Mal Kokzidien oder Würmer ein.
Ansonsten evtl noch E.C. Falls er das haben sollte, aber den Erreger tragen sowieso sehr viele Kaninchen in sich (auch ohne dass die Krankheit ausbricht).
Dass andere sind natürlich noch die Kaninchenseuchen, die ansteckend sind.
Da deine Häsin vollständig geimpft ist würd ich mir aber auch da nicht allzu viele Gedanken machen.
Ich habe auch vor kurzem eine Häsin aus einer Pflegestelle aufgenommen. Dort war sie auch kerngesund, bei mir hatte sie dann (wahrscheinlich durch den Stress, Umzug und VG) einen Schnupfenschub. Oft steckt man leider nicht dahinter. Stress verschlechtert viele Probleme, evtl war das bei dem Rammler auch der Fall, und vorher ist es wirklich nicht so aufgefallen oder wurde nur auf die vorherige Käfighaltung geschoben.
Ich würde Ihn wohl behalten (liegt aber bei mir auch dran dass ich mich von keinem Haustier mehr trennen kann das schon länger als 1 Minute in meinem Zuhause war

) und ihn zum Tierarzt bringen, alles abklären lassen, Kotprobe untersuchen, ggf beide behandeln und ihn impfen lassen.
Die Erkrankungen die ich denke dass er haben könnte bei den Symptomen sollte man noch gut in den Griff bekommen. Evtl sind es auch wirklich noch Spätfolgen der Käfighaltung, bei meinem Kuschel hat das auch viel Bleibeschäden hinterlassen. (Pododermatitis, Fehlstellung der Beine...)
Danach würde ich dann die VG nochmal versuchen.
Ist natürlich auch schwierig zu entscheiden, wenn man nicht weiß wie die Pflegestelle ist. Am Ende wird der arme Kerl wieder vermittelt und die neuen Besitzer nehmen das Problem nicht wahr und er wird weiterhin nicht behandelt.
Bei einer seriösen Pflegestelle müsste man sich ja gar keine Gedanken machen ihn zurückzugeben, da man dann davon ausgehen könnte, dass die ihn gleich zum TA bringen und alles abklären.
Tierheime und Tierschutz wird schwierig sein, die sind sowieso extrem überfüllt momentan...
Ich wünsche euch alles Gute!
Edit: Ich würd ihn nur auch (nachdem Zweifel an den ganzen Aussagen der Pflegestelle bestehen) wenn nicht schon getan mal genauer ansehen ob er wirklich kastriert ist...