| Kaninchen | | Registriert seit: 17.12.2012
Beiträge: 7.295
| |
|
Geschrieben am
25.11.2021, 12:39
| | | | Zitat:
Zitat von Diabi Ist das wirklich zwingend? Vor - äh, fast 40 Jahren, ich komme mir jetzt wirklich uralt vor - hatten wir als Kaninchenneulinge eine ähnliche Situation mit zwei Würfen im Abstand von 30 Tagen. Die Mutter hat damals den ersten Wurf selbst abgestillt (ok, Raja hat ab und an trotzdem versucht, sich hinzu zu mogeln, bekam dann aber von ihrer Mutter, sobald diese es merkte, die Leviten gelesen) und alle, einschließlich Mutter, waren damals gesund und munter (und lebten dann noch lange als Gruppe bei uns zusammen, alle verstarben erst in zweistelligem Alter, seufz) | Das ist der Idealfall und die natürliche Vorgehensweise einer Kaninchenmutter. Wenn sie aber weniger konsequent dem ersten Wurf gegenüber ist, bleibt für den zweiten nichts übrig. Die blinden, hilflosen Nestlinge sind darauf angewiesen, dass ihnen die Milch gebracht wird, während die bereits mobilen Jungtiere aktiv hingehen und holen können. Lässt die Mutter das zu, bleibt den Nestlingen nichts übrig, es sei denn die Mutter wäre die Hochleistungsmilchkuh unter den Kaninchen  Und dann würde es bei IHR an die Substanz gehen. Da wir nicht wissen, ob diese Mutter die älteren Jungen noch saugen lassen würde, ist die Trennung eine notwendige Vorsichtsmaßnahme. Wenn man es beobachten kann, dann KANN man die älteren Jungen kurz zur Mutter lassen, NACHDEM die jüngeren gesäugt worden sind, dann können sie gern den Rest haben, der noch übrig ist. Sie BRAUCHEN das aber nicht mehr zum Überleben.
Wenn nun kein zweiter Wurf kommt, können die Jungen logischerweise wieder zur Mutter. Gezählt 35 Tage (das ist inkl. Sicherheitspuffer) nach Trennung des Rammlers.
Man kann natürlich auch einfach laufen lassen und eben in Kauf nehmen, wenn das eine oder andere Tier stirbt. Ist dann halt Lauf der Natur. Muss man wissen, was man will. |