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| Zitat:
Ich würde Dir zu Tieren aus einer privaten Pflegestelle raten. Dort sind die Männchen bereits kastriert und alle Tiere korrekt geimpft. Ist auf den ersten Blick teurer als von ebay, aber unterm Strich günstiger für euch. Kastra Männchen kostet zwischen 60 und 90 Euro, Impfung je Tier ca.35-100 Euro. Und Kastra und Impfung müssen sein. 2 Weibchen ist eine ungünstige Konstellation, da es oft Stress gibt.
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| Nach diesen ganzen Dämpfern in mehrerer Hinsicht (die ich alle unterstütze), möchte ich noch eins draufsetzen aus Muttersicht.... Meine Kinder (damals 11 und 8) haben sich aktiv Kaninchen gewünscht, und nachdem wir bei Bekannten mal Ferienpflege gemacht haben, dachten wir: "Das kriegen wir hin, und da haben wir auch selber Lust drauf, selbst wenn die Kinder mal nicht mithelfen"... Dann habe ich mich eingelesen und gemerkt, dass ich vieles ganz anders machen wollte als die Bekannten. Darauf folgte ein Anschaffungsprojekt, das sich über mehr als ein halbes Jahr hinzog, auch unter Beteiligung der Kinder. Jetzt haben wir die Tiere etwas länger als ein Jahr, und es ist ein ständiger Kampf, wer sich kümmert, immer wieder unter Aushandlung neuer Regularien. Den Löwenanteil erledige ich, und meistens auch gerne. Aber von Zeit zu Zeit geht es mir dann einfach gegen den Strich, wie unregelmäßig sie sich engagieren und wie wenig bewusst ihnen mit ihren inzwischen 10 und 13 Jahren ist, dass es sich da um Lebewesen handelt, wo man nicht mal, wie beim Mathe-lernen, etwas "auf morgen" verschieben kann. Und glaube mir, das wird hier sehr intensiv diskutiert, also, wir lassen die Kinder nicht zu schnell aus der Sache raus. Das sind bei uns anfallende Arbeiten: 2x täglich Gemüseteller und Wasser vorbereiten und rausbringen, alten Teller säubern, jeweils ca. 15-25 Minuten, je nachdem, ob man sich auch noch dazu setzt um ein bisschen zu checken, ob's den beiden gut geht. Alle zwei Tage Kloschalen säubern und frisch machen, dabei den nicht gepflasterten Gehegeteil von Kötteln und ggf. Gemüseresten befreien, ca. 15 - 35 Minuten, je nachdem, wie sauber sie waren (es wäre weitaus weniger Arbeit, wenn der Teil nicht mit Erde wäre, aber dann könnten sie nicht richtig buddeln, was ich schade fände). 2x wöchentlich Gemüse anschleppen (wir haben eine Riesin, sie braucht unheimlich viel), jeweils ca. 40 Minuten, wird aber natürlich auch häufig mit den Gesamteinkauf verbunden. In Sommer sammelte ich auch fast täglich zusätzlich Grün aus dem Garten, auch immer noch mal 10-15 Minuten. Alle paar Wochen bei Futterhaus einkaufen, ca 40 Minuten 1-2x pro Woche Gehege grob fegen, ca 15 Minuten Alle 3-4 Wochen Gehege gründlich fegen, also alle Teile mal hochstellen um die ganzen Haare zu entfernen usw. Ca. 30 Minuten. Natürlich muss man das nicht alles so machen, und vieles kann man vielleicht auch besser organisieren. Ich wollte dir nur mal einen Eindruck geben, welche Dynamik so ein Projekt entwickeln kann und dass man dann, wenn man als Erwachsene Verantwortung gegenüber den Tieren empfindet, sehr schnell mit einem Haufen zusätzlicher Arbeit dasteht, auf die man als Berufstätige mit Kindern auch gut verzichten könnte. Ich genieße natürlich die zusätzliche Bewegung an der frischen Luft und schaue den Tierchen auch unheimlich gern zu. Wenn das nicht so wäre, würde ich mich aber ziemlich ärgern.
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| Und Nachtrag zum Thema Gehegegröße: Je kleiner das Gehege, umso langweiliger ist es nicht nur den Tieren, sondern auch den Haltern. Aktion und Interaktion lässt sich halt am besten beobachten, wenn Platz ist, verschiedenste Dinge zu tun und Verhaltensweisen zu zeigen. Und das Gehege sollte nach Möglichkeit begehbar sein. Nicht nur wegen der Reinigung, sondern, weil man sich dann viel eher mal zu den Tieren setzt.
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| Zitat:
Unsere Situation war ähnlich, die Kinder waren 6 und 9 Jahre alt. Sie haben sich Kaninchen gewünscht, wir haben viel gelesen, gemerkt dass es mehr Aufwand ist als gedacht. Schließlich haben wir nach ca. 1 Jahr Planung ein Gartengehege gebaut. Allerdings muss ich sagen, dass die Kinder sich nach wie vor (Anschaffung war im April) zuverlässig kümmern. Sie machen täglich die Toilette sauber, ein Kind füttert morgens vor der Schule (und inzwischen ist es kalt, nass und dunkel) und das andere abends. Ich hoffe, das bleibt so. Aber wir haben auch lange darüber nachgedacht und mit Urlaubspflegekaninchen "getestest". Eine Frage habe ich noch. Verstehe ich es richtig, dass ihr keinen "Großputz" macht? Also ihr säubert die Toilette und fegt durch? Wir machen jedes Wochenende Großputz, d. h. alle Holzteile werden gesäubert, der Stall ausgewischt, die Erde wieder Richtung Buddelecke geschoben :-) und durchgefegt. Es bedeutet schon Zeitaufwand, und ich frage mich gerade, ob wir vielleicht übertreiben ![]() Wir machen das alle gemeinsam. Anschließend räumt meine Tochter alles neu ein, und wir beobachten die Kaninchen, wie sie total neugierig alles erkunden. Immer wieder schön zu sehen ![]()
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