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Wiedereingliederung scheitertHallo Kaninchenfreunde! Ich bin neu hier, lese aber schon recht lange mit. Ich habe auch wirklich das Forum durchsucht und studiert, aber schlussendlich bin ich auf keine Antwort gestoßen, die uns aus der Patsche helfen konnte. "Kurze" Vorgeschichte: unsere 3 Kaninchen (2 Jungs, ein Mädel, Geschwister) leben seit Anfang Juli bei uns in einem 20m2 Außengehege. Wir haben ihnen viele Höhlen gebaut, eine große Buddelkiste, eine Ecke mit Ästen und Zweigen zum Spielen, Verstecken und Nagen, es gibt einen großen Busch in der Mitte des Geheges, an dem sie knabbern dürfen, und das Nachtquartier ist ein geräumiger Stall mit nochmal 2.5m2 mardersicherem Auslauf. Die 3 kamen kastriert zu uns. Jetzt sind sie 5 Monate alt. Bis vor ca. 5 Wochen ging alles gut, sie verstanden sich super. Dann fing Delta (das Weibchen) an, Faxen zu machen, es kam zu kleinen Streitereien. Eines Nachts flogen dann im wahrsten Sinne des Wortes die Fetzen, am nächsten Morgen war alles voll mit Fellbüscheln. Wir haben dann intensiv beobachtet und bei Delta eindeutig hitziges Verhalten beobachtet. Die Jungs wollten sie abwehren, sie war aber so unnachgiebig, dass es erneut zu Kämpfen kam, inklusive Verletzungen. Eigentlich sollte Delta ja kastriert sein, der Züchter, ein angehender Tierarzt, hatte die Kastrationen durchgeführt. Nach einem Telefonat mit einer Tierklinik entschieden wir, die Jungs vom Mädel zu separieren, um Schlimmeres zu verhindern. Mittlerweile ist Delta kastriert, laut Tierärztin war das vorher nicht ordentlich gemacht worden. Wir haben sie noch ein paar Tage separiert und gestern dann einen ersten, vorsichtigen Versuch gewagt, sie wieder ins gemeinsame Freigehege zu lassen, unter Aufsicht, versteht sich. Bisher waren sie nur abwechselnd im Freigehege gewesen, mal das Weibchen, mal die beiden Männchen - nicht optimal, ich weiß, aber wir hätten so schnell kein zweites Gehege bauen können. Jedenfalls kam es innerhalb von Minuten wieder zu einem bösen Kampf mit jagen, hochspringen und ineinander verbeißen. Ich musste dazwischengehen und habe selbst einige Kratzer abbekommen, trotz Handschuhe Nun weiß ich ja, dass der beste Weg, fremde Kaninchen zu vergesellschaften, eine Begegnung auf neutralem Boden ist. Wie es scheint, wird das bei uns nötig sein, denn offenbar sehen sich die beiden Fronten jetzt als Feinde an. Ist das, weil jeder immer das Freigehege markiert, wenn der andere gerade eingesperrt ist? So kommen sie bei jedem Freigang wieder in "feindliches Gebiet", oder? Wir hatten die Männchen zum Tierarzt mitgenommen, als wir Delta abholten, einerseits um ihre Kastrationen zu überprüfen, aber auch, damit alle drei gleichermaßen etwas fremd riechen. Hat nix gebracht. Meint ihr, es besteht eine Chance, dass sie sich sozusagen wiedererkennen und alles friedlich seinen Lauf nimmt, wenn wir es noch ein paar mal im gemeinsamen Freigehege versuchen? Oder kann das gar nicht klappen? Ehrlich gesagt habe ich eine mega Angst davor, sie nochmal zusammen zu lassen, auch auf neutralem Boden. Mal ganz davon abgesehen, dass ich nicht weiß, wie ich das anstellen soll. Sie müssen wegen einer Allergie auf jeden Fall draußen bleiben, ein weiteres Stück Garten zumindest temporär abzäunen wäre möglich, aber nachts nicht sicher. Und nur für die Nacht wieder trennen ist sicher keine gute Idee. Separiert lassen ist sicher auch nicht so der Hit, zudem wirken die drei nicht gerade entspannt, sie versuchen manchmal, sich durch das Gitter zu beißen und sehen gestresst aus. Es ist entsetzlich, wir hatten so eine Freude mit unseren Bunnies, und jetzt ist alles Chaos. Ich kann schon nicht mehr schlafen Tut mir leid, dass das nun doch so lang geworden ist. Aber ich nehme die Sache halt sehr ernst. Ich habe die Verantwortung übernommen und will das bestmögliche für alle 3 Kaninchen - der jetzige Zustand kann keine Dauerlösung sein. Mir ist echt zum Heulen... Es grüßt euch Iphrit
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