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Neuvergesellschaftung nach Trennung auf Kaninchen Forum

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Ninchen
 
Registriert seit: 22.07.2021
Beiträge: 16
BennieundLeo befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 22.07.2021, 12:25

Neuvergesellschaftung nach Trennung


Hi Zusammen,

ich schreibe, weil wir uns mit unserer momentanen Vergesellschaftung unserer beiden kastrierten Männchen unsicher fühlen.
Vorgeschichte:
Die beiden sind ca. 1 1/2 Jahre alt (Löwenkopf und Zwergwidder). Mir ist bewusst, dass ein gegengeschlechtliches Paar besser wäre, aber nun kann ich es jetzt erstmal nicht mehr ändern. Als junge Kaninchen haben wir sie erfolgreich vergesellschaftet (kleine Kämpfe, Jagerein, aber dann war Bennie der Boss und die beiden waren beste Freunde).

Die beiden leben in Innenhaltung, in einem ausreichend großen Gehege und bekommen zusätzlich Auslauf.

Jetzt zu folgender Story:
Wir waren vor ca. 8 Wochen im Urlaub und mein Vater hat auf die beiden aufgepasst (hat in unserer Wohnung geschlafen und sie quasi ständig betreut).
Leider kam es bei einem Auslauf zu einem massiven Kampf, bei dem wohl Leo seinen Rang neu stecken wollte und Bennie am Ohr und im Nacken verletzt hat.
Jedenfalls haben meine Eltern leider den „Fehler“ gemacht, die beiden zu trennen.
Die beiden waren jetzt 8 Wochen in Einzelhaltung (was natürlich gar nicht geht), in unterschiedlichen Räumen oder Blickkontakt. Jobbedingt konnten wir die beiden erst diese Woche wieder zusammensetzen.

Wir haben einen neutralen Raum gewählt mit vielen Futterstellen und Häusern (erst aus Holz)
Das Gebiet ist ca. 7qm groß, relativ Quadratisch (alles andere in der Wohnung ist nicht neutral).

Der Ablauf:
Wir haben Gestern gegen 17 Uhr gestartet. Ich hätte gern mittags gestartet, aber das ging leider nicht
Die beiden sind relativ schnell auf einander los, am Anfang frontal und auch mal als kleines Knäul.
Nachdem Bennie Leo einmal ordentlich erwischt hatte (im Hintern verbissen, Fell rausgerissen.), war Leo beeindruckt und hat von da an die Rolle des Gejagten eingenommen. Sich gegen die Wand gedrückt und in einer Ecke versteckt.

Bennie hat sich öfters dann lang gelegt und sich ausgeruht. Manchmal allerdings sehr in Leos Nähe. Manchmal hat er ihn angeschaut, manchmal auch mit dem Po zu Leos Gesicht.
Leo war klein eingeknödelt in der Ecke, hat aber Heu gefressen und aich ab und an geputzt.

Bennie ist dann immer wieder mal langsam hin, woraufhin Leo Panik bekommen und weggerannt ist. Bennie hat das offenbar als Jagdeinladung interpretiert und ist dann immer hinterher.

Das Blöde:
Wir hatten Holzhäuser mit min 2 Eingängen drin, aber leider hat Bennie ihn trotzdem darin mehrmals erwischt und gebissen (eher Hintern, aber auch ein/zweimal Flanke). Leo hat dann vor Panik/ Schmerz (?) geschrien.
Und sich dann wieder verängstigt in eine Ecke gedrängt. Aber gefressen dabei, wir haben überall Heu und Frischfutter verstreut.

Die Holzhäuser haben wir dann in der Nacht (ca. 1 Uhr) durch Papphäuser aus Umzugskartons ausgetauscht. Weil er bei den Holzhäusern immer wieder geschnappt wurde.

Das wurde durch die Papphäuser etwas besser, allerdings ist es trotzdem noch passiert.

Keiner der beiden hat sich in den Häusern zum Ausruhen zurückgezogen, weshalb wir die Häuser dann um 9 Uhr morgens entfernt haben, aus Angst Leo bekommt noch mehr Wunden.

In der mitte des Raums steht eine Box, als Sichttrennung und damit sie sich im Kreis jagen. Das klappt gut, allerdings erwischt Bennie Leo immer noch und es kommt bisher zu keiner wirklichen Annäherung.

Vorsichtig positiv finde ich:
Leo darf fressen, auch wenn Bennie frisst. Und Bennie liegt wie gesagt auch oft lang in seiner Nähe (wobei Leo sich aber nicht entspannt)
Und das Ganze läuft noch keine 24 Stunden.

Das negative:
wir untersuchen die beiden natürlich regelmäßig und Leo hat schon ein paar ordentliche Wunden (Oberer Po, Schulter, Flanke) Ich würde sagen 5-8. Keine hat stark geblutet, sie kommen vorallem vom kräftigen Haarbüschel ausreißen vermute ich. Aber ich weiß nicht wann es zu viele sind und ob er das noch weiter durchhält. Und manche sind schon recht groß und auch etwas tiefer.
Wir haben die ganze Nacht nicht geschlafen und haben immer wieder beobachtet, buw. bei schreien mussten wir dazwischen gehen.

Ich möchte ungern abbrechen, weil es entweder bedeutet, dass wir den beiden das in 2 Wochen erneut antun müssen oder das wir tatsächlich einen abgeben müssen

Ich weiß, eine Ferndiagnose ist schwer. Aber meint ihr, dass wir weiter machen sollen?
Ich habe auch schon überlegt dem kleinen Leo sogar ein leichtes Schmerzmittel zu geben. Aber das möchte ich natürlich auch nicht ohne TA Absprache machen. Nur dann müssen wir zum TA fahren und die Vergesellschaftung ist vorüber.

Ich bin für jede Erfahrung und Tipp dankbar!

Liebe Grüße, Sabrina



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