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Zu viel Energie, zu viel Unsinn... Wie kann ich Nico glücklich machen?Hallo ihr lieben, ich hoffe, das wird kein allzu seltsames Thema. Vorweg: Wir lieben unsere Kaninchen über alles, aber momentan bescheren Nico und Finn (vor allem Nico) uns einige graue Haare. Nico und Finn haben ja etwa ihre ersten eineinhalb Lebensjahre gemeinsam mit Kiki, Stella, Jimmy und Felix draußen verbracht. Das Verhältnis zu Jimmy war nie besonders gut, hat sich aber zunehmend verschlechtert. Das zu den Mädels auch, besonders nach Felix' Tod. Nachdem sie am Ende nicht nur aus dem Auslauf verjagt wurden, sondern auch im Gehege mehrmals täglich Jagereien auf der Tagesordnung standen und beide stets alleine in ihren Ecken saßen, haben wir die Gruppe getrennt und Nico und Finn im Februar in die Wohnung geholt. Seitdem hat sich viel verändert - die drei draußen sind entspannter, und Nico und Finn richtig aufgeblüht. Sie schlagen Haken, wälzen sich gefühlt hundert Mal am Tag am Boden, toben und scheinen glücklich zu sein. Zumindest meistens. Irgendwie habe ich teilweise das Gefühl, dass sie jetzt, wo sie nicht mehr unterdrückt werden, ihre Pubertät nachholen. Denn besonders Nico macht wirklich jeden Blödsinn. Mal hierrauf springen, mal darauf, sie tragen gespielte Rangordnungskämpfe aus (wirklich nur gespielt, für echte ist das viel zu harmlos)... Alles noch kein Problem. Das Problem ist, dass die beiden scheinbar unbedingt zu den anderen wollen und dann so viel Energie aufbringen, dass sie extrem zerstörungswütig werden. Sie buddeln mit Vorliebe an der Balkontür, was nicht so schlimm ist. Dass sie dort angefangen haben, die Sesselleisten aufzufressen und diese Tätigkeit wegen des scheinbar außerordentlich guten Geschmacks im Rest der Wohnung weiterführen, ist doof, aber wozu gibt es Aluleisten? Zum Problem wird das Ganze vor allem im Auslauf. Wir haben extra den Garten mit einem blickdichten Zaun in der Mitte getrennt, damit beide Gruppen Gartenauslauf haben können. Aber anstatt sich am saftigen Grün zu erfreuen, versucht Nico ständig, zu den anderen zu kommen. Leider schafft er es auch regelmäßig, egal, wie gut wir aufrüsten. Er war auch schon so dumm, seine Nase offenbar so fest gegen das Gitter (Maschenweite 1 cm) zu drücken, dass sie ihn beißen konnten. Keine Ahnung, was der sich dabei denkt. Er wirkt so unglücklich und wütend, wenn er versucht, sich einen Weg zu den anderen zu bahnen. Aber ich bin mir sicher, dass wir zum Nottierarzt müssten, wenn die fünf wieder einmal aufeinanderträfen. Ich weiß ehrlich gesagt einfach nicht, wie ich ihn glücklich machen kann und hoffe, ihr könnt mir helfen. Sollte ich den Gartenauslauf für Nico und Finn einfach sperren und in der Wohnung stattdessen Buddelkiste usw. anbieten? Wenn sie im Auslauf sind, versuchen sie den Großteil der Zeit nur, zu den anderen zu kommen und ich habe Angst, dass sie sich bei diesem Versuch verletzen könnten. Außerdem erscheint diese Situation sehr stressvoll für die beiden. Andererseits lieben sie die Wiese doch... Oder habt ihr vielleicht eine Idee, warum Nico und Finn unbedingt zu den anderen wollen, obwohl sie sich hassen? Sie kommen mir teilweise einfach nur dumm vor. Achso: Nico und Finn haben rund um die Uhr mein Zimmer, den Flur, das Badezimmer und die Garderobe zur Verfügung sowie tagsüber zusätzlich die Wohnküche und das Schlafzimmer meiner Mutter.
__________________ Liebe Grüße von den Sophie mit Kiki, Stella, Jimmy, Richard, Sissi, Caramel und Heidi!
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| Zitat:
Wir überlegen auch, den Zaun kletterfest zu erhöhen und vor dem Zaun Drahtgitter auf die Wiese zu legen, damit er sich nicht durchbuddelt. Meinst du, irgendwann versteht er, dass er da nicht durchkommt? Und ist es eigentlich gefährlich, wenn er versuchen würde, dort, wo Drahtgitter liegt zu buddeln?
__________________ Liebe Grüße von den Sophie mit Kiki, Stella, Jimmy, Richard, Sissi, Caramel und Heidi!
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| Hmm, das ist ja eine seltsame Situation. Scheinbar ist die Abneigung nur einseitig? Nico würde gerne wieder zur Gruppe gehören, aber die wollen ihn nicht. Sehr schade... ![]() Louis hatte ja auch diesen extremen Ausbruchzwang. Ich habe versucht den Auslauf möglichst interessant zu gestalten (Unterschlüpfe, Hindernisse, Spielzeug, Futter, immer wieder umstellen...) Hat ihn alles nicht sehr interessiert. Am Ende half nur ein höherer und besser abgesicherter Zaun. Nachdem er eine Weile kein Erfolgserlebnis mehr hatte, hat er immer weniger Ausbruchsversuche unternommen. Ganz aufgegeben hat er es aber nie... Anfangs war ich während des Auslaufs immer dabei und habe jedes randalieren am Zaun mit "Nein" und verscheuchen unterbrochen.
__________________ Behandle dein Haustier so, dass du im nächsten Leben mit vertauschten Rollen klar kommst. Pascal Lachenmeier
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| Zitat:
Ich habe keine Ahnung, wie ich die Situation zwischen den Fünf einschätzen soll. Jimmy, Kiki und Stella mögen Nico und Finn definitiv nicht und fauchen und beißen auch, wenn sie zu nahe kommen. Finn faucht ebenfalls und scheint mittlerweile auch eher aggressiv als neutral zu sein. Und Nico ist auf der einen Seite wie ein naives Baby, welches glaubt, dass ihn alle liebhaben müssen, weil er doch so verzaubernde lange Ohren hat. Auf der anderen Seite weiß ich natürlich nicht, ob er die anderen provoziert. Teilweise glaube ich ja, dass es (zumindest partiell) daran liegt, dass Nico und Finn Handaufzuchten sind. Sie haben das Rangordnungskonzept von Anfang an nicht so richtig durchschaut (weshalb die VG auch ziemlich schwierig war - sie sind die ganze Zeit nur geflüchtet), und ich könnte mir vorstellen, dass sie etwas in ihrer Körpersprache falsch machen, was zu unbewussten Provokationen führt. Vor allem, dass Nico ständig zu den anderen will, wundert mich aber sehr. Schließlich wurde er mit Abstand am meisten unterdrückt und gejagt. Er hat sich aber auch nie zur Wehr gesetzt, ich habe ihn auch noch nie fauchen gehört. Entweder er ist doch nicht so unschuldig, wie er wirkt, oder er versteht einfach nicht, dass ihn nicht jeder liebhat. Das Netz über dem Zaun würde jetzt durch stabile Drahtgitter ersetzt, vor dem Zaun liegen Fallschutzplatten, die wir noch hatten. Auslauf gibt es momentan nur unter Aufsicht, denn von beiden Seiten, vor allem aber bei Nico und Finn, wird an einem Tunnel untendurch gearbeitet. Außerdem stecken sie ihre Nasen durch die kleinsten Ritzen und ich habe keine Lust auf noch mehr vernarbte Kaninchennäschen. Fazit: Kaninchen können kleine Monster sein ![]()
__________________ Liebe Grüße von den Sophie mit Kiki, Stella, Jimmy, Richard, Sissi, Caramel und Heidi!
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