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Honeymouse 01.07.2020 16:49

Man darf Argumente anderer Leute nicht gut finden und darauf verweisen? Nun ja... okay...:skep:

Polly8 01.07.2020 16:51

Zitat:

Zitat von Honeymouse (Beitrag 1215402)
Man darf Argumente anderer Leute nicht gut finden und darauf verweisen? Nun ja... okay...:skep:


Nunja, wenn man immer nur wiederholt, was der andere schon geschrieben hat, oder darauf verweist....ist nicht unbedingt sinnvoll.

Polly8 01.07.2020 16:54

Zumal, gestern auf meine Fragen, was mit den Tieren alternativ geschehen soll keine Antworten mehr kamen.
Bis diabi geantwortet hat, und schwupp wurde sich da dann wieder drangehangen und alles wiederholt.

marinahexe 01.07.2020 17:08

Ich war jetzt eine Woche nicht im Forum, weil ich Probleme mit dem Internet hatte. Wenn mich keiner vermisst hat, ist das für mich ein Zeichen, dass meine Moderation "unauffällig" ist.


Ich trenne das nachher ab, überlegt euch mal eine passende Überschrift und postet die hier (wird später gelöscht).




Zitat:

Zitat von Polly8 (Beitrag 1215368)
Doch, ein Tierheim in erreichbarer Nähe kann sehr wohl helfen, dass einem Tier nichts schlimmeres passiert.

Also unkastriert und ungeimpft im Wald ausgesetzt, findest du, muss man eher in Kauf nehmen , als das die Tiere ein paar Wochen oder schlimmstenfalls ein paar Monate ungeimpft, aber immerhin kastriert und gut versorgt in einem Tierheim sitzen bevor sie dann hoffentlich von den neuen Besitzern geimpft werden?


Und dann kommen sie u.U. in ein Zuhause, wo vor 4 Wochen Tiere plötzlich tot im Käfig oder Gehege lagen. Da der Halter keine Ahnung hat, wurde kein Patho durchgeführt und schon gar nicht desinfiziert. Der Impfschutz ist frühestens 7 Tage nach der Impfung aufgebaut. Bei dem neuen Nobivac plus dauert es 21 (!) Tage. Viel zu lang.



Die Chance, dass sie ein paar Wochen im Tierheim ungeimpft überleben ist ziemlich hoch.
Im Wald dagegen ziemlich niedrig.

Zitat:

Zitat von Diabi (Beitrag 1215391)
@marinahexe: wir müllen hier immer noch den Thread voll, die Diskussion ist sicherlich sinnvoll, nur am falschen Platz... vielleicht könntest du das ganze in einen neuen Thread schieben?


sh. oben


Zitat:

Zitat von Polly8 (Beitrag 1215396)
Molly und Tilda waren von Juli bis November 2016 im TH.
Seitdem verfolge ich sehr regelmäßig das Tagebuch dieses Tierheims.
Der Leiter berichtet über jedes aufgenommene, vermittelte oder auch verstorbene Tier.
Es gab in den 4 Jahren keinen RHD oder Myxo Ausbruch in dem TH, wohl aber viele vermittelte Tiere.
Hätten alle Tiere der letzten 4 Jahre vorsorglich geschlachtet werden sollen, nur weil sie theoretisch erkranken könnten?


Das ist russisches Roulette. Das TH hat bisher verdammtes Glück gehabt.



Und außerdem muss ein Kaninchen im TH nicht elendig langsam an Myxo versterben.
Wenn es an Myxo erkrankt, kann man es dann immer noch einschläfern oder schlachten und ggf die ganze Gruppe in der es saß und das Leid so abkürzen.
Die Tierheim Mitarbeiter würden da ja nicht untätig tagelang dem Tier beim Sterben zusehen im Gegensatz zu einem ausgesetzten Tier, dass evtl nicht gnädigerweise schnell von einem Raubtier gefunden wird.

Aber wie gesagt, es gab gar keine Fälle. Das hätte ich mitbekommen. Also wären ca 300 Kaninchen umsonst geschlachtet worden.

Als ich Molly und Tilda damals abgeholt habe saßen die Kaninchen in mehreren Gehegen in 3 und 4er Gruppen.
Insofern erkranken auch nicht zwangsläufig gleich alle Tiere eines Tierheims.


Nein, vielleicht nicht alle. Aber fast alle. Auch wenn die Tiere in Kleingruppen sitzen und keinen Kontakt untereinander haben, werden die Tierpfleger das Virus von Gehege zu Gehege tragen. Denn sie werden ganz sicher nicht nach dem Säubern eines Geheges die Kleidung wechseln, bevor sie zum nächsten Gehege gehen. Vielleicht nutzen sie auch 1 Besen und 1 Schaufel für alle Gehege? Was ist mit Frischfutter? Damit kann man sich den Erreger auch reinholen. Also TroFu füttern?

Selbst wenn sie das TH ungeimpft überleben, wer weiß denn, wo die Tiere hinkommen? Ob dort nicht schon RHD2 war. Das Virus kann bis zu 8,5 Monate ohne Wirt überleben.


Diabi 01.07.2020 17:29

Könnten wir bitte versuchen, wie erwachsene Menschen zu diskutieren ohne gegenseitige Vorwürfe und beleidigte Reaktionen?

@Polly8: ich verstehe Deine Argumentation durchaus, meines Erachtens greift sie aber einfach zu kurz.

Meine Einstellung mag sicherlich auch daran liegen, dass ich hier seit längerem die Liste führe und dabei des öfteren Fälle aufnehmen musste, in der die Halter uninformiert waren ("von Impfungen hat mir niemand etwas gesagt"), ein Tierarzt falsch beraten hat ("in Wohnungshaltung braucht man das nicht", "der normale Impfstoff reicht"), oder man zuvor noch sagte "bei uns in der Gegend kam RHD2 noch nie vor...".

Zwei meiner mittlerweile verstorbenen Tiere kamen selbst aus einer Pflegestelle, aktiv im KSF, mit der ich noch bei Abholung darüber diskutierte, dass ich bei Jungtieren schon mit vier Wochen und dann nochmals mit 10 Wochen impfen würde, und nicht, wie dort, erst dann, wenn sich ein Interessent gefunden hat. Die Argumentation war die gleiche "wir hatten in unserer Gegend noch nie RHD2", und sie könne sich "so häufige Impfungen nicht leisten... wenige Wochen später kam dann RHD2 doch zu ihr und das Geheule war groß.

Es mag lange gut gehen, genauso, wie man lange ohne Sicherheitsgurt Auto fahren kann, ohne dass etwas passiert, wenn dann aber doch, ist es für alle schrecklich.

Und das Denken der Menschen ändert sich erst dann, wenn etwas für alle selbstverständlich wird, in diesem Fall, wenn jeder, vom einzelnen Halter über das Tierheim bis zum letzten Tierarzt in Hintertupfingen die Impfung von Kaninchen als eine zwingende Notwendigkeit begreift.

Genau das muss passieren, wenn ich hier nicht zeitlebens über RHD2-Fälle berichten soll, wenn wir nicht weiterhin in FB über heulende Kinder lesen wollen, deren Kaninchen plötzlich verstorben sind, oder immer wieder feststellen müssen, dass die Wildkaninchenkolonie, die man beim spazieren gehen so gerne betrachtet hatte, auf einmal verschwunden ist.

@marinahexe: kurz und knapp: Thread-Titel: Impfung in Tierheimen?

Und natürlich haben wir Dich vermisst!

Polly8 01.07.2020 17:53

Ich finde die Diskussion übrigens sehr wichtig und auch interessant.
Wenn manche User nicht mehr daran teilnehmen möchten, können sie ja gerne aussteigen ohne die Diskussion einseitig für allgemein beendet zu erklären.
Wie in allen anderen Threads übrigens auch.
Gut, wenn sie jetzt abgetrennt wird, dann kommen evtl auch noch andere Meinungen dazu, weil der Thread besser gesehen wird mit eigener Überschrift.








Zitat:

Zitat von Diabi (Beitrag 1215408)

@Polly8: ich verstehe Deine Argumentation durchaus, meines Erachtens greift sie aber einfach zu kurz.


Im Prinzip ist das ja nicht meine private Meinung, ich schildere die Zustände wie ich sie erlebt habe und wie es mir erklärt wurde und dass ich Verständnis für die Situation habe, wie sie nunmal ist.



Meine Einstellung mag sicherlich auch daran liegen, dass ich hier seit längerem die Liste führe und dabei des öfteren Fälle aufnehmen musste, in der die Halter uninformiert waren ("von Impfungen hat mir niemand etwas gesagt"), ein Tierarzt falsch beraten hat ("in Wohnungshaltung braucht man das nicht", "der normale Impfstoff reicht"), oder man zuvor noch sagte "bei uns in der Gegend kam RHD2 noch nie vor...".


Das trifft aber auf besagtes Tierheim nicht zu.
Sie informieren die neuen Halter sehr wohl über die Wichtigkeit des impfens und bedauern, dass sie das nicht leisten können.


Zwei meiner mittlerweile verstorbenen Tiere kamen selbst aus einer Pflegestelle, aktiv im KSF, mit der ich noch bei Abholung darüber diskutierte, dass ich bei Jungtieren schon mit vier Wochen und dann nochmals mit 10 Wochen impfen würde, und nicht, wie dort, erst dann, wenn sich ein Interessent gefunden hat. Die Argumentation war die gleiche "wir hatten in unserer Gegend noch nie RHD2", und sie könne sich "so häufige Impfungen nicht leisten... wenige Wochen später kam dann RHD2 doch zu ihr und das Geheule war groß.

Es mag lange gut gehen, genauso, wie man lange ohne Sicherheitsgurt Auto fahren kann, ohne dass etwas passiert, wenn dann aber doch, ist es für alle schrecklich.

Und das Denken der Menschen ändert sich erst dann, wenn etwas für alle selbstverständlich wird, in diesem Fall, wenn jeder, vom einzelnen Halter über das Tierheim bis zum letzten Tierarzt in Hintertupfingen die Impfung von Kaninchen als eine zwingende Notwendigkeit begreift.

Genau das muss passieren, wenn ich hier nicht zeitlebens über RHD2-Fälle berichten soll, wenn wir nicht weiterhin in FB über heulende Kinder lesen wollen, deren Kaninchen plötzlich verstorben sind, oder immer wieder feststellen müssen, dass die Wildkaninchenkolonie, die man beim spazieren gehen so gerne betrachtet hatte, auf einmal verschwunden ist.

@marinahexe: kurz und knapp: Thread-Titel: Impfung in Tierheimen?

Und natürlich haben wir Dich vermisst!




Alljährlich gegen Jahresende sitzt der Tierheimleiter über den Büchern und zieht Bilanz.
Es gibt gute Jahre, da ist das Minus kleiner und schlechte Jahre, da ist das Minus größer....
Dann versuchen sie mit allerlei kreativen Ideen, die Löcher zu stopfen so gut es geht.
Ich weiß auch keine Lösung, wie man da noch Geld umschichten könnte um die Kaninchen alle zu impfen ohne deren Schutzgebühr erhöhen zu müssen.
Aber keine Kaninchen mehr aufzunehmen halte ich für noch gefährlicher für die Kaninchen. Denn das wird in viel mehr Fällen deren sicherer Tod sein.

Polly8 01.07.2020 17:58

Zitat:

Zitat von marinahexe (Beitrag 1215406)
Ich war jetzt eine Woche nicht im Forum, weil ich Probleme mit dem Internet hatte. Wenn mich keiner vermisst hat, ist das für mich ein Zeichen, dass meine Moderation "unauffällig" ist.


Ich trenne das nachher ab, überlegt euch mal eine passende Überschrift und postet die hier (wird später gelöscht).









Nein, vielleicht nicht alle. Aber fast alle. Auch wenn die Tiere in Kleingruppen sitzen und keinen Kontakt untereinander haben, werden die Tierpfleger das Virus von Gehege zu Gehege tragen. Denn sie werden ganz sicher nicht nach dem Säubern eines Geheges die Kleidung wechseln, bevor sie zum nächsten Gehege gehen. Vielleicht nutzen sie auch 1 Besen und 1 Schaufel für alle Gehege? Was ist mit Frischfutter? Damit kann man sich den Erreger auch reinholen. Also TroFu füttern?

Selbst wenn sie das TH ungeimpft überleben, wer weiß denn, wo die Tiere hinkommen? Ob dort nicht schon RHD2 war. Das Virus kann bis zu 8,5 Monate ohne Wirt überleben.


Ich sehe das ja im Prinzip alles genauso. Da gibt es auch nicht zu widersprechen. Aber ihnen sind da halt die Hände gebunden.

marinahexe 01.07.2020 17:59

Zitat:

Zitat von Polly8 (Beitrag 1215409)
Alljährlich gegen Jahresende sitzt der Tierheimleiter über den Büchern und zieht Bilanz.
Es gibt gute Jahre, da ist das Minus kleiner und schlechte Jahre, da ist das Minus größer....
Dann versuchen sie mit allerlei kreativen Ideen, die Löcher zu stopfen so gut es geht.
Ich weiß auch keine Lösung, wie man da noch Geld umschichten könnte um die Kaninchen alle zu impfen ohne deren Schutzgebühr erhöhen zu müssen.
Aber keine Kaninchen mehr aufzunehmen halte ich für noch gefährlicher für die Kaninchen. Denn das wird in viel mehr Fällen deren sicherer Tod sein.




Viele Tierheime, die ich kenne, setzen auf Veranstaltungen. Tag der offenen Tür, Grill-Samstag, Kaffee- und Kuchen, Bobby-Car-Rennen für die Kleinen, Stände auf Weihnachtsmärkten, wo selbstgebackene (von der TH-Jugendgruppe) Hundekuchen verkauft werden usw. Dafür werden viele Helfer gebracht, was auch den Zusammenhalt fördert.

Polly8 01.07.2020 18:02

Zitat:

Zitat von marinahexe (Beitrag 1215411)
Viele Tierheime, die ich kenne, setzen auf Veranstaltungen. Tag der offenen Tür, Grill-Samstag, Kaffee- und Kuchen, Bobby-Car-Rennen für die Kleinen, Stände auf Weihnachtsmärkten, wo selbstgebackene (von der TH-Jugendgruppe) Hundekuchen verkauft werden usw. Dafür werden viele Helfer gebracht, was auch den Zusammenhalt fördert.


Ja, dieses hier auch.
Sie sammeln auch Spenden aller Art, Bücher, Spielzeug etc und verkaufen es weiter.
Sie haben ein Kochbuch herausgegeben mit Lieblingsrezepten, der Leute die Tiere bei ihnen adoptiert haben, es gibt einen Tag der offenen Tür, Sommerfest usw.


Aber es gibt halt viel zu wenige Tierheime hier. Ihr Einzugsgebiet ist viel zu groß

Es reicht trotzdem alles meist nicht.

Terry 01.07.2020 19:08

Zitat:

Zitat von Honeymouse (Beitrag 1215178)
Nicht jede Pflegestelle bezahlt alles aus eigener Tasche. Aber sie nehmen üblicherweise nur so viele Tiere auf, wie sie sich leisten können. Um eben den Tieren gerecht zu werden und sie entsprechend zu schützen.

Ok, ich bezahle alles aus eigener Tasche, bin aber nicht in irgendwelchen Vereinen „organisiert“ und auch nicht auf FB o.ä.

Aber ich nehme nur genau so viele Tiere auf wie ich mir „leisten“ kann, sowohl räumlich, zeitlich als auch finanziell.

Zitat:

Zitat von Honeymouse (Beitrag 1215188)
Die letzten Tiere, die ich im Dehner gesehen habe, sollten dort knapp 80€ kosten. Da gibt jede PS, die ich kenne, ein bereits geimpften, gechecktes und ggf. kastriertes Tier für weniger ab.

Im Fressnapf XXL hier vor Ort nehmen sie für einen kastrierten Rammler 110 Euro und da sind keine Impfungen mit bei.

Zitat:

Zitat von Diabi (Beitrag 1215352)
Gleichwohl bin ich nachwievor der Meinung, dass man keinen wirklichen Tierschutz betreibt, wenn man die Tiere nur aufnimmt, gleichzeitig aber dann nicht für eine ordnungsgemäße Gesundheitsvorsorge sorgen kann: wenn die finanziellen Mittel hierfür nicht ausreichen, dann kann/darf man nicht weitere Tiere aufnehmen.
(...)
Wenn ich möchte, dass ein Umdenken stattfindet und Kaninchen einen gleichen Stellenwert bekommen, wie Hund und Katz´, dann darf ich selbst, gerade auch als Tierheim oder Pflegestelle, nicht an ihnen sparen, dann muss die Impfung gegen Myxo und RHD 1 und 2 bei Kaninchen genauso selbstverständlich sein, wie die Tollwutimpfung beim Hund oder die Impfung gegen Katzenseuche bei Katzen.

Das unterschreibe ich blind!

Zitat:

Zitat von Polly8 (Beitrag 1215396)
Es gab in den 4 Jahren keinen RHD oder Myxo Ausbruch in dem TH, wohl aber viele vermittelte Tiere.
Hätten alle Tiere der letzten 4 Jahre vorsorglich geschlachtet werden sollen, nur weil sie theoretisch erkranken könnten?

Diese Argumentation ist mehr als „daneben“!:mad:

Zitat:

Zitat von Polly8 (Beitrag 1215398)
Hätte das gleiche Tierheim vorsorglich alle Tiere geschlachtet, da sie Impfungen nicht finanzieren können wären es 4000 tote Tiere.

Siehe oben!:mad:

Zitat:

Zitat von dangerschaf (Beitrag 1215400)
Wie sooft verstehst du nicht, dass eine Diskussion nicht am Ende ist, wenn alle (d)einer Meinung sind, sondern wenn alles wichtige gesagt ist.
Diesen Punkt ist m.E. jetzt erreicht.

Danke!

Polly8 01.07.2020 19:18

Zitat:

Zitat von Terry (Beitrag 1215419)
!

Diese Argumentation ist mehr als „daneben“!:mad:

!


Würdest du auch unterschreiben, dass es besser ist Tiere vorsorglich zu schlachten als nicht zu impfen?

Terry 01.07.2020 19:45

Auf solche „Spitzfindigkeiten“ (andere Worte erspare ich mir aufgrund der Netiquette) antworte ich lieber gar nicht!:mad:

Polly8 01.07.2020 19:47

Zitat:

Zitat von Terry (Beitrag 1215428)
Auf solche „Spitzfindigkeiten“ (andere Worte erspare ch mir aufgrund der Netiquette) antworte ich lieber gar nicht!:mad:


Diese Aussage war nicht von mir.

Terry 01.07.2020 19:49

Doch, war es!
Zitat:

Zitat von Polly8
Würdest du auch unterschreiben, dass es besser ist Tiere vorsorglich zu schlachten als nicht zu impfen?


Polly8 01.07.2020 19:51

Im übrigen wäre es für mich auch wesentlich einfacher mich darüber aufzuregen, dass sie mir damals ungeimpft vermittelt wurden und statt Verständnis für die Situation zu haben einfach zu fordern, dass das Tierheim gefälligst impfen soll.
Wer es bezahlen soll, egal, fordern kann ich es ja trotzdem.
Wo das Geld dafür herkommen soll, nicht mein Problem.
Oder, wohin mit den Kaninchen, die sie nicht mehr aufnehmen sollen.
Auch nicht mein Problem.
Hauptsache ich fordere was politisch korrekt ist.

Polly8 01.07.2020 19:52

Zitat:

Zitat von Terry (Beitrag 1215430)
Doch, war es!


Der Vorschlag , dass es dann besser wäre zu schlachten war definitiv nicht von mir.

Kaninchenherz28 01.07.2020 19:59

Niemand plädiert dafür, dass Tierheime Kaninchen schlachten!
Ich habe das so verstanden, dass, wenn die Tierheim-Kapazitäten ausgeschöpft sind, die Besitzer selbst eine Lösung suchen müssten.
Die meisten würden die Tiere wohl privat vermitteln oder warten, bis Plätze im Tierheim frei werden. Das sind sicher über 95 Prozent. Wenige Einzelpersonen würden die Kaninchen wohl aussetzen oder schlachten. Natürlich wäre das für diese wenigen Kaninchen ein trauriges Schicksal, solch großflächige RHD-Ausbrüche wären dann aber wohl nicht möglich.

Hier bei uns im Süden Österreichs impft niemand. Wir hatten noch keine RHD-Fälle (bzw. 2017 im gesamten Bundesland einen) und Myxo wird genau beobachtet und bei ersten Anzeichen der Wildkaninchenkolonien geimpft. Impfungen sind also hier kein Thema.
Im Tierheim sieht es aber leider so aus, dass die Kaninchen in Käfigen leben, ohne Ansprüche auf gute Haltung (außer, dass sie nicht einzeln sein dürfen) vermittelt und nur bei sichtbaren Krankheiten oder Verletzungen tierärztliche behandelt. Kostproben werden nicht routinemäßig untersucht, Männchen werden nicht frühkastriert, zu Fressen gibt es auch mal alte Semmeln, wenn diese gerade gespendet wurden. Jungtiere werden ab einem Alter von vier Wochen vermittelt.
Ich habe mich mehr als einmal bemüht, Aufklärungsarbeit zu leisten, jedoch nie eine Antwort bekommen.
Als Schutzgebühr werden momentan 40 Euro für Männchen und keine Gebühr für Weibchen verlangt. Da wäre es locker drin, die Schutzgebühr zu heben und dafür zumindest Kostproben untersuchen zu lassen. Aber Kaninchen und Kleinnager sind in diesem Tierheim leider Nebensache.
Ich persönlich glaube schon, dass man Schutzgebühr deutlich erhöhen darf. Schließlich kommt in der Zukunft auch noch viel auf die Halterinnen und Halter zu.
Außerdem: Wer Kaninchen aus dem Tierheim holt, hat sich ein wenig informiert. Denn die anderen finden wollen gerne die süßen kleinen Babys aus dem Zoohandel. So zumindest meine Erfahrung.


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