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Wenn mir privat jemand sagt, dass er mit dem Gedanken spielt Kaninchen anzuschaffen beginnt bei mir das Gespräch auch immer mit "Überleg dir das gut....." Erzähle dann von Tildas Zahnfehlstellung und wie oft, wir zum Zähnekürzen beim TA waren und dass wir noch Glück hatten, weil es nur die SZ waren und sie keine Narkosen gebraucht hat. Und vom Platzbedarf, und dass mein Gehege kein überflüssiger Luxus ist sondern notwendig und von der Fütterung, dem empfindlichen MagenDarmSystem, möglichen Aufgasungen, und von RHD.... bis jetzt hat noch niemand dann tatsächlich Kaininchen angeschafft. Vor allem rate ich ganz dringend davon ab, sie für Kinder anzuschaffen. Aber ich fürchte allmählich müllen wir den Thread hier zusehr zu und weichen vom Thema ab. |
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Mag jemand diese Diskussion vom Thema abtrennen? Gehört ja nicht mehr zur RHD geschichte direkt. Sonst verliert man hier die Übersicht. Ich habe normalerweise aber keine privaten Pflegetiere mehr (momentan ist ne Ausnahme) weil ich es mir eben finanziell nicht leisten kann. Das ist schlichtweg nicht möglich, daher kann ich es nicht machen. Der Platz wäre da aber die finanziellen Mittel halt nicht. Und dann ist den Tieren leider auch nicht geholfen. Schade aber nicht anders machbar. Ich bin jetzt nur noch ab und an Pflegestelle für meinen Verein. Dieser finanziert sich auch nur durch Mitgliedsbeiträge und Spenden. Macht auch bei jedem Tier ein sehr sehr großes "Verlustgeschäft" wenn man das mal so nennen will. Die meisten Tiere die wir bekommen sind krank. Natürlich darf man im Tierschutz nicht so rechnen, es geht ja drum den Tieren ein besseres Leben zu ermöglichen. Aber das geht halt nur wenn auch Spenden rein kommen. |
Nachdem Terry und angelsfire jetzt mal berichtet haben, wie sie es schaffen geimpfte und kastrierte Tiere abzugeben, zu einem Preis den die neuen Besitzer noch bereit sind zu zahlen und die Tierheime, die das finanziell nicht stemmen können, weil sie finanziell auf Kante genäht sind und sich mit Spenden über Wasser halten müssen,ja dann besser keine Kaninchen mehr aufnehmen sollten würde mich mal interessieren, ob noch ein Vorschlag kommt , wie man das Problem denn anders lösen könnte. Die wenigen Pflegestellen hier vor Ort werden kaum auch noch alle TierheimKaninchen zusätzlich aufnehmen und auf private Kosten impfen lassen können. Aber wenn jemand einen guten Vorschlag hat könnte ich ihn ja an das hiesige Tierheim weiterleiten. |
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Wenn das Tierheim/die Pflegestelle selbst genügend Tiere hat, dass sich eine 50er Flasche rechnet, Impfstoff beim Tierarzt unter Hinweis auf die berufsmäßige Tätigkeit und Sachkunde kaufen und selbst impfen. |
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Aber das ist ja ein ständiges Kommen und Gehen von wenigen Tieren. Durchschnittlich kommen pro Woche 1-3 neue Tiere und ebensoviele werden vermittelt. Da die Tiere zeitnah geimpft werden müssten und ja solange auch nicht vermittelt werden könnten, bräuchte das Tierheim wöchentlich mindestens einen Impftermin. Oder wenigstens alle 2 Wochen. Und ich glaube kaum , dass die Zuchtvereine so viele Impftermine organisieren. |
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Damit könnte man zumindest ein bisschen die Impfkosten minimieren, selbst wenn man dann im einen oder anderen Fall doch einen Impftermin beim Tierarzt mit höheren Kosten wahrnehmen muss. Eine andere Möglichkeit zur Kostenminimierung fällt mir, abgesehen von noch mehr Spenden eintreiben, schlicht nicht ein. Gleichwohl bin ich nachwievor der Meinung, dass man keinen wirklichen Tierschutz betreibt, wenn man die Tiere nur aufnimmt, gleichzeitig aber dann nicht für eine ordnungsgemäße Gesundheitsvorsorge sorgen kann: wenn die finanziellen Mittel hierfür nicht ausreichen, dann kann/darf man nicht weitere Tiere aufnehmen. Gerade der Tierschutz hat ja auch eine Vorbildfunktion: wie soll der zukünftige Kaninchenhalter sonst wissen, wie wichtig die Impfungen sind? Und wenn ich den Gedanken weiter spinne: wenn man Tiere aufnimmt, ohne sie impfen zu können, nimmt man dann nicht auch irgendwann welche auf, ohne sie ordnungsgemäß unterbringen und ernähren zu können? Spart man sich die Kosten für eine Kotprobe und hofft, dass es schon keine Untermieter mitbringen wird? Schläfert man ein Tier lieber ein, statt viel Geld für Diagnostik und Behandlung auszugeben? Setzt man vielleicht irgendwann auch die Maßstäbe für ein zukünftiges Zuhause herunter, weil man zu viele Tiere hat, die zu viele Kosten verursachen? Wenn ich möchte, dass ein Umdenken stattfindet und Kaninchen einen gleichen Stellenwert bekommen, wie Hund und Katz´, dann darf ich selbst, gerade auch als Tierheim oder Pflegestelle, nicht an ihnen sparen, dann muss die Impfung gegen Myxo und RHD 1 und 2 bei Kaninchen genauso selbstverständlich sein, wie die Tollwutimpfung beim Hund oder die Impfung gegen Katzenseuche bei Katzen. |
Dem ist aus meiner Sicht nichts hinzuzufügen. |
Aber wohin dann mit den Tieren von privat, die "dringend" weg müssen. Was machen die Besitzer, wenn sie vom Tierheim abgewiesen werden? Aussetzen oder selbst versuchen zu schlachten ohne Ahnung davon (mag es mir gar nicht vorstellen). Was mit den Tieren, die vom Veterinäramt beschlagnahmt wurden aus katastrophalen Verhältnissen? Tierheime sind hier sehr dünn gesät und alle finanziell am Limit. Und ich denke ein Tierheim, das kastriert, die notwendigen medizinischen Behandlungen durchführt, die Tiere nicht in Käfigen und nicht allein hält und die neuen Besitzer, über die notwendigen Impfungen aufklärt und sie ihnen dringend ans Herz legt ist sehr viel besser als die Alternativen Aussetzen, Schlachten und ebaykleinanzeigen. Ich glaube kaum. dass die Halter, die ihre Tiere dringend los werden wollen Hunderte Kilometer mit ihnen fahren, bis sie ein Tierheim finden, dass sie nimmt. Die Tierheimmitarbeiter sind sehr engagiert und tun was sie können. |
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Wohin dann mit den Tieren? |
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Dagegen hilft auf weite Sicht nur Aufklärung, wie Diabi es treffend geschrieben hat. Dagegen hilft auf weite Sicht jedoch nicht, über Gebühr und um jeden Preis jedes Tier aufzunehmen. Wenn z.B. nicht geimpft wird und dann doch RHD ausbricht (wie hier gezeigt) sterben alle Tiere und zu dem müsste die Aufnahme für geraume Zeit völlig ausgesetzt werden, um nicht noch mehr Tiere zu gefährden. |
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Also unkastriert und ungeimpft im Wald ausgesetzt, findest du, muss man eher in Kauf nehmen , als das die Tiere ein paar Wochen oder schlimmstenfalls ein paar Monate ungeimpft, aber immerhin kastriert und gut versorgt in einem Tierheim sitzen bevor sie dann hoffentlich von den neuen Besitzern geimpft werden? Die Chance, dass sie ein paar Wochen im Tierheim ungeimpft überleben ist ziemlich hoch. Im Wald dagegen ziemlich niedrig. |
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Ich beanspruche nicht, damit pauschal alle Einzelfälle zu lösen. Es mag Situationen geben, in denen aus guten Gründen anders entschieden werden kann. Aber in dieser Diskussion gerade geht es für mich nicht um einen Einzelfall, sondern um eine allgemeine Haltung zu diesem Thema. Und meine Haltung dazu ist, dass Tierheime und auch Pflegestellen im regulären Betrieb eine ausreichende Versorgung der Tiere, die sie aufnehmen, sicher stellen müssen. Dazu gehört auch Impfung gegen Myxo und RHD1/ 2. |
Wenn das Veterinäramt beschlagnahmt, trägt die jeweilige Kommune auch die Kosten, wenn es auch zumeist nur eine Pauschale ist. Und ehrlich gesagt wäre es mir lieber, wenn Tiere geschlachtet und aufgegessen oder an Zootiere verfüttert werden - das erfolgt in der Regel nach schneller, schmerzloser Tötung und führt zumindest noch dazu, dass irgendjemand satt wird, als wenn man in Kauf nimmt, dass Tiere elendlich an Kaninchenseuchen verenden: das ist, bei Myxo habe ich es selbst schon miterlebt, einfach nur grausam. Deshalb ist die Impfung auch „eine notwendige medizinische Behandlung“, das lässt sich für mich nicht wegdiskutieren. Ein im Wald ausgesetztes Tier leidet auch nicht lange, es wird in der Regel schon in der ersten Nacht gefressen. Auch dann hatte sein Tod zumindest einen Sinn - der Fuchs ist satt - wenn es ungeimpft im Tierheim an einer Seuche verstirbt und zuvor noch x andere ansteckt, ist der Tod sinnlos, qualvoll, und bringt noch Leid über unzählige andere... |
@marinahexe: wir müllen hier immer noch den Thread voll, die Diskussion ist sicherlich sinnvoll, nur am falschen Platz... vielleicht könntest du das ganze in einen neuen Thread schieben? |
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Molly und Tilda waren von Juli bis November 2016 im TH. Seitdem verfolge ich sehr regelmäßig das Tagebuch dieses Tierheims. Der Leiter berichtet über jedes aufgenommene, vermittelte oder auch verstorbene Tier. Es gab in den 4 Jahren keinen RHD oder Myxo Ausbruch in dem TH, wohl aber viele vermittelte Tiere. Hätten alle Tiere der letzten 4 Jahre vorsorglich geschlachtet werden sollen, nur weil sie theoretisch erkranken könnten? Und außerdem muss ein Kaninchen im TH nicht elendig langsam an Myxo versterben. Wenn es an Myxo erkrankt, kann man es dann immer noch einschläfern oder schlachten und ggf die ganze Gruppe in der es saß und das Leid so abkürzen. Die Tierheim Mitarbeiter würden da ja nicht untätig tagelang dem Tier beim Sterben zusehen im Gegensatz zu einem ausgesetzten Tier, dass evtl nicht gnädigerweise schnell von einem Raubtier gefunden wird. Aber wie gesagt, es gab gar keine Fälle. Das hätte ich mitbekommen. Also wären ca 300 Kaninchen umsonst geschlachtet worden. Als ich Molly und Tilda damals abgeholt habe saßen die Kaninchen in mehreren Gehegen in 3 und 4er Gruppen. Insofern erkranken auch nicht zwangsläufig gleich alle Tiere eines Tierheims. |
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Aus den Fakten muss sich jeder seinen Standpunkt bilden und die Verwortlichen im EInzelfall müssen nach ihrem Gewissen handeln. Unser aller Standpunkte sind wohl deutlich geworden. |
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Dieses Tierheim scheint ja ziemlich viele Kaninchen aufzunehmen. Also da gehe ich jetzt einfach von 1000 pro Jahr aus. Macht für die letzten 4 Jahre 4000 Kaninchen. Ok, davon sind jetzt 50 verstorben, evtl werden es am Ende 100 sein. Das ist traurig, bleiben aber immer noch 3900 , die vermittelt wurden und dann bei den neuen Besitzern hoffentlich geimpft wurden. Hätte das gleiche Tierheim vorsorglich alle Tiere geschlachtet, da sie Impfungen nicht finanzieren können wären es 4000 tote Tiere. Und wie gesagt, einschläfern und Leid verkürzen kann man immer noch, wenn es notwendig wird. |
Im übrigen, bin ich natürlich auch dafür, dass die Tiere im Tierschutz geimpft werden sollten. Nicht, dass es jetzt so rüberkommt, als würde ich Impfungen in Tierheimen als überflüssig ansehen. Es ist verdammt traurig, wenn ein Tierheim, das aus finanziellen Gründen nicht leisten kann. Und ich finde es wäre eine Aufgabe des Staats dafür zu sorgen, dass sie die nötige finanzielle Ausstattung haben um alle Tiere entsprechend impfen zu können. Aber solange das nicht der Fall ist, nützt es nichts nur zu fordern und "ihr müsst aber! "zu schreien. Ich würde es auch gut finden die Diskussion abzutrennen. |
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Wie sooft verstehst du nicht, dass eine Diskussion nicht am Ende ist, wenn alle (d)einer Meinung sind, sondern wenn alles wichtige gesagt ist. Diesen Punkt ist m.E. jetzt erreicht. |
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Da du eigentlich keine eigenen Argumente vorbringst, sondern trittbrettfahrerartig, dich an diabis Argumentation dranhängst und auf sie verweist, kannst du eigentlich auch auf Antworten verzichten. Ich lese ja diabis Beiträge schließlich selbst. Und ich antworte halt auf Beiträge, in denen ich zitiert werde. Aber du kannst gerne den Anfang machen, nichts mehr dazu zu schreiben. |
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