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Vergesellschaftung 4-er-Gruppe gescheitert? auf Kaninchen Forum

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Ninchen
 
Registriert seit: 27.08.2019
Beiträge: 21
moon befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 27.08.2019, 10:15

Vergesellschaftung 4-er-Gruppe gescheitert?


Hallo!
Wir sind neu im Forum und zudem relativ unerfahren mit Kaninchen. Ich hatte in meiner Jugend viele Nagetiere (Chinchilla, Meerschweinchen, Degu, Goldhamster) und daher Kleintiererfahrung, aber eben noch keine Kaninchen.
Meine Tochter wünschte sich nun Zwergkaninchen, aber wir wollten keine Jungtiere aus der Zoohandlung kaufen, sondern lieber älteren Tieren -- die dringend ein neues Zuhause suchen -- einen Platz geben. Ein Außenstall war bei uns bereits vorhanden (gut isoliert, Eigenbau, 2 Etagen mit je 2 qm) und zum hoppeln steht von 6.00 -- 21.00 Uhr ein Gartenbereich von 50 qm zur Verfügung.
Die beiden Löwenköpfchen (Häsin und kastrierter Rammler) zogen ein, sie sind zahm und zutraulich. Es sind ruhige Tiere, die 4 - 5 Jahre alt sind.

Von einer Familie, die sich scheiden lässt und von einem Haus in 2 kleine Wohnungen zieht, suchte noch ein Kaninchen-Pärchen ein neues Zuhause und wir wollten den Schritt mit einer 4er- Gruppe wagen. Die beiden neuen Kaninchen sind ebenfalls Häsin und kastrierter Rammler und beide 2,5 Jahre alt.
Also alle 4 Tiere "in den besten Jahren", weder jung noch alt. Beide Paare verstehen sich untereinander blendend und haben ihr bisheriges Leben miteinander verbracht.
Alle 4 sind Außenhaltung gewöhnt und sollen auch draußen bleiben. Wenn man mal sieht, wie glücklich Kaninchen auf einer Wiese rumtoben, kann man die nicht in einem Käfig halten!

Da alle 4 draußen leben, sollte die Vergesellschaftung in der Wohnung stattfinden. Ein 10 qm-Zimmer wurde der neutrale Ort und mit Tunneln, Häusern mit 2 Eingängen, Kartons, Toiletten und mehreren Futterplätzen ausgestattet.
Die Tiere kannten sich noch nicht und wurden Samstag morgen alle 4 zeitgleich abgesetzt.
Sie haben sich beschnüffelt und den Raum erkundet, danach wurde die Rangordnung ausgefochten. Dabei flog Fell, es wurde gejagt, getrommelt und gesprungen. Chefin wurde die neue weiße Häsin, die auch eifrig das Revier markierte. Alle anderen Kaninchen ordneten sich unter. Es wurde zusammen gehoppelt, zusammen gefressen, aber nicht zusammen geschlafen (das haben sie Pärchenweise gemacht). Alle 4 ließen sich zeitgleich mit Löwenzahn aus der Hand füttern. Kein rumgezicke. Gut dachte ich, Rangordnung geklärt. Das neue weiße Kaninchen ist Chef! Hatte ich insgeheim von meinem ruhigen älteren Paar auch so erwartet (die sind mannchmal echte Schlaftabletten). Auch die Nacht war okay, der Sonntag ebenso.

Bei den beiden "neuen" Kaninchen war ein weiterer Außenstall dabei, den die beiden bisher bewohnt haben (relativ klein, 1 qm Boden und dann oben noch eine Schlafebene und ein Sitzbrett).
Wir haben den neuen Stall isoliert (neues Styropor, das war im Frühjahr vom Vorbesitzer entfernt worden), haben die Bodenbleche beider Ställe mit PVC ausgelegt (wärmer für Winter). Dann haben wir noch den alten und neuen Stall mit einem Holztunnel verbunden, denn die Nacht verbringen die Tiere drin. Der Garten lässt sich leider nicht überdachen/vergittern, und sie lieben das rumgehoppel auf der Wiese! Nachts ist es draußen einfach zu gefährlich.

Da es jetzt Ende August nachts doch schon merklich kühl wird und die Tiere Winterfell bilden sollen, wollten wir die 4 nicht zu lange in der Wohnung lassen. Nachdem Samstag und Sonntag gut verlaufen sind (zusammen fressen, zusammen hoppeln), haben wir die Tiere rausgebracht und zeitgleich in der Garten gesetzt.

Da ja nun vieles neu war, wurde erstmal alles erkundet, jedes Kaninchen durfte überall hin. Das blieb für mehrere Stunden auch so.
Allerdings waren wir nicht ständig im Garten und abends lagen ein paar Fellbüschel auf der Wiese.
Nicht schlimm, dachte ich, da wird die Rangordnung nochmal klargemacht.
Scheinbar hat sich die Rangordnung aber massiv verändert, denn seit Montag morgen dürfen die neuen Kaninchen nicht mehr raus! Die alte Häsin und der alte Rammler sind nun zusammen die Chefs!
Die neuen Nins dürfen nur noch auf der oberen Etage ihres eigenen Stalles sitzen (da ist auch Futter und Wasser), aber z.B. die Pipiecke ist unten!
Alter Rammler und alte Häsin haben es sich zur Aufgabe gemacht, unten Wache zu schieben und aufzupassen, dass ja kein neues Kaninchen in ihren alten Stall oder in den Garten kommt!!
Die obere Etage des "neuen Stalles" hat aber auch ein Tor und das steht offen, sodass die neuen Níns teilweise einfach auf die Wiese runterspringen (oder auch rauf). Kriegt das ein altes Kaninchen mit, wird es sofort nach oben zurück gejagt. Manchmal fliegt Fell, aber meist wird nur gejagt.
Die neuen Nins kommen raus, wenn die alten z.B. im eigenen Stall pennen oder faul im Garten liegen. Wird es bemerkt, gibt's Stress.
Wird sich das noch bessern? Ich meine, das neue Pärchen kann doch nicht sein restliches Leben auf der oberen Stall-Etage verbringen oder dorthin zurückgejagt werden !

In den Nächten von So/Mo und Mo/Di waren die Tiere in den mit dem Tunnel verbunden Ställen. Ich war mehrmals draußen, da ich mich gesorgt habe, ob es in den Ställen zu einer Rauferei kommt (zwar viele Etagen und Rückzugsmöglichkeiten, aber doch eher eng), aber nachts waren alle gechillt in "ihrem eigenen Stall". Jedes Pärchen in der eigenen oberen Etage.

Vielleicht hätten sie länger im neutralen Bereich der Wohnung bleiben sollen? Doch sie sollen ja draußen ihr Winterfell bilden, und wenn die jetzt 2 - 3 Wochen drinnen hocken, ist es Mitte bis Ende September!

Ich könnte die beiden Pärchen trennen und den neuen Stall in einen andern Gartenbereich stellen. Zwischen alten Außengehege und Straße wäre nochmals 50 qm Garten vorhanden (allerdings mit mehreren giftigen Pflanzen und der Straße nebenan. Wenn dann ein Nin buddelt, steht es auf der Hauptstraße! Im momentanen Freilauf ist immernoch ein Gartenbereich "dazwischen").

Aber eigentlich wäre doch eine 4er-Gruppe besser, denke ich! Wärmer im Winter. Gesellschaft für die Nins. Ich würde sie nur ungern trennen, denn später wird es ja bei einer neuen Vergesellschaftung auch nicht besser laufen.

Seht ihr die Vergesellschaftung als gescheitert an, weil die alten Nins zu vehement ihr Revier verteidigen? Ich denke, es würde ja auch nix bringen, den Freilauf zu erweitern, denn die Ställe bleiben ja stehen... Den Tunnel wegmachen und die Pärchen nachts im eigen Stall lassen ist wohl auch nicht grade förderlich für die Gruppenbildung.
Ich würde sie ungern trennen (keins hat ja irgendwelche Wunden und alle 4 fressen gut!).
Kann da mit der Zeit mehr Ruhe einkehren? Vielleicht sind wir nur zu ungeduldig...



 

Stichworte
hilfe, vergesellschaftung

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