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Ängstliches Kaninchen - Ängstliche Halterin Hallo zusammen, Ich habe mir im Februar diesen Jahres zwei frühkastrierte Rammler geholt, denn Kaninchen wollte ich schon haben, seit ich 9 bin (ich bin jetzt 26 ;)). Weil ich generell eine vorsichtige Person bin, habe ich mich davor unheimlich viel mit Haltung und Verhalten von Kaninchen auseinandergesetzt. Kurz erwähnen muss ich, dass es wahrscheinlich zu viel war - ich habe gefühlt jeden einzelnen Forenbeitrag und Artikel und jedes Video und Buch aus der Bibliothek zu Kaninchen angeschaut. Jetzt habe ich immer wieder das Gefühl, Gespenster zu sehen, weil ich mit meinen Kaninchen in der Wohnung (freie Wohnungshaltung mit Gehege) lebe, mir darum kleine Verhaltensänderungen sofort auffallen und die Alarmglocken zu schrillen beginnen. Es sind meine ersten Kaninchen, ich hatte aber jahrelang Meerschweinchen und Hamster, bin mir Heimtierhaltung also eigentlich gewohnt. Meine beiden Rammler haben sich leider nach kurzer Zeit charakterlich nicht mehr wirklich verstanden, dies lag vor allem daran, dass der eine unheimlich dominant und der andere unheimlich ängstlich ist (er hat sich sogar schon vor Fenchel erschreckt). Das dominante Kaninchen, Mikesch, hat nun das ängstliche Kaninchen, Pitschi, so lange herumgejagt, bis er einfach nur noch in der Ecke sitzen blieb und vor Stress Augen- und Nasenausfluss bekam. Da habe ich mir das erste Mal überlegt, meine Kaninchen abzugeben, habe mich dann aber umentschieden, das Gehege umgebaut, ihnen mehr Platz gegeben (die Gehegeecke ist jetzt 6 Quadratmeter gross und Tag und Nacht geöffnet, damit sie in der Wohnung herumhoppeln können, sie sind auch stubenrein und alles ist kaninchensicher) und auf Anraten einer Züchterfreundin zwei weitere frühkastrierte Rammler geholt. Der Augen- und Nasenausfluss ging dann weg, Pitschi wurde sichtlich entspannter. Obwohl die Situation erst nochmal stressiger war, meine Wohnung ist nicht so gross und plötzlich sitzt man da mit vier Kaninchen, die grad ihren Rang auskämpfen, habe ich mich bald dran gewöhnt und habe das Gefühl, dass die Gruppe eigentlich (trotz Pubertät) sehr harmonisch ist. Das grösste Problem bleibt allerdings weiterhin Pitschi, sein Nasen- und Augenausfluss hat wieder angefangen, er niest jetzt auch und ich gehe heute mit ihm (und Mikesch als Begleitung) zum Tierarzt, damit wir ihn mal auf versteckte Infekte testen können und seine Lunge abgehört wird. Gestern habe ich lange nachgedacht und war schon fast so weit zu sagen, dass man Pitschi vielleicht einfach aus der Gruppe entfernen muss, weil ich das Gefühl habe, dass er es so schlimm findet und ich gleichzeitig auch das Gefühl habe, dass ich der Situation nicht mehr gewachsen bin, mache ich mir doch viel zu viele Sorgen um den kleinen Kerl – ich habe sogar heute morgen mit jemandem telefoniert, um zu sagen, dass ich ihn abgeben will und einen Termin in vier Wochen zu vereinbaren und merke gerade, dass das total behindert war und ich eigentlich ja gar nicht will :D. Aber ich kann manchmal sogar vor Sorge nicht schlafen. Wahrscheinlich liegt das alles echt daran, dass ich wirklich so übermässig viel gelesen habe (natürlich auch tausende Foreneinträge darüber, wie Kaninchen plötzlich gestorben sind) dass mir schon die kleinste Verhaltensänderung Angst macht. Und Pitschi verhält sich eben nicht so wie die anderen Kaninchen. Er will nicht dauernd mit ihnen zusammen sein, spielen und jagen will er auch nicht, aber er kommt immer wieder mal zu den anderen, putzt auch, kuschelt auch. Er springt auch herum und wälzt sich vor Freude am Boden, frisst aus der Hand, macht auf Kommando Männchen, lässt sich ein bisschen streicheln wenn er Lust hat. Aber ich bin unsicher und habe das Gefühl, dass ich etwas falsch gemacht habe oder er sofort stirbt, wenn ich nicht bei der kleinsten Verhaltensänderung zum Tierarzt gehe (vor allem vergleiche ich sein Verhalten dauernd mit den anderen Dreien und habe darum das Gefühl, dass er eigentlich dauerkrank ist). Ich glaube mir fehlen Meinungen und Beiträge von Leuten, die mir sagen „Beruhig Dich. Du wirst merken, wenn etwas wirklich nicht stimmt, solange er frisst und trinkt ist es zunächst kein Notfall.“ In meinem Umfeld kenne ich eben niemanden, der Kaninchen hat und mir mit Rat und Tat zur Seite stehen könnte. Und sobald man nach Verhaltensänderungen bei Kaninchen zu googlen beginnt, kommt man in einen unendlichen Strudel, der irgendwie immer damit endet, dass man sofort mit dem Kaninchen zum Tierarzt muss, weil es sonst stirbt und man irgendwie einfach eine schlechte Kaninchenhalterin ist. Eigentlich weiss ich ja, dass ich meinen Kaninchen grad ein richtig cooles Leben biete und die auch alle Anzeichen von total glücklichen Kaninchen zeigen. Mein Problem ist also 'einfach', dass mir der Austausch mit anderen Kaninchenhaltern fehlt und ich nicht wirklich eine Ansprechperson habe, bei der ich mich traue auch mal ganz ''dumme'' Fragen zu stellen. Ich hoffe das ändert sich bald und wäre froh, wenn ich hier ein,zwei Stimmen höre, die mir sagen, dass es bei ihnen auch nicht immer ganz leicht war, es aber gut kommt und ich das irgendwann schon auch gut schaffe mit der Einschätzung, ob meine Kaninchen Probleme haben oder nicht |
Hallo und Willkommen! Es ist eine sehr gute Idee mit ihm zum TA zu gehen, um das mit dem Augen/Nasenausfluß zu klären. Das muss dringend abgeklärt werden! Pitschi ist dann wohl eher ein ruhiger, zurückhaltener Vertreter, denke dran, auch bei Kaninchen gibt es unterschiedliche Charaktere. Solange er sich mit den anderen versteht würde ich nicht über eine Abgabe nachdenken. Wenn du dich im Vorfeld informiert hast, sind sie bestimmt alle geimpft und du hast eine Kotuntersuchung machen lassen? Man darf sich nicht verrückt machen lassen, wenn sie mal ein paar Tage sehr ruhig sind, oder mal einen Tag weniger als sonst fressen. Du solltest es eigentlich merken, wenn es ganz dringend wird. |
Hallo Cheryl, willkommen im Forum! :) Ich hoffe, ich trete Dir nicht zu nahe, wenn ich als ersten Eindruck Deines Beitrags einfach mal rückmelde: ich vermute, dass Du eher grundsätzlich, oder aus Gründen, die Du selbst am besten kennen wirst, zur Ängstlichkeit neigst, und insofern finde ich Deine indirekte Frage berechtigt, ob eine Tierart, die in der Tat verhaltenssensibel, ein vielschichtiges Krankheitspotential hat, das in der Regel promptes und beherztes Handeln erfordert, zu Dir passt. Einmal mehr, wenn Du alleine lebst und vorwiegend bist, wenn ich Dich richtig verstehe. Ich fände schade, wenn sich diese ungute Dynamik für Dein Leben weiter verstärkt und ich finde, Du darfst Dir alle Freiheit nehmen, nochmal über Deine Situation und was Du daran ändern könntest, nachzudenken. Auch wenn das zuletzt bedeuten sollte, Deine Kaninchen in gute Hände zu geben. Liebe Grüße Aen |
Hallo und vielen lieben Dank für die schnelle Antwort! Ich denke auch, dass der Tierarzt mir noch einiges sagen kann, was mich beruhigt. Und vor allem den lieben Pitschi einfach mal untersuchen und mir sagen, was genau mit ihm ist. Kann ja auch seehr beruhigend sein noch einmal zu hören, dass er eigentlich gesund und fit ist und ich mir keine übermässigen Sorgen machen brauche. Meine Kaninchen sind alle geimpft und ihr Kot wurde auch untersucht. Sie wirken eben eigentlich auch wie sehr glückliche Kaninchen, fressen, graben, springen fröhlich herum, putzen sich gegenseitig. Pitschi ist halt unheimlich ängstlich, er rennt auch gerne mal grundlos vor den anderen dreien weg, kommt aber ja eben immer wieder an und ich habe eigentlich nicht das Gefühl, dass sie sich überhaupt nicht verstehen (die letzte Woche war sogar trotz Pubertät erstaunlich ruhig). Ich finde es auch ziemlich stressig, dass ich ihn nur ganz schlecht einfangen kann (es war echt ein Kampf ihn fürs Impfen einzufangen - bei den anderen Dreien ist es überhaupt kein Problem), und weil ich mich dann entschlossen habe, zum Tierarzt zu gehen, kam dann direkt diese Angst vor dem Fangen und davor, dass es vielleicht etwas ernsteres oder chronisches ist und ich jetzt dauernd mit ihm zum Arzt muss und das so stressig ist und ich mir das finanziell ja auf Dauer gar nicht leisten könnte, blablabla. Da brennt dann in meinem Kopf manchmal echt fast eine Sicherung durch. |
Nun, irgendwas wird er haben, denn Augen/Nasenausfluß ist nicht normal und deutet auf Erkrankung. Die Zähne sollten auch untersucht werden. Du solltest deine Angst los lassen:wink: Kaninchen merken, wenn der Halter nervös ist und fangen ist auch nicht gut. Wie sieht es aus, wenn du ihm die Transportbox hinhälst? Meine springen (dauert manchmal) alleine rein und dann zack, Tür zu. |
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Nein, du trittst mir überhaupt nicht zu Nahe, das sind alles absolut berechtigte Einwände/Fragen etc. Ich kenne mich selber sehr gut und würde durchaus behaupten, dass ich schon eine sehr reflektierte Person bin. Manchmal kommt man in ängstliche Momente hinein - vor allem wenn man mit etwas wenig Erfahrung und noch weniger Ansprechpersonen hat. Dann ist es wichtig, seine Ängste, Sorgen, Probleme auszuformulieren und sich zu fragen, ob die momentane Situation so richtig ist. Und auch absolut richtig von dir zu fragen, ob ich nicht darüber nachdenken möchte - genau für solche Dinge ist ein Forum da. Ich denke gerade, dass das hier eine mögliche Art und Weise ist, mit meinen (wie ich meinen würde hoffentlich nur temporären) Unsicherheiten meinen Kaninchen gegenüber umzugehen. Man wird ja in der Haltung immer nur besser, erkennt Krankheiten schneller, weiss wie man sich verhalten muss, kennt die Kaninchen immer besser, lernt sie besser einzufangen etc. Ich traue mir absolut zu mit krankheits- und verhaltenssensiblen Tieren umgehen zu können. Ich glaube es ist tatsächlich eine momentane Reaktion von "Oh, Gott. Ich will alles perfekt machen, aah, bitte keine Anfangsfehler". Das ist ein bisschen so als würde man ein Kind bekommen, die ganzen Leute im Umfeld hätten aber alle noch nie Kinder gehabt und eigentlich kann einem niemand so richtig helfen und man googled und denkt nach zwanzig Minuten, das eigene Kind hätte Krebs und stirbt, obwohl es vielleicht nur geschrien hat, weils Hunger hat. Ich habe mir übrigens jetzt auch zwei Bücher für Kaninchen geholt, damit ich aufhöre Google zu fragen ;). Und das hat ja auch schon ganz gut geklappt, habe ich doch zwecks Ausfluss den Tierarzt angerufen und nicht Google gefragt! Manchmal - und so fühle ich mich jetzt gerade - werden Probleme wirklich einfach besser, wenn man einen Platz findet, sie zu deponieren. Und ich habe das Gefühl, den könnte ich hier finden. Aber wirklich danke für deinen unbedingt nötigen Einschub! |
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Ich könnte das mit der Box so mal ausprobieren, vielleicht kann ich ihn auch mit Erbsenflocken ködern. Das mit dem Fangen ist tatsächlich nicht gut, da hast du Recht. Ich mach einfach ein paar Hipster-Yoga-Atemübungen, bevor ich sie in die Transportbox verfrachte und übe mich in Gelassenheit :D |
Schön, dass mein Beitrag im richtigen Hals landete. :) Mir gefällt, was und wie Du schreibst. Und, ja, ich glaube, Du kennst Dich wirklich gut. Du machst das schon mit Deinen vier Freunden! Ansonsten einfach immer wieder mal hier reinschauen und fragen, da kriegen Deine Ängste gern auch mal schnodderig den Kopf gewaschen. Aber vielleicht ist das ja ganz gut. ;-) Ich freu' mich darauf, weiter von Dir zu lesen. :wink: |
Ich finde 4 Rammler eine ungünstige Kombination, wenn ein Tier so ängstlich ist. Ich weiß nicht, wie eine "Züchterin" dazu raten konnte. Es wäre mit einem oder zwei Weibchen vermutlich ausgeglichener geworden, das entspricht eher der Natur als 4 Rammler. Mit was sind deine Tiere denn geimpft? |
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Geimpft sind sie übrigens mit Filavac, gegen RHD und RHD2, auch hier muss man sagen: In der Schweiz (wo ich lebe) gibt es kaum Wildkaninchen, die werden hier systematisch ausgerottet und die Impfung gegen Myxamotose ist ja in der Schweiz sogar illegal. Was das angeht, halte ich mich - obwohl du sicher auch ganz viel Erfahrung mit Kaninchen hast - gerne an die Einschätzung dieser einen Person, die ich persönlich kenne (die schon viele, viele Kaninchen aufgezogen hat und bei der sie übrigens auch total schön und artgerecht leben, trotz Zucht sogar in Kleingruppen). Ich habe auch nicht das Gefühl, dass die Gruppe das Problem ist, sondern dass ich das Problem bin und der kleine Pitschi einfach ein bisschen krank ist und sonst halt auch keine Lust hat immer mit den anderen zu chillen. Kann natürlich sein, dass ich total danebenliege und du jetzt den Kopf über mich und die schweizer Tierschutzregelungen schüttelst, aber irgendwo muss man sich dran entlanghangeln und wenn verschiedene Lager behaupten, recht zu haben, sollte man sich manchmal einfach für eines entscheiden :D |
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Danke jedenfalls für die Schweizer Aufklärung in dem Punkt. :-) |
Ich hatte tatsächlich weniger wegen Myxo gefragt sondern mehr wegen RHD2. Viele Tierärzte wissen nicht, welche Impfstoffe wirksam dagegen sind und welche nicht. Aber filavac ist doch super :thumbsup: |
Die Myxomatose- Impfung war in der Schweiz noch nie zugelassen. Dafür braucht es auch hierzulande eine Bewilligung vom BAG. Bis anhin lag dafür noch keine Notwendigkeit vor, da die Erkrankung sehr selten auftritt. Was damit zusammen hängt, dass es aufgrund der natürlichen Grenzen (Flüsse, Berge) keine Wildkaninchen gibt. Ausgenommen vielleicht vereinzelte Tiere direkt an der Grenze. Somit findet noch keine systematische Ausbreitung durch die Wildtiere statt. Inzwischen kommt zwar RHD2 auch bei uns gehäufter vor als noch vor Jahren, was mit dem Import von Hauskaninchen aus dem Ausland zusammen hängt. Theoretisch wäre dies auch bei Myxomatose möglich. Würde Myxomatose irgendwann ebenfalls gehäufter auftreten, dann könnte sich die Situation mit der Impfung auch ändern. @Cheryl: Ich weiß nicht, woher Du die Infos hast, dass in der Schweiz (Früh-) Kastratengruppen der Paarhaltung vorgezogen werden. Ich war früher länger in 2 Kaninchenschutz- Organisationen tätig. Damals und heute empfehlen die Orgas und auch die Schweizer Tierheimen Paarhaltung, weil das grundsätzlich immer noch mit Abstand die einfachste Haltung ist. Das hat nichts mit länderspezifische Unterschiede zu tun. Ich würde so schnell wie möglich zum Kaninchen- kompetenten TA gehen und den Ausfluss abklären lassen. Je schneller eine gezielte Behandlung erfolgt, desto größer die Heilungschancen. Es klingt hochverdächtig nach Kaninchenschnupfen. Und dauert der Zustand schon deutlich länger als 2 Wochen an, dann wird es auch bereits chronisch sein. Zudem fördert gerade dauernder Stress eine solche Erkrankung. Dazu zählt leider auch Mobbing und Dysharmonie in der Gruppe. Das ist neben einem (genetisch) schlechten Immunsystem und mangelnde Hygiene auch ein wichtiger Faktor, der die Erkrankung auslösen kann. Heutzutage sind sowieso schon die Mehrheit der Kaninchen Schnupfenträger. Kommt eine schlechte 'Zucht' hinzu, dann kann ein Tier rasch erkranken. Zu dem Thema kannst Du Dich auch bei Kaninchenwiese.de einlesen: https://www.kaninchenwiese.de/gesundheit/infektionskrankheiten/kaninchenschnupfen/ https://www.kaninchenwiese.de/gesundheit/augen/ |
Hallo Cheryl und willkommen im Forum! Es ist wohl das Normalste der Welt, dass man als Neuling erst mal sehr sensibel und unsicher ist, was die Zeichen seiner Schützlinge angeht. Wenn das Gegenteil der Fall wäre, würde ich mir Sorgen machen. Deine Kaninchen zu lesen wirst du mit der Zeit lernen und ja, Anfängerfehler werden vorkommen. Super wichtig ist nun erst mal der tierärztliche Rat was deinen Pitschi angeht. Ich wurde als übervorsichtig bezeichnet, als ich die Wohnung kaninchensicher umgestaltet habe. Lass dir da von anderen nichts einreden und sag dir selber, dass es ok ist vorsichtig zu sein. Du hast ja nun schon mal drei wichtige Werkzeuge um dich jederzeit beraten zu lassen: einen kaninchenerfahrenen Tierarzt, gute Ratgeberseiten wie kaninchenwiese und Co. und dieses Forum. Dass man gezielt vier Rammler zusammen hält ist mir auch neu, aber momentan scheinen sich die anderen drei ja zu verstehen. Wie alt sind deine Kaninchen und woher hast du sie? Diese Tiere merken schnell, wenn ein Mitglied der Gruppe erkrankt ist und meiden es dann. |
Ja, jetzt habe ich gerade eine unheimlich lange und tolle Antwort formuliert, dann hat mich das Forum automatisch ausgelogged und die Antwort ward gelöscht :D Also, ganz kurz: Mir geht es gut, Pitschi geht es gut, er hat glücklicherweise keinen Schnupfen, war aber allergisch auf sein Heu, das Heu ist weg, er kriegt jetzt Ingwer und Echinacea für die Immunabwehr. Die Gruppe ist harmonisch, ich hab das nicht gecheckt, weil ich dachte "üch, er sitzt ja manchmal alleine" und dabei komplett ignoriert hab, dass er manchmal auch auf dem Rücken neben seinen Freunden schläft und sie auf einem riesigen Haufen kuscheln und immer nebeneinander fressen. Die Tierärztin ist toll, wir haben sehr lange geredet, sie hat mir eine Checkliste mitgegeben, auf der ich sehen kann, wann ich den Tierarzt anrufen/besuchen muss. Die Züchterin ist sowieso toll, sie hat nochmal gesagt, ich darf immer anrufen und sie hilft mir immer. Reine Kastratenhaltung wird in der Gruppenform empfohlen, nicht generell mehr als Pärchenhaltung, z.B: vom Berner oder Balser Tierschutz oder auch dem TBB, das gerne Kastratengruppen abgibt. Ich danke euch allen für eure Hilfe und entschuldigt, dass die Antwort jetzt so kurzatmig ausfällt, aber ich bin echt frustriert davon, dass alles gelöscht wurde :D Ganz liebe Grüsse und einen schönen Sonntag |
Wenn du dich einloggst, gibt es da ein Häckchen für "angemeldet bleiben" o.ä. Wenn du das vor dem einloggen anklickst, passiert dir das nicht mehr ;) |
Allergien sind extrem selten. Es wird recht gerne immer darauf abgeschoben:wink5: Schnupfen dagegen weit verbreitet, da ja gut 80% Schnupfenträger sind. Und gerade bei den leichten Fällen kommt er und geht wieder und das gut auch jahrelang... https://www.kaninchenwiese.de/soziales/wer-passt-zusammen/ Kastratenhaltung wird sicherlich nicht vor Pärchenhaltung empfohlen. Natürlich kann jede Kombi funktioniere, muss aber leider nicht. Gerade die Pubertät ist alles andere als ein Garant, dass es hinterher auch noch funktioniert mit allen. Auch das musste ich leider feststellen, als ich vor 13 Jahren als blutiger Anfänger (in Gruppenhaltung) mir 3 Frühkastrate vom Züchter zulegte. Ich habe mein Lehrgeld gesagt, mein Wissen kontinuierlich aufgestockt und bin dazu übergangen, nur noch aus TH ausgewachsene Kaninchen zu adoptieren. Da merkt man zumindest schnell, wenn es nicht klappt. Ich hatte immer mehr oder weniger Probleme mit allen Gleichgeschlechtlichen in der Gruppenhaltung. Auch wenn mein süßestes Paar ein Kastratenpaar war. Aber Hier in meiner Umgebung haben sich die Haltebedingingen und das Wissen um Kaninchenhaltung in den letzten paar Jahren auch in den TH's massiv verbessert, auch als Vorbildfunktion. Leider noch nicht ganz bei allen, wie ich dieses Jahr feststellen musste. Die von Dir genannten Stellen sind leider auch nicht gerade das gelbe vom Ei. Ansonsten kann ich mir nicht erklären, wie man ein Kaninchen 7 Monate (!) alleine in der Boxen hält. Das trägt leider auch nicht gerade zu Sozialisierung, wie ich dann feststellen musste, als ich es dann kürzlich aus Mitleid mitnahm. Leider musste es dann noch 1 Monat alleine sein, weil ich es zuerst entwurmen musste. Andere TH vergesellschaften zumindest die Kaninchen miteinander. Oder gar einen gesunden Rammler nicht kastrieren will, was ich dann auch noch nachholte... |
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