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Rakete 28.12.2018 19:40

VG-Gitter-Methode: aggressiv
 
Hallo zusammen

vielleicht hat jemand eine Idee, wie lange man die VG mittels Gitter-Methode bei Aggressionen mit neuen Kaninchen durchführt?

Sie sind jetzt fast 1 Woche Gitter-an-Gitter im Kaninchenzimmer. Ich habe dies so angewandt, weil ich im Voraus vermutet habe, dass das mit den beiden dominanten Kastraten auf normale VG-Art nicht funktionieren wird. Sie haben sich auch nach erstmaligen Aufeinandertreffen sofort nach 20 Sekunden durch's Gitter gebissen, so dass ich gezwungen war, das Gitter doppelt zu ziehen. Sonst wäre das gleich blutig geworden.

Morgen wollte ich das Gitter wegnehmen und ihnen die ganze Wohnung überlassen. Zwar sind die Aggressionen weniger stark als zu Beginn, aber v.a. mein bisheriger Kastrat nagt immer noch wütend stundenlang am Gitter. Also zum Kampf kommt es sicher. Hoffentlich kann ich schwerere Verletzungen vermeiden. Im Vorfeld habe ich das TH informiert, dass es vermutlich nicht klappt.

Oder soll ich noch länger warten, bis ich das Gitter wegnehme? Allerdings wird das letztendlich an der Ausgangs-Situation nichts ändern. VG auf neutralem Revier im Keller werde ich nicht machen, da ich dort keinen Überblick habe und beim letzten Mal am 4. Tag ein Kaninchen zum Nähen bringen konnte...

Was soll ich machen?




Detaillierte Info über die Charakteren (falls jemand noch so viel lesen mag):

es ist eine 4-er VG. Mein jetziger Kastrat (Zwerg, 3 J.) ist dominanter und markiert schon lange die gesamte Wohnung, er hat sich zwar dem verstorbenen Kastraten (5kg) ohne Problem untergeordnet, aber nur weil der 3x so gross und schwer war. Da gab es über die Rangfolge nie eine Diskussion, aber er liess sich auch nie vom Grossen beeindrucken.

Der Neue wurde mir im TH als scheu und zurückhaltend abgegeben; ich suchte v.a. ein ruhigen Partner zu meiner alten, sehr kranken Seniorin, die von den anderen gemobbt wird. Vermutlich werde ich sie von den Anderen irgendwann trennen müssen, daher nun die Idee mit dem Neuzugang. Eigentlich dachte ich seit 1 Jahr, dass sie mir eh vorher weg stirbt und ich an der Situation daher nichts ändere. Aber sie hält tapfer durch.

Zuhause habe ich aber sofort bemerkt, dass der Neue lediglich vor Menschen Angst hat und alles angreift, was sich schnell bewegt. Die Scheu mir gegenüber hat er aber bereits am 2.Tag abgelegt. Er wurde mittels Gittermethode mit meiner Kranken vergesellschaftet. Das hätte ich fast abgebrochen wegen des Stresses (-> bei Gesunden Kaninchen wäre diese VG völlig okay gewesen, aber nicht bei ihr!). Leider hat sich der schwere Schnupfen verschlimmert... Sie sind jetzt 9 Tage zusammen, aber kuscheln nicht, sondern gelegentlich noch Gejage.

Der Neue Kastrat (Alter unbekannt) schätze ich als noch nicht ausgewachsen ein gemäss Aussehen und Verhalten, das TH hat ihn mir als ausgewachsen verkauft, aber bei näherem Betrachten zuhause hat er doch ein Babyface... Ein pubertierendes Kaninchen wollte ich nie für meine 7 Jährige Kranke, und die dann noch von 3 Kaninchen gejagt wird...

Eigentlich wollte ich gleich am 1.Tag alles abbrechen, weil ich mit meinen Einschätzungen der Charakteren/Körpersprache normalerweise nie daneben liege.

angelsfire 28.12.2018 19:51

Hi



eine Woche ist viel zu kurz. Die Kaninchen sollten mindestens 2, in deinem Fall besser noch länger durch Gitter getrennt sein. Normalerweise öffnet man das Gitter erst wenn die Tiere keinerlei Agressionen mehr zeigen und sogar von sich aus den friedlichen Kontakt am Gitter suchen. Man sollte sie erst zusammenlassen wenn man das Gefühl hat das sie auch unbedingt zusammen sein wollen (durchs Gitter putzen usw). Wenn du jetzt das Gitter aufmachst kann es meiner Meinung nach nur eskalieren. Da wäre eine sofortige Zusammenführung auf neutralem Boden sicher erfolgreicher gewesen.



Wenn möglich würde ich sie noch ne Weile durchs Gitter getrennt lassen.

Rakete 28.12.2018 20:32

Danke für Deine Einschätzung.

Die sicherere Variante ist natürlich das Gitter länger stehen zu lassen, nur dann muss ich schauen, wann eine VG von den Feiertagen überhaupt geht. Kuscheln werden die am Gitter bestimmt nicht, dann kann ich wohl noch 2 Monate warten... und auf neutralem Revier hätte es zu Beginn niemals funktioniert, solche Aggressivität hatte ich in Vergangenheit selten auch schon und weiß das daher genau einzuschätzen. Ob es dann später trotzdem funktioniert, kann ich echt nicht sagen, da es auch auf das Verhalten vom Neuzugang ankommt. Zumindest ist es gut, wenn der Alteingesessene mal länger nicht im Wohnzimmer war, denn das ist Revier Nr. 1.

Dem Neuzugang mit der Seniorin habe ich das halbe KaninchenZimmer, Gang und die Küche gegeben, sie sind also nicht immer bei den Anderen im Zimmer, wenn auch meistens. Das geht nicht anders, da sonst die Seniorin zu viel Stress hat.

gerti 28.12.2018 20:35

Ich würde sie auch länger durch Gitter getrennt lassen. Ich mach das ja schon lange mit der Gittermethode. Auch ich hab mir inzwischen angewöhnt grundsätzlich das Gitter durchbisssicher aufzustellen.

Ich würde das Ganze nach Bauchgefühl entscheiden, aber ich denke auch, dass es bestimmt Sinn macht gut 2 Wochen zu warten.
Auch dann würde ich das Ganze nach Bauchgefühl handhaben. Du kannst dann tagsüber beginnen das Gitter zu öffnen und evtl nachts noch weiter abtrennen bis du ein gutes Gefühl dabei hast.
In meiner großen Gruppe wäre es anders überhaupt nicht möglich. Meine Riesenkinder sind schon seit Wochen tagsüber in der Gruppe, nachts aber noch weiterhin abgetrennt in ihrem Bereich.

Rakete 05.01.2019 12:26

Jetzt sind 2 Wochen mit Gittermethode vergangen. Auch wenn sie sich dabei nicht permanent sehen (die Anderen könnten noch in die Küche oder sind im Stall), ist es zwischendurch doch noch aggressiv. Hauptsächlich mein Kastrat, der auch schon auf seine Partnerin los geht oder sogar mich manchmal attackiert. Der Neue schiesst auch auf alles los, was sich schnell bewegt, auch wenn er dann sofort stoppt. Grundsätzlich verhält sich der Neue aber NOCH entspannt am Gitter.

Eigentlich wollte ich das Gitter in 4 Tagen entfernen, aber ich denke es wird trotzdem sehr schnell eskalieren, sobald die Beiden Kastraten kein Trenngitter mehr dazu schon haben.

Soll ich länger warten? Hat das überhaupt eine Chance?

Zudem hat der Neue noch leichten Kokzidienbefall (ohne Durchfall), Meine dagegen habe ich vor 1 Monat negativ getestet, die haben aber immer wieder Durchfall (was sich jetzt aber etwas gebessert hat, seitdem ich kalorienärmere Diät verabreiche.

maximus 05.01.2019 13:14

Eine Frage an die Alt-user:
Wie können die Kaninchen sich denn durchs Gitter putzen oder kuscheln, wenn diese beißsicher auf Entfernung doppelt gestellt werden?
Das verstehe ich nicht!

@Rakete ich würde noch weiter warten. Wenn sie am Gitter noch so aggressiv reagieren, dann werden sie nicht friedlich aufeinander zugehen.

Ich würde auch erst die Kokzidien abschließend behandeln. Sonst fängt ja in der Gruppe alles von vorne an.

Rakete 05.01.2019 15:36

Der Neue ist zudem ja bereits mehr als 2 Wochen mit der Seniorin zusammen. Da gibt es leider auch keinerlei Annäherungen oder Versuche. Die Beiden haben nicht die gleiche Wellenlänge. Der Schnupfen der Seniorin wird nur immer stärker, weil Stress zusetzt... Also auch nicht gerade ideal, um das Ganze hinaus zu zögern.

PS: ob ich die Kokzidien überhaupt behandle, weiß ich noch nicht. Vermutlich eher nicht, da es ein geringer Befall ist (aber da frage ich nochmals nach). Der Neue hat zur Angewöhnung an mich auch genügend Karotten, Erbsenflocken und Cuni Complete bekommen, gepaart mit der ganzen Eingewöhnung könnte dies auch noch ein Grund für die Kokzidien sein.

angelsfire 05.01.2019 16:14

Zitat:

Zitat von maximus (Beitrag 1131810)
Eine Frage an die Alt-user:
Wie können die Kaninchen sich denn durchs Gitter putzen oder kuscheln, wenn diese beißsicher auf Entfernung doppelt gestellt werden?
Das verstehe ich nicht!

@Rakete ich würde noch weiter warten. Wenn sie am Gitter noch so aggressiv reagieren, dann werden sie nicht friedlich aufeinander zugehen.

Ich würde auch erst die Kokzidien abschließend behandeln. Sonst fängt ja in der Gruppe alles von vorne an.


Durch ein doppelt gestelltes Gitter geht das nicht. Man setzt aber auch nicht zusammen solange man noch 2 Gitter braucht. Normalerweise braucht man nur am Anfang 2 Gitter. Irgendwann entfernt man das und es sollte sich ja immer weiter bessern.



Solange sie am Gitter agressiv sind würde ich keinerlei Zusammenführungsversuche starten. Das macht aus meiner Sicht keinen Sinn. Sinn der Gittermethode ist es ja das man das Gitter ööffnet und es dann keinen Stress gibt. Das wäre aktuell ja noch nicht der Fall.



Ob es noch besser wird kann ich dir nicht sagen.

Rakete 05.01.2019 17:46

Das Problem ist auch, dass mein Kastrat schon alleine genervt ist, wenn er jeweils eingesperrt ist, auch ganz ohne VG. Der nagt wirklich stundenlang am Gitter (leider mit Plastikummantelung, also nicht ganz ungefährlich) und kriegt so alleine einen Koller. Daher wird die Situation so auch nicht entspannter bei dem eingeschränktem Platz.

Ich kann mir echt nicht vorstellen, dass das irgendwann entspannter wird.

Der Neue ist am Gitter eigentlich entspannt. Ich sehe nur, das er eben seine angestaute Energie zwischendurch recht heftig an der Seniorin ablädt. Ich kann ihn noch nicht recht einschätzen und weiß nicht, ob er sich auf Kämpfe einlassen wird oder das Weite suchen wird. Er zeigt Ansätze von beidem Verhalten (Angriff, Flucht). Bei meinem Kastraten bin ich mir relativ sicher, dass er sich auf Kampf einstellen würde, obwohl er das mit dem vorherigen, dominanten Kastraten nie gemacht hätte.

Daggi 05.01.2019 21:23

Ich habe gar keine Erfahrungen mit der Gittermethode.
Aber ist es nicht so, dass ein Gitter die Aggressionen noch zusätzlich schürt?
Die Kaninchen sehen und riechen sich , wollen natürlich aufeinander losgehen und die Rangordnung klären und dürfen nicht !?
Und wenn du weißt, dass deine Kastraten so dominant sind, warum hast du
noch ein Männchen dazu geholt? Wäre da ein Weibchen nicht besser gewesen ?
Deiner alten kranken Dame hilft es dazu auch wenig mit einem jungen Hüpfer zusammen
und vom Stress mal ganz zu Schweigen!
Es ist ja deine Sache, aber ich finde die ganze Situation nicht gut !

angelsfire 05.01.2019 22:01

Kann man halt pauschal nicht sagen mit den Agressionen. Einige vergesellschaften nur noch so weil sie sagen dass das Verletzungsrisiko kleiner ist. Normalerweise beruhigen sich die Kaninchen ja nach ner Weile, auch am Gitter. Aber das dauert halt seine Zeit. Im Prinzip lässt man sie wirklich so lange getrennt bis man das Gitter einfach weglassen kann und es keinerlei Stress gibt.


Ich kenne deine Kaninchen nicht und kann nicht sagen ob es sich bessert oder zum großen Kampf kommt. Das kannst du besser einschätzen. Die vorletzte VG ist ja gescheitert bei mir (in 14 Jahren erst meine 2. VG die nicht geklappt hat). Ich musste sie ja verletzungsbedingt auch 2 Wochen getrennt halten durchs Gitter. Sie haben sich dadurch sogar geputzt usw. Als ich es dann aufgemacht habe konnte mein Kastrat trotzdem keine Ruhe geben und hat das Weibchen immer gejackt und versucht zu beißen. Die war zwar nicht sonderlich dominant aber halt 3 mal so schwer wie er. Habs dann gelassen.

Daggi 05.01.2019 22:52

In diesem Forum sind immer alle auf artgerechte Haltung und Fütterung aus
und beraten dem Entsprechend.
Dann kann eine Gittermethode nicht Artgerecht sein ! Auch wenn ich mich wohl gerade mal wieder unbeliebt mache, aber konsequent ist das nicht !
Ich musste mir auch schon mal anhören, dass es Tiere sind und sie es schon
unter sich ausmachen!
Nichts gegen dich Rakete, aber ich würde es nicht mit Gitter machen!
Ich habe auch vier Kaninchen. Es war bei mir auch nicht einfach.
Aber man darf und sollte die Nasen nicht vermenschlichen und denken sie bekommen
es nicht selbst geklärt! Und wenn du Angst vor Verletzungen hast, darfst du dir so eine
VG gar nicht erst antun!
Ich weiß wovon ich Rede, denn meine VG's waren auch keine Selbstgänger!
Als wir unsere Emmy vergesellschaftet haben, dachte ich das wird niemals etwas.
Sie war ein Häufchen Elend und hat vor Angst geschrien, sich in eine Ecke gedrückt, ist in die
Hinterfläufe gebissen worden. Überall war Blut und sie hat sich Schutzsuchend in meiner Armbeuge versteckt. Es blutet einem das Herz. Aber sie hat es überstanden und ist heute
die Chefin unserer Vierer Gruppe .
Natürlich muss jeder selbst einschätzen was gut ist für seine Kaninchen.
Ich möchte dir die Entscheidung nicht erschweren oder dir Vorwürfe machen.
Es ist ganz allein deine Entscheidung. Aber du hast gefragt und bittest um Hilfe und
Unterstützung. Dies ist nur meine Meinung dazu.
Nimm das mit, was du gebrauchen kannst.
Viel Erfolg weiterhin bei deiner VG !

gerti 05.01.2019 23:01

Mit einem positiven Kokzidienbefund würde ich auf gar keinem Fall eine VG machen. Das gehört behandelt, denn bei Stress explodieren sie. Evtl sind sie inzwischen schon auf dem Vormarsch. Dazu noch eine ordentliche Bissverletzung und das Immunsystem packt es nicht mehr.

Honeymouse 05.01.2019 23:02

Es gibt nicht DIE eine Methode, eine VG zurchzuführen, sondern es gibt verschiedene Methoden eine VG durchzuführen. Dazu zählt auch diese. Und auch diese funktioniert.
Es ist auch keine Art eine Haltung zu betreiben, sondern eine VG durchzuführen.

Daggi 05.01.2019 23:05

Zitat:

Zitat von Honeymouse (Beitrag 1131880)
Es gibt nicht DIE eine Methode, eine VG zurchzuführen, sondern es gibt verschiedene Methoden eine VG durchzuführen. Dazu zählt auch diese. Und auch diese funktioniert.
Es ist auch keine Art eine Haltung zu betreiben, sondern eine VG durchzuführen.

Das kann schon sein, dass sich die Gittermethode in manchen Fällen bewährt hat.
Aber ich halte davon nichts.

angelsfire 05.01.2019 23:09

Zitat:

Zitat von Daggi (Beitrag 1131881)
Das kann schon sein, dass sich die Gittermethode in manchen Fällen bewährt hat.
Aber ich halte davon nichts.


Musst du ja auch gar nicht. Jeder sammelt seine eigenen Erfahrungen und gibt diese Weiter. Trotzdem hat die Gittermethode nichts mit einer nicht artgerechten Haltung zu tun. Es ist einfach eine Möglichkeit der Zusammenführung. Deshalb verstehe ich nicht warum man sie in einem Forum, in dem es um artgerechte Haltung und Ernährung geht, nicht auch aufführen sollte.

Daggi 05.01.2019 23:15

Zitat:

Zitat von angelsfire (Beitrag 1131883)
Musst du ja auch gar nicht. Jeder sammelt seine eigenen Erfahrungen und gibt diese Weiter. Trotzdem hat die Gittermethode nichts mit einer nicht artgerechten Haltung zu tun. Es ist einfach eine Möglichkeit der Zusammenführung. Deshalb verstehe ich nicht warum man sie in einem Forum, in dem es um artgerechte Haltung und Ernährung geht, nicht auch aufführen sollte.

Ich habe ja auch nur gemeint, das es nicht dem Verhalten der Kanichen entspricht, sie von Gittern zu trennen. Aber ich habe auch keine Erfahrungen mit dieser Methode, weil ich sie nicht
angewand habe. Wenn andere damit Erfolg hatten ist es natürlich eine Möglickeit der VG ! :thumbsup:

Rakete 06.01.2019 01:26

@Daggi:
Ich habe sicher nicht bewusst einen Jungen Hüpfer genommen, sondern dass TH hat ihn mir als ruhiges und ausgewachsenes Kaninchen verkauft. Meine Einschätzung ist allerdings das Gegenteil davon. Am liebsten hätte ich ihn gleich am 2.Tag wieder zurück gebracht, als er noch alleine war.

Da ich nicht damit gerechnet habe, dass die Seniorin überhaupt noch 1 Jahr überlebt, wollte ich am Zustand des Dauer-Mobbings (v.a. durch die andere Häsin) nichts ändern. Aber sie ist eine Kämpferin... Die Situation hat sich mit Zunahme der Krankheit und dem Ableben des Chefs vor 1 Jahr verschärft.

Da bei ihr aktuell noch die Entfernung beider Augen droht, würde ich sie dann von den Anderen trennen müssen. Ein blindes Kaninchen werde ich sicherlich nicht in Einzelhaft setzen, da würde ich das Einschläfern vorziehen. Aktuell habe ich mich gegen das Einschläfern entschieden, obwohl das Tierspital auch dafür jetzt schon Verständnis hätte (aufgrund des Alters und ihrer Intensivtherapie)..

Gittermethode habe ich nur bei meinen jetzigen 2 Häsinnen angewandt, wenn ich krankheitshalber abtrennen musste (2-4 Wochen) oder zur Wiedereingliederung nach 9 Monate.

Leider hat die andere kastrierte Häsin aber langfristig ein Problem mit anderen Häsinnen, daher kommt keine weitere Häsin in Frage. Und inzwischen habe ich auch bemerkt, dass sie selbst mit 2 kranken, rangniedrigeren Kastraten ein Problem hatte, was in einem Fall schon zur Einschläferung führte. Mit ranghöheren Kastraten versteht sie sich aber immer super.

VG' s habe ich schon zur Genüge gemacht und hatte auch viele, die scheiterten, davon musste 4x genäht werden. Bei der letzten VG vor 2 Jahren musste die Seniorin aufgrund meines jetzigen Kastraten wieder zusammen geflickt werden.

Jedes Kaninchen hat einen eigenen Charakter und es passen leider noch lange nicht alle zusammen. Auf Biegen und Brechen muss man die Tiere nicht zusammen schweißen, das wird auch niemals funktionieren. So habe ich auch schon einen Kastraten 10 Monate lang von der Häsin quälen lassen (anders kann man es leider nicht nennen!), weil ich ganz früher mal dank Ratschläge dachte, es müsse einfach funktionieren.

Inzwischen habe ich schon ein gutes Gespür dafür entwickelt, was funktionieren kann und was nicht. Und ich habe gelernt, dass es kein Dauerrezept für eine VG gibt, denn die ist stark von den Charakteren abhängig.

Selbst eine VG mit denselben Kaninchen kann völlig anders aussehen: bei der 1. VG hatte ich schon Null Probleme, als ich später aus anderen Gründen wieder die gleiche VG machen musste, landete das auf dem Nähtisch eines TA's, von dem ich dann als Tierquäler hingestellt wurde...

Daggi 06.01.2019 11:13

Rakete, das ist bei dir schon eine sehr vertrackte Situation.
Das tut mir Leid, das du do schlechte Erfahrungen mit VG's machen musstest.
Bei mir waren bisher immer die Mädels am Ranghöchsten und extrem Revierbezogen.
Natürlich ist es immer von den einzelnen Charakteren abhängig , ob und wie eine Gruppe
funktioniert.
Was willst du denn jetzt tun ?
Es ist unter den gegebenen Umständen ja schwierig etwas zu raten.
Und wenn du deinen Neuzugang doch wieder zurück ins TH bringst ?
Bei deiner Situation hat das TH sicherlich Verständnis dafür ? :confused:

Rakete 06.01.2019 11:58

Ich hatte immer nur dominante Kastraten (mit 1 Ausnahme), die waren bis auf den letzt verstorbenen alle sehr revierbezogen. Das TH habe ich schon vor der VG informiert, dass das sehr schwierig wird, wenn nicht unmöglich. Das Zurückgeben wäre kein Problem. Ich werde aber mit denen zuerst nochmals sprechen und dann entscheiden...

Es ist auch schwierig abzuschätzen, denn mein Kastrat ist aggressiv gestimmt, wenn er mal eingesperrt wird, was nun seit 2 Wochen so ist! Das gibt ein etwas verzerrtes Bild ab... Und beim vorherigen Chef konnte er sich ja ohne jegliche Diskussion unterordnen, wenn auch keine vergleichbare Ausgangssituation. Daher habe ich es auch überhaupt in Erwägung gezogen.

Aber wenn sich der Neue nicht mit meiner Seniorin nicht richtig anfreunden kann, dann war das Ganze eh zwecklos. Es gab seit 14 Tagen an der der Beziehung keinerlei Verbesserung oder Annäherung. Und gemäß meinen Erfahrungen wurden daraus auch keine Freundschaften mehr, auch wenn man sich dann meist irgendwie toleriert und Nebeneinanders her gelebt hat (inklusive Gezicke). Diesen Zustand hat die Seniorin seit 3 Jahren. Und bei der Vorbesitzerin wurde sie schon in der 6-er Gruppe gemobbt. Sie ist ein Daueropfer...

Reine Paarhaltungen waren viel einfacher...

Daggi 06.01.2019 12:49

Zitat:

Zitat von Rakete (Beitrag 1131934)
Ich hatte immer nur dominante Kastraten (mit 1 Ausnahme), die waren bis auf den letzt verstorbenen alle sehr revierbezogen. Das TH habe ich schon vor der VG informiert, dass das sehr schwierig wird, wenn nicht unmöglich. Das Zurückgeben wäre kein Problem. Ich werde aber mit denen zuerst nochmals sprechen und dann entscheiden...

Es ist auch schwierig abzuschätzen, denn mein Kastrat ist aggressiv gestimmt, wenn er mal eingesperrt wird, was nun seit 2 Wochen so ist! Das gibt ein etwas verzerrtes Bild ab... Und beim vorherigen Chef konnte er sich ja ohne jegliche Diskussion unterordnen, wenn auch keine vergleichbare Ausgangssituation. Daher habe ich es auch überhaupt in Erwägung gezogen.

Aber wenn sich der Neue nicht mit meiner Seniorin nicht richtig anfreunden kann, dann war das Ganze eh zwecklos. Es gab seit 14 Tagen an der der Beziehung keinerlei Verbesserung oder Annäherung. Und gemäß meinen Erfahrungen wurden daraus auch keine Freundschaften mehr, auch wenn man sich dann meist irgendwie toleriert und Nebeneinanders her gelebt hat (inklusive Gezicke). Diesen Zustand hat die Seniorin seit 3 Jahren. Und bei der Vorbesitzerin wurde sie schon in der 6-er Gruppe gemobbt. Sie ist ein Daueropfer...

Reine Paarhaltungen waren viel einfacher...


Die arme Seniorin !
Und wenn du aus einer Auffangstation ein Leihkaninchen für sie nimmst ?
Hast du sowas bei dir in der Nähe ? Das wäre noch das Einzige was mir einfällt.
Ein älteres Männchen wäre für sie am Besten. Vielleicht auch ein Widderbock.
Widder sind vom Typ her schon ruhiger und unglaublich sozial. :rolleyes:

maximus 06.01.2019 13:24

Zitat:

Zitat von Daggi (Beitrag 1131954)
...
Widder sind vom Typ her schon ruhiger und unglaublich sozial. :rolleyes:

Ich hab hier Widder die sich regelrecht zerfleischen :eek:

Aber auch Widder die so gemütlich und friedlich sind, dass man es kaum glauben kann.

Man hat einfach keine Garantie.

Daggi 06.01.2019 13:55

Zitat:

Zitat von maximus (Beitrag 1131962)
Ich hab hier Widder die sich regelrecht zerfleischen :eek:

Aber auch Widder die so gemütlich und friedlich sind, dass man es kaum glauben kann.

Man hat einfach keine Garantie.


Ohje ! :confused5:
Eine Garantie gibt es nie, das stimmt wohl ! :rolleyes:

Daggi 10.01.2019 19:47

Hallo, Rakete! :seeya:
Ich wollte mal nachfragen, was aus deiner VG geworden ist? ;)

Nicky2212 10.01.2019 20:42

Ich hatte vorletztes Jahr eine schwierige Vergesellschaftung, obwohl es ein theoretisch passendes und kastriertes Pärchen war. Damals hab ich alles versucht und fast nicht dran geglaubt das die beiden zueinander finden. Mittlerweile sind sie ein Herz und eine Seele.
Meine Erfahrungen im Bezug auf VG:
Gittermethode war die schlechteste Variante, es staut sich nur Aggression auf und bei mir ging es zuletzt aufs Immunsystem meiner Süssen. Ich würde zukünftig immer wieder die Variante auf neutralem Boden machen, mit zwei Pappkartons (zwei oder drei Ausgänge) und gaaaaanz viel Zeit und Geduld. Umsiedeln an den endgültigen Ort auch nur wenn die Vg komplett abgeschlossen ist mit einigen Tagen kuscheln. Bei mir hat die VG beim letzten mal fast vier Wochen gedauert, es geht aber auch in anderen Fällen deutlich schneller, keine Sorge. Solltest du es nochmal versuchen wollen, so lasse zwei oder drei Wochen komplett ohne Sicht und Riechkontakt dazwischen. Alles Gute!

Rakete 11.01.2019 11:57

Eine VG hätte hier auf neutralem Boden nicht funktioniert. (Die Vorletzte habe ich so gemacht und hat ebenso mit dem Nähen geendet.). Es sind nun mal nicht alle Kaninchen miteinander verträglich, da kann man noch -zig Methoden ausprobieren... Und wenn es noch vertretbar war, habe ich auch schon 3 Monate (bis 10 Monate) ausgeharrt, bis ich dann trennte, weil ich keinen Sinn sah. An Geduld und Ausdauer fehlt es mir bestimmt nicht, nur provoziere ich nicht mit Gewalt ein Massaker...

Ich musste gestern die VG leider abbrechen. Es ist sogar viel stärker eskaliert, als ich vermutet hätte.

Zudem gab es keinerlei Annäherungen (wie Fressen, Kuscheln) in 3 Wochen zwischen dem Neuen und der Seniorin, es hat sich eher verschlechtert. Gemeinsame Stallaufenthalt ging gar nicht mehr.

Am Gitter war es eigentlich ruhig, mal abgesehen davon, dass mein Kastrat aggressiv war, weil er eben eingesperrt war.
Als ich das Gitter entfernte, eskalierte es gleich. Erstaunlicherweise zuerst mit dem Neuen und meiner anderen Häsin (wohl Revierverteidigung, normalerweise hält sie sich zu Beginn einer VG wochenlang heraus). Mein Kastrat, den ich fälschlicherweise als am Aggressivsten einstufte, flüchtete gleich aus dem Zimmer (sein Revier!). Ich musste die beiden ineinander Verbissenen mittels Kissenmethode (darauf einschlagen) voneinander 2x trennen. Die Häsin hatte danach genug, obwohl es ihr Revier war!

Leider verbissen sich danach die beiden Kastraten immer wieder ineinander. Es gab lediglich während 7 Stunden 3 Attacken, die nicht gleich ins Verbeißen endeten. Ein Ende war nicht abzusehen. Ich hätte sonst die ganze Nacht mit dem Kissen die Beiden trennen müssen. Das Verletzungsrisiko war mir so zu hoch.

Wobei der Neue sich als definitiv aggressiv erwies. Mein Kastrat hat sehr wohl Rückzieher gemacht. Der Neue verbiss sich aber hinterrücks und sehr hinterhältig ebenso in die Häsin, die ihm Ausweichen wollte, und wie am Spieß schrie. Das hat mir dann gereicht. Meinem Kastraten musste ich Schmerzmittel geben und die Wunden versorgen, die anderen haben außer Fell nichts davon getragen.

Mit dem Neuen stimmt definitiv etwas nicht. Er geht auf alles los, was sich bewegt, und das obwohl er mir aus der Hand frass. Zwar hat er mich nie gebissen und immer vorher gestoppt, aber ich denke er ist ein extrem unsicheres, (wohl nicht sozialisiertes) Kaninchen, das nur Angriff kennt. Komischerweise ist seine Körpersprache sonst relaxt (selbst während der VG), daher habe ich ihn total unterschätzt. Ich kenne sonst nur Kaninchen, deren angespannte Körperhaltung auch schon vor einem Angriff gut ersichtlich ist und man auch immer weiß, wann es dann gleich knallt.

Jetzt muss ich versuchen, meine Seniorin wieder Einzugliedern, was nach den letzten 3 Wochen Stress nochmals zusätzlicher Stress ist. Weiteres werde ich nicht mehr versuchen, außer irgendwann finde ich zufälligerweise ein hochbetagtes Kaninchen.

Daggi 11.01.2019 16:02

Das tut mir leid, für dich und deine Kaninchen.
Ich hätte sie auch getrennt. So macht es natürlich keinen Sinn. :confused:
Kannst du den Neuen denn nun wieder im Tierheim abgeben?
Und wie wäre es mit einem Leihkaninchen für die Seniorin ?

Rakete 11.01.2019 18:14

Der Neue ist wieder im TH ohne Verletzungen.

Ich bin gerade zurück vom TA, die Verletzungen meines Kastraten war doch gravierender als gestern kurz angeschaut. Unter Narkose mussten 3 von den zahlreichen Wunden gesäubert werden (die bei 6 Verbeissattacken entstanden). Und natürlich bekommt er AB.

Ein etwas teurer Spaß für 200 Euro, von dem ich im Vorfeld schon wusste, dass es nicht funktionieren wird...

Für die Seniorin werde ich momentan nichts mehr ändern. Allenfalls doch nochmal über das Einschläfern nachdenken...

Daggi 11.01.2019 22:32

Ohje, das ist übel !
Zum heulen, die Verletzungen, die Kosten
und das du schon geahnt hast, dass es nicht gut geht ! :mad:

Die Idee , deiner Seniorin mit einem Partner zu helfen war gut.
Das es so endet, mit dem Gedanken sie einschläfern zu lassen ,
ist nicht schön, aber verständlich!

Alles Gute, bei deiner Entscheidung!

Rakete 12.01.2019 11:45

Das Einschläfern hat nichts mit diesem Thread hier zu tun, sondern mit ihrer Augen-Erkrankung (dafür habe ich in einen anderen langen Thread ausführlich geschrieben). Sie war fast ein halbes Jahr deswegen im Tierspital in Behandlung und man kann nichts mehr für sie machen. Man würde sie auch einschläfern, wenn ich es mit ihrer täglichen, (für sie) stressigen Intensivbehandlung nicht mehr schaffe. Ferien wird es für mich auch nicht mehr geben, solange sie lebt.

Ich wollte her die kurze Zeit, die sie noch hat, mit einem Partner verschönern...

Daggi 13.01.2019 00:00

Zitat:

Zitat von Rakete (Beitrag 1132772)
Das Einschläfern hat nichts mit diesem Thread hier zu tun, sondern mit ihrer Augen-Erkrankung (dafür habe ich in einen anderen langen Thread ausführlich geschrieben). Sie war fast ein halbes Jahr deswegen im Tierspital in Behandlung und man kann nichts mehr für sie machen. Man würde sie auch einschläfern, wenn ich es mit ihrer täglichen, (für sie) stressigen Intensivbehandlung nicht mehr schaffe. Ferien wird es für mich auch nicht mehr geben, solange sie lebt.

Ich wollte her die kurze Zeit, die sie noch hat, mit einem Partner verschönern...

JA, das ist mir schon klar !
Entschuldigung, das ich mich für deine Probleme interessiere und daran
Anteil nehme!
Hier kann man wirklich schreiben was man will, es ist immer irgendwie falsch!

Honeymouse 13.01.2019 10:18

Daggi, was ist denn nun dein Problem? :confused:
Rakete hat doch nur erklärt, warum sie ihr Tier einschläfern würde - dass das so halt nichts mit der VG zu tun, sondern an der Gesundheit liegen würde.

dangerschaf 13.01.2019 10:22

Zitat:

Zitat von Honeymouse (Beitrag 1132853)
Daggi, was ist denn nun dein Problem? :confused:
Rakete hat doch nur erklärt, warum sie ihr Tier einschläfern würde - dass das so halt nichts mit der VG zu tun, sondern an der Gesundheit liegen würde.

Hab ich auch so verstanden.. Ich selbst war an dem Satz mit dem Einschläfern hängen geblieben und dann sehr froh über die nachträgliche Erklärung. Ich kannte den anderen Thread nicht und dachte daher wirklich, es ginge dabei um die VG Probleme.

Daggi 13.01.2019 10:40

Es ging doch aber darum, dass Rakete das Kaninchen aus dem Tierheim für die Seniorin
geholt hat. Als es mit der VG nicht geklappt hat , wegen der Aggressionen, hat sie geschrieben, dass sie die Senioren wieder in der Gruppe eingliedern möchte und darüber nachdenkt, sie auf Grund der Erkrankung doch einschläfern zu lassen.

Dann habe ich mich vielleicht falsch ausgedrückt !? :confused:

Ich hatte ein Leihkaninchen vorgeschlagen.
Schade, dass es darauf keine Antwort gab.
Wäre in der Situation für mich am Sinnvollsten !

Rakete 13.01.2019 11:30

Kein Problem wegen dem Missverständnis :wink5:
Ich wollte mich jetzt nicht noch mal in langen Erklärungen hinreißen lassen, weil es für jedermann wieder viel zu lesen gibt...

Leihkaninchen gibt es bei uns nicht. Aber für mich ist es auch kein Problem, ein Tier aus dem Tierheim zu nehmen und dann später wieder zurück zu geben, falls ich denn das tatsächlich so entscheiden würde... Das schwierige ist wie immer, aus dem TH ein altes Kaninchen zu finden. Die Meisten sind jung.

Eigentlich wollte ich vor 1 Jahr ja mit der Haltung aufhören, weil ich psychisch über den (wieder mal ) verschuldeten Tod meines Lieblingskaninchen nicht hinweg kam. Nur der Seniorin zu Liebe und ihrer Errkrankung habe ich weiter gemacht. Ich habe nicht damit gerechnet, dass die Kämpferin so lange lebt. Wer weiß, wieviel Zeit sie noch hat und ob die Suche nach einem Partnertier wirklich Sinn macht, oder dann das Ende gar beschleunigt... Sowas hatte ich letztes Jahr leider auch und die VG war die falsche Entscheidung.

Vielleicht wäre es auch besser, den Zustand so zu belassen, daher habe ich mich bis JETZT auch nicht wirklich auf die Suche gemacht. Und momentan war das genügend Stress für die Seniorin; ich habe damit auch ihre weitere Gesundheit riskiert. Das hätte auch genau so gut nach hinten los gehen können.

Es ist schwierig, eine richtige Entscheidung zu treffen. Falsche habe ich schon genügend gemacht und hatte das Leben der Tiere so auf dem Gewissen.

Ihr Schnupfen ist eine starke Belastung. Ich war letztes Mal vor 1 Jahr in den Ferien und auch nur, weil ich sie für die Zeit zur Pflege der TÄ geben konnte (und musste danach eben wieder vergesellschaften, was Stress ist). Da seitdem die Augenerkrankung hinzu gekommen ist, ist der Aufwand noch viel größer geworden. Eigentlich sollte ich da 2x täglich behandeln, mache aber nur 1x, weil die Wärmepackungen für die Augen sehr stressig für uns Beide sind. Ob das reicht, weiß ich nicht. Momentan ist der Zustand zwar okay, sollte es sich aber jederzeit wieder verschlimmern, wird das Tierspital auf Einschläferung bestehen und nicht weiter behandeln wollen.

Honeymouse 13.01.2019 11:36

Darauf bestehen darf der Tierarzt aber nicht! Das ist ganz allein deine Entscheidung! Er darf dir dazu raten, aber dir nicht die Behandlung verweigern, nur weil du nicht einschläfern willst.

Rakete 13.01.2019 11:53

Klar, ist das so. Sie haben mir nur erklärt, dass das Behandlungspotential ausgeschöpft ist und ich mich irgendwann entscheiden muss, wie es weiter geht. Ich kann nur prophylaktisch intensiv behandeln (was ein ewiger Kampf mit der Seniorin ist, weil sie sich so wehrt). Bei Verschlimmerung droht die Entfernung beider Augen oder ich schläfere sie ein. Sie leiden zu lassen, ist ja auch keine Option, wenn sie wieder dauernd Hornhautverletzungen über Monate hinweg hat, die nicht abklingen. Augenentfernung kommt für MICH nicht in Frage, wenn es bedeutete, dass sie blind alleine leben muss: die wird dann verkümmern.

Daggi 13.01.2019 13:08

Das ist wirklich alles ganz furchtbar!
Ich wünsche dir viel Kraft !
Es ist nicht leicht, eine Entscheidung treffen zu müssen !
Alles Gute für dich und deine kranke Seniorin !

Rakete 02.02.2019 18:57

Ich hänge mal meine Neue Frage hier an dem alten Thread an, weil es immer noch um meine Kaninchen mit möglicher VG geht:

Ich habe in einem weit entfernten TH ein angeblich alten, sehr ruhigen Rammler gefunden, der allerdings ein Fundtier ist (daher keine Altersangaben). Auf dem Foto sieht er tatsächlich alt aus, zumindest mit ergrautem Haar um Augen und Nasenbereich.

Das Problem: er ist Unkastriert, weil man dies im aufgrund des Alters keine Narkose mehr zumuten möchte. Diesen Wunsch des TH müsste ich (vermutlich) akzeptieren, wenn ich ihn aufnehmen würde.

Zwar sind auch meine Häsinnen kastriert, aber ich habe die Befürchtung, dass mein dominanter Kastrat vielleicht auch keinen ruhigen Senior akzeptiert, der sicher nach Rammler riecht...! Ich will nicht, dass dann mein Kastrat den Neuen selbst kastriert...

Ich könnte zwar immer noch getrennte Paarhaltung machen, aber das würde das Problem nicht lösen, wenn ein Senior stirbt.

Erfahrungen mit Unkastrierte Rammler und Kastraten habe ich keine.
Hat jemand eine Idee, ob sowas überhaupt gut gehen könnte?

dangerschaf 02.02.2019 20:35

Angy hält unkastrierte Rammler mit Kastraten.. Ich glaube, ich würde ihn einfach kastrieren lassen, sobald er bei mir ist. Vorausgesetzt es gibt keinen zwingenden medizinischen Grund, der gegen eine Narkose spricht.


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