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Zitat von Aen ...
Weibchen und Spätkastrat sei okay, denn ein Spätkastrat habe als Ex-Rammler immerhin noch das entsprechende Verhaltensrepertoire, sei also in der Lage, die sexuellen Lockgebärden des (unkastrierten) Weibchens wenigstens hin und wieder „im Leerlauf rammelnd“ zu beantworten. Klappt das nicht, sei häufiger Ehezoff aber auch vorprogrammiert. |

Kann ich definitiv verneinen. Leo war mindestens 3, eher 4 Jahre alt als er kastriert wurde. Und den habe ich nicht ein einziges Mal rammeln sehen. Gerammelt hat bei mir nur die ranghöchste Häsin. Ehezoff kann ich übrigens auch verneinen. Leo war mit beiden Mädels äußerst harmonisch und hat sich übrigens auch ohne rammeln durchgesetzt - wurde eine Zicke zu frech, gab es einen energischen Kopfstoß in die Rippen.
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Keine Ahnung, inwiefern das stimmt oder eher vom Menschen aus gedacht und spekulativ aufgerundet ist.
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Ich denke, der Grundgedanke dürfte schon auf Erfahrungswerten beruhen. Allerdings bleibt es eine Einzelfallbetrachtung. Und man darf auch nicht vergessen, dass die Hoden nicht das einzige hormonproduzierende Material im Körper sind, so dass es durchaus auch Frühkastraten gibt die wissen was Kaninchendame von Welt von ihnen erwartet. Das kommt schon auch ein Stück weit auf die individuelle Veranlagung an.
Um auf die Frage am Anfang des Threads zurückzukommen:
Mich würde auch interessieren, woher die Aussage stammt. Wurde das von Katzen auf Kaninchen übertragen? Mir ist eine derartige Aussage nämlich unbekannt, trotz der vielen Jahre Kaninchenerfahrung.
Mit dem Begriff artgerecht wird normalerweise mindestens Paarhaltung in Verbindung gebracht. Einige gehen da auch weiter und sagen, nur Gruppenhaltung sei wirklich artgerecht, da Wildkaninchen ja in Gruppen leben und nicht als Paare.
Grundsätzlich lässt sich sagen: Mindestens 2 Kaninchen müssen es schon sein.
Zwei Kastraten können wunderbar harmonieren, müssen es aber nicht zwangsläufig - es gibt ein paar wenige Beispiele, wo ein Kastrat keine anderen Kastraten neben sich duldet.
Zwei Häsinnen miteinander sind meist recht zickig, und brauchen entsprechend ein sehr großes Gehege. Es gibt jedoch auch funktionierende reine Häsinnengruppen.
Bei einem Paar ist durch das Fehlen der geschlechtsinternen Rangordnungsstreitigkeiten oft recht schnell ein harmonisches Miteinander zu erreichen, was fast immer auch dauerhaften Bestand hat.
Ob nun eine dieser Kombinationen artgerechter ist als andere, wage ich zu bezweifeln. Ich würde mich grundsätzlich bei der Definition dieses Begriffes denjenigen anschließen, die in diesem Zusammenhang die Haltung einer Gruppe ab 4 Tiere aufwärts nennen. Man kann in solchen Gruppen ein sehr viel differenzierteres Verhaltensbild beobachten, einfach schon aus dem Grund dass mehr verschiedene Charaktere aufeinandertreffen.
Grundsätzlich heiße ich alles gut, was keine Einzelhaltung ist - immer vorausgesetzt, die restlichen Anforderungen an ein brauchbares Kaninchenleben (ausreichend Platz, gesunde Ernährungsweise) stimmen ebenfalls.