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Kaninchen über den Winter in die Wohnung holen auf Kaninchen Forum

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Registriert seit: 24.06.2017
Beiträge: 801
CindyH befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 30.10.2017, 23:22

Einhorn,

Du hast mich da etwas falsch verstanden.
Ich befürworte ausdrücklich ebenso Außenhaltung und habe auch geschrieben, daß ich in beschriebenem Fall die Kaninchen nur aufgrund dessen, daß man einen engeren Kontakt zu ihnen haben möchte, nicht reinholen würde, da das Wohl des Tieres immer vor geht.

Trotzdem bin ich der Überzeugung, daß es, wenn überhaupt, nur ganz, ganz wenige Kaninchen sind, die tatsächlich keine Nähe zu Menschen möchten.
Ich stell ja auch überhaupt nicht in Abrede, daß Du oder irgendjemand anders sich nicht um die Karnickel bemühen würde; aber es ist doch auch ganz logisch und verständlich, daß es einen riesen Unterschied darstellt, ob ich die Karnickel nun in AH habe und mich öfter am Tag bei ihnen aufhalte, in Wohnungshaltung in einem abgetrennten Gehege oder Zimmer oder aber in völlig freier Wohnungshaltung, wo die Tiere vollkommen in das normale Alltagsleben miteingebunden sind und ich automatisch ständig, Tag und Nacht, bei ihnen bin.

Daß sie in letzterer Haltung natürlich um einiges zutraulicher werden, ist doch einleuchtend; ebenso, daß durch die große Enge und Nähe zu ihnen Charakter- und Verhaltensweisen zutage treten, die man so bei AH zB niemals wahrnehmen könnte / würde.

Dabei habe ich auch nicht von meinen beiden auf alle anderen Kaninchen geschlossen, sondern von meinen Erfahrungen berichtet, die von mehr als nur meinen jetzigen beiden bestimmt werden; das sind ja nicht meine ersten Karnickel, ich habe Karnickel seit der Grundschule.

Unterschiedlich sind Kaninchen ohne Frage, jedes hat seinen eigenen Charakter; und wenn es auch variiert, zB wo Kaninchen gerne gestreichelt werden wollen etc, so war es über die Jahre bei all meinen Kaninchen grundsätzlich immer so, daß sie durchweg überaus anhänglich, zutraulich und schmusebedürftig geworden sind.
Da ich jetzt nicht davon ausgehe, daß ich "Kaninchenflüsterin" bin oder einer von Euch sich nicht genug um seine Kaninchen bemühen würde, gehe ich davon aus, daß es eben an der freien Wohnungshaltung liegt plus dem Umstand, daß ich schon immer denselben Tagesrythmus wie meine Kaninchen drin hatte bzw den sogar auf sie abstimme, was gerade auch die Schlafenszeiten etc angeht.

Ob eine solche Frage nun ein neues Forenmitglied oder ein alteingesessenes Forenmitglied stellt, spielt für mich in der Beantwortung im Übrigen keine Rolle; ich denke, daß ehrliche Antworten erwartet werden, weshalb ich meine Erfahrungen diesbezüglich auch neuen Mitgliedern gegenüber nicht zurückbehalten werde.



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Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 31.10.2017, 20:38

Zitat:
Zitat von CindyH Beitrag anzeigen
...
Da ich jetzt nicht davon ausgehe, daß ich "Kaninchenflüsterin" bin oder einer von Euch sich nicht genug um seine Kaninchen bemühen würde, gehe ich davon aus, daß es eben an der freien Wohnungshaltung liegt plus dem Umstand, daß ich schon immer denselben Tagesrythmus wie meine Kaninchen drin hatte bzw den sogar auf sie abstimme, was gerade auch die Schlafenszeiten etc angeht.
...
Ich denke eher, dass du Glück hattest.

Von meinen Kaninchen war ausgerechnet das am anhänglichsten und zutraulichsten von dem man es am wenigsten hätte erwarten sollen: Leo. Außenhaltung sein Leben lang, nur Kontakt zum Zwangskuscheln oder wenn er als Spielzeug für den Hundewelpen missbraucht wurde ("die spielen ja sooo schön zusammen") Dann, bei mir, direkt die Notwendigkeit medizinischer Behandlungen. Woher er sein Vetrauen nahm? Vielleicht hat er gespürt dass ich ihm helfen wollte. Vielleicht war es aber auch - zumindest teilweise - auch nach der VG mit den Mädels noch seine jahrelange Fehlprägung.

Von einer Fehlprägung würde ich auch ausgehen, wenn ich ein Verhalten beobachten würde wie du es beschreibst, daß mich ein Kaninchen mit großem Aufwand sucht. Kaninchen sind bestens in der Lage, Artgenossen und Menschen zu unterscheiden und zeigen das im Normalfall deutlich in ihrem Verhalten. Da wäre eine so auffällige Beobachtung für mich ein Grund, das beobachtete Verhalten kritisch zu hinterfragen.




Gesperrt
 
Registriert seit: 24.06.2017
Beiträge: 801
CindyH befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 01.11.2017, 05:24

Zitat:
Zitat von Lupine Beitrag anzeigen
Ich denke eher, dass du Glück hattest.

(...)

Von einer Fehlprägung würde ich auch ausgehen, wenn ich ein Verhalten beobachten würde wie du es beschreibst, daß mich ein Kaninchen mit großem Aufwand sucht. Kaninchen sind bestens in der Lage, Artgenossen und Menschen zu unterscheiden und zeigen das im Normalfall deutlich in ihrem Verhalten. Da wäre eine so auffällige Beobachtung für mich ein Grund, das beobachtete Verhalten kritisch zu hinterfragen.
Daß Kaninchen zwischen Menschen und Artgenossen unterscheiden können, bezweifel gerade ich nicht, da ich die Tierchen als sehr intelligent kennenlernen durfte.
Und eben diese Intelligenz macht es aus, daß der Großteil der Kaninchen bei so engem Kontakt, wie ich ihn zu ihnen halte, dermaßen zutraulich und anhänglich werden wie von mir beschrieben.
Hierbei von einer Fehlprägung auszugehen, nachdem man den Faktor Glück zuerst angesprochen hat, welcher vielleicht bei zwei oder drei Kaninchen mal zutreffen mag, nicht aber bei durchgehend jedem meiner Kaninchen, ist schon arg weit daneben gelandet; dann hätten alle Karnickel, die ich bisher hatte und gekannt habe (also nicht nur meine eigenen) eine Verhaltensstörung gehabt, trotz fast perfekter Haltung, also überaus viel Platz, Artgenossen, gesunde Ernährung, viel Beschäftigung.
Ebenso sind meine Erfahrungen unabhängig von dem Alter, Geschlecht und der Vorgeschichte des Kaninchen.
Ich hatte sowohl Kaninchen, welche erst in hohem Alter zu mir kamen als auch ganz junge und mittlere; ich hatte Kaninchen aus guter und schlechter sowie ganz miserabler, quälender Haltung; und ich hatte Männchen und Weibchen, kastriert und nicht kastriert.

Nur, weil man selbst Kaninchen (noch) nicht von dieser Seite kennenlernen konnte, heißt das nicht, daß sie verhaltensgestört sind, wenn sie sich anders verhalten als von den meisten, selbst jahrelangen Kaninchenhaltern, erwartet.

Hier im Forum hat erst neulich in einem anderen Bereich eine Nutzerin davon berichtet, wie sehr ihre Kaninchen plötzlich aufleben, mutiger und zutraulicher werden, seitdem sie öfter zuhause ist und sie frei in der Wohnung laufen läßt.
Dabei hat doch auch keiner von einer Verhaltensstörung gesprochen, obwohl solch ein Verhalten genau der Anfang zu dem innigen Verhältnis ist, wie ich es beschrieben habe.

Nochmal zum Verständnis:
ich bin fast ständig bei meinen Kaninchen. Ich geh erst ins Bett, wenn meine Karnickel ihre Schlafenszeit halten; ihr Hauptmittelpunkt ist bei uns neben Sofa und unterm Wohnzimmertisch. Der Käfig steht auf der einen Seite vom Sofa, Faxes Versteck auf der anderen Seite, nebst Klo und "Ferienhaus" (ein Weidenkorb, welcher ebenfalls als Klo und Buddelecke benutzt wird).
Meine gesamte Wohnung gleicht eher einem Hasenbau als einer Menschenwohnung, meine Kaninchen und ihr ganzes Gerümpel (mehrere Häuser, Tunnel etc) nehmen den meisten Platz in jedem Zimmer außer der Küche und dem Bad ein. Aber auch in diese Räume dürfen sie jederzeit. Sie können aufs Bett, sie können aufs Sofa.
Ich liege oft stundenlang bei ihnen auf dem Boden, hab dort sogar schon geschlafen; ich beobachte sie automatisch ständig.

Erst, wenn das jemand ebenso macht wie ich, inklusive dem, wie er auf die Kaninchen zugeht etc, und dessen Kaninchen dann immer noch scheu bleiben, kann derjenige behaupten, daß Kaninchen ihre Menschen nur als Futtergeber sehen würden.




Benutzerbild von flyrider
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 16.10.2014
Beiträge: 693
flyrider befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 01.11.2017, 08:01

Ich möchte da zustimmen, ich denke auch, die Bindung ist (natürlich) durch den Charakter geprägt, aber auch massiv durch die Zeit, die man mit den Ninchen verbringt.
Die zutraulichste Hasendame, die wir jemals hatten, war mit fünfzehn Wochen bei der VG so stark verletzt worden, dass wir ihr eine große Wunde im Bauchraum täglich mehrmals spülen mussten und sehr oft Medikamente verabreichen mussten,sie musste während dieser Zeit im Zimmer meiner Tochter wohnen... Trotz (oder gerade?) wegen dieser Erfahrungen war sie immer sehr auf uns fixiert, kam immer angehoppelt wenn man kam und hat Streicheleinheiten regelrecht eingefordert.
Nebenbei gesagt kenne ich diese Diskussion auch bei Pferden, kenne aber einen Fall, dass das Pferd im Offenstall (fast ohne Menschenkontakt, nicht mal beim Füttern) dann regelrecht "verwildert" ist. Da frage ich mich schon, warum halte ich diese Tiere dann? Ich persönlich denke, es heißt "Haus"tiere, weil sie eben gewöhnlich im oder zumindest am Haus leben...und wenn jemand eine nähere Beziehung zu seinen Tieren möchte, muss er auch entsprechend viel Zeit mit ihnen verbringen, was in Außenhaltung eben manchmal schwierig ist...
PS: Unsere Kaninchen leben übrigens auch "draußen", im Sommer im Außengehege, im Winter im Gartenhaus...da heißt es, sich zum Kuscheln manchmal warm anzuziehen...



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Geändert von flyrider (01.11.2017 um 08:09 Uhr).

Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 01.11.2017, 13:37

Nochmal zum besseren Verständnis ganz klar und deutlich: ich habe nicht von normaler Zutraulichkeit gesprochen. Es ist klar, dass diese zunimmt, je intensiver ein unaufdringliches Kontaktangebot seitens des Menschen besteht, was jedoch nicht zwangsläufig zu Streichelkaninchen führen muss (bei entsprechendem geduldigem Umgang aber durchaus kann ).

Ein Kaninchen jedoch was trotz der Anwesenheit von Artgenossen "seinen" Menschen mit großem Aufwand sucht bis es ihn gefunden hat (so wie beschrieben) halte ich für fehlgeprägt. Ein solches Verhalten wird üblicherweise bei Paarhaltung oder besonders enger Beziehung unter zwei Kaninchen Artgenossen gegenüber gezeigt, während Menschen mit freundlichem Interesse und Forderungen bezüglich Futter oder Streicheleinheiten konfrontiert werden sobald sie anwesend sind und dem Kaninchen gerade nach Aktivität zumute ist, jedoch bei Abwesenheit nicht verzweifelt gesucht werden. Üblicherweise wird sich ein Kaninchen, sobald der Mensch sich entfernt, umgehend wieder seinen Artgenossen bzw. der vorherigen Tätigkeit zuwenden.




Gesperrt
 
Registriert seit: 24.06.2017
Beiträge: 801
CindyH befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 01.11.2017, 14:12

Lupine,

ich habe nichts von verzweifeltem Suchen gesagt.
Es wird gesucht, wie zB auch das Partnertier gesucht wird, dabei ist keine Spur von Verzweiflung.
Ich hatte sogar mal ein Kaninchen, welches tatsächlich auf Kommando gesucht hat.

Eigentlich bestätigt Deine Antwort nur das, was ich zuvor geschildert habe:
jemand, der seine Kaninchen nicht so hält wie ich es tue, wird niemals alle Aspekte dieser Tierchen kennenlernen können und erleben dürfen, weil einfach diese enge Nähe fehlt.
Kaninchen können ohne weiteres trotz Partnertier auf ihren Menschen geprägt sein; daran ist nichts fehlgeprägt, das ist nun mal das Wesen von Karnickel.

Würde das eine Fehlprägung darstellen und wäre dies etwas schlechtes, da widernatürlich, dürfte man sich nur eigentlich nur noch Fische halten, reine Beobachtungstiere, da man zu allen anderen intelligenten Tierarten eine Bindung aufbauen kann, welche dann ja wiederum zu einer Fehlprägung führen könnte.

Die Intelligenz ist da auch so ein Knackpunkt; nur intelligente Tiere sind zu solch einer engen Bindung, wie ich sie von Anfang an bei Kaninchen erleben konnte, überhaupt fähig.
Wenn man von der Annahme ausgeht, daß Kaninchen Menschen gegenüber zu solcherlei Bindungen eigentlich nicht neigen bzw nur dann, wenn sie zB durch Einzelhaltung etc fehlgeprägt sind, spricht man den Kleinen ein ganzes Stück Intelligenz ab, welches bei so engem Kontakt zutage tritt.

Ich nehme Haustiere als Familienmitglieder auf und möchte keine Beobachtungstiere, die neben mir her leben, aber ansonsten keine Bindung außer der Verknüpfung des Fressens zu mir haben.
Und ich bin sehr froh, daß mir bisher jedes Kaninchen, welches ich kennenlernen konnte, gezeigt hat, daß sie Familienmitglieder und eben gerade keine Beobachtungstiere sind.




Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 01.11.2017, 14:28

Wir haben offenbar sehr unterschiedliche Sichtweisen. Ich setze voraus, dass für eine Aktion grundsätzlich ein Antrieb vorhanden sein muss. Je aufwändiger die Aktion, desto stärker der Antrieb. Wenn ein Kaninchen gezielt und ohne sich zwischenzeitlich anderweitig zu beschäftigen eine komplette Wohnung nach einem Menschen absucht sobald dieser sich entfernt, sehe ich eine sehr aufwändige Aktion und suche entsprechend nach dem zugrunde liegenden Antrieb.

Möglicherweise habe ich deine Schilderung aber auch missinterpretiert, und es handelt sich nicht um ein gezieltes suchen was vor dem Erfolg der Suche nicht abgebrochen oder unterbrochen wird, sondern eher um eine beiläufige Suche, die nur mäßig zielgerichtet und eher von Neugier geprägt ist und von der sich das Kaninchen durch interessante Zwischenfunde auch ablenken lassen würde? Das würde ich anders bewerten als den ersten Fall, und von rein natürlicher Neugier ausgehen.

Ich hatte aber anhand deiner Schilderung den Eindruck gewonnen, dass es sich um eine ausgesprochen zielgerichtete Aktion handelt, der eben ein äußerst starker Antrieb zugrunde liegen würde.




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 02.07.2017
Beiträge: 51
netty71 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 31.10.2017, 22:17

Zitat:
Zitat von CindyH Beitrag anzeigen
Einhorn,


Trotzdem bin ich der Überzeugung, daß es, wenn überhaupt, nur ganz, ganz wenige Kaninchen sind, die tatsächlich keine Nähe zu Menschen möchten.
Ich stell ja auch überhaupt nicht in Abrede, daß Du oder irgendjemand anders sich nicht um die Karnickel bemühen würde; aber es ist doch auch ganz logisch und verständlich, daß es einen riesen Unterschied darstellt, ob ich die Karnickel nun in AH habe und mich öfter am Tag bei ihnen aufhalte, in Wohnungshaltung in einem abgetrennten Gehege oder Zimmer oder aber in völlig freier Wohnungshaltung, wo die Tiere vollkommen in das normale Alltagsleben miteingebunden sind und ich automatisch ständig, Tag und Nacht, bei ihnen bin.

Daß sie in letzterer Haltung natürlich um einiges zutraulicher werden, ist doch einleuchtend; ebenso, daß durch die große Enge und Nähe zu ihnen Charakter- und Verhaltensweisen zutage treten, die man so bei AH zB niemals wahrnehmen könnte / würde.

Dabei habe ich auch nicht von meinen beiden auf alle anderen Kaninchen geschlossen, sondern von meinen Erfahrungen berichtet, die von mehr als nur meinen jetzigen beiden bestimmt werden; das sind ja nicht meine ersten Karnickel, ich habe Karnickel seit der Grundschule.

Unterschiedlich sind Kaninchen ohne Frage, jedes hat seinen eigenen Charakter; und wenn es auch variiert, zB wo Kaninchen gerne gestreichelt werden wollen etc, so war es über die Jahre bei all meinen Kaninchen grundsätzlich immer so, daß sie durchweg überaus anhänglich, zutraulich und schmusebedürftig geworden sind.
Da ich jetzt nicht davon ausgehe, daß ich "Kaninchenflüsterin" bin oder einer von Euch sich nicht genug um seine Kaninchen bemühen würde, gehe ich davon aus, daß es eben an der freien Wohnungshaltung liegt plus dem Umstand, daß ich schon immer denselben Tagesrythmus wie meine Kaninchen drin hatte bzw den sogar auf sie abstimme, was gerade auch die Schlafenszeiten etc angeht.

Ob eine solche Frage nun ein neues Forenmitglied oder ein alteingesessenes Forenmitglied stellt, spielt für mich in der Beantwortung im Übrigen keine Rolle; ich denke, daß ehrliche Antworten erwartet werden, weshalb ich meine Erfahrungen diesbezüglich auch neuen Mitgliedern gegenüber nicht zurückbehalten werde.

Ich kann mich hier in Teilen anschließen. Als im Sommer vergangenen Jahres 2 kleine Zwergdamen bei uns einzogen, ging ich noch voll arbeiten. Ich hatte wenig Zeit, mich ausgiebig mit ihnen zu beschäftigen. Meine jüngste Tochter nahm sich mehr Zeit und deshalb ist auch eine der Damen ihr gegenüber zutraulicher als zu mir. Seit ich daheim bin haben wir einen Zwergenmann und seit ner Weile noch einen weiteren Zwergenmann. Für diese Beiden habe ich nun weit aus mehr Zeit, als damals für die Damen. Die erste Zeit ist prägend für das Miteinander. Beim ersten Mann habe ich mich viel zu ihm gesetzt und ihn einfach nur beobachtet, wie er im Zimmer seine Freudensprünge gemacht hat und erst dann immer mehr von selbst zu mir gekommen. Er war ja lange genug in Quartantäne, bis er selbst entschieden hat, dass es endlich an der Zeit war, die Mädels kennen zu lernen. Beim neuesten Sproß habe ich auch wieder mehr Zeit und er ist jünger als der erste Mann, als er zu uns kam. Er hat mir schon die Hand geleckt, was bisher noch keines der 3 anderen gemacht hat.
Ich vermute, in Außenhaltung setzen sich die wenigsten viele Stunden ins Gehege, einfach nur so, um seinen Zwerge nah zu sein.

Alle 4 sollen im kommenden Jahr dann auch in ein Freigehege ziehen. Wie die Verbindung dann sein wird, kann man dann erst sagen.



Antwort

Stichworte
haltung, sozialisierung, winter, wohnungshaltung



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