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Habt ihr schonmal Tiere beobachtet, wie die ihren Kindern Grenzen aufzeigen? Richtig, sie zwicken, schubsen, treten.
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| Ich habe nie behauptet, dass man Kindern nicht ihre Grenzen aufzeigen müsste. Und ob man das muss – ich arbeite derzeit in der Kinderbetreuung, kann davon also durchaus ein Lied singen. Dafür gibt es aber andere Mittel und Wege, als die Hand zu erheben. Gewalt beginnt da, wo du etwas mit der Intention tust, deinem Gegenüber wehzutun. Ob Ohrfeige, Klaps auf den Hintern oder eine Tracht Prügel, ist an dieser Stelle erst einmal irrelevant. Und ja, auch der Klaps auf das Hinterteil geschieht mit der Intention, dem Kind wehzutun. Ganz egal, ob eine Windel dazwischen liegt oder nicht. Wenn es nicht wehtäte, würde es auch nicht abschrecken und damit seine Wirkung verfehlen. Dass du selbst sowas durchmachen musstest, tut mir Leid, doch gerade dann verstehe ich nicht, wie du Gewalt als Erziehungsmaßnahme gutheißen kannst. Und auch wenn du dich heute gut mit deinem Vater verstehst, heißt das nicht, dass dein Sohn das in ein paar Jahren genauso empfindet. (Kann an dieser Stelle natürlich auch nur spekulieren, weiß ja nicht, wie alt er ist, etc.) Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich dir aber sagen, dass jedes Maß an Gewalt durchaus für Gebrochenheit zwischen Eltern und Kind sorgen kann. Meinem Vater ist gelegentlich die Hand ausgerutscht. Und wir sprechen hier, wohlbemerkt, nur von Übersprungshandlungen, in ruhigen Momenten weiß mein Vater ganz genau und sagt auch, dass Gewalt in der Erziehung nichts zu suchen hat. Dennoch, alles, was diese Ausrutscher bei mir bewirkt haben, ist, dass ich zeitweise jeglichen Respekt vor ihm verloren und noch immer ein angespanntes Verhältnis zu ihm habe. Meine Mutter hat mir dagegen zwar Grenzen aufgezeigt, aber nie die Hand gegen mich erhoben, und sich durchaus die Zeit genommen, mit mir zu diskutieren. Eine Menge sogar. Das mag dir vielleicht zu aufwendig sein und unnötig erscheinen, ist aber das Rezept, um mündige Persöhnlichkeiten aufzuziehen, die sich auszudrücken wissen und, anders als du es darstellst, sich benehmen können. Ich für meinen Teil musste als Kind niemandem peinlich sein. Und auch heute noch, würde ich behaupten, ziemlich gut gelungen zu sein – ganz ohne Klaps auf den Po oder anderweitige Gewalt in der Erziehung. Weder mein Bruder, noch ich, trinken, rauchen, kiffen oder nehmen Drogen. Wir beide haben unser Abitur mit überdurchschnittlich gutem Ergebnis geschafft, ich bin bereits mit 17 von Zuhause ausgezogen, weil ich auf eigenen Beinen stehen wollte und steuere so viel Geld bei, wie es mir irgendmöglich ist. Die Aussage, die heutige Jugend könne sich nicht mehr benehmen, ist nicht nur extrem anmaßend, sondern schlicht und ergreifend falsch. Ich habe vor niemandem so viel Respekt wie vor meiner Mutter, diese Frau ist mein größtes Vorbild und die eine Vertrauensperson, auf die ich niemals verzichten könnte. Das wäre nicht so, wenn sie mich jemals geschlagen hätte, das kann ich dir garantieren. Wenn sich ein Kleinkind daneben benimmt, kann man die Stimme erheben, ihm ein Spielzeug wegnehmen oder es meinetwegen ins Kinderzimmer verfrachten. Aber Gewalt sollte niemals! eingesetzt werden, um dem Kind eine Lektion zu erteilen. Auch mit drei Jahren verstehen Kinder bereits, was man ihnen erklärt. Nicht so gut und man wird es mehrfach wiederholen müssen, bis sich entsprechende Synapsen im Hirn gebildet haben und ein falsches Benehmen als solches eingespeichert wird, aber es ist durchaus möglich. In Kombination mit logischen Strafen, die einen Bezug zum Sachverhalt haben, werden auch Kleinkindern die dadurch gesetzen Grenzen schnell bewusst. Schmeißt ein Kind sein Spielzeug umher, nimmt man es ihm weg. Schreit es pausenlos rum, muss es ins Zimmer. Beißt es der Oma ins Bein, darf es erst einmal nicht mehr zu ihr und muss sich alleine beschäftigen. Schmerz löst stattdessen nur eines aus: Furcht. Dann lässt ein Kind vielleicht schneller, was es nicht tun soll, aber nicht, weil es VERSTANDEN hat, warum es das nicht tun soll, sondern weil es Angst vor den Konsequenzen hat. Heute hast du dadurch vielleicht ein „ruhiges und einfaches“ Kind, aber was ist in ein paar Jahren? Wenn dein Sohn plötzlich zwei Köpfe größer ist als du selbst? Soll er dir dann auch mal körperliche Überlegenheit demonstrieren und „die Rangordnung“ neu festlegen? Das wird er nur dann nicht, wenn er dich respektiert. Und Respekt bekommst du nicht durch Angstmache, sondern dadurch, dass du ihn, seine Bedüfnisse und auch Probleme ernst nimmst. Mit ihm diskutierst. Dir die Zeit nimmst, auch, wenn du es nicht für sinnvoll hältst. Natürlich kann es passieren, dass einem die Hand ausrutscht. Auch das sollte eigentlich nicht geschehen, ist aber nur menschlich. Das Problem beginnt da, wo man es ganz bewusst als Erziehungsmaßnahme einsetzt. Geändert von LapislazuliLaura (13.10.2017 um 21:47 Uhr).
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Wenn Du den Unterschied nicht kennst, google doch einfach mal oder frag Deine Eltern. Die kennen den Unterschied ganz bestimmt noch.
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Wunderbar, ein Moderator der sowas befürwortet. Lösch meinen Account. Hier will ich nicht bleiben. ![]()
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| Und du lies dir mal 1631 BGB Absatz 2 im Grundgesetz durch. Finde es ebenfalls extrem traurig, dass solche Erziehungsmethoden hier auch noch verteidigt werden.
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Du, die Lektüren die ich lese, suche ich mir dann schon selbst aus. Ich bin auch gegen Gewalt in der Erziehung. Aber einen Klaps zähle ich nicht zu Gewalt. Man muss die Kirche auch mal im Dorf lassen.
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| Traurig. Einfach nur verdammt traurig.
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| Hallo, ich will hier mal nicht anfangen mi tiefenpsychologischiche Überlegungen ob Kinder jetzt einen Klaps als Gewalt empfinden oder nicht. Ich stimme schon mit Angora Angy überein, dass aus Kindersicht einen kurzer Klaps auf den (Windel)po wahrscheinlich sehr viel harmloser ist als Konsequenzen a la "rausschicken aus dem Zimmer" " "Omaverbot" etc. Meine Kinder haben trotzdem niemals einen Klaps bekommen, weil das Problem dabei ist ja schlicht und einfach, dass man sich damit als Erwachsener selbst total unglaubhaft macht wenn man von dem Kind einen gewaltfreien Umgang mit anderen Kindern und auch Erwachsenen einfordert. Wenn meine Kinder als sie klein waren andere Kinder gehauen oder getreten haben konnte ich ganz klar sagen "wir hauen andere nicht! / es wird nicht gehauen/getreten etc / wer haut darf nicht mehr weiter im Sandkasten mitspielen! usw. Das hätte ich aber nicht glaubhaft sagen können , wenn ich selbst Klapse verteilt hätte. Es sei denn "Erwachsene dürfen hauen, Kinder aber nicht. Und mit der Ansage hätte ich persönlich meine Probleme. Also wer gewaltfreies Verhalten von seinen Kindern einfordert muss das als allererstes mal selbst vorleben. So wie ich meinen Kindern nicht das rauchen verbieten kann während ich mir mal selbst die nächste Zigarette anzünde etc. Nichtsdesdotrotz hätten meine Kinder sicher einen kurzen Klaps und dann weiterspielen im Sandkasten dem "aus dem Sandkasten entfernt werden und nach Hause gehen" vorgezogen ![]() Geändert von Polly8 (15.10.2017 um 15:05 Uhr).
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| Und noch zum eigentlichen Thema: Meine Molly knurrt und grunzt auch mitunter wenn ich in den Stall reingreife. Gebissen hat sie dabei noch nie, aber wenn würde ich mich da auch schnell und deutlich zur Wehr setzen. Auch ggf mit einem Klaps Aber Kaninche müssen ja auch nicht lernen mit ihren Mitkaninchen Konflikte gewaltfrei auszudiskutieren ![]() Insofern also nicht mit Kindern zu vergleichen.
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Das Problem ist doch heute, dass die Mütter/Eltern sich nicht mehr die Zeit nehmen (wollen) sich mit dem Kind auseinanderzusetzen, ein Klaps "wirkt" ja schneller und gefühlt nachhaltiger. ![]() Ich bin als Kind geschlagen worden und habe es meinen Eltern bis heute nicht verziehen und werde es auch nie! Und es waren auch "nur" Klapse. Und ich habe in der Bekanntschaft einige Mütter die sich tatsächlich Zeit für ihr Kind nehmen und völlig gewaltfrei erziehen. Trotz allem sind diese Kinder absolut gut erzogen. Und zum Thema Kaninchen, ich hatte auch schon sehr angriffslustige Pflegies. Notfalls hab ich Handschuhe angezogen um sie sehr bestimmt wegschieben zu können. "Geschlagen" (oder geschlachtet) habe ich sie nie und alle haben es bis spätestens zum Ende der Pubertät "gelernt" dass man aus der Hand lieber Leckerlies holt als reinzubeißen. Geändert von Terry (15.10.2017 um 15:25 Uhr).
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| Ich kann mich Terry und lapislazuliLaura (sehr ausführlich und gut verständlich, vielen Dank für diese gute und fundierte Argumentation) nur anschließen. Auch "Klapse" gehören zur "körperlichen Züchtigung" und diese ist seit dem Jahr 2000 im Zuge der Einführung der Kinderrechte auch durch die Eltern verboten und dies aus gutem Grund. Deswegen ist die Diskussion für mich ehrlich gesagt auch nicht zu verstehen, da die rechtliche Seite ganz klar ist. Wenn ich autoritäres Verhalten bei Kindern einsetze, erzeuge ich lediglich Angst und sicherlich keinen Respekt. Konsequenz und Durchsetzungsfähigkeit muss vorhanden sein, aber das erreiche auf anderem Weg wesentlich nachhaltiger und ohne das Vertrauen zum Kind zu beschädigen, aber das hat ja lapislazuliLaura bereits ausführlich erklärt. Sorry, normalerweise mische ich mich in solche Diskussionen nicht ein, wenn ich neu in einem Forum bin, aber ich bilde Erzieherinnen aus und ich weiß, wovon ich spreche. Zum Thema Kaninchen: Flöckchen geht auch auf unsere Hände los, wenn wir im Käfig zugange sind. Wir lenken sie ab oder benutzen Hilfsmittel oder schieben sie auch zur Not sanft beiseite. Wir sind am Anfang ein paar Mal erwischt worden, mittlerweile passiert das nicht mehr. ![]()
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| Gelegentliches Zwicken kann durchaus ein Dominanzproblem (Rangfolge) sein oder mit der Unruhe der Pubertät einher gehen. So wie es hier beschrieben wurde, ist die Aggressivität aber deutlich erhöht und wird selbst von der Halterin als nicht mehr tolerierbar angesehen. Sowas lässt sich nicht auf die leichte Schulter abschieben... Eigentlich gibt es für massiveres Fehlverhalten nur 2 Ursachen: Krankheitsbedingt (respektive vermutliche Hormonelle Veränderungen, die aus dem Lot geraten sind und unbedingt abgeklärt werden müssten! Respektive Kastration in Betracht ziehen..) und eben platztechnisch bedingt. 4,5 qm sind nur die unterste Grenze und noch lange nicht alle Kaninchen sind mit so wenig Platz zu frieden! Meine wären es auf jeden Fall nicht... Unterbeschäftigung kann ebenso zu Aggresivität führen. Der Klassiker dabei ist, dass das eigene Revier wie Käfig dann auch vehement verteidigt wird. Das wird kaum noch der Fall sein, wenn mind. 2-3 x mehr Fläche (und damit Beschäftigung) vorhanden sind und es genügend Unterschlupf gibt. Geändert von Rakete (18.10.2017 um 03:21 Uhr).
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| Also unser Weibchen beißt auch. Und zwar so ähnlich wie bei euch. Wenn ich den Partnet streichle, hoppelt sie her und beißt mich in die Hand. Wenn ich Futter reinlege und dabei zu langsam bin, schlägt sie mit den Vorderpfoten nach mit und knurrt. Und, das Beste, wenn ich gemütlich auch meiner Couch sitze, sie da aber sitzen möchte, hopst sie neben mit und beißt mich ins Bein. Ich hatte das immer als Charakterzug eingeordnet, nun überlege ich aber, sie mal durchchecken zu lassen... Derzeit baut sie kein Nest. Sie baut vielleicht ein-, zweimal im Jahr eins und ist jetzt dreieinhalb. Also Ratschöag habe ich leider keinen, aber auch so eine kleine "Terrornudel", wie wir sie immer sehr liebevoll nennen.
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| Bei uns hat bis jetzt nur ein Kaninchen mal zugebissen, das war Abby und auch noch recht am Anfang. Da gab es auch gleich eine Ansage in Form eines wegschubsens. Ist danach nicht wieder vorgekommen. Zur Kindererziehung kann ich nichts sagen, wir haben keine. Aber ich kenne die gleiche Diskussion sehr gut aus dem Hundebereich. Ich muss zugeben ich habe dem einen oder anderen auch schon mal eine gescheuert, wie man so schön sagt. Denn es gibt Sachen die sind nicht diskutabel, und das ist die körperliche Unversehrtheit anderer. Hunde sind auch nicht zimperlich untereinander und können je nach Größe und Kraft unheimlichen Schaden anrichten. Untereinander sowie Menschen gegenüber. Natürlich wäre es schön man könnte alles friedlich lösen mit einem netten Gespräch. Aber das Leben läuft nicht so und die meisten Lebewesen ticken auch nicht so. Ich bin der Meinung das tun wir Menschen auch nicht.
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| Heyho, Auch auf die Gefahr hin, dass ich hier jetzt mitten ins "Kampfgespräch" reinhopple, ich finde Amy Roses Kritikpunkte genauso berechtigt, wie jeden anderen Kritikpunkt hier auch. Zugegeben diplomatischer und weniger anklagend/verurteilend hätte es geschrieben werden können, allerdings frag ich mich gerade wo die Diplomatie bei den Kritikern ist, wenn postwendend geschrieben wird, dass es legitim ist nem Tier oder Kind (!!!) nen Klaps zu geben. Das ich es generell schräg finde, dass hier Kinder- und Tiererziehung parallel diskutiert wird und Vergleiche gezogen werden ... mag an mir liegen. Auch erschließt sich mir das Argument nicht, dass ein Klaps ok ist, weil "Kaninchenverhalten" imitiert wird und die Nickels untereinander schließlich auch nicht zimperlich miteinander umgehen. Mag daran liegen, dass ich ein Mensch und kein Kaninchen bin *grins*. (man hätte ja auch einfach nur schreiben können, dass man sich schlichtweg nicht beißen lassen möchte und sich entsprechend wehrt, weil tut ja schließlich auch weh). Aber auch das mag an mir liegen. Jetzt aber mal genug der Frotzelei, ich will mich hier nicht streiten, sondern nur meinen Senf abgeben und außerdem sitzen wir hier eh alle im selben Boot, weil wir nur helfen wollen .... also ist es doch eigentlich auch ein Schmarn aufeinander einzuhaken oder? @Mia Beim Durchlesen ist mir auch aufgefallen, dass du sehr, sehr häufig von streicheln schreibst, auch wenn du zeitgleich anmerkst, dass es respektiert wird, dass die Tiere nicht hochgenommen werden möchten. Das meine ich nicht anklagend, sondern rein beobachtend. Dieser Hinweis wäre für mich - wären es meine Tiere - ein Indiz das verfolgt werden könnte. Genauso legitim wie jeder andere Gedanke hier im Thread auch. Also: Streicheln bzw. menschliche Nähe als ein möglicher (!!!) Stressor der das Kaninchen aggressiv werden lässt. Weitere bereits genannte, oder neue mögliche (!!!) Stressoren: Platzmangel, Pubertät, Hitzigkeit, Scheinschwanger, Dominanzverhalten, Krankheiten, genetische Disposition (durch z.B. Inzucht etc.). Wie du auf die Beißattacken reagierst, wirst du für dich am besten herausfinden, da bin ich mir sicher (aus Rücksicht vor dem Tier sich blutig beißen zu lassen, kanns ja irgendwo auch nicht sein). Ich denke "Versuch und Irrtum" ist hier nicht die schlechteste Variante, neben ärztlichem Checkup des Tieres versteht sich. Meine Ideen dazu (ohne dass ich einen Tipp abgeben möchte, ich weiß ja schließlich nicht, woran es liegen könnte): Beobachten (machst du ja eh schon )In welchen Situationen genau beißt sie? Ist es "Aggro-Dominanz-Beißen" oder "Angst-Stress-Beißen"? (der Unterschied macht zwar das Beißen weder besser noch schlechter, aber vielleicht kann es dir helfen weitere Schritte vorzunehmen?) Veränderungen schaffen Freilauf, Stall evtl. umgestalten oder umsetzen. Wenns Dominanzverhalten ist, pfuscht du quasi ins Revier damit und kannst gleich mal neu Grenzen abstecken. Wenns Angstverhalten ist, stresst das zwar erst einmal zusätzlich, aber das Tier hebt es aus diesem "Angstautomatismus" weil andere Umgebung und so. Neues Lernen ist dann in beiden Fällen einfacher um das Tier umzukonditionieren. Mehr an Ideen hab ich ehrlich gesagt gerade auch nicht parat. Ich fühl gerade total mit dir, weil mich deine Geschichte ein wenig an mich vor ca. 8 Jahren erinnert. Mein "Sorgenkind" war die ersten zwei Jahre Socke, der auch biss sobald man in den Freilauf in der Wohnung ging. Das war für mich irgendwann auch totaler Stress und hab dann auch entsprechend abwehrend reagiert, unsanft weggeschubst und sowas (weil irgendwann wars mir auch Zuviel und es tut ja auch schließlich weh). War immer ne Abwehrreaktion von mir, weil ich auch nicht mehr wusste was ich sonst machen soll. In unserem Fall lags tatsächlich am Platzmangel, d.h. das Beißen war ne Angst- und Stressreaktion von Socke, was durch die unsanfte Reaktion meinerseits auch nicht besser wurde. Das schaukelte sich dann soweit hoch, dass er total verhaltensgestört wurde und zusätzlich noch "koppte" (nennt man das so bei Kaninchen?), weil eben zu wenig Platz. Da gabs dann bei uns den heftigen Umgebungswechsel von Wohnungs- zu Außenhaltung und seit dem ist mein kleines Sensibelchen wie ausgewechselt, schmiegt sich sogar wie ne Katze an meine Beine wenn ich den Stall sauber mache und er gestreichelt werden möchte. Mit dem Streicheln dauerte es zwar anfangs dennoch, das haben wir dann aber auch gut mit Kürbiskern-Konditionierung hinbekommen und geht mittlerweile auch ganz ohne (ich lass ihn aber auch von sich aus kommen). Klar, muss auch erst mal wieder gelernt werden, dass nicht immer unsanft weggeschubst wird, wenn Mensch kommt (ich hab mein Tier übrigens nicht misshandelt, falls jetzt hier wer auf die Idee kommen sollte, das zu denken ... aber so eine Situation ist nicht ohne, andere Leute hätten ihn wahrscheinlich längst weggeben). Mag dir mit der Geschichte auch keine Angst machen ... sondern eher Mut (weil ich weiß, dass man irgendwann dasteht und sich verzweifelt fragt, ob sowas überhaupt für Mensch und Tier noch zumutbar ist). Kann bei dir ganz anders sein, oder auch nicht ... aber die Hoffnung nicht aufgeben, okay? ![]() Ich drück dir ganz arg die Daumen, wünsch dir starke Nerven und ... das schaffst du *tschakka* ... probier das aus was sich für dich stimmig anfühlt und wenns nicht klappt, das nächste (auch wenns total nervig ist *Icantell* ). Liebe Grüße, Lepus Geändert von Lepus (19.10.2017 um 01:58 Uhr).
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| OT Zitat:
![]() Du teilst hier gut aus, also bin ich mir sicher, dass du mit dieser Aussage auch umgehen kannst. *Wattebauschzuwerf* P.S. Es macht für mich nen himmelweiten Unterschied ob ein Kind nicht baden, Zähneputzen oder sonstwas möchte ... oder ob ich von einem Tier gebissen werde. Das nur mal am Rande. P.P.S. Diese ganze Diskussion rund um Kindererziehung ist ganz schön OT (Off Topic) OT-Ende Geändert von Lepus (19.10.2017 um 02:27 Uhr).
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